19. Mai 20251 J. Hallo miteinander, nachdem mich vor ein einhalb Jahren mein Xantia verlassen musste und der C5 als Nachfolger schneller als gedacht auch das zeitliche gesegnet wird es wohl oder übel wieder zeit für was Neues/Gebrauchtes. Und da immer noch vieles was sich in meinem Beuteschema (bis und um 100.000 km, Baujahr 2014 aufwärts, unter 10.000 €) so tummelt automobiler Einheitsbrei ist, geht der Blick wieder zum Doppelwinkel, genauer gesagt C4 Cactus oder C4 Picasso. Den Cactus bin ich am WE gefahren, hat mir gut gefallen. Soweit mir bekannt sollte ich da auf den Zahnriemen (Benziner) und Rost an den Türkanten (hatte der am WE nur minimalst an einer der hinteren Türen) achten. gibt es sonst noch Dinge auf die ich speziell schauen soll? Den Picasso finde ich optisch auch schön, punktet natürlich mit der Flexibilität im Vergleich zum Cactus. Worauf sollte ich das achten? Motoren sollten ja ähnlich/gleich sein, aber gibt es da auch neuralgische Stellen. Generell: - Gibt es Baujahre, die man besser ausklammern sollte? Meine Einschränkungen machen die Auswahl sowieso schon recht klein, aber es sollte diesmal länger als ein starkes Jahr halten... - Das Panoramadach finde ich klasse, gibt es da speziell Schwachstellen (eindringendes Wasser?) Ich weiß, dass das hier "nur" im Cactus-Teil des Forums steht, aber da es keine allgemeine Kaufberatung gibt musste ich mich entscheiden. Ich würde mich freuen, wenn mich jemand unterstützen kann/aufklärt...
19. Mai 20251 J. Meine 2¢: Den Cactus und den C4Pic kann man nicht wirklich vergleichen. Ich lese hier, der Cactus sei ein "kostengünstig" konstruiertes, pfiffiges, kompaktes Automobil. Der C4Pic hingegen ist eine ausgewachsenes Familienschiff – je nach Familiengrösse als Picasso oder Grand Picasso. Ich hab den C4GP I von 2007 in Exklusiv-Ausführung; Freunde von uns haben den C4GP II (Baujahr und Ausstattung unbekannt). Vom C4GP I habe ich immer noch nicht "genug"; für mich ist dieses Fahrzeug innen und aussen stimmig mit einem unglaublichen Nutzwert. Der C4GP II kann eigentlich alles besser (neuere Motoren, neuere Getriebe, Rückfahrkamera, selbstlenkende Einparkhilfe, etc etc) – AAABER er gefällt mir einfach nicht. Klar, letztlich ist das Geschmackssache. Die Freunde haben mir allerdings gerade gestern gesagt: "Die Anzahl Staufächer und die Innenbeleuchtung lässt zu wünschen übrig" – sowas kenne ich von meinem C4GP I nicht. Man könnte also auch eine Tendenz erkennen, dass der C4Pic II die "Sparversion" ist (Produktion muss günstiger werden). Ich würde daher einen späten C4Pic der ersten Serie empfehlen (wurden bis 2013 gebaut). Die Luftfederung im "Exclusiv" ist durchaus angenehm, aber teuer, wenn sie kaputt ist. Die hinteren Bremsscheiben und Radnaben sind ein Teil, d.h. man kann dann zusammen mit den Bremsscheiben immer auh gleich 2 Radlager wechseln. Das haben aber alle C4, auch die kleinen. Motormässig (2.0i mit AL4 Automatik) war das Fahrzeug hingegen unauffällig: Ausser einem Kurbelwellen-Simmerring (Verschleiss) und zwei Elektroventilen an der Automatik hatte ich eigentlich nichts an Motor und Getriebe. Hat jetzt knapp 240'000 km. Und der soll mir noch ein paar Jahre halten. Bearbeitet (19. Mai 20251 J. von fgee)
19. Mai 20251 J. Ersteller Danke für die erste Einschätzung. Beim Picasso käme für mich "nur" die kleine version, nicht der Grand Picasso in Frage. Wir sind nur zu dritt, die extra Sitze und Länge brauchen wir nicht. Tatsächlich gefällt mir da aber optisch die zweite Serie besser, soweit ich das in Erfahrung bringen konnte gab es da 2016 ein Facelift, das aber wohl wenig Änderung brachte (u.a. Front etwas andere, AppleCarplay-Unterstützung). Das die beidem Modelle (Cactus/Picasso) konzeptionell komplett unterschiedlich sind, ist mir klar. Aber ich habe wenig Ansprüche, derzeit kommen wir zu dritt mit einem Daihatsu Trevis klar, aber das ist halt schon eher entbehrungsreich. Ein bisschen mehr Komfort (Klima) und Platz reicht mir schon. Preislich liegen die beiden auf dem Gebrauchtmarkt halt nah beieinander, optisch gefallen mir beide. Gibt es in Sachen Fahrkomfort unterschiede? Meine Frau ist (leider) vom C5 und besonders vom Xantia verwöhnt, ich mag es auch eher gemütlich. Der Cactus war ok, aber vielleicht ist der Picasso ja komfortabler abgestimmt. Bin im Moment auf der suche nach einer Möglichkeit den Probe zu fahren....
