7. Juli 20251 J. Hy Gemeinde, nachdem ich durch Verpolen beim Überbrücken (es war arg hektisch, aber trotzdem unverzeihlich..) die Sirius-Zündbox geschrottet habe, sollten dort 2 Dioden(??) getauscht werden. Normalerweise erkennt man die an den bunten Streifen, welche aber schwarz verkohlt sind. Im Netz finde ich keinen Schalt- oder Bauplan, er sollte aber evtl. mal im "Entenschnabel" abgedruckt gewesen sein. Kann mir da wer weiterhelfen mit Schaltplan? Beste (aber leicht verzweifelte) Grüße, Stone
7. Juli 20251 J. Salut, die Gammatronix ist doch keinesfalls vergleichbar mit der Sirius. Die Sirius ist eine Hochspannungskondensatorzündanlage, die Gammatronix eine normale Transistorzündanlage wie es einige andere auch noch gibt/gab. da kann man auch gleich so eine als Bausatz von Conrad nehmen. Beiden Arten gemein ist daß sie die originalen Zündunterbrecher entlasten und nur noch ein Steuerstrom über diesen läuft und daher der Unterbrecher weniger verschleißt. Doch die Zündfunkenerzeugung ist bei der Sirius anders und durchaus vorteilhafter. Ich habe leider auch in paar defekte davon liegen. Eine habe ich aus Unachtsamkeit durch einen beim Drehzahlmesser anschließen verursachten Kurzschluß gehimmelt, die Zweite funktioniert im Winter nicht mehr zuverlässig bei meiner Altente mit 6V. Daher wäre auch ich an einem Schaltplan mit den Werten bzw. Bauteilbezeichnungen interessiert. Gruß, Roland
8. Juli 20251 J. Ersteller Hy Roland, erstmal danke für die Erklärung der Unterschiede Sirius/Gammatronix! Wenn Du mir ein Foto von einer geöffneten Sirius-Box machen könntest, wäre mir vielleicht schon geholfen, da ich ja nur die Bezeichnung der beiden Dioden(?) brauche. Dem Willi natürlich auch einen Dank! Einen wunderbaren Tag wünscht Stone
8. Juli 20251 J. Hallo, Stone ja werde ich machen wenn ich in der Werkstatt bin. Bei der durch den Kurzschluß zerstörten habe ich auch schon Dioden und einen Thyristor ersetzt mit dem Erfolg daß dann ein "Dauerfeuer" an Zündfunken kam:(. Gruß Roland
8. Juli 20251 J. Ersteller Du verstehst es, einem Mut zuzusprechen! Trotzdem würde ich den Reparaturversuch wagen, hab ja nix zu verlieren. Der Dinge, die da kommen mögen, harrend grüsst Stone
8. Juli 20251 J. Falls alles Stricke der Hoffnung reißen sollten: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/2-cv-sirius-zuendung/3125960097-223-615
8. Juli 20251 J. Salut, hier die versprochenen Photos. bei den schwarzen Dioden handelt es sich um 1N 4007. Das letzte Bild zeigt eine Sirius I, da kann man praktisch gar nicht sehen welche Bauteile verbaut sind müßte man erst entfärben. Beide Sirius Versionen sind auf eine Doppel-layer Platine aufgebaut. Essentiell wichtig ist die Masse welche über die Alu-Grundplatte geht, das ist bei meinen Sirirus II verschieden gelöst, einmal durch verschrauben des Thyristors (?) mit der Grundplatte, das andere Mal mit einem Massekabel welches vom mittleren Fuß des Thyristors (?) mit der Grundplatte verschraubt wird. Die bei Kleinanzeigen angebotene Sirius hatte ich auch schon entdeckt aber m.E. völlig überteuert, selbst nach Senken des Preises von 135 auf 100€ . Ich habe eine Sirirus neu gekauft die hat 120€ gekostet, dann noch ca. 4 gebrauchte und nie habe ich mehr als 50€ für eine gebrauchte bezahlen müssen. Immerhin ist das Risiko daß die nicht funktioniert schon reell und von Privat gibt's keine Garantie. Gruß, Roland Bearbeitet (22. Juli 20251 J. von RolandPiccolo)
9. Juli 20251 J. Ersteller Merci bien! So wie auf dem letzten Bild sieht mein Patient aus. Ich werde versuchen, ein Foto davon hier rein zu zaubern.
