14. Mai 20251 J. vor 8 Stunden schrieb Nihonnezumi: Kann man die separat tauschen/ersetzen ? Bei mir braucht auch einer der Lüfter manchmal ein Schubs ... Hab ich noch nicht gesehen, dass da Reparatursets angeboten werden. Ich schau mir mal so einen Ventilatormotor an, ob man da etwas öffnen kann...
14. Mai 20251 J. vor 10 Stunden schrieb Nihonnezumi: Kann man die separat tauschen/ersetzen ? Bei mir braucht auch einer der Lüfter manchmal ein Schubs ... Kann man, aber so trivial ist das nicht. @schwinge macht das bei ganz seltenen Lüftermotoren für den XM 2,5 TD.
14. Mai 20251 J. Ersteller Doch, soll gehen. Zur Demontage des Lagerdeckels sollen Haltenasen umgebogen und hinterher wieder gerichtet werden müssen. Kohlen wird es schon irgendwo geben. Wenn ich bei mir soweit bin kann ich ja nochmal berichten.
17. Mai 20251 J. Ersteller So, hab heute mal im Vorfeld meiner anstehenden Lüfterreparatur schon ein wenig mit meinen Ersatzlüftern gebastelt. Also die Lagerdeckel der Lüftermotoren lassen sich entfernen, ohne daß der Propeller von der Achse muß (was wohl ein schwierigeres Unterfangen sein soll). Der Motormantel besitzt ringsherum Haltenasen, die in entsprechenden Schlitzbohrungen im Lagerdeckel verstemmt sind. Man muß zwei bis drei dieser Verstemmungen mit einem passenden Meißel lösen, dann kann man mit einem ebenfalls passenden, am besten gebogenen Meißel zwischen Lagerdeckel und Mantel ansetzen und diesen mit leichten Schlägen so nach und nach anheben. Die übrigen Verstemmungen lösen sich dabei von selbst, sind nicht besonders fest. Außerdem hat der Motor hinten nur ein (schwenkbares) Gleitlager, welches ganz easy von der Achse flutscht. Da ich keinen passend gebogenen Meißel hatte, habe ich den Lagerdeckelrand an einer Stelle etwas umgebogen um mit dem Meißel in die Naht zwischen Mantel und Deckel zu kommen. Ich denke, das läßt sich vor der Montage problemlos wieder richten. Als Gegenlager zum Kloppen benutzt man am besten ein dünnes senkrecht stehendes Holzbrett, auf dem der Mantel zwischen Ventilator und Lagerdeckel aufgelegt wird und den Lagerdeckel kann man an einem der Haltebolzen irgendwie gegen Verdrehen abstützen. Am besten man ist dabei zu zweit, wobei einer den Motor in den abgestützen Positionen hält und der andere die Verstemmungen löst. Wenn der Lagerdeckel runter ist, läßt sich der kpl. Kohlenhalter mit 4! Kohlen und dem Steckeranschluß entnehmen. Bei mir ist allerdings der Lagerdeckel an einer Stelle durchgerostet und der Motormantel war im Bereich des Steckeranschlusses dermaßen aufgepilzt, daß man den Steckeranschluß durch vorsichtiges Klopfen und Hin- und Herbewegen erst mal aus dem Rostbett lösen mußte. Wenn der Kohlenhalter entfernt ist, sollten sich die Kohlen leicht tauschen lassen. Ich denke, die Litzen einfach an einer geeigneten Stelle abknipsen und die Litzen der neuen Kohlen dort wieder verlöten. Wer vorab schon mal Kohlen besorgen will: 8 x 6 mm, ca. 15 mm lang. An meinem Versuchsobjekt (ein Lüfter aus besagtem Schrottplatzausbau vor 10 Jahren) sind die Kohlen allerdings noch einwandfrei und haben ungefähr diese Länge, wobei längere Kohlen mit zusammengedrückter Feder auch gar nicht mehr in den Halter passen würden. Von daher hätte ich mir das Ganze natürlich sparen können, aber ich dachte, ich mache mir jetzt zwei Motoren mit nagelneuen Kohlen zurecht, um nie wieder Probleme damit zu haben. Kann man (hinterher ist man immer schlauer...) sich also als reine Vorsorgemaßnahme getrost sparen, die Kohlen selbst (weil 4 Stück) halten wohl ewig. Ich weiß noch ziemlich genau, daß der Wagen, bei dem ich das Lüftergitter ausgebaut hatte weit über 400.000 runter hatte und angesichts dieses unversehrten Kohlenbildes kommen mir jetzt doch wieder Zweifel, ob das bei meinem (350.000) wirklich die Kohlen sind. Blieben noch die Halter, aber die waren jetzt bei meinem Versuchsobjekt trotzdem der Lagerdeckel und Mantel an einer Stelle extrem verrostet waren