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C6 Hydraulikkugeln

Hervorgehobene Antworten

3 minutes ago, M. Ferchaud said:

Dann wird es wahrscheinlich eine ziemliche Quälerei, die zu lösen. 

Yup, das sieht ziemlich rostig aus! Gibt es Werkstatten die soetwas bezahlbar machen?
Jo Hartmann in KA vielleicht?

Wie bekommt man die Kugel vom hinteren Federzylinder überhaupt ab? Da ist kaum Platz für Werkzeug. Bei den Kugeln in der Mitte sieht das viel besser aus.

 

Ab Seite 7 fortlaufend in meinem Thema habe ich von der Restdruckauswertung über das komplette Umrüsten mit Befüllventilen berichtet. Schade das sowas hier im Forum immer im Nirgendwo verschwindet.

 

vor 27 Minuten schrieb Jint Nijman (ACCCM):

Und wie kann man die Slimline-Membrankugel mit einem Ventil versehen und neu befüllen? Beim Einbau eines Ventils wird die Kugel doch ohne Druck sein nehme ich an.

Bearbeitet ( von Higgins*)

Ich häng das How to hier auch mal dran:

Es reicht, wenn man die Kunstoffkappe innen etwas anbohrt. Dazu stelle ich den Anschlag der Ständerbohrmaschine auf ca. 7mm. Bis zur Membran ist es ja viel weiter. Bei der ersten Kugel hatte ich auch gedacht die Membran erwischt zu haben, aber der schwarze Span ist nur vom Deckel, der die Membran klemmt. Frei Hand würde ich das Loch und das Gewinde nicht machen.

Die Abfolge:

Die Kugel wird mit geschütztem Gewinde waagerecht im Maschinenschraubstock eingespannt. Knubbel wird mit einer dünnen Trennscheibe abgeflext. Mit dem 6mm Bohrer bohrt man mittig eine Senkung und feilt dann den Rest des Knubbels bis zur Kugel weg und schleift es fein um eine schöne Dichtfläche zu bekommen. Dann wird mit 6mm weitergebohrt bis es leicht anfängt zu zischen. Wenn der Druck raus ist, kann man ganz durchbohren. Ein Magnet um die Späne mitzunehmen leistet dabei auch ganz gute Hilfe.

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Anschließend Loch etwas senken und einen M7x1mm Maschinen-Spiralgewindeschneider ins Bohrfutter einspannen. Es soll ja 90° sein, sonst nix dicht, gelle?😉 Mit der Hand den Gewindebohrer andrehen, bis er ein paar Spänchen gemacht hat und gut im Loch sitzt, dann Bohrfutter lösen. Rest mit der Gewinderatsche fertigschneiden. Der Gewindeschneider für Sacklöcher sorgt dafür, dass die Späne nach oben befördert werden. Auch hier kann der Magnet noch zusätzlich was mitnehmen.

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Die Dichtung schmiere ich noch etwas mit Silikonfett ein und das Ventilgewinde bekommt noch einen Hauch Loctite. Mit der kleinen Zange festdrehen, fertig.

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Dichteinsatz mit Inbus nicht vergessen einzudrehen. Die Käppchen halten übrigens sehr lasch auf den Ventilen und lassen sich zu leicht abziehen. Ich habe eine Lage passenden Schrumpfschlauch drumgelegt und jetzt sitzen sie spack. Damit es am Operationsort nicht grade wieder anfängt zu oxidieren, kann man ja noch ein zwei Schichten Lack drauftun...

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Die gezeigte Kugel verrichtet seit über einem Jahr ihren Dienst klaglos. Ich fahre komplett begeistert mit meinem Generalüberholten Fahrwerk und kann die HP genießen. Es ist ein wirklich sehr großer Aufwand der betrieben werden muss, aber es lohnt sich.

vor einer Stunde schrieb Jint Nijman (ACCCM):

Dann ist das also unsinn.

Nöp. Die Schneidezähne auf der inneren Oberseite der Kugel sorgen dafür, dass die Membran der Kugel zerschnitten wird und die Kugel sich komplett mit LDS füllt. Bei Überdruck besteht sonst die Gefahr, dass der komprimierte Stickstoff die Kugel wie ein Luftballon mit umherfliegenden Splittern zerknallen lässt - ist sie mit Flüssigkeit/Öl gefüllt, platzt sie nur auf wie eine Wasserbombe.

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Bearbeitet ( von Higgins*)

vor einer Stunde schrieb Jint Nijman (ACCCM):

Wie bekommt man die Kugel vom hinteren Federzylinder überhaupt ab? Da ist kaum Platz für Werkzeug. Bei den Kugeln in der Mitte sieht das viel besser aus.

Hammer und Meißel. Ich hatte mir damals für meinen C6 extra ein Werkzeug gebaut, aber das funktionierte nicht. Können wir gern gemeinsam machen, wenn Du magst. 

vor 16 Minuten schrieb Higgins*:

Bei Überdruck besteht die Gefahr, dass der komprimierte Stickstoff die Kugel wie ein Luftballon in Fetzen mit umherfliegenden Splittern zerknallen lässt - ist sie mit Flüssigkeit/Öl gefüllt, platzt sie nur auf wie eine Wasserbombe.