16. Juli 20251 J. Ersteller @ Martin: 1000 Dank für Deinen Support! @ Roland: ganz gleich scheinen die beiden Sirius` nicht zu sein. Die beiden verschmorten Dioden (?) sind auf meinem Bild gut zu erkennen, aber nicht zu bestimmen. Hast Du evtl. Lust, bei Dir den Lack bei den Unteren vorsichtig abzukratzen, auf daß die farbigen Markierungen zu erkennen sind? Beste Grüsse, Stone
16. Juli 20251 J. Kenne die Sirius persönlich selber nicht (also nur vom Namen her), ... gehe aber davon aus, daß die Lötflächen frei sind (da du die Dioden ja tauschen willst). Vorschlag: schon auslöten (zumindest eine Seite), ... vielleicht lässt sich ja an einer (jetzt unsichtbaren Stelle), noch etwas erkennen (zumindest von der Polung her)! Und vielleicht kann jemand, (Roland ?!?), der auch eine Sirius hat (ob tut oder nicht ), versuchen die Polarität dieser Dioden, mittels Ohmmeter auszulesen (dürfte dabei nichts pasieren) . Scheint eine einfache, analoge Schaltung zu sein: neben dem Transformator, sind noch drei Hilfs-Transistoren, ein kleiner "Leistungstransistor" (Thyristor?), paar Dioden , sonst noch Widerstände, Kondessatoren, und eine Entstör-Drosselspule drinnen ! ... und nachher, "etwa passende Standart-Dioden" einsetzen und probieren ! ... wie du ja selber schreibst: hast ja nichts zu verlieren ! Natürlich wäre ein Schaltplan, Teileliste, oder "unlakiert zu erkennen", die besseren Varianten ! Leider scheinen aber (neben der LED), noch weitere Dioden drauf zu sein : zwei ebenfalls schwarze Dioden, links vom Lastwiderstand; ... und das kleine Teil, (die zweite über der rechten Diode), scheint auch eine (Glas-)-Diode zu sein . Und vielleicht kommen wir auch Deinen Siruis auf die Spur, auch die zu reparieren ! Bearbeitet (17. Juli 20251 J. von Fredy)
17. Juli 20251 J. Am 7.7.2025 um 18:08 schrieb RolandPiccolo: Die Sirius ist eine Hochspannungskondensatorzündanlage, Doch die Zündfunkenerzeugung ist bei der Sirius anders und durchaus vorteilhafter. Sowas habe ich schon öfters gehört; ... kannst uns das aber erklären, was damit gemeint ist ? Ich habe eine NOSSO-Transistor-Zündung (mit schneller-Umsteck-Möglichkeit); was kann so eine Sirius besser tun, als eine "normale" Transistor-Zündung ? Gruß, Fredy . Bearbeitet (17. Juli 20251 J. von Fredy)
17. Juli 20251 J. Salut, bei einer normalen Transistorzündung wird lediglich der Unterbrecherkontaktabbrand reduziert da nur noch ein Steuerstrom über diesen läuft, die Art und Weise der Funkenerzeugung bleibt die einer normalen unterbrechergesteuerten Batterie-Spulenzündung. Die Spannung ist sogar bei der Transistorzündung aufgrund des Einsatzes eines Halbleiters als Kontakt unvorteilhaft niedriger. Bei einer normalen Kontaktgesteuerten Zündung gibt es auch noch einen Pralleffekt des Kontaktes welcher bewirkt daß es viele Funken, darunter einen mit einem Maximum gibt. Bei der Hochspannungskondensatorzündanlage wird die Energie in einem Kondensator gespeichert und es gibt nur einen einzigen stärkeren Funken im richtigen Moment und bei jeder Drehzahl. Bei einer üblichen unterbrechergesteuerten Baterie Spulen Zündung wird der Zündfunke bei steigender Drehzahl schwächer. Selbst wenn eine Zündspule nicht mehr sehr leistungsfähig ist funktionieren die mit der Sirius ganz normal da in der Zündspule bei dieser keine Energie gespeichert wird. Die Sirius hat auch eine Abschaltung bei vergessenem Abschalten des Zündkontaktes, vielleicht ist das bei manchen Transistorzündungen auch. Gesteigerte Zündleistung bei Kälte. Die Sirius arbeitet bei 6 + 12V Anlagen, die Nosso genausowenig wie die Gammatronix. Bei der Sirius kann der Zündkondensator verbleiben so daß beim Rückbau unterwegs kein Kondensator (welcher in der Regel hinter dem Lüfterrad liegt) wieder angeschlossen werden muß. https://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungskondensatorzündung Grüße, Roland Bearbeitet (18. Juli 20251 J. von RolandPiccolo)
