30. Juli 20251 J. Hallo liebe Leidensgenossen, ich möchte die Bremsbeläge meiner Bremsbacken tauschen. Dazu werde ich den Belag als Meterware einkaufen. Weiß jemand verlässlich wie dick die Belege im Original einmal einmal waren. Zur Auswahl stehen 4, 5 oder 6 mm. Ich bedanke mich schon mal im vorraus für eine Antwort. (Ich möchte im meinem Fall die Belege kleben und muss sie Vorbrennen. Falls jemand damit Erfahrung und das kann würde ich mir gern eine kleine Anleitung dafür notieren)
30. Juli 20251 J. Beim Kleber sollte eine genaue Anleitung fuers "Backen" dabeisein (ich habe gelesen, dass das ordentlich stinkt, also nur bei schoenm Wetter machen) - Spannen mit Draht oder langen Schlauchschellen - ich wuerde den dicksten Belag nehmen damit eine Fachwerkstatt den Radius der Bremsbacken an denjenigen der Bremstrommel angleichen kann (dazu muss ja iA was abgetragen werden) - da die Bremstrommel wahrscheinlich schon ausgedreht wurde, duerfte das mit der absoluten Dicke kaum ein Problem sein?
30. Juli 20251 J. Ersteller Hallo Kroack, du meinst das sicher gut . Aber der allgemeine Tipp in eine Fachwerkstatt zu gehen ist in Foren immer überflüssig, wenn nicht direkt danach gefragt wird oder? trotzdem Danke
30. Juli 20251 J. Stimmt. Da kann man immer noch hin wenn der Belag sich gelöst und in der Trommel verkeilt hat... 😉
30. Juli 20251 J. Ratschläge sind auch Schläge, frage nicht wenn Du die Antwort vielleicht nicht hören willst. Bremsen Schöbel bereitet Beläge auf, einbauen trau ich Dir natürlich zu .....
30. Juli 20251 J. vor 6 Stunden schrieb HY 1953: 4, 5 oder 6 mm. Das richtet sich nach dem Innenmaß der Trommel. Sind er zu dünn, trägt der Belag nicht, sind er zu dick, kann es bei Simplexbremsen passieren, dass er nach dem Bremsen nicht mehr löst. Ich würde mir das Aufkleben nicht zutrauen, obwohl ich von Oberflächenchemie ein bisschen Ahnung habe. Da kann zu viel schief gehen. Gruß Jens
30. Juli 20251 J. Ersteller Hallo Jens, ich habe deinen Einwand verstanden aber was heißt das denn für mich. Wie bekomme ich den jetzt heraus was die richtige Dicke ist? Bremsen Schöbel, von dem Kollege Kroack so schwärmt muss es ja auch irgendwie herausgefunden haben. Ich glaube deine Skepsis zum Kleben ist unberechtigt. ich habe schon sehr unterschiedliche Materialien im Bereich Metall und Kunststoff miteinander verklebt. Die einzige Erfahrung die ich gemacht habe, ist sich zwingend das technische Datenblatt mit der Arbeitsanweisung gründlich durchlesen, bei evtl. unklarheiten einen technischen Berater der Produktfirma hinzu zuziehen und sich dann strikt an die Anleitung halten. Heutige Klebe-Chemie leistet erstaunliches lässt aber keine Anwendungsfehler zu. Schöne Grüße
30. Juli 20251 J. vor 1 Minute schrieb HY 1953: Wie bekomme ich den jetzt heraus was die richtige Dicke ist? Das weiß der Instandsetzer. vor 2 Minuten schrieb HY 1953: Produktfirma hinzu zuziehen Der wird dich nach deinem Equipment und nach Sachkenntnis fragen und dich dann höchstwahrscheinlich an einen Instandsetzer verweisen. Immerhin ist die Bremse ein wirklich wichtiges Bauteil. Gruß Jens
