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Glühkerzenwechsel geplant - Ausbau ?

Hervorgehobene Antworten

Liebe Kollegen,

ich suche nach einer Skizze vom Ansaugsystem, bzw. Ansaugbrücke am 2.2er HDI (4HTH) Bj. 2006 170PS. Muss irgendwann dann doch mal an den Glühkerzenwechsel heran.
Gibt es eine Empfehlung für die am Besten geeigneten unnd  haltbarsten Glühkerzen ? 
Ich würde diese OP auch zum 1. Mal machen ...

Danke für zielführende Beiträge

-Lupus

 

Hallo, ich hab das 2018 gemacht, schon ne Weile her. Skizze hab ich keine, hier der Ablauf aus meiner Erinnerung:

Dieselfilter mit Träger raus, Rohr vom AGR an der Drosselklappe lösen und nach oben hinten wegziehen und festbinden.

Drosselklappe raus. Dieselrücklauf der Injektoren abbauen. Hier hatte ich die größten Probleme. Auf dem Bild erkennst du, das man das schwarze Teil hochziehen muß, dann geht es ab.

Dann alle Schrauben der Ansaugbrücke lösen und die Brücke entfernen.

An dem Punkt soll man jetzt die Glühstifte bei noch warmen Motor raus drehen. Leider war ich zu langsam und der Motor wieder kalt.

Ich habe mit ordentlich viel Kältespray die Stifte behandelt, gingen dann Problemlos raus. Der Motor hatte zu dem Zeitpunk 270000 auf der Uhr.

Ich hab NGK Stifte genommen, die sind jetzt, nach 90000 km noch in Ordnung.

 

50522673tz.jpeg

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50522769tf.jpeg

Rainer

Bearbeitet ( von schmitz)

Vorsichtshalber würde ich mir zum Nachschneiden der Gewinde einen M8x1 Gewindebohrer besorgen. Beim 3l Sofimmotor (Jumper/Ducato) reißen die Glühstifte gerne mal ab, die bekommen da einfach viel mehr Wasser und korrodieren fest. Bekommt man die dann raus und dreht den neuen ins alte schwergängige Gewinde, geht der nicht mehr ohne Abreißen raus.

Da diese Glühstifte eigentlich überall verbaut sind, wenn die EDC 16 und folgende verbaut wurde, gibt es, wenn sie denn mal abreißen, einiges an Ausbohrwerkzeug zu kaufen. Habe ich, muß ich noch machen, bei mir sind mittlerweile mindestens zwei hin.

Jens

vor einer Stunde schrieb schmitz:

Skizze hab ich keine, hier der Ablauf aus meiner Erinnerung:

...toll bebildert, das ist schon hilfreich, super von dir.

Generell gehts beim 4HT km-unabhängig wirklich gut - können sich Mercedes und VW ne Scheibe abschneiden (und wofür man auch immer für den dritten Stift nen Drucksensor braucht, Frage an Wolfsburg für einen Freund..?)
Wichtig ist - Geduld haben. Die Stifte sind aus härterem Material als der Zylinderkopf, Gewalt hilft hier null und schadet viel. Gemach und wenns schwer geht, einsprühen, wieder ein paar Gänge hinein, und langsam wieder raus. Niemals nicht gegen schweren Widerstand drehen, abgerissene Stifte bedeuten meist Kopf runter. Bei meinem sind 2 und vier auch "müde" (hoher Widerstand), aber derzeit startet er noch klaglos und regeneriert gut. Bin mit 250.000 aber noch gut im Rennen, andere ziehen die bei 380.000 und haben keine Probleme...

  • Ersteller

@schmitz:  Oha !