18. Juli 20251 J. Ersteller Wow, vielen Dank für diese Erklärung, die - erstaunlicherweise - sogar mich erhellt hat, wo ich so garkeinen Zugang zu Elektrik/Elektronik habe (Nen Lötkolben halten ist ja das Eine...). @ Fredy: schöner Ansatz, werde heute nachmittag mal schauen, ob ich auf diesem Weg was erkennen kann. Einen tollen Tag wünscht Stone
18. Juli 20251 J. Wir haben bei unserem 2CV eine Sirius. Die funktioniert supergut. Es gab in gut 30 Jahren noch nie ein Startproblem wegen der Zündung! Einmal gab unterwegs es ein Masseproblem: die Blechschrauben, mit denen das Gerät an der Spritzwand befestigt ist, weigerten sich, den Masseanschluss weiterhin herzustellen. Da mussten nur 2x2 Kabel umgesteckt werden, fertig. Wir konnten konventionell weiterfahren, um die Masse kümmerte ich mich dann wenig später. Schade, dass es diese Teile nicht mehr gibt...
18. Juli 20251 J. Den Beiträgen hier zum Thema Sirius-Zündung entnehme ich, dass diese sich mittlerweile überwiegend im Zustand „kaputt“ befinden. Umso ärgerlicher, dass keine Schaltpläne und Bestückungslisten zu finden sind. Trotzdem scheint diese Zündung weiter ihre Fans zu besitzen, die unbedingt an ihr festhalten wollen. Trotz ihrer Klotzigkeit allein schon wegen des schweren Trafos und ihrer mutmaßlichen Empfindlichkeit etwa gegen Kurzzschlüsse. Da haben wir die beiden Lager: Kondesatorzündung mit ihrem inzwischen aufgegebenen scheinbar einzigen Vertreter für Enten Sirius und die üblichen klassischen Transistor-Spulenzündungen mit weiterhin etlichen problemlos verfügbaren Typen wie Maho, Gammatronix , „dem Bausatz von Conrad“ und anderen, deren vielleicht-Nachteile im Vergleich zur Sirius mir nicht entscheidend vorkommen. Sonst wären sie nicht so multimillionenfach erfolgreich gewesen im Gegensatz zum Nischenmodell. Ich denke, dass die Nutzer der klassischen Transistorzündungen mit ihren Zündungen mehrheitlich sehr zufrieden sind und Nichts vermissen. Dass diese den Abbrand der Kontakte reduzieren, ist ja schon mal was. Aber das ist nicht das einzige Plus gegenüber der originalen Zündung. Der Strom und damit der Energieaufbau in der Primärspule läuft bei Transistorzündung nicht mehr über den U-kontakt, sondern über einen durchgeschalteten Transistor. Er ist vernachlässigbar geringer/langsamer als wenn er über den U-kontakt läuft. Aber im Moment des Öffnens des U-kontakts ist ohne Transistorzündung der Abbrand da wegen der durch den Kondensator nur unzureichend unterdrückten induzierten Wechselspannung ( ca 150V Anfangsamplitude). Mit Transistor ist die entscheidende Stromänderung bei der U-Kontaktöffnung auf Null Ampere aber brutaler und damit auch die induzierte sekundäre Hochspannung, was einen stärkeren Zündfunken bedeutet als ohne. Und völlig ohne den unerwünschten Wechselstrom gepaart mit Funkenbildung am Unterbrecher. Natürlich wäre es schön, wenn alle updates der Originalzündung eine Abschaltung des Primärstroms der Zündspule hätten, wenn man vergisst, den Zündschlüssel auf „aus“ zu stellen. Haben sie aber nicht alle, leider. Bei meiner 6V Wellblechente arbeitet eine Gammatronix seit etlichen Jahren unauffällig und problemlos- mit hochzufriedenem Besitzer- mit gebrauchten Zündspulen, die etwa so alt sind wie die Ente selbst, also fast 70 Jahre inzwischen. Wahlweise Ducellier Gummispule original oder bobine améliorée, Marchal bobine à bain d‘huile oder Alfa T2 und T3 - alle Typen ausprobiert. Auch weitere teure Aufrüstung zu 123ignition mit weiterer Entfernung vom Original ist nicht für nötig erachtet. Ich sehe einfach nicht, dass zusammenfassend gesehen die Sirius einer Transistorzündung überlegen sein soll. Und von daher lohnt sich deren Reparaturversuch eher nicht bei der dünnen Datenlage ohne Schaltplan und Stückliste? Uli PS: Wie kriege ich hier im Forum ein Foto von meiner Festplatte in einen Beitrag rein? Ohne Umweg über eine www-Adresse?