17. Dezember 202517. Dez Ersteller Bremsen am HY selbst gemacht Die Bremsen an meinem HY sind fertig! Ich habe ich die Beläge genietet, aber beim nächsten Mal würde ich sie auch kleben – falls das möglich ist. Ich habe rohe Bremsbeläge als Meterware gekauft, sie im Ofen mit einer einfachen Spannvorrichtung direkt auf den Bremsbacken gehärtet, dann gebohrt und schließlich genietet. Das Zubehör (Nieten, etc.) stammt von DND Parts. Im Ofen entsteht kaum Geruch – vorausgesetzt, die Bremsbacken sind vorher sauber. Ein kurzes Lüften reicht, und alles ist wieder in Ordnung. (180-200° für 2 Stunden)c18a. 180-200°C und ca. 2h Position der alten Beläge markieren! Bevor man die alten Beläge entfernt, sollte man genau kennzeichnen, wie sie saßen. Die Beläge sind nicht über die gesamte Länge der Backen (selbst innerhalb einer Bremse) verbaut und vorne und hinten unterschiedlich lang. Zur Sicherheit habe ich die neuen Beläge vor dem Härten passend zu den Backen gekennzeichnet und sie nach dem Backen exakt so wieder zusammengesetzt. Davon gibt es noch mehr zu Beachten aber alles auf diesem einfachen Niveau. Die Beläge gibt es in verschiedenen Dicken. Ich habe 5mm verwendet weil die Trommeln nur minimal abgedreht wurden. Sobald ich rausgefunden habe, wie ich hier Fotos einbinden kann, ergänze ich den Beitrag. Falls jemand das gleiche vor hat gebe ich meine Erfahrung gern weiter (auch Fotos). Alles in allem einfach - man muss nur sehr sorgfältig arbeiten und etwas Geduld mitbringen und benötigt eine Standbohrmaschiene mit präzisen Tiefenanschlag. Es waren halt 96 Nieten also Löcher dann Sacklöcher und Nieten. Dabei ist die Idee zum kleben entstanden. DND Parts haben mir für 2m Bremsband und 100 nieten 50,- inkl. Versand berechnet dazu noch einen Flachsenker 4 auf 8mm und einen 4mm Bohrer. Der Flachsenker und der Bohrer sind danach stumpf. Grüße und gutes gelingen
17. Dezember 202517. Dez vor 2 Stunden schrieb HY 1953: Im Ofen entsteht kaum Geruch – vorausgesetzt, die Bremsbacken sind vorher sauber. Ein kurzes Lüften reicht, und alles ist wieder in Ordnung. (180-200° für 2 Stunden) Bin gespannt, wie der nächste Sonntagsbraten schmeckt. 😉 Gibt es die Beläge für den HY nicht mehr zu kaufen. Das ist doch ein riesen Aufwand für das was man ggf. an Geld dabei spart. In meiner Ausbildung habe ich auch noch Beläge genietet. Die gab es schon vor- gebogen und gebohrt aus dem Lager. Vor allem hatten die Bremsschuhe schon die Löcher drin. Ich war damals (1978) schon erstaunt dass das gehalten hat. Besonders schlecht war halt immer, wenn die Beläge bis auf die Nieten runtergebremst waren. Dann musste man die Trommeln ausdrehen oder ersetzten. Bearbeitet (17. Dezember 202517. Dez von Ofi)
17. Dezember 202517. Dez Ersteller Es hat mir jedenfalls Spaß gemacht. Ich habe keine passenden vorgebohrten Bremsbeläge gefunden so hat das ganze dann irgendwie angefangen. Der reine Zeitaufwand war zusammen etwa 1 Tag (ohne Rechersche) und klar um besonders viel Geld zu sparen eigent sich das Projekt nicht gerade. Wenn ich aber Geld oder Zeit sparen wollte würde ich keinen Oldtimer restaurieren. Das sind eher krasse Gegensätze
17. Dezember 202517. Dez vor 8 Stunden schrieb HY 1953: sie im Ofen mit einer einfachen Spannvorrichtung direkt auf den Bremsbacken gehärtet, Da du dich ja scheinbar mit der Materie beschäftigt hast, hätte ich gleich ein paar Fragen: Wozu ist das Härten nötig, um sie langlebiger und verschleißärmer zu machen? Ist ein Härten des Belages zwingend erforderlich? vor 8 Stunden schrieb HY 1953: 180-200° für 2 Stunden Welchen Einfluß haben dann Temperatur und Zeit? Gibt es Richtwerte dazu? Auf der Seite von DND Parts kann ich dazu nichts finden. Auf der Seite von DND Parts wird die Materialbeschaffenheit der Meterware mit "flexibel, weich" beschrieben. Die Meterware kommt ja schon als "Rollenware", ist sie so flexibel und weich das sich der Belag auch für unterschiedlichste Trommeldurchmesser eignet, ohne das er z.B. bei kleinen Durchmessern bricht? Wie hast du die Belagträger vorbehandelt? Nur gereinigt, oder gar gesandstrahlt und ggf. lackiert. Ich denke da an ein Unterrosten der Beläge. Bei verklebten Belägen kommt es ja durchaus häufiger vor das sich durch Korrosion am Belagträger der Bremsbelag vom Belagträger löst. Bearbeitet (17. Dezember 202517. Dez von Werner Kampmann)