Vielen Dank Dir, das ist eine sehr gute Beschreibung und mit den Bildern dazu sollte es bei mir auch klappen. Ich habe einen ziemlichen Respekt vor dieser Angelegenheit, man liest soviel von abgerissenen Glühkerzen ! Glaube nicht, dass ich die Demontage der Anbauteile so schnell hinbekomme und der Motor wird dann auch schon wieder abgekühlt sein, dann bleibt wohl nur Kältespray und eine tagelange Vorgereitung mittels Kriechöl an den Kerzengewinden, oder ?
Ich mußte mich in den letzten kalten Tagen einige Male mit üblen Startproblemen am Morgen herumplagen, habe keine Lust mehr darauf und  werde die OP im Frühjahr angehen.
Beste Grüße !

-Lupus

P.S. 
Danke auch an Jensg & St. Eve - werde mir einen Gewindebohrer, Reinigungswerkzeug und einen Adapter für den Staubsauger (!) bereit legen. Und das Ganze mit nem´ Drehmomentschlüssel für hin-. und Rück machen. Und dann gaaaaanz sachte !

Und meiner hat noch keine 190.000km runter, aber es sind halt´ alle vier Glühstifte hochohmig. Das scheint sich auch nachteilig auf das Regenierverhalten auszuwirken, weil er dann ziemlich rumbockt - aber zum Glück bleibt die MKL aus und der TÜV meckert auch nicht.

 

 

Bearbeitet ( von lupus2)
antworten

Es gibt auch so Vereisungsspray mit Schmierstoff und Graphitzusatz als spezieller Rostlöser. Das werde ich beim nächsten Mal besorgen und einsetzen.

Sowas wie dieses: Norm­fest Super Crack Ultra – EIS-Rost­lö­ser Spray

Kältespray hatte ich angewandt, jedoch fraß ein Gewinde und riß ab.

Jens

Ob da ein gravierender Unterschied zu WD40 besteht? 

 

Gute Frage, ausprobieren gibt Erfahrung. Sofern das Gemisch durchs korrodierte Gewinde kommt. Mit Kältespräy bekommt man wenigstens durch Schrumpfung ein Lösen der Korrossionskristalle.

Bei mir hat es halt mit Kälte und WD 40 nicht geklappt. Alu schmiert man ja auch besser mit Alkohol. Öl ist da nicht so dolle.

Jens

vor 10 Stunden schrieb ThorstenG:

Ob da ein gravierender Unterschied zu WD40 besteht? 

 

Ist das eine ernsthafte Frage???

Citroen/PSA hat dazu eine ganz klare Werkstattempfehlung - nicht ein beliebiges Vereisungsspray, sondern das Richtige und die Drehmomente nicht überschreiten - es gibt entsprechende Schlagschrauber mit den notwendigen Einstellmöglichkeiten. 

Werkstattempfehlung:

Loctite LB 8040 Freeze & Release 400ml Rostlöser Schockfrost

 

Loctite LB 8040: Rostlöser mit Schockfrost-Effekt für festgefressene Teile

Loctite LB 8040 ist ein hochwirksames Spezial-Mineralöl, das entwickelt wurde, um selbst hartnäckig verrostete, korrodierte und festgefressene Teile schnell und zuverlässig zu lösen. Dank seines innovativen Schockfrost-Effekts kühlt das Produkt die betroffenen Stellen innerhalb kürzester Zeit auf bis zu –43 °C ab, was die Demontagearbeiten erheblich vereinfacht.

Wirkungsweise:

Der starke Kälteschock bewirkt die Entstehung mikroskopisch feiner Risse in der Rostschicht. Durch diese feinen Risse können die im Produkt enthaltenen Schmierstoffanteile dank der kapillaren Wirkung direkt in die Rostschicht eindringen und die Korrosion von innen heraus bekämpfen.

Eigenschaften & Vorteile:

  • Schockfrost-Effekt: Löst verrostete, korrodierte und festgefressene Teile durch die extreme Abkühlung.

  • Kapillarwirkung: Dringt schnell und tief in die Rostschicht ein.

  • Langzeitschutz: Das Produkt bildet einen dünnen Film, der die gelösten Teile schmiert und vor erneuter Rostbildung schützt.