18. Juli 20251 J. Auf die drei Balken klicken dann Galerie dann Benutzeralben dann über das „+“ Bild(er) hinzufügen und übermitteln dann im Beittrag unten auf „andere Dateien“ und „vorhandenen Anhang einfügen“
18. Juli 20251 J. Danke, Quaxx, für die Anleitung. Hier drei Beispiele für alte zeitgenössische Zündspulen betrieben mit einer diskret hinter dem Ventilator versteckten 6V-Gammatronix. Alfa, Marchal und Ducellier. Die Maho passt nicht an diese Zündspulen mit ihren dünnen 2,5mm Anschlüssen. Uli
20. Juli 20251 J. Ersteller Sodele, hab die Dioden (?) rausgebastelt, kann aber nicht wirklich mehr erkennen. (Sollte ich nochmals versuchen, Bilder einzustellen?!) Ein Schaltplan oder Roland, der den Lack abkratzt, so er das möchte, scheinen die eigentliche Lösung zu sein. @ Uli: es soll wieder eine funktionierende Sirius sein, da mir das Malheur nicht am eigenen Fahrzeug unterlief.... Einen wunderbaren Sonntag wünscht Stone
20. Juli 20251 J. Hallo Leider kann ich Stone auch nicht mit einem Schaltplan weiterhelfen, aber es gibt gute und höchst plausible Gründe an einer Sirius 1 festzuhalten. Sirius Besitzer melden sich höchstens dann zu Wort wenn die Sirius1 , meist durch Verpolung, gehimmelt wurde. Ansonsten verrichtet diese geniale Weiter-Entwicklung eines deutschen Vollblut Elektronikers, der aus der Porsche Renntechnik gekommen ist und die ersten HKZ (Hochleistungskondensatorzündungen) für Porsche 911 konzipiert hat, klaglos ihre Dienste…. Bei mir schon 30 Jahre lang. Einziges Kriterium….sie braucht eine zuverlässige Masseverbindung. Die 4 Befestigungsschrauben sind über die Jahre oft zuwenig. Tacheles: Funktionsprinzip HKZ: Das Funktionsprinzip der HKZ beruht darauf, dass ein Kondensator (Sirius) mit einer Spannung von 300V bis 500V geladen wird und im Zündmoment schlagartig über die Zündspule (Zündtransformator) entladen wird. Der Zündtransformator transformiert diese Spannung nochmals um den Faktor 100 und es ergibt sich ein kurzer, kräftiger Zündfunken. Die Spannungen können dabei bis zu ca. 40.000V erreichen Vorteile: Die maximale Zündspannung von 40.000V durchschlägt auch verrußte Zündkerzenelektroden bzw. schlechte Kontakte im Zündsystem Der Schließwinkel spielt (im Gegensatz zur TSZ=Transistorzündung) keine Rolle, da die Zündenergie im Zündgerät gespeichert wird und nicht in der Zündspule Schließwinkeleinstellung bzw. Schließwinkelregelung nicht notwendig Kein System zur "Startanhebung" notwendig Geringe Erwärmung der Zündspule und nahezu kein "Verschleiß" der Zündspule Großer Elektrodenabstand an der Zündkerze möglich Kräftiger Zündfunke auch bei niedriger Batteriespannung bzw. bei hohem Spannungsabfall durch den Anlasser Keine prinzipbedingte Beschränkung hinsichtlich Drehzahl und Zylinderanzahl Große Leistungsreserve bei ungünstigem Zündverhalten des Gemisches (hohe Verdichtung bzwe. Turboaufladung) Zündzeitpunkt durch den kurzen Zündfunken genau bestimmt Dagegen Funktionsprinzip TSZ Bei der Transistorzündung fließt ein Strom durch die Zündspule, wodurch sich in deren Kern bzw. im Kernspalt ein Magnetfeld aufbaut. Im Zündmoment unterbindet der Zündtransistor den Stromfluß, woraufhin dass Magnetfeld zusammenbricht. Die im Magnetfeld gespeicherte Energie entlädt sich