18. Dezember 202518. Dez vor 11 Stunden schrieb Werner Kampmann: Wozu ist das Härten nötig, Bremsbeläge bestehen aus einer Mischung von Styrolbutadien-Kautschuk und Phenolharz nebst Zuschlagstoffen. Diese Mischung wird in Form gebracht und ankondensiert, so dass sie in Streifen aufgerollt werden kann. Das vollständige Auskondensieren geschieht dann im Backofen, um die notwendigen Bebrauchswerteigenschaften zu erhalten. Gruß Jens
18. Dezember 202518. Dez und auch der Kleber ist ein Harz auf Basis von Phenol - Formaldehyd, vielleicht noch Melamin, Styrol und Harnstoff und sicher kein moderner Kleber. Die "Pampe" vernetzt in der Hitze. Dabei zu lüften ist sicher nicht falsch.
19. Dezember 202519. Dez Wenn ich sowas bei uns im Küchenbackofen gemacht hätte, würden meine Koffer vor der Tür stehen und das Haustürschloss wäre gewechselt. 😮 Gruß Jens
21. Dezember 202521. Dez Am 30.7.2025 um 10:14 schrieb HY 1953: Hallo liebe Leidensgenossen, ich möchte die Bremsbeläge meiner Bremsbacken tauschen. Dazu werde ich den Belag als Meterware einkaufen. Weiß jemand verlässlich wie dick die Belege im Original einmal einmal waren. Zur Auswahl stehen 4, 5 oder 6 mm. Ich bedanke mich schon mal im vorraus für eine Antwort. (Ich möchte im meinem Fall die Belege kleben und muss sie Vorbrennen. Falls jemand damit Erfahrung und das kann würde ich mir gern eine kleine Anleitung dafür notieren) Ab 02/1967 wurden die Ferodo 604 Beläge geklebt, Stärke = 5mm Wenn auch spät dennoch mit Gruss, UNI-HY
27. Dezember 202527. Dez Mir stellt sich da auch die Frage, ob es von der Oberflächengeschwindigkeit die richtigen Beläge sind. Als ich letztes Jahr für ein 59er Oldsmobile welche suchte, stieß ich auf drei Varianten des belagsmaterials. 1. für Aufzüge, also hohe Reibwerte quasi im Stand, Handbremsbeläge 2. für langsam laufende Maschinen, also Traktoren etc. 3. für schnellaufende Maschinen, PKW, LKW usw. Der Grund für die Recherche, auf dem Oldsmobile befinden sich geklebte Beläge, eine Reparatur der früheren Besitzer, und die sind komplett über die Fläche gerissen, vermutlich überhitzt und danm die Bindemittel geschrumpft. Jens
29. Dezember 202529. Dez Ersteller Hallo Jens-Thomas, vielen Dank für die Antwort zum Härten. Ich habe nicht genau gewußt warum das gemacht werden muss sondern habe nach den Anweisungen gehandelt. Anbei noch einige Bilder Grüße und schöne Feiertage
29. Dezember 202529. Dez Saubere Arbeit, kenne ich von meinen alten LKW. Da habe ich nur das Problem, das die neuen asbestfreien Bremsbeläge einfach nicht heißbremskompatibel zu den alten Gußtrommeln sind. Kaltbremsverhalten 1A, Heißbremsverhalten nun ja, eben viel zu wenig Bremskraft. Da hat man das Gefühl, als wäre eine Gleitschicht aufgetragen worden. Muß ich dann auf der Bremse bleiben und die kühlt ab, ist meist eine Seite der Beläge verglast und es ist Feierabend mit der Bremswirkung. Das ist mein Hauptgrund, die Fahrzeuge kaum noch einzusetzen. Sinnvoller Umbau nur auf die komplette Bremsanlage mit Scheibenbremsen des Nachfolgermodells, der Aufwand ist mir für 2 Fahrten im Jahr zu hoch. Jens
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