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Welcher schwebt am besten????

Hervorgehobene Antworten

vor 1 Stunde schrieb Sebastian CLDE:
vor 7 Stunden schrieb M. Ferchaud:

bisweilen etwas unsouveräne Bewegungen

Genau dieses könnte ich mir nicht vorstellen

Schau hier:

 

Und dieser Vergleich ist auch sehr aufschlussreich:

 

vor 46 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Schau hier:

 

Aber genau da sehe ich kein Schaukeln beim schnellen Fahren ("Dampfer auf See"), sondern eine wirklich tolle Federung! Klar, huge body roll...aber man fährt ein kommoder, schneller GT mitnichten so wie im Video. Und als hätten die D-Modelle weniger davon? Die fahren ja viel langsamer, es ist schwer zu solchen extremen Situationen zu kommen. Und ein früher CX ist da nicht wirklich anders...

 

vor 46 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Schau hier:

 

Das finde ich näher zum GT-Fahren. Und man sieht es, der SM fährt wirklich souverän - besonders schön zwischen 21:04 und 21:10 zu bewundern. Mitnichten "Dampfer auf See". Genauso habe ich es in Erinnerung.

Bearbeitet ( von Sebastian CLDE)

vor 30 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Und dieser Vergleich ist auch sehr aufschlussreich:

 

Aber wir reden ja hier von "schwebt am besten". Mir ist klar, die älteren Fahrzeuge schaukeln beim extremen Fahren viel, viel mehr als die modernen.
Und ein CX Turbo S2 kann man ja mit einem CX 2200 nicht wirklich vergleichen, sie fahren sich wirklich, wirklich anders.

Ich rede auch ja aus meiner limitierten Erfahrung mit einem fremden Auto. Da ist man besonders sorgfältig. Ich habe den SM in dem Moment nur mit "Cruising" genießen wollen. Habe ich gemacht. Habe keine Grenzen probiert. Bestimmt schaukelt er sich mit abrupten Lenken (was auch typisch ist, wenn man mit dem extrem direkten Diravi keine Übung hat) total unsportlich, da hast Du auf jeden Fall recht. Aber schweben bei Geraden und in großen Kurven über 70 km/h tat er fantastisch, langsam schwingend, auf keinen Fall "Dampfboot auf hohen See". Für mich viel besser als D-Modelle. Mag auch mein persönliches Geschmack sein.
 

Bearbeitet ( von Sebastian CLDE)

vor 1 Stunde schrieb zitronabx:

Und der/die meisten XMs fallen in der Runde aus. Wenn das Hydractive System intakt ist, dann yachtet so ein Fahrzeug. Völlig anderer Charakter als zb. ein CX.

Ja. Leider ist es so, dass meistens die Hydraktive nicht intakt ist. Meistens reicht der Druck nicht, wegen internen Leckagen.
Wenn aber sie funktioniert ist sie *wirklich* beeindruckend. Bei kurzen Unebenheiten sogar weicher als jeder CX; es ist nur das langsame Schwingen vom CX (und vom SM!) dass ich im XM oder Xantia vermisse.

Bearbeitet ( von Sebastian CLDE)

vor 44 Minuten schrieb Sebastian CLDE:

Ja. Leider ist es so, dass meistens die Hydraktive nicht intakt ist. 

Ist das so?

vor 44 Minuten schrieb Sebastian CLDE:

Meistens reicht der Druck nicht, wegen internen Leckagen.


Die Funktion der Hydractive wird doch maßgeblich über die Magnetventlie bestimmt…

vor 44 Minuten schrieb Sebastian CLDE:

es ist nur das langsame Schwingen vom CX (und vom SM!) dass ich im XM oder Xantia vermisse.

Der SM schwingt aufgrund seines Mittelmotors nicht so niederfrequent wie ein Frontmotor-CX. 

Er ist der DS in dieser Hinsicht viel ähnlicher.

Bearbeitet ( von M. Ferchaud)

vor einer Stunde schrieb Sebastian CLDE:

Klar, huge body roll...aber man fährt ein kommoder, schneller GT mitnichten so wie im Video. Und als hätten die D-Modelle weniger davon? Die fahren ja viel langsamer, es ist schwer zu solchen extremen Situationen zu kommen.

Damit umschreibst Du genau, was ich meinte. Dass D-Modelle weniger davon hätten, habe ich ja nicht behauptet. Die Leistung des SM macht es allerdings offenkundiger.

 

vor einer Stunde schrieb Sebastian CLDE:

Und ein früher CX ist da nicht wirklich anders...

Doch, ist er. Beispielsweise taucht die  Vorderachse auch eines frühen CX beim Bremsen quasi nicht an ein, noch bäumt er sich beim Anfahren auf. Ganz anders als SM und D-Modell.

Hier mal ein schöner Filmbeitrag dazu, der das Thema Federung und Fahrstabiltät bei 2CV, GS, SM und D-Modell eindrucksvoll darstellt und bestätigt...

Ab min 4:48...

