8. April 20251 J. Hallo zusammen, möchte bzw. sollte den Batteriekasten meiner ENAC Bj. 72 konservieren. Lackieren wäre sicher der beste Rostschutz, möchte aber die Patina nach Möglichkeit erhalten... Was meint Ihr Owatrol oder ein Wachs oder Fett ? Gruß Ralph
9. April 20251 J. Owatrol bzw einfach Leinöl klappt gut. Evtl etwas im Auge behalten und bei Zeiten wiederholen (je nach Nutzung). LG
9. April 20251 J. Owatrol sichert den Zustand gut, ist aber quasi eine Neulackierung mit Vintage-Look. Professionelle Konservatoren und Restauratoren schlagen bei Owatrol allerdings die Hände über den Kopf zusammen. Wenn es wirklich um Konservierung eines Originalzustandes geht, wäre ein spezielles Konservierungswachs sicherlich besser. Bei einem Batteriekasten und einem 2CV Baujahr 1972 würde ich persönlich vielleicht aber auch nicht museumskonforme Techniken wie Owatrol verwenden 😉 Bearbeitet (9. April 20251 J. von Vincent2)
9. April 20251 J. Ersteller Owatrol bildet ja eine schützende Lackschicht, die aushärtet. Und Sie wird sichtbar durch Ihren Glanz und auch Veränderung von Lacken, die mit überlackiert werden. Das zwar ein guter Schutz, aber fraglich, ob gewünscht. Da werde ich doch lieber nach einem Fett oder Wachs schauen. So farblos wie möglich. Sollte vielleicht mal einen eigenen Thread dazu aufmachen, wie man einen 2CV Bj. 72 im Originallack mit seiner Patina erhält.... Danke für den Denkanstoß zu dem Thema
12. April 20251 J. Hallo, ich finde, Leinöl ist eine gute Möglichkeit, leicht angerostete Blechteile zu konservieren. Dünn auftragen und gut. Leinöl verharzt und schützt dann ganz gut. Grüße Sebastian
12. April 20251 J. Stimmt, Owatrol neigt über die Jahre zum vergilben, bzw. ist es ja bereits in der Dose gelblich und nicht glasklar. Unter anderem deshalb ist es in der Museumswelt verpönt, da es den Oberflächencharakter deutlich verändert. Die Schutzwirkung ist aber dennoch gut, und der speckige Glanz soll nach einiger Zeit nachlassen. Da unter der Haube nur wenig UV-Strahlung ankommt ist die Farbveränderung am (zudem unlackierten und bei eingebauter Batterie kaum sichtbaren) Batteriekasten wohl vernachlässigbar. Ich würde es mit einem fusselfreien Lappen dünn auftragen und wegen der potentiell aggressiven Umgebung (ausgasende Batterie) zusätzlich mit einem Wachs behandeln. Viel wichtiger erscheint mir jedoch vor einer Behandlung eventuelle Rückstande von Batteriesäure zu neutralisieren, vor allem an der Spritzwand. Dabei nicht einfach mit Wasser spülen sondern wiederholt abtupfen weil sonst die Säure (zwar verdünnt) in alle umliegenden Ritzen und Spalte verteilt wird. Im letzten Durchgang demineralisiertes Wasser verwenden um keine Kalkreste zu hinterlassen und gut trocknen.
14. April 20251 J. Am 12.4.2025 um 12:31 schrieb musikinstrum_ente: Stimmt, Owatrol neigt über die Jahre zum vergilben, bzw. ist es ja bereits in der Dose gelblich und nicht glasklar. Unter anderem deshalb ist es in der Museumswelt verpönt, da es den Oberflächencharakter deutlich verändert. Die Schutzwirkung ist aber dennoch gut, und der speckige Glanz soll nach einiger Zeit nachlassen. Owatrol ist primär verpönt, weil es nicht reversibel ist. Deshalb wird "museal" mit Konservierungswachsen gearbeitet, die sich ohne Probleme wieder entfernen lassen. Owatrol lässt sich im Prinzip nur abschleifen bzw. bedingt mit Aceton entfernen, weil es im Grunde keine Konservierung, sondern eine Lackierung ist. Wie gesagt, bei einem Batteriekasten muss man vielleicht nicht nach Museumsvorgaben arbeiten, aber lackierte Flächen sollte man nur mit Owatrol behandeln, wenn man einen Vintage-Look anstrebt und keine fachgerechte Konservierung für Oldtimer. Bearbeitet (14. April 20251 J. von Vincent2)
15. April 20251 J. Kann man verschiedener Meinung sein. Ich benutze oft Leinöl. Allerdings eher beim Traktor, Grill oder beim Oldi-Unterboden. Gerade weil man es danach immer noch lacken kann. Diese Chance hat man vertan, wenn man Fett oder Wachs benutzt, auf jeden Fall mit erheblich mehr Aufwand. Bei Holz bin ich vom Leinöl nicht mehr so begeistert (wenn man es für draußen benutzt), das wird durch Witterung ganz schwarz und unansehnlich. Aber wie schon gesagt, man kann verschiedener Meinung sein.
27. April 20251 J. Am 9.4.2025 um 19:03 schrieb drophead: Owatrol bildet ja eine schützende Lackschicht, die aushärtet. Und Sie wird sichtbar durch Ihren Glanz und auch Veränderung von Lacken, die mit überlackiert werden. Das zwar ein guter Schutz, aber fraglich, ob gewünscht. Da werde ich doch lieber nach einem Fett oder Wachs schauen. So farblos wie möglich. Sollte vielleicht mal einen eigenen Thread dazu aufmachen, wie man einen 2CV Bj. 72 im Originallack mit seiner Patina erhält.... Danke für den Denkanstoß zu dem Thema Hallo Ralph, kennst Du Tapir-Wagenpflege? Die haben ein spezielles Lacköl, das zwar teuer ist, aber sehr ergiebig. Vielleicht ist das ja das richtige, um Deine Ente mit Patina zu konservieren. Ich kenne einen Renault Juvaquatre, dessen Originallack auf diese Weise erhalten bleiben konnte. Für normale Beanspruchung ohne Winterbetrieb mit Streusalz reicht die Konservierung auf jeden Fall. Gruß V.
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