 

Das halte ich für eine sehr gewagte These… der Stahlmantel dürfte sich doch etwas anders verhalten als eine Gummihaut.

vor 23 Stunden schrieb Higgins*:

... besteht sonst die Gefahr, dass der komprimierte Stickstoff die Kugel wie ein Luftballon mit umherfliegenden Splittern zerknallen lässt - ist sie mit Flüssigkeit/Öl gefüllt, platzt sie nur auf wie eine Wasserbombe.

 

Hat es jemals in der Praxis den Fall gegeben, dass eine Slimline-Kugel "explodiert" ist? 

Bearbeitet ( von DerSchweber)

Am 29.9.2025 um 11:54 schrieb DerSchweber:

Hat es jemals in der Praxis den Fall gegeben, dass eine Slimline-Kugel "explodiert" ist? 

Ich bezweifle das. Genau wie die Behauptung, dass eine Stahlkugel sich analog zu einem Gummiballon verhält.

Das mit dem "Herausschleudern von Metallsplittern" kommt von Citroen selbst (diese komische Formulierung ist auch ganz typisch für die hilflosen Übersetzungen in Diagbox/Servicebox aus dem Französischen) und steht in irgendeinem Dokument zum einem technischen Seminar von 2017. Ich finde es aber nicht mehr.

Im Frenchcarforum wurde da glaube ich auch mal drüber diskutiert...

Bearbeitet ( von Higgins*)

Gilt wahrscheinlich nur für Kugeln von Takata...

  • 3 Wochen später...
Am 27.9.2025 um 17:55 schrieb Zweitaktschrauber:

 

Früher gab es Prüfgeräte um die Funktion der Federkugeln zu ermitteln. Ich habe jedoch noch keine Werkstatt gefunden, die ein solches Prüfgerät für die C6-Federkugeln hat.

Ich hätte so etwas , normalerweise sollte in jeder Citroen Werkstatt auch eines vorhanden sein .
Meines stammt auch aus einer Werkstatt die ca 30 Jahre Citroen vekauft hatte und ihren Betrieb ende der 90er Jahre aufgelöst hat und ich habe das damals für 40 DM abgekauf .

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Wenn benötigt , jederzeit bei mir ! (natürlich kostenlos) Ab morgen in der "neuen" Werkstatt , dann ist es auch wieder auf der Werkbank angeschraubt .

Albert 

vor 2 Stunden schrieb albert.mueller:

Ich hätte so etwas , normalerweise sollte in jeder Citroen Werkstatt auch eines vorhanden sein .
Meines stammt auch aus einer Werkstatt die ca 30 Jahre Citroen vekauft hatte und ihren Betrieb ende der 90er Jahre aufgelöst hat und ich habe das damals für 40 DM abgekauf .

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Wenn benötigt , jederzeit bei mir ! (natürlich kostenlos) dann ist es auch wieder auf der Werkbank angeschraubt .

Nur dass keine Missverständnisse entstehen !

Nein, ich habe keine offizielle Citroen Werkstatt ! Meine private Werkstatt in der ich die letzten 30 Jahre meine Citroëns CX , BX , XM , C5 , C6 betreut und repariert hatte, habe ich aufgelöst.

Jetzt bin ich aktuell bei meinen Sohn in seiner Werkstatt und Schraube an meinen Fahrzeugen   

 

vor 20 Stunden schrieb albert.mueller:

 Ab morgen in der "neuen" Werkstatt , dann ist es auch wieder auf der Werkbank angeschraubt .

Es hat seinen neuen Platz gefunden  !large.20251021_173001.jpg.2b5f487d2955ffa5b0254949d2d30858.jpg

  • 6 Monate später...
  • Ersteller

Nach 8 Monaten will ich kurz berichten. Die Hydraulikkugeln habe ich beim Dietmar Grünberg, ATRON Meinerzhagen in nachfüllbare austauschen lassen; keine Problembeseitigung. Dann habe ich ein BSI-Reset durchgeführt; kurze Zeit fuhr der C6 wieder komfortabel, dann wieder hart gefedert. Dann bei einem BOSCH Car Service den Fehlerspeicher nochmals - wie bereits vorher bei einer Citroen Vertragswerkstatt - auslesen lassen; kein Ergebnis und totaler Verriss, der Mann hatte keine Ahnung von C6-Hydraulikkugeln. Im Januar brachte die Live-Datenanalyse mit der Lexia-Diagbox auch keine weiterbringende Fehlermeldung.

Status im Mai 2026: Der C6 federt nach Fahrtbeginn normal komfortabel. Nach dem ersten Schlagloch registriert dies das System, schaltet in straffstes Federungsverhalten und meldet: "Federung defekt". Dann fährt sich der Wagen, wie der tiefergelegte 3er BMW bis zum nächsten Halt; z.B. rote Ampel. Nach dem erneuten komfortablen Anfahren dasselbe Spiel nach dem nächsten Schlagloch usw .....