Kann es mit meinem GSA und meinem 2CV, Bj. 72 so nachvollziehen...wie hier im Video

Bearbeitet ( von drophead)

Was man in dem Video auch gut sieht, ist was eine Stahlfederung kann, wenn man sie richtig konstruiert. Die Karosserie des 2CV liegt bei kurzen Bodenunebeheiten fast ruhiger als bei Fahrzeuge mit HP, wo dessen Karosserie eher zum Zittern neigt. Die HP schöpft ihr Potenzial vor allem bei längeren Bodenwellen, wo sie das Fahrzeug extrem sanft auffängt und so ein Schwebegefühl aufkommt. Ein 2CV neigt dann eher schonmal zum schnelleren Eintauchen und Auftauchen.

Wobei es beim 2CV auch noch drauf ankommt, was für Dämpfer verbaut sind. Beim 2CV gab es je nach Baujahr Trägheitsdämpfer, Reibungsdämpfer oder hydraulische Dämpfer, z.T. auch in Kombination miteinander; und bei den hydraulische Dämpfern kommt es noch auf den Hersteller an, wie die Dämpfung ausfällt. 

vor 8 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Die Funktion der Hydractive wird doch maßgeblich über die Magnetventlie bestimmt…

Nicht nur. Die Härteregler öffnen mit dem Druck der Hydraulik (außer bei Xantia 1999-2001, da wurden die Härtergler+Ventile geändert).
Auch Sensoren können streiken. Oder falsche/dreckige Kontakte der Stecker. Meistens werden die Rechner ohne neue Dioden überholt. Usw.

vor 8 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Doch, ist er. Beispielsweise taucht die  Vorderachse auch eines frühen CX beim Bremsen quasi nicht an ein, noch bäumt er sich beim Anfahren auf. Ganz anders als SM und D-Modell.

Ok, aber das Eintauchen muss man "suchen" oder wird deutlich erst bei härteren Fahrweisen. Beim normalen, ruhigen Fahren empfand ich es zumindest nicht anders, frühe CX sind sehr "beweglich".

 

vor 5 Stunden schrieb Sebastian CLDE:
vor 13 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Die Funktion der Hydractive wird doch maßgeblich über die Magnetventlie bestimmt…

Nicht nur.

 Deswegen schrieb ich "maßgeblich".

Also ich bin mit meinem Xantia BJ 1999 extrem zufrieden, auf Querrillen ist seine Schwäche, kann ich aber gut mit Leben.

Ich kann leider nur mit BX und Xantia vergleichen. Aber eindeutig am besten schwebt der Ami6. 😁

Ich bin leider erst jetzt  auf diesen interessanten Thread gestoßen und möchte zu all dem, was bereits gesagt wurde, ein paar persönliche Erfahrungen aus den Jahrzehnten, in denen ich die verschiedensten Citroenmodelle mit Hydropneumatik fuhr, hinzufügen:

Die Frage, welcher Citroen "am besten schwebt", lässt sich wohl nicht objektiv beantworten. Warum?  Erstens, weil  es schon zu der Zeit, als man DS, CX, GS usw. noch als Neuwagen kaufen konnte, große Streuungen innerhalb eines Modells gab. Ich hatte  beispielsweise  seinerzeit fünf GS als Neuwagen (Modelljahre 1976,1978,1979 und , als GSA, 1980 und  1983), und jeder fuhr sich irgendwie anders. Das Referenzmodell war für mich der 1976er GS, den ich leider viel zu früh durch einen (unverschuldeten) Unfall verloren habe. Der schwebte wirklich, im Gegensatz zu den danach von mir gefahrenen GS, deren Federungsverhalten mich ziemlich enttäuschte und Anlass zu diversen Reklamationen war, die im Endeffekt auch kein befriedigendes Ergebnis brachten.  Erst der 1983er GSA fuhr wieder so, wie ich mir das Schweben in einem GS vorstellte. Aber auch dieser Schwebezustand sollte mit einem Unfall enden...

Diese Streuungen innerhalb ein und desselben Modells sind heute, bedingt durch Alter, Laufleistung  und unterschiedliche Qualität der verbauten Ersatzteile, naturgemäß noch weitaus  größer. Man möchte kaum glauben, welche Unterschiede es z.B. bei Nachbaufederkugeln gleicher Bauart gibt. Und bei überholten Teilen sind diese Unterschiede noch eklatanter.

Dass der Federungskomfort auch stark beeinflusst wird vom Zustand der Reifen, von der Beladung des Fahrzeugs usw., dürfte  bekannt sein. Selbst die Außentemperatur spielt eine Rolle: bei warmen Temperaturen  ist die Federung geschmeidiger als bei niedrigen, diesen saisonbedingten Unterschied kann ich alljährlich bei meinem BX, den ich als Alltagsfahrzeug nutze, feststellen. Und ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass rein subjektive Faktoren das Komfortempfinden nicht unwesentlich beeinflussen können, sodass selbst auf derselben Wegstrecke und unter denselben äußeren Bedingungen sich mitunter ein ganz anderes Komforterlebnis einstellt.

