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Hydractiv/AFS-Rechner: Bauteil hat sich ausgelötet

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

50186597ra.jpg
Man sieht nicht nur, dass etwas fehlt, sondern auch, dass es sehr warm wurde (unterhalb des rechten Lötpads).

50186595cd.jpg

50186596ur.jpg

Was ist das für ein Bauteil? @Amokhahn? @WolfA?

Hat schon mal jemand gesehen, dass es dort heißt wird?

Grüße
Andreas

Moglicherweise ist an der verkohlten Stelle ein feiner Riss in der Leiterbahn, und der erhöhte Übergangswiderstand hat dann für die Hitze gesorgt. Im Platinenlayout ist das auch die schmalste Stelle dieser Leiterbahn.

Gruß,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

Das sieht ganz stark nach einem Quarzoszilator aus. Was genau der in einem AFS-Rechner für eine Aufgabe hat weiß ich nicht und kann ich so anhand der Bilder auf die Schnelle auch nicht nachvollziehen, vermutlich aber durch den Quarztakt dafür sorgen, dass Sensordaten in festen Zeitintervallen eingelesen und verarbeitet werden.

So einen Defekt hatte ich in einem AFS-Rechner noch nicht, aber in einer Wanduhr. Da hatte dieser Quarz einen internen Kurzschluss.

Ist das Logo mit dem M im Kreis das Motorola-Logo? Vielleicht hilft ja das bei der Suche weiter?

 

  • Ersteller

Ja, das ist Motorola. Für einen Quartz-Oszillator finde ich die Anschlüsse ziemlich dick.

Ich habe mich geirrt und gerade nochmal einen Blick in die Uhr geworfen. Das Teil sieht doch anders aus, als ich es in Erinnerung hatte. Das Teil von dir stammt von Motorola-Freescale. In etwa:

https://www.componentsense.com/stock/363037/MR2520S

Das von Kugelblitz verlinkte von ON. Nach der Typenbezeichnung finde ich nur andere Bauformen mit Datenblatt:

https://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/86194/ONSEMI/MR2520L.html

Gut möglich, dass das eine gesonderte Bauform einer Überspannungsschutzdiode ist. Das Platinenlayout könnte Aufschluss geben.

Die Google-KI sagt dazu:
 

Zitat

Der Motorola MR2835S ist ein Überspannungs-Transienten-Suppressor (Overvoltage Transient Suppressor). Dieses Bauteil ist als eine Art leistungsstarke Zener-Diode konzipiert, die in umgekehrter Betriebsart arbeitet, um Spannungsspitzen in Automobilsystemen und ähnlichen Anwendungen zu unterdrücken.

Die Funktion des MR2835S ist es, teure Module wie Zünd-, Einspritz- und ABS-Systeme vor Überspannungsbedingungen zu schützen. Es hat in der Regel nur zwei Anschlüsse, da es parallel zur Last geschaltet wird, um überschüssige Spannung abzuleiten.

 

Bearbeitet ( von -martin-)

  • Ersteller

Ich lese MR2585.

vor 8 Stunden schrieb -martin-:

Ein Datenblatt zum MR2535S gibt's hier:

Ja, und im Gehäuse CASE 421A–01 sieht das Ding auch exakt so aus, wie das von Andreas.

Grüße,

Joschko

Andreas könnte ja mal langsam verraten, mit wieviel kV er das Ding gegrillt hat 😉

Ansonsten würde mich, wenn auch leicht OT, interessieren, welche Version des STG es genau ist?

Gruß Stefan

  • Ersteller

Hallo,

das könnte @oOOosashoOOo wissen. Auf dem Gehäuse steht 73512202, 9628499380, 44/97. Auf der Platine eine "5" im Rahmen und 09733016D. Keine aufgenietete Zusatzplatine für die Transistoren.

Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es nur eine Ausführung für AFS. Obwohl ich schon mal ein AFS-Steuergerät mit Aufdruck "H4" sah.

Grüße
Andreas

vor 28 Minuten schrieb AndreasRS:

Hallo,

das könnte @oOOosashoOOo wissen. Auf dem Gehäuse steht 73512202, 9628499380, 44/97. Auf der Platine eine "5" im Rahmen und 09733016D. Keine aufgenietete Zusatzplatine für die Transistoren.

Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es nur eine Ausführung für AFS. Obwohl ich schon mal ein AFS-Steuergerät mit Aufdruck "H4" sah.

Grüße
Andreas

Ist AFS ein separates Steuergerät? Ich dachte, das sei bei den Activas im Hydractive Steuergerät drin...

Das ist ein Hydractive-Steuergerät mit Erweiterung für die AFS-Funktion.

  • Ersteller

Hallo,

vor 3 Minuten schrieb Kugelblitz:

Ich dachte, das sei bei den Activas im Hydractive Steuergerät drin...

So ist es. Ich hatte den Begriff zu Abgrenzung genutzt. "AFS/Hydractiv-Steuergerät" wäre zutreffender gewesen. Es hat beim Xantia keine Funktionsänderung erfahren. Insbesondere den Wegfall des Bremsdruckgebers gab es dort nicht.