Die mechanische Technik ist in Ordnung, die Computersteuerung leider nicht und ich finde keinen Fachmann - müsste wohl ein Softwarespezialist sein - der das Problem abstellen kann.

Erstmal Glückwunsch zu den befüllbaren Kugeln. Habe ich mal vor Jahren bei Herrn Grünberg machen lassen und bin bis heute begeistert.

Spontan fällt mir bei einem solchen Verhalten - man möge es mir nachsehen, dass ich nicht den gesamten Thread gelesen habe - ein: Höhensensoren, genereller Zustand der Fahrwerkskomponenten ( Buchsen und Gummies) sowie die Amvar Ventile ein.

Letztere funktionierten bei einem meiner Fahrzeuge an einer Seite nicht richtig.

Was ist denn davon überprüft worden?

Hallo,

Wer liefert die Ventile?

Roman

2 Stunden her, Zweitaktschrauber schrieb:

Status im Mai 2026: Der C6 federt nach Fahrtbeginn normal komfortabel. Nach dem ersten Schlagloch registriert dies das System, schaltet in straffstes Federungsverhalten und meldet: "Federung defekt". Dann fährt sich der Wagen, wie der tiefergelegte 3er BMW bis zum nächsten Halt; z.B. rote Ampel. Nach dem erneuten komfortablen Anfahren dasselbe Spiel nach dem nächsten Schlagloch usw .....

Wurden alle Federkugel erneuert - auch die vom Härteregler?

Bei einem unbekannten Wohnort sind Helfermeldungen schwierig.

Der Fehler "Federung defekt"" kann auch darauf hindeuten, dass ein Übertragungshebel von den vorhandene vier Höhensensoren verkehrt rum eingehängt ist oder ein Härteregler bzw. beide fehlerhaft sind - auch ein fehlerhaftes Steuergerät ist möglich. Sowohl der C6 und auch der C5X7 schalten sehr schnell von weich auf straff um - die Zurückschaltung auf weich scheint beeinträchtigt zu sein.

Zur Prüfung ob die Federung in weich bleibt, können die Stecker am Härteregler (beide) abgezogen werden - der Fehler muss dann ignoriert werden oder durch einen geeigneten Widerstand das Steuergerät getäuscht werden. Gute Infos zu diesem Verfahren finden sich: https://www.c5club.nl/c5forum/viewtopic.php?t=23298&hilit=%2AKees&start=30

12 Stunden her, Zweitaktschrauber schrieb:

Nach dem ersten Schlagloch registriert dies das System, schaltet in straffstes Federungsverhalten und meldet: "Federung defekt".

Da wird wohl ,wenn die mechanische Technik denn wirklich in Ordnung ist, ein Höhensensor aus der Toleranz bzw. dem Meßfeld laufen.

Um das zu beseitigen sollten zuerst mal die richtigen Höhen einprogrammiert werden. Auch ein sporadisch aussetzender Drucksensor kann einen Federungsfehler auslösen.

Der erste erste Weg sollte also zu Lexia oder Diagbox führen oder zu jemandem der so etwas hat.

  • 4 Wochen später...
  • Ersteller

Wie ich bereits schrieb, wurden alle Federkugeln durch ATRON Grünberg, Meinerzhagen ausgetauscht. Eine Live-Datenanalyse mit der Lexia-Diagbox wurde im Januar gemacht. Eine Auflistung aller Prüfarbeiten würde diese Mail sprengen.

Da ja nach einem Neustart oder Wartezeit z.B. an der Ampel das Anfahren im komfortablen Modus erfolgt und erst nach dem ersten Schlagloch in straff geschaltet wird, ist das für mich ein Steuerungsfehler.

Eine Lösung könnte sein: Das Umschalten in straff verhindern/blockieren. Die DS und CX fuhren ja alle nur in einem Modus: weiches Federungsverhalten. Wer kennt denn einen Fachmann, der im Großraum Ruhrgebiet dies programmieren oder blockieren kann?

1 Stunde her, Zweitaktschrauber schrieb:

Das Umschalten in straff verhindern/blockieren.

Kannste machen, wäre aber illegal ….Falls du es machst und das Fahrzeug jemals verkaufen solltest: Bitte Rückgängig machen oder zumindest den Käufer informieren bevor der/die sich mit 2 Kindern auf der Rückbank nichtsahnend um ein Baum wickelt.

Bearbeitet ( von Koelner)

Eine korrekte Diagnose gefolgt von fachgerechter Reparatur nacht definitiv mehr Sinn. Es wurden zahlreiche Hinweise dazu gegeben.

10 Stunden her, bx-basis schrieb:

Eine korrekte Diagnose gefolgt von fachgerechter Reparatur nacht definitiv mehr Sinn. Es wurden zahlreiche Hinweise dazu gegeben.

Man kann aber auch einfach der Beratungsresistenz frönen... )

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