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X2 1,8i 16V, Kupplung trennt und übertägt Kraft nicht mehr richtig

Hervorgehobene Antworten

Das ist Hypoid Getriebeöl, viel zu dick, wird sich schwer schalten lassen.

Soweit meine Versuchserfahrung.

Jens

vor 8 Stunden schrieb Jensg:

Das ist Hypoid Getriebeöl, viel zu dick, wird sich schwer schalten lassen.

Soweit meine Versuchserfahrung.

Jens

Davon würde ich auch ausgehen. Des wegen schrieb ich ja auch zur Not. 

  • Ersteller
vor 19 Minuten schrieb GuenniTCT:

Davon würde ich auch ausgehen. Des wegen schrieb ich ja auch zur Not. 

Komisch ist, daß das Traxium was ich rausgelassen habe sehr dünflüssig ist für ein Getiebeöl. Wie LHM eigentlich. Und damit scheint es ja Schaltprobleme zu geben.

Habe noch altes Total transmission 75W80 aus einem Xantia und 80W90 von der DSuper5 gefunden. Beide dickflüssiger als das traxium gear 8.

Ich war kurz davor, das 80W90 aus der DS reinzukippen. Das hatte ich rausgelassen da ich dachte meine damaligen Schaltprobleme kämen vom Öl. Es ist noch durchsichtig. Die Probleme lagen aber am Schaltgestänge. Da war eine Buchse nicht mehr vorhanden.

Habe es jetzt doch nicht reingeleert und warte auf das Öl von Ravenol.

Bearbeitet ( von ACCM Claude-Michel)

Das Problem liegt ja wohl nicht beim Einlegen der Gänge sondern am Bewegen der Schaltgabeln, das es da klemmt bis es losbricht.

Das Hypoidöl ist gemacht worden für Kegel- Tellerradantriebe und unsynchronisierte Getriebe, befindet sich also in der Hinterachse des Hecktrieblers, in den Zwischengetrieben usw.. Mein Scudo hatte sich damal praktisch nicht mehr schalten lassen mit kaltem Getriebeöl, meine Absicht war, das Getriebe zu schonen beim Hängerbetrieb. War aber nix, der Druck auf den Schalhebel war zu groß, und die Gefahr, die Doppelringsynchronisierung auszuglühen, viel zu hoch.

Hypiodöl enthält Schwefel und Phosphor zur Verschleißreduzierung und reicht deshalb auch nach Schwefel.

Es gibt ja zwei Unterschiede bei Schaltproblemen,

einmal, die Synchronisierung sperrt zu lange, 1. weil das Öl zu dick ist oder zu viel Öl drin ist und das Zahnrad bremst, und zum zweiten, weil es zu gut schmiert und daher der Synchronring nicht genug Bremsleistuing aufs Zahnrad übertragen kann und es daher nicht gleichschnell wie die Schaltmuffe drehen kann. Letzteres kenne ich jedoch nicht in der Realität. Nur verschlissene Schaltmuffen und Synchronringe, die zu früh über die Sperre gleiten und dann kracht es beim Schalten.

Zum anderen, die Schaltgabelwellen bekommen Haftreibung in den Lagerbohrungen, also der Ölfilm zwischen Schaltgabelwelle und Lagerung verschwindet und die Schaltgabel verschweißt sich quasi mit der Lagerung. Da hilft dann ein Rucken am Schalthebel und es gleitet wieder.