daraufhin als lang brennender, schwächer Zündfunke. Vorteile: Kostengünstig, mit geringem Aufwand realisierbar Lange Funkenbrenndauer über einen weiten Drehwinkelbereich des Motors Kleine Verteilerkappe möglich Parallele Verlegung der Zündkabel möglich Nachteile: Systemversagen durch verrußte Zündkerzen möglich Schließwinkel muss eingestellt oder elektronisch geregelt werden Vorteile Sirius 1 : Die SIRIUS 1 erzeugt zwischen 4,0 und 18 Volt Batteriespannung und bis zur höchstzugelassenen Drehzahl (300 Hz, enspr. 18 000 U/min bei 2zyl/12 Volt) einen Gleichstrom-Zündfunken mit sehr hoher Spannungsanstiegsgeschwindigkeit und immer gleicher Größe. Dadurch ist das Einstellen der Frühzündung wenig kritisch, sofern man nicht in den Klopfbereich geht. Ein genaues Einstellen des Schließwinkels ist unnötig, weil der gesamte Zündvorgang der SIRIUS nur vom Öffnen des Unterbrecherkontakts ausgelöst wird. Der bei hohen Drehzahlen (z.B. 6000 U/min) gegenüber der normalen Spulenzündung doppelt so starke Zündfunke (gegenüber der Transistorzündung sogar fünffach) macht die Motoren "drehzahlfreudig". Die Spulenzündung (herkömliche SZ: Standart 2CV) erzeugt bei hohen Drehzahlen 3 bis 4 (A bis D) kurze Zündfunken. Zündfunkenlänge ca. 0,1 ms. Zündet der erste Impuls (A) nicht, erfolgt die Zündung zu spät, oder die weiteren Impulse reichen nicht mehr zur Zündung aus. Die Zylinderfüllung wird dann ungenutzt, d.h. unverbrannt ausgestoßen. Bei sehr niederer Drehzahl können sich die einzelnen Zündfunken (Impulse) zu einem einzigen Funken von über 0,6 ms verbinden. Der Zündstrom ist dabei sehr klein. Die SIRIUS erzeugt bei jeder Drehzahl immer einen gleich großen Zündfunken. Die zeitliche Zündfunkenlänge ist vom Zündkerzen-Elektroden- abstand und von der Zündspule abhängig. Es erfolgt also eine Anpassung an den Zündkerzen- Elektrodenabbrand. Hohe Spannungsanstiegsgeschwindigkeit, Gleich-Stromzündfunken von ca. 0,5 ms Dauer und 50% höherer Zündstrom zeichnen diesen Zündfunken aus. Durch Höherregeln bei Kälte erzeugt die normale SIRIUS bei minus 20° C diesen etwa doppelt so großen Zündfunken. Die Zündfunkendauer kann sich dabei über 0,6 ms steigern. Kleinigkeiten wie Kein Stromfluss durch die Zündspule bei eingeschalteter Zündung, stehendem Motor und geschlossenem Unterbrecherkontakt (kein “Hitzetod” der Zündspule). Unterbrecherkontakt-Haltbarkeit mindestens 100 000 Km, kein Kontaktabbrand. ** Schließwinkel-Einstellung vermeiden, nur das Öffnen des Kontaktes soll den kompletten Zündvorgang steuern (geringerer Wartungsaufwand). * Zündkontroll-Lampe einbauen, soll als Testlampe für den Unterbrecherkontakt und zur schnellen Zündzeitpunkt-Kontrolle dienen. * Alle Original-Zündungsteile (Zündspule, Unterbrecherkontakt, Kondensator) sollen eingebaut bleiben (einfacher Einbau und Rückbau im Notfall und beim Fahrzeugverkauf). ** Soll mit jeder beliebigen Unterbrecherkontakt-Zündspule arbeiten, z.B. auch mit den exotischen Doppelzündspulen des 2CV. ** Möglichst leichter und einfacher Einbau: Zündanlage an geeigneter Stelle festschrauben, Kabel anschließen, fertig. Möglichst keine Änderungen an den Original-Kabeln des Fahrzeugs. sind eigentlich fast schon selbstverständlich und laufen so „nebenbei“ mit. Ich bin kein Elektroniker, nur ein Fan der Sirius1 und habe aus den mir vorliegenden Original Unterlagen mittels Copy und Paste die Eckdaten zusammengetragen. Ich schätze Uli und sein Wissen über 2CV überaus, kann das aber so nicht im Raum stehen lassen. PS. Die Connaisseurs unter den Sirius 1 Fahrern verbinden eine 123 ignition mit Zündkurvenanpassung mit einer Sirius 1 ....das Beste aus allen Welten... LG Martin