Grüße
Andreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

vor 57 Minuten schrieb AndreasRS:

Hallo,

das könnte @oOOosashoOOo wissen. Auf dem Gehäuse steht 73512202, 9628499380, 44/97. Auf der Platine eine "5" im Rahmen und 09733016D. Keine aufgenietete Zusatzplatine für die Transistoren.

Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es nur eine Ausführung für AFS. Obwohl ich schon mal ein AFS-Steuergerät mit Aufdruck "H4" sah.Grüße
Andreas

Oder @Bakerman oder @Hightower. Die waren die Vorbeseitzer des blauen X2 V6 Activa.

 

vor 57 Minuten schrieb AndreasRS:

Obwohl ich schon mal ein AFS-Steuergerät mit Aufdruck "H4" sah.

Können das Unterschiede X1 und X2 sein?

Bearbeitet ( von Kugelblitz)

Habe mal in ein H5-Steuergerät von 2000 geschaut, das Layout sieht dort erst mal gleich aus, da ist an der Stelle eine MR2835S Schutzdiode verbaut. Diese hat ein etwas anderes Gehäuse, ist aber sehr ähnlich.

Nach den Datenblätter liegen die Durchbruchspannungen bei beiden Dioden zwischen 24V und 32V.

Wie man an deiner Platine sehen kann floss ein erheblicher Strom durch die Diode. So wie ich es auf meiner Platine sehe ist die Diode zwischen den Kontakten Grün (ohne AFS Schwarz) 1/2 und Weiß 8 angeschlossen, also, wie es auch naheliegend ist, zwischen Dauerplus und Masse.

Stellt sich nun die Frage weshalb dort ein Strom floss, dazu fallen mir spontan folgende Möglichkeiten ein:

  1. Es lag eine Überspannung (>24V) vor und die Diode hat so lange ihre Schutzfunktion wahrgenommen, bis die thermische Belastung zu hoch wurde.
  2. Es lag eine Verpolung vor, die Diode war in Vorwärtsrichtung leitfähig und hat somit eine Schutzfunktion wahrgenommen, bis die thermische Belastung zu hoch wurde.
  3. Die Diode hatte einen Defekt und wurde in Sperrrichtung unterhalb der eigentlichen Durchbruchspannung leitfähig, bis sie sich aufgrund der thermischen Belastung selbst ausgelötet hat.

In den beiden ersten Fällen ist mit weiteren Schäden zu rechnen, da der Fehler zu lange vorlag, damit die Diode das Steuergerät schützen konnte. 

Um die dritte Möglichkeit auszuschließen könntest du die Diode einfach einmal in Vorwärts- und Sperrrichtung prüfen. Wenn du kannst, dann gerne auch gleich die Durchbruchspannung in Sperrrichtung kontrollieren. Wobei ein Defekt hier nicht bedeuten muss, dass dieser die Ursache war, es könnte auch eine Folge sein. Eine korrekte Funktion würde wiederum die 3. Möglichkeit ausschließen.

  • Ersteller

Hallo joho,

vor 29 Minuten schrieb joho:

Um die dritte Möglichkeit auszuschließen könntest du die Diode einfach einmal in Vorwärts- und Sperrrichtung prüfen. Wenn du kannst, dann gerne auch gleich die Durchbruchspannung in Sperrrichtung kontrollieren.

Die Diode scheint in Ordnung zu sein, Durchbruch zwischen 26 und 27 Volt (habe 1 V-Schritte genommen, das reicht ja).

Komisch, dass bei dem hohen Strom nicht die Fahrzeugsicherung durchgebrannt ist. Ich werde gucken, wie ich die Diode wieder anbringe (zur Not mit Kabeln, die muss ja nicht zwingend auf die Platine). Dann werden wir sehen, was das Steuergerät macht.

Grüße
Andreas

Die Leiterbahnen an den Anschlüssen des Teils sind relativ breit. Beim Layout der Platine wurde also mit höheren Strömen an der Stelle gerechnet. An der engsten Stelle der Leiterbahn ist die Platine verkohlt, dort scheint also der ursächliche Hotspot gewesen zu sein. Ich würde diese Stelle mit 1,5 mm² Draht überlöten.

Gruß,

Joschko

Bearbeitet ( von Joschko)

23 hours ago, AndreasRS said:

Komisch, dass bei dem hohen Strom nicht die Fahrzeugsicherung durchgebrannt ist. Ich werde gucken, wie ich die Diode wieder anbringe (zur Not mit Kabeln, die muss ja nicht zwingend auf die Platine). Dann werden wir sehen, was das Steuergerät macht.

Ich meine das Hydractiv-Steuergerät ist mit 30A abgesichert, das ist natürlich schon ausreichend Leistung zum (aus)löten. Vielleicht war es auch geplant, dass die Verengung der Leiterbahn als Sicherung dienen sollte, das hätte dann aber, wie man an deinem Steuergerät sieht, nicht richtig funktioniert.

Interessant, dass die Diode anscheinend noch in Ordnung ist, ich bin mal gespannt was die weiteren Versuche zeigen werden.

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