auch nur leicht angerostet aber noch voll funktionsfähig... Für die Wiedermontage muß man sich mit diesen Verstemmungen noch was einfallen lassen. Weil, dazu müsste man den Motor zum Kloppen ja auf den Propeller legen, was dem erstens nicht gut bekäme und zweitens ein kaum geeignetes Gegenlager darstellen würde. Vielleicht gar nicht mehr verstemmen sondern mit Epoxidharz verkleben...? Hier der geöffnete Motor ohne Kohlenhalter. Man erkennt die Haltenasen auf dem Mantelrand: Und hier der kpl. Kohlenhalter, umgedreht auf den Motor gelegt: Der Lagerdeckel ist total verrostet. Das Gleitlager in der Mitte hat einen schwenkbaren Sitz. Man erkennt die Schlitze für die Haltenasen:
17. Mai 20251 J. 19 minutes ago, klausla said: Für die Wiedermontage muß man sich mit diesen Verstemmungen noch was einfallen lassen. Weil, dazu müsste man den Motor zum Kloppen ja auf den Propeller legen, was dem erstens nicht gut bekäme und zweitens ein kaum geeignetes Gegenlager darstellen würde. Verstemmen ist kein Problem. Der Propeller muss ohnehin runter, um das vordere Kugellager austauschen zu können. Sonst kann man sich die Mühe auch sparen. Schön rostig sind die Motorgehäuse alle. Bearbeitet (17. Mai 20251 J. von schwinge)
17. Mai 20251 J. Ersteller Oh, da sieht ja meiner direkt noch gut dagegen aus... Und wie holst Du den Propeller runter? Hab mal was von Pressluft-Dengeln auf die Motorachse gelesen (oder war das bei dir...) Und wie sahen denn bei dir die Kohlen aus, hattest du welche, die schon ziemlich runter waren? Viele Grüße, Klaus Bearbeitet (17. Mai 20251 J. von klausla)
17. Mai 20251 J. Jepp, Druckluft-Meißel. Kohlen, noch keine die wirklich alle waren. Lagerschaden halt. Meist Kugellager hin, manchmal auch das Gleitlager. Rost, großes Problem. Die Federn, die zwischen die Magnete geklemmt sind zu 50% dünn- oder weggerostet. Gut, klebt man dann halt ein, nachdem das Gehäuse beim Verzinker gewesen ist.
17. Mai 20251 J. Am 17.5.2025 um 23:40 schrieb schwinge: Gut, klebt man dann halt ein, nachdem das Gehäuse beim Verzinker gewesen ist. Den Verzinker haben wir ja zum Glück alle um die Ecke...😜. Aber im Ernst, nach allem was ich im Forum bis jetzt gelesen habe geben wohl als erstes die Stirnlager auf. Wenn du das dann durch ein maßgleiches Qualitätslager ersetzt und das Gleitlager hinten neu schmierst sollte das noch lange laufen. Hier mal ein Faden, wo das schon thematisiert wurde: Bearbeitet (20. Mai 20251 J. von Joschko) Rechtschreibung
19. Mai 20251 J. Am 17.5.2025 um 23:40 schrieb schwinge: Jepp, Druckluft-Meißel. Kohlen, noch keine die wirklich alle waren. Lagerschaden halt. Meist Kugellager hin, manchmal auch das Gleitlager. Rost, großes Problem. Die Federn, die zwischen die Magnete geklemmt sind zu 50% dünn- oder weggerostet. Gut, klebt man dann halt ein, nachdem das Gehäuse beim Verzinker gewesen ist. Ist also eine größere Sache, den runter zu bekommen? Ich habe mal mit TorstenX1 über den Ausatusch eines Lüftermotors an meinem HDi gesprochen, da meinte er, dass man die Schraube lösen müsse (Linksgewinde!) und dann könne man das Lüfterrad abziehen... Viele Grüße Fred
19. Mai 20251 J. Hallo, vor 1 Minute schrieb Kugelblitz: da meinte er, dass man die Schraube lösen müsse (Linksgewinde!) und dann könne man das Lüfterrad abziehen... Ja, ist ganz einfach. Es gibt die Ausführung mit Linksgewindeschraube und es gibt eine Version mit Klammer. Da ist der Ausbau selbsterklärend. Grüße Andreas