21. Juli 20251 J. Am 8.7.2025 um 15:08 schrieb -martin-: Falls alles Stricke der Hoffnung reißen sollten: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/2-cv-sirius-zuendung/3125960097-223-615 Die hier angebotene Sirius ist eine Sirius II. Soviel ich weiß, wurde die Sirius von Siegfried Strom gebaut. Ist die Sirius II eine von ihm gebaute, verbesserte Version der Sirius I ?
21. Juli 20251 J. Servus, Leider Nein !! Als Siggi in Pension ging, übergab er seine Agenden an einen Herrn K. der die Sirius I modifizierte und als Sirius II verkaufte. Leider war diese Anlage bei weitem nicht so standfest, störanfälliger und war in der Szene nicht so beliebt. Und somit bald vom Markt. LG Martin
21. Juli 20251 J. Guten Morgen, Schade, Stone, daß man auch an anderer Stelle, nichts lesen kann ! Kannst ja ohmmetrische Messversuche machen, ob du noch eine Polarität heraus messen kannst (gehe aber mit 99,9%er Wahrscheinlichkeit davon aus, daß das hier kein Sinn mehr ergibt ! Da müsst ihr (...vom Planeten Sirius) euch zusammen tun, um hinter die bautechnischen Geheimnisse der Platine zu kommen! Und gibt es den Siggi noch, der vielleicht bereit ist, zu den Dioden noch was zu sagen ? ...oder der Hr K? ... der vielleicht bereit sei, diese defekten Zündungen zu reparieren? Vielleicht kann jemand von euch, an einer anderen defekten Sirius (mit anderem Fehler), versuchen, die Polarität dieser Dioden, auszumessen ?! (im Zweifelsfall, auch mit einseitiger Ablötung, zum Zweck der Messung). Was hat der Lack für Konsistenz? Schon mal versucht, ob sich der Lack mit irgendeinem Mittel, vorsichtig auflösen und abwaschen lässt? (weiß... kann auch auf die Bauteile gehen !) Und wenn die Polarität der Dioden mal bekannt sein sollte, es vielleicht mal mit der Standart-Diode 1N4007 zu versuchen ? Könnte aber auch Skotty-Dioden sein (die zB schnelles schalten könnten; ... in diesem Falle auch möglich). ... oder auch Zenner-Dioden (Sicherheits-Sperrdioden; benötigen einen Vorwiderstand, was auch daneben ist; ... denke ich aber, hier eher nicht der Fall). Tja; ... im trüben fischen, ist hier schwierig !
21. Juli 20251 J. Hallo Ich hatte meine Sirius 1 von 2002 vor kurzem offen (es war ein Riss im Deckel) und erinnere mich nicht, dass die Platine mit einem pigmentierten Isolierlack beschichtet gewesen wäre, eher ein Klarlack. Ich könnte sie wohl am kommenden Wochenende nochmal öffnen und ein Foto machen. Ansonsten sind Isolierlacke meist auf Alkydharzbasis. Ich würde versuchen, den Lack mit Ethanol (zur Not auch Brennspiritus) anzuquellen/ anzulösen. Da zur Platinenreinigung in der Regel Isopropanol (also auch Alkohol) verwendet wird, hätte ich wegen der Bauteile selbst keine Bedenken. Allerdings könnten die Beschriftungen derselben gleich mit abgelöst werden, also ohne Gewähr.
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