  • Zuverlässige Schmierung: Sorgt dafür, dass die Teile nach der Demontage leichtgängig bleiben.

Loctite LB 8040 ist die ideale Lösung für alle, die eine schnelle und effektive Methode zur Demontage von festsitzenden Bauteilen benötigen und dabei gleichzeitig für eine nachhaltige Schmierung und einen Korrosionsschutz sorgen wollen.

Natürlich geht viel auch mit dem notwendigen Gefühl und bewährten Mittelchen.

 

Bearbeitet ( von cit-rotti)

Jo, ernsthafte Frage, da auf den Amazonlink bezogen, denn da ist der Beschreibung nach kein Kältemittel enthalten.

Vielen Dank für die Beschreibung des Loctite Sprays. Sehr interessant!

Bearbeitet ( von ThorstenG)

  • Ersteller

@cit-rotti:
Hallo und vielen Dank für den Hinweis, werde ihn beherzigen.

-Lupus

Bei mir hat damals das gut funktioniert:

https://www.innotec.at/deblock-ice-1019.html#

... Das Innotec Deblock Oil ohne Ice ist sonst mein Lieblingsrostlöser

Wie sieht das denn aus, wenn man den Block vorher mit eine Heißluftfön warm macht und dann das Kältespray ansetzt? Würde es möglicherweise besser funktionieren, oder riskiert man dann andere Schäden?

(Bin bei 275T km und die Dinger glühen überhaupt nicht mehr...)

  • Ersteller

@C6per: nicht den Block, sondern den Zyl-Kopf, wobei es für benachbarte Teile gefährlich werden könnte, oder ? Vielleicht mit einem Gas-Brenner ganz gezielt die Stelle um die Kerze herum erwärmen und den Kerzenschaft selbst mit Kältespray ? Und dann auf jeden Fall mit sowas hier:  https://www.innotec.at/deblock-ice-1019.html#
Ich denke, wenn man sich viel Zeit mit wiederholtem Einsprühen mit Rostlöser läßt, sollte es gut gehen. Sag mal bitte Bescheid, wie und mit welchen Schrauben wo der Ansaugkrümmer abgeschraubt wird ?
-Lupus

 

vor 6 Stunden schrieb lupus2:

Vielleicht mit einem Gas-Brenner ganz gezielt die Stelle um die Kerze herum erwärmen

Und wie stellst du dabei sicher, dass der Schmelzpunkt der Alulegierung dabei nicht erreicht wird oder sich das Material verzieht? Ich würde da nichts punktuell erhitzen.

Wenn man nicht gerade ewig mit defekten Kerzen und dadurch verkokten Brennräumen rumgefahren ist, behaupte ich, dass beim Hdi170 die Glühstifte gut rausgehen. Aber zum Lösen einen passenden Drehmomentschlüssel benutzen, um halbwegs sicher zu gehen.

Mit dem Gasbrenner wäre ich da auch nicht dran gegangen, da macht man viel zu schnell was kaputt!

Ich habe ein DigitalHeißluftgebläse von Parkside (PHLGD 2000 D5), den kann man in 50er-Schritten bis auf max. 650° einstellen. Da kann man etwas vorsichtiger und vor Allem punktueller arbeiten als mit 'ner Gasflamme.

Du bekommst kaum mittels Propangasbrenner eine auf dem mit Kühlwasser gefüllten Motorblock geschraubten Zylinderkopf auf Schmelztemperatur. Verkokelt bei rabiatem einsatz vielleicht die Ventildeckeldichtung, Kunststoffe usw.

Trotzdem ist halte ich das für keine gute Idee. Punktuelles Erhitzen ist einfach bei Zylinderköpfen nicht gut.

Jens 

vor 7 Minuten schrieb Jensg:

Propangasbrenner

Ich hatte auch eher ein Autogen-Schweißgerät im Sinn. Und mich gerade mit Silberlot auseinandergesetzt. Daher vielleicht die Konnotation.

Ok, das gibt dann lokales Schmelzen. 

Jens

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