19. Mai 20251 J. Moin Zusammen, gibt es Erfahrungen mit dem Ankurbeln? Wie verhält sich das nach längerem Stillstand und bei niedrigen Teperaturen? Bei meiner DSuper 4-Gang sind die Bleche am Einsteckloch und Luftschacht nicht ordenlich fluchtend, so das die Kurbelstange nicht bis zum Getriebezapfen durch steckbar ist. Gruss, Martin
19. Mai 20251 J. Hallo Martin, ich habe meine ID19 sachon diverse Male angekurbelt. Zuerst in einem Urlaub, als mir der Anlasser gleich am ersten Tag ausgefallen ist. Morgens, Sommertemperaturen, finde ich es leichter, als am Tag, wenn sie nach kurzer Standzeit noch sehr heiß ist. Mein Sohn hat dann das Gaspedal voll durchgetreten (nicht pumpen) und es ging so auch sehr einfach. Nach den Winterpausen reicht oft die Baterie nur noch für das Licht und der Anlasser macht gerade mal eine halbe Umdrehung. Ich habe meistens keine Lust die Baterie auszubauen und zu meiner Wohnung zu schleppen. Daher schmeiße ich sie dann auch mit der Kurbel an. Das kann dann aber auch an meine Grenzen gehen. Lange Standzeit (zwei Monate) und um die 0-5°C sind blöd. Beim ersten Mal habe ich so lange gekurbelt, bis sie komplett oben war (und ich am Ende), in diesem Früjahr kam sie nach dem dritten oder vierten Versuch. Ich hatte auch schon mal überlegt nach langer Standzeit den Vergaser mit Benzin zu füllen - meine Faulheit lässt mich lieber kurbeln. Logik ist halt nicht immer. Grundsätzlich springt sie allerdings auch extrem gut an. Auch nach zwei Wochen kommt sie sehr schnell, ohne großes Orgeln. Bitte auf den Daumen achten. Ich lege ihn zu den anderen Fingern und nicht um die Kurbel, damit bei einem möglichen Rückschlag der Daumen heile bleibt, Das hatte ich allerdings auch noch nie. Ich versuche den Punkt exakt zu finden, wann der Widerstand am stärksten ist und ich möglichst in einer Abwärtsbewegung die meiste Kraft weiter geben kann. Dann nach Möglichkeit gleich in die zweite Runde drehen. Da sollte sie spätestens anspringen. Die ID kurbel ich lieber an, als die Ente - warum kann ich noch nicht einmal genau sagen. vor 2 Stunden schrieb Martin Janssen: Bei meiner DSuper 4-Gang sind die Bleche am Einsteckloch und Luftschacht nicht ordenlich fluchtend, so das die Kurbelstange nicht bis zum Getriebezapfen durch steckbar ist. Ist das wirklich so? Ich habe am Anfang immer ziemlich gefummelt, weil ich nicht richtig gefluchtet habe und gegen den Luftschacht stiess. Das aber so nicht wirklich verstanden habe. Ein etwas anderer Winkel und die entscheidenden zusätzlichen Zentimeter waren da. Bin gespannt, was andere dazu schreiben.
19. Mai 20251 J. Volle Zustimmung zu @RalphB. Habe meine ID 19 auch ein paar Mal angekurbelt. Ging meistens recht gut, allerdings habe ich es nie im Winter versucht, und auch die Standzeiten waren nicht so lange.
19. Mai 20251 J. Habe meine D-Modelle auch schon des Öfteten mit der Kurbel angelassen. Teils aus Spaß, teils aus Notwendigkeit. Einmal bin ich sogar mit meiner ehemaligen 68er DS20 mit ausgebautem Anlasser zum TÜV gefahren und habe trotzdem bestanden - der Anlasser sei nicht sicherheitsrelevant. Die Langhuber lassen sich in der Regel leichter ankurbeln als die Kurzhub-Motoren. Meist reicht ein Kurbelhub. Die Kurzhuber sind meiner Erfahrung zufolge „gefährlicher“, was das Rückschlagen angeht. Glücklich schätzt sich, wer ein altes Modell mit originaler Guiot-Pumpe mit Handhebel besitzt. Damit lässt sich genug Sprit vorfördern, um den Motor auch nach längerer Standzeit zuverlässig ankurbeln zu können - korrekte Motoreinstellung vorausgesetzt. Grundsätzlich lässt sich ein kalter Motor leichter anwerfen als ein betriebswarmer - letzterer benötigt oft mehrere Umdrehungen und idealerweise ein voll durchgetretenes Gaspedal. Wenn Führung, Löcher und Getriebe nicht fluchten, muss eruiert werden, welches Teil fehlerhaft oder außerhalb der Toleranzen montiert wurde. Manchmal lösen sich die Schweisspunkte der vorderen Führung. Wird diese danach falsch angeschweißt, kann es zum beschriebenen Effekt komen. Bearbeitet (20. Mai 20251 J. von M. Ferchaud)
20. Mai 20251 J. Mag mal jemand einem Unwissenden erklären, wie genau das Ankurbeln mit dem Innensechskant funktioniert? Ich habe mich an meiner ausgebauten Motor-Getriebe-Einheit noch nicht getraut. Nur festgestellt, dass der Innensechskant am Getriebe links herum offenbar gelöst wird und dabei nach außen wandert. Das war mir suspekt und ich habe ihn wieder zurück gedreht.
20. Mai 20251 J. Im Prinzip wie bei einem Bendix-Anlasserritzel - rechtsrum fährt es auf Anschlag und überträgt die Kraft, linksrum wird es über Windungen „zurückgezogen“… auch, um eventuelle Rückschlag-Effekte zu minimieren und die Kurbelstange quasi „auszuwerfen“.
21. Mai 20251 J. vor 22 Stunden schrieb XM_Boris: ... Ich habe mich an meiner ausgebauten Motor-Getriebe-Einheit noch nicht getraut. Nur festgestellt, dass der Innensechskant am Getriebe links herum offenbar gelöst wird und dabei nach außen wandert. Das war mir suspekt und ich habe ihn wieder zurück gedreht. Das ist so, damit der startende bzw laufende Motor die Kurbel "überholt" und nicht mitnimmt. Ein anderes Prinzip sind 2 Klauen mit schrägen Führungen: wenn der Motor startet, wird die Kurbel rausgedrückt. So beim 2CV oder HY (mir hat's mal wegen eines Schadens an der Kurbel, der dazu führte, dass der startende HY-Motor die Kurbel mitnahm, das Handgelenk auseinander gehauen). Gegen Rückschlag kann man was tun, das kann man lernen. Wenn die Kurbel aber mitgenommen wird, was eigentlich nie passieren soll, ist man machtlos. Das DS-Prinzip als Weiterentwicklung ist hier sicherer.
21. Mai 20251 J. Dazu kurz mein Senf: Höhenverstellung auf "unten" vermeidet unnötiges händisches Hochpumpen.... Beste Grüsse Stone
21. Mai 20251 J. vor 8 Stunden schrieb ACCM Gerhard Trosien: Gegen Rückschlag kann man was tun, das kann man lernen. Wie schade, dass ich das nicht wusste, als mir vor rund 15 Jahren diese idiotische Kurbel das Handgelenk zertrümmert hat! Umso mehr, als ich damals ohne jede Notwendigkeit kurbelte, ich wollte lediglich einmal ausprobieren, wie der Motor mittels Kurbel angelassen wird. Das Ergebnis dieser Wahnsinnstat: 5 Operationen und dementsprechend lange Spitalsaufenthalte, da ich mich zu allem Unglück auch noch mit einem Spitalskeim infizierte...
21. Mai 20251 J. vor 4 Stunden schrieb ACCM Stone: Dazu kurz mein Senf: Höhenverstellung auf "unten" vermeidet unnötiges händisches Hochpumpen.... Beste Grüsse Stone Noch wirkungsvoller: Druckablassschraube am Regler öffnen. Dann muss nicht mal das Aufladen des Druckspeichers, der Bremsanlage und der Lenkung erkurbelt werden. Eigentlich aber unnötig, insbesondere für Langhuber-Fahrer mit Guiot-Pumpe.
24. Mai 20251 J. Ersteller Ich habe heute, nach Wartungsarbeiten, das Blech unter der Stoßstange und den Lufteinlaßkanal ausgerichtet und so passte die Kurbelstange wieder bis zum Getriebe. Ankurbeln ging wunderbar einfach, mit einer halben Umdrehung von Kurbel-OT nach Kurbel-UT. Besten Dank für oben stehende Kommentare und allen gute Fahrt!
25. Mai 20251 J. Ersteller Am 19.5.2025 um 15:41 schrieb RalphB: Hallo Martin, ich habe meine ID19 sachon diverse Male angekurbelt. Zuerst in einem Urlaub, als mir der Anlasser gleich am ersten Tag ausgefallen ist. Morgens, Sommertemperaturen, finde ich es leichter, als am Tag, wenn sie nach kurzer Standzeit noch sehr heiß ist. Mein Sohn hat dann das Gaspedal voll durchgetreten (nicht pumpen) und es ging so auch sehr einfach. Nach den Winterpausen reicht oft die Baterie nur noch für das Licht und der Anlasser macht gerade mal eine halbe Umdrehung. Ich habe meistens keine Lust die Baterie auszubauen und zu meiner Wohnung zu schleppen. Daher schmeiße ich sie dann auch mit der Kurbel an. Das kann dann aber auch an meine Grenzen gehen. Lange Standzeit (zwei Monate) und um die 0-5°C sind blöd. Beim ersten Mal habe ich so lange gekurbelt, bis sie komplett oben war (und ich am Ende), in diesem Früjahr kam sie nach dem dritten oder vierten Versuch. Ich hatte auch schon mal überlegt nach langer Standzeit den Vergaser mit Benzin zu füllen - meine Faulheit lässt mich lieber kurbeln. Logik ist halt nicht immer. Grundsätzlich springt sie allerdings auch extrem gut an. Auch nach zwei Wochen kommt sie sehr schnell, ohne großes Orgeln. Bitte auf den Daumen achten. Ich lege ihn zu den anderen Fingern und nicht um die Kurbel, damit bei einem möglichen Rückschlag der Daumen heile bleibt, Das hatte ich allerdings auch noch nie. Ich versuche den Punkt exakt zu finden, wann der Widerstand am stärksten ist und ich möglichst in einer Abwärtsbewegung die meiste Kraft weiter geben kann. Dann nach Möglichkeit gleich in die zweite Runde drehen. Da sollte sie spätestens anspringen. Die ID kurbel ich lieber an, als die Ente - warum kann ich noch nicht einmal genau sagen. Ist das wirklich so? Ich habe am Anfang immer ziemlich gefummelt, weil ich nicht richtig gefluchtet habe und gegen den Luftschacht stiess. Das aber so nicht wirklich verstanden habe. Ein etwas anderer Winkel und die entscheidenden zusätzlichen Zentimeter waren da. Bin gespannt, was andere dazu schreiben. Die eingesteckte Kurbelstange stieß gegen den Einstecktrichter am Getriebe. Das lösen der Bleche hat geholfen.
26. Mai 20251 J. vor 22 Stunden schrieb Martin Janssen: Die eingesteckte Kurbelstange.... Schön von Dir die Rückmeldungen zu bekommen - leider nicht selbstverständlich. Aber irgendwie doch nett.
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