Ich erinnere mich an eine Probefahrt mit einer DS Ende der Siebziger Jahre, also in der Zeit, als ich mit dem Federungskomfort meiner damaligen GS  so gar nicht zufrieden war. Diese DS war zwar nicht neu, aber sie federte tatsächlich um Welten besser und ich hatte wahrhaftig das Gefühl, "in Watte gepackt" zu sein. Leider konnte ich mir damals dieses Auto nicht leisten :(  Heute, wo ich abwechselnd mit DS, CX, GS , BX und C6 unterwegs bin, und das schon seit vielen Jahren, kann ich auf die Frage, welcher "am besten schwebt", keinen eindeutigen Sieger nennen, auch wenn ich meinen CX GTi leicht favorisiere. In den Siebzigern gab es einen Werbespot, in dem es hieß "ein GS fährt auch auf Schienen wie auf Schienen" (zu sehen war ein GS auf einem Bahngeleise fahrend): und tatsächlich ist beim GS dieses Gefühl, auf Schienen zu fahren, am stärksten spürbar, während das Komforterlebnis in der DS zu einem guten Teil auch von dem "Wohnzimmerfeeling" und der Halbautomatik bestimmt wird.

Resumée: Jedes dieser Autos "schwebt" auf seine Weise, und , die genannten subjektiven Faktoren berücksichtigend, möchte ich den "ersten Preis" quasi als Wanderpokal einmal diesem, dann wieder jenem Kandidaten zuerkennen.

 

Wolf

 

 

 

  • 1 Monat später...
Am 9.6.2025 um 01:03 schrieb divina21:

Die Frage, welcher Citroen "am besten schwebt", lässt sich wohl nicht objektiv beantworten.

Dann eben subjektiv. 

Habe soeben meine vor vielen Jahren erstellte Bewertung wieder entdeckt:

 

Bewertung (15 = sehr gut; 0 = ungenügend):

1. Schluckvermögen Federung:

D-Modell 1955 - 1965:14

D-Modell 1965 - 1975:12

CX 1974 - 1985: 12

CX 1986 - 1989: 8

XM Y3: 9

XM Y4: 10

C6:11

2. Dämpungseigenschaften (Schwingen, Nicken, Wanken)

D-Modell 1955 - 1965: 10

D-Modell 1965 - 1975: 12

CX 1974 - 1985: 13

CX 1986 - 1989: 14

XM Y3: 8

XM Y4: 8

C6: 10

3. Fahreigenschaften (Seitenneigung, Aufschaukeln)

D-Modell 1955 - 1965: 7

D-Modell 1965 - 1975: 9

CX 1974 - 1985: 13

CX 1986 - 1989: 14

XM Y3: 5

XM Y4: 5

C6: 11

4. automatische Anpassung der Charakteristik

D-Modell 1955 - 1965: --

D-Modell 1965 - 1975: --

CX 1974 - 1985: --

CX 1986 - 1989: --

XM Y3: 5

XM Y4: 7

C6: 12

Kann man so machen , aber es fehlen BX und Xantia.

vor 32 Minuten schrieb HDI JUNKIE:

Kann man so machen , aber es fehlen BX und Xantia.

Kann ich bei Gelegenheit gerne um den BX erweitern. Zum Xantia fehlen mir die praktischen Erfahrungen. Ich würde ihn aber mit den wenigen Fahrten darin tendenziell zwischen BX und XM einordnen - den Activa ausgenommen.  

Also bei mir isses der X1 0.

Ich bin erst einmal mit einer DS mitgefahren. Da war ich allerdings etwas enttäuscht, denn sie war zwar schon weich und entkoppelt, aber über den Feldweg mit Schotter und Schlaglöcher rumpelte die DS schon spürbar. Ich nehme an das liegt daran, dass die DS noch keine Gummi-Lager an den 
Lenkern hat welche die Karosse vom Fahrwerk entkoppeln? 

Reine Vermutung und Spekulation, der CX mit langem Radstand und seinem Hilfsrahmen oder der C6 (beide bin ich nie gefahren)? Der XM gleitet eher der Strasse entlang ohne grosse Bewegungen, ich glaube mit Schweben ist mehr das Entkoppelte mit leichtem Schwingen gemeint.

 

 

 

Bearbeitet ( von opteryx)

Genau dieses "die Strasse  entlang gleiten ohne große Bewegung" meines XM Y4 ist  für mich "schweben"!!!Besonders beeindruckend zu erleben im Moment, wenn man aus dem Sportmodus in den Komfortmodus zurückfährt. Meine Mitfahrer sind immer total beeindruckt. Fahre ausschließlich große Cit's seit 1968 (Nr. 1 = DS21 Halbautomat) und danach alle Nachfolger, jeweils als Neuwagen über Jahre gefahren. Die vergleichende  Beurteilung von Ferchaud über diesen langen Zeitraum traue ich mir nicht zu, ALLE waren jewels zu ihrem Zeitpunkt im Vergleich zum Angebot anderer Hersteller ( habe ich vor jedem neuen Kauf ausführlich getestet) letztlich einfach bzgl. Straßenlage und Komfort das Beste am Markt der gehobenen Mittelklasse.

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