19. Mai 20251 J. Ersteller Nachdem ich ja letztens noch grandios an dieser Linksgewindeschraube gescheiert bin (manchmal sollte man doch erst lesen statt machen...), wollte ich's heute auch mal wissen mit diesem Propeller und habe mich in Erwartung größerer Widerstände damit schon neben der Presse positioniert. Aber nachdem diese Linksgewindeschraube raus war ist der Propeller mehr oder weniger abgefallen und die Aufnahme mit der Achsabflachung sieht auch wahrlich nicht nach Pressung aus. Gab's da Unterschiede in den Baureihen oder bezieht sich das Rausdengeln nur auf Kanditdaten mit aufgepilzter Propelleraufnahme? Meine waren jetzt von 99 ? Am 17.5.2025 um 23:40 schrieb schwinge: Rost, großes Problem. Die Federn, die zwischen die Magnete geklemmt sind zu 50% dünn- oder weggerostet. Gut, klebt man dann halt ein, nachdem das Gehäuse beim Verzinker gewesen ist. Und was machst du mit den durchgerosteten Lagerdeckeln? Hab meinen jetzt geschweißt. Und das vordere Kugellager ist auch verstemmt. Einfach durchkloppen? Bearbeitet (19. Mai 20251 J. von klausla)
19. Mai 20251 J. vor 4 Stunden schrieb klausla: Und was machst du mit den durchgerosteten Lagerdeckeln? Hab meinen jetzt geschweißt. Und das vordere Kugellager ist auch verstemmt. Einfach durchkloppen? Schweißen ist doch eine nachhaltige Reparatur! Hauptsache Lager und Welle sind geometrisch da, wo sie seien sollen. Der Korrosionschutz ist natürlich noch eine offene Frage wenn du keinen Verzinker hast. Bei meinem Motorreparaturen habe ich die alten Verstemmungen vor dem Rausschlagen, soweit es ging, mit einem alten Schraubendreher o.ä. zurückgeklopft und die neuen Lager mit dem Körner oder einem Austreiber an anderer Stelle des Umfangs neu verstemmt. Edit: Auf Schwinges Fotos sieht es so aus, als wäre das Lager mit einer Konsole an 4 Punkten mit dem Gehäuse vernietet oder verschweißt? Bearbeitet (20. Mai 20251 J. von Joschko)
20. Mai 20251 J. Ersteller Nachhaltig vielleicht, aber aufwendig. Presto hätte es evtl. auch getan... Verzinken fände ich persönlich reichlich übertrieben. Da gibt's zum Glück andere und weniger aufwendige Chemie, zumal das verzinkte und nicht weiterbehandelte Blech dem ursächlich für diese extreme Verrostung vermuteten Streusalznebel auch wenig entgegenzusetzen hat. Jetzt, wo man's weiß im Winter lieber mal öfter vorsichtig mit dem Wasserstrahl rein.... Hab heute mal den zweiten Ersatzmotor zerlegt. So unterschiedlich können die Kohlenhalter offenbar in ein und demselben Auto aussehen: Damit steigen die Chancen für die vermutete Ursache der Kühlerlüfterprobleme an meinem Auto ja wieder erheblich. Aber ob sich meine Strategie, zuerst mal zwei anständige Lüftermotoren zum Tauschen herzustellen bevor ich die originalen an meinem Auto ausbaue, mit diesem Wrack noch weiterverfolgen läßt, ist jetzt natürlich fraglich. Aber vielleicht kriege ich ja dann aus vier Motoren noch zwei in erträglichem Zustand hin.... Für unvorbereitete Nachahmer vielleicht noch ein Tipp beim Öffnen des hinteren Lagerdeckels: Mit dem Meißel tunlichst nicht zwischen Lagerdeckel und der im Gehäuserand eingelassenen Kunststoff-Nasen der Kohlenhalter kommen. Da kommt man zwar mit dem Meißel gut rein aber unter Umständen ist der Kohlenhalter anschließend hin. Gerade bei den stark verrosteten Gehäusen sind diese Nasen von außen schwer zu erkennen. Also wenn's mit dem Meißel zu leicht geht, sitzt man vermutlich schon drin.
25. Januar25. Jan @klausla Was ist jetzt aus Deinem Plan Kühlerlüftermotorenreparatur geworden ? Hat der Tausch auf überholte Motoren geklappt ? Hast Du die Kohlen ersetzt bekommen ? Laufen die Lüfter wieder ? Wäre dankbar für Deine Erfahrungen, da anscheinend aktuell mehrere HDi die gleichen Probleme kriegen wie Deiner.
25. Januar25. Jan Ersteller Ja, das hat tatsächlich ganz gut geklappt. Habe jetzt teilweise Staubsaugerkohlen und -Halter drin und noch zwei damit reparierte Lüfter auf Ersatz liegen. Die Staubsaugerkohlen haben halt etwas dünnere Litzen, sollte aber zusammen mit der Druckfeder, die ja auch leitend ist, hoffentlich auch unter längerer Vollast funktionieren ohne abzurauchen. Die Kohlehalter kann man einfach mit Epoxidharz auf die Grundplatte kleben, man muß nur höllisch aufpassen, daß das Zeug nicht in den Halter läuft und die Kohlen verklebt, also während der Aushärtung die Kohlen immer schön bewegen. Bearbeitet (25. Januar25. Jan von klausla)
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