19. Mai 20251 J. vor 7 Minuten schrieb Heckisack: Picasso ... 2016 ein Facelift, das aber wohl wenig Änderung brachte (u.a. Front etwas andere, AppleCarplay-Unterstützung). Wenn ich es richtig mitgeschnitten habe, gab's vor dem Facelift das robotisierte Getriebe (mit durchaus brauchbarer Schaltcharakteristik (das war beim C4Pic I noch nicht so); nach dem Facelift gab's stattdessen das EAT6, also die 6-Gang-Wandlerautomatik von Aisin.
19. Mai 20251 J. Da dürften noch die letzten VTI Modelle reinzählen (EP6). D.h. Kette statt ZR. Der Ölverbrauch ist teilweise recht hoch. Bei den THP ist Kettenlängung öfters ein Problem. Und dann kommen die Ölriemen Modelle irgendwo, dafür gibts hier 1-2 Ellenlange Elend-Threads. Bearbeitet (19. Mai 20251 J. von Dreher)
19. Mai 20251 J. Hallo, bei uns waren nach dem 2009er Picasso, der in Sachen Qualität sehr durchwachsen war, Berlingo, C4 Cactus und ein ë-C4 auf der Liste. Letztlich ist es der Berlingo geworden, da der Cactus als Familienauto schon eng geworden wäre. Außerdem war das Angebot vor etwas einem Jahr sehr teuer. Gerade der Cactus wird recht teuer gehandelt. Der ë-C4 war leider außerhalb des Budgets aber mit 15.000-17.000 Euro für 3-jährige Fahrzeuge echt günstig. Wir haben uns dann aus Platzgründen für den Berlingo entscheiden, es gab in der Nähe genau ein gutes Angebot. Außerdem ist der Berlingo etwas einfacher gestrickt als der Picasso, das stört uns aber nicht. Viele Grüße Fred
19. Mai 20251 J. ich kanns direkt vergleichen da ich einen Xantia Break und einen C4 Picasso (BJ2015) habe. Mein Herz gehört dem Xantia - der Nutzwert ist aber klar beim C4 Picasso höher. Sitzposition, Geräuschkomfort und Raumgefühl sind klar besser. Die Automatik trägt auch zum besseren Fahrgefühl bei. Für ein konventionell gefedertes Auto ist auch der C4 Picasso gut abgestimmt. (sogar mit den 17Zöllern) - je kleiner die Felgen desto besser ist hier sicher auch der Eindruck. Natürlich vermisst man ab und an die Hydropneumatik... aber das fällt in der Familie z.B. auch nur mir auf. Motorisch sind die BlueHdis super! 120PS reichen mmn vollkommen aus... ja wenn die Abgasnachbehandlung nicht wäre. Das ist einfach ein Murks mit dem AdBlue-Zeugs. Ich hab bisher 2Mal den AdBlue-Tank und einmal die AdBlue-Einspritzdüse tauschen lassen müssen. Die Frage ist hier generell wie dein tägliches Fahrprofil aussieht - fährst du viel Kurzstrecke dann lieber Finger weg von den BlueHdis. Bearbeitet (19. Mai 20251 J. von BXBreak4Life)
19. Mai 20251 J. Ich kam auch vom Xantia zum Picasso. Nach 14 Jahren Xantia fiel es mir schwer, den Schwebematen loszulassen. Aber schon nach einer Woche Picasso wollte ich den Xantia nicht mehr zurück. Das hat mich selber überrascht.
19. Mai 20251 J. Zum Cactus: die Probleme mit Rost an den Türunterkanten und dem Zahnriemen hast Du ja schon erwähnt. Die ersten Serie1-Cactus (2014-2015) hatten ein paar Kinderkrankheiten, die eigentlich per Rückrufaktionen und Serviceaktionen abgearbeitet worden sein sollten. Achtung: einige Modelle, die in freien Werkstätten gewartet wurden, haben vielleicht die ein oder andere Serviceaktion nicht bekommen (z.B. neuer Typ von Zündkerzen, neue Lenkradtasten). Eine wichtige Aktion war auch die Verstärkung der Motorhaubenhalterung (sieht man an zusätzlich angebrachten Blechen) - war meines Wissens sogar eine Rückrufaktion. Die Cactus1 des letzten Baujahres (2017) waren von diesen Aktionen nicht mehr betroffen. So hat z.B.mein Cactus schon die Lenkradtasten des Serie2 drin; auch die Motorhaubenhalterung entspricht schon der des Serie2. Die frühen Cactus1 kamen ohne geteiltumklappbare hintere Rückenlehne - auch der Shine hatte keine! Wenn du eine brauchst, solltest Du dich nach einem Modell ab 2016 umschauen, da war sie bei Shine Serie. Eine geteilt umklappbare hintere Rückenlehne gab es bei den darunterliegenden Ausstattungen Feel und Selection, wenn man einen farbigen Innenraum bestellte! Deswegen hat z.B. mein Selection eine geteiltumklappbare hintere Rückenlehne, und auch andere Gimmicks, wie z.B. Kartentaschen in den Vordersitzen. Falls Du auch den Serie2 in Erwähgung ziehst, wirst Du den Konfort des CAC-Fahrwerks schon genießen dürfen - eine wirklich butterweiche Federung - sie hatte im Cactus2 Premiere. Das braune Interieur wurde abgeschafft, es gab nur noch grau und purpur. So gab es auch einige grelle Farben nicht mehr, wie z.B. Lagunenblau, balticblau oder gelb. Was ich beobachtet habe, ist, daß man beim Serie1 für manche Modelle ein paar Scheine mehr hinlegen muß, wenn sie bestimmte Merkmale haben. Dazu gehören die Außenfarben lagunenblau, balticblau und die super seltene Farbe Jelly-rot. Auch für purpurne oder braune Interieurs kann es Aufschläge geben. Skurille Farbkombinationen zwischen Lack und AirBumps können auch den Preis heben. Z.B. olivgrün mit weißen AirBumps, schwarz mit hellgrauen AirBumps, blau mit braunen AirBumps etc. Interessante Sondermodelle waren der OneTone, den es in Deutschland nur in weiß gab - OneTone W genannt. Der hat weißen Lack, weiße AirBumps und weiße Felgen. Der RipCurl wertete den Innenraum mit orangenen Akzenten auf (u.a.orangene Sicherheitsgurte!), außen hatte er einen RipCurl-Schriftzug an der C-Säule und Designaufkleber am Kotflügel, sowie Schutzplatten an dem unteren Teil der Stoßfänger. Mit meinem Cactus hatte ich bisher keine großen Probleme. Klappernde Ausstellfenster wurden in der Garantie nachbefestigt. Jetzt nach 7,5 Jahren muckt ab und an die Rückfahrkamera. Auf den etwas über 90000km hatte ich keinerlei Probleme mit der Antriebseinheit. Alle Inspektionen hab ich bei Citroën machen lassen - der Zahnriemen wurde nach Wartungsplan getauscht. Ich fahr den Cactus immernoch sehr gerne - und hab mich an dem Design noch nicht satt gesehen. Bearbeitet (19. Mai 20251 J. von EntenDaniel) der
20. Mai 20251 J. Ersteller Danke nochmal an alle für die Antworten. Motorentechnisch hatte ich bisher eher Richtung Diesel tendiert, in erster Linie wegen der Dinge die ich über die in Öl laufenden Riemen bei den Puretechs gelesen hatte. Der THP im C5 den ich hatte war jetzt auch nicht das gelbe vom Ei. Bis jetzt hatte ich allerdings keinen Diesel. Fahrprofil ist bei mir ca. 21 km Arbeitsweg täglich (einfach) und dann eben Fahren zur Familie oder Ausflüge ein paar Mal im Jahr und Urlaubsfahrten. Ob das für die BlueHDI problematisch sein kann?!? Und die Puretechs scheinen ja auch unproblematisch zu sein, vorausgesetzt das Wechselintervall wird eingehalten und das richtige Öl wird verwendet. Kurze Zusammenfassung: Soweit ich das also bisher nachvollziehen kann, ist der Picasso etwas komfortabler als der Cactus, die Motorenpalette ist ähnlich/gleich (daher ähnliche Probleme), der Cactus hat die Probleme mit dem Türkantenrost (Picasso nicht, da anderes Werk?) und dem Haubenlift. Besondere Schwachstellen beim Picasso wurden jetzt nicht genannt. Das Infotainment-System ist in den beiden auch gleich? Da war mir aufgefallen, dass es recht lange zum Starten braucht, der Rest war für mich ok, auch wenn es nicht super-schnell reagiert... Der Cactus Serie 2 ist aktuell über meinem Budget, jedenfalls hier in meiner Gegend und in 200 km Umkreis. Ich versuche diese Woche noch einen Picasso zu fahren (2014er, 88 tkm, 116 PS Diesel und Automatik und Panoramadach).
20. Mai 20251 J. vor 12 Minuten schrieb Heckisack: Danke nochmal an alle für die Antworten. Motorentechnisch hatte ich bisher eher Richtung Diesel tendiert, in erster Linie wegen der Dinge die ich über die in Öl laufenden Riemen bei den Puretechs gelesen hatte. Die Diesel haben/hatten(?) modellübergreifend vermehrt Probleme mit der AdBlue-Anlage
20. Mai 20251 J. vor 14 Minuten schrieb Heckisack: Soweit ich das also bisher nachvollziehen kann, ist der Picasso etwas komfortabler als der Cactus, die Motorenpalette ist ähnlich/gleich (daher ähnliche Probleme), der Cactus hat die Probleme mit dem Türkantenrost (Picasso nicht, da anderes Werk?) und dem Haubenlift. Der Cactus hat keinen Haubenlift. Bei den früheren Cactus-Modellen war es die Motorhaubenhalterung an der Motorhaube, die zu unterdimensioniert war; also die Befestigung, die unten ins Schloß einhakt. Diese wurde verstärkt; ab 2017 wurde eine andere haltbare Konstruktion montiert.
20. Mai 20251 J. Ersteller Ich habe noch eine Frage, weil aktuell einer im Angebot ist: sind die Designelemente beim Rip Curl außen Aufkleber oder überlackiert? Sprich, würden sich diese entfernen lassen?
21. Mai 20251 J. Sind Aufkleber. Aber warum entfernen? Die gehören so an das Sondermodell. Wenn Du die Aufkleber abmachst, könnte aber ein anderes Problem auftreten: der Lack ist da, wo die Aufkleber waren dunkler. Du hast wahrscheinlich danach immernoch Schattierungen auf dem Lack. Desweiteren ist die Frage, ob die Aufkleber wirklich gut abgehen, da die Folien nicht mehr so viele Weichmacher enthalten wie damals, als sie neu waren = sie könnten reißen oder bröseln. Der Vorvorbesitzer meiner ersten Ente (Sondermodell I fly bleifrei) hatte auch die Aufkleber abgezogen, da er eine komplett einheitlich grüne Ente wollte - da war die Ente grad rund 10 Jahre alt (also ungefähr im gleichen Alter, wie der RipCurl heute). Die Schattierungen waren selbst Jahre später noch zu sehen und waren nicht durch Polieren angleichbar. Dei Fahrertür hab ich heute noch als Ersatzteil im Keller stehen und selbst nach 30 Jahren sind die Schattierungen immernoch zu sehen. Bearbeitet (21. Mai 20251 J. von EntenDaniel) s
2. Juni 20251 J. Schon mal über einen C3 Picasso der zweiten Serie nachgedacht? Innen wie außen immer noch Schicker Mini-Van (Citroën-Werbung 2009: die Space-Box). Bei regelmäßiger Wartung und normaler Pflege ein zuverlässiges und überaus praktisches Alltagsauto, außergewöhnliche modellspezifische Schwachpunkte sind nicht bekannt - mit Ausnahme der Zahnriemen-in-Öl-Motoren, von denen würde ich persönlich die Finger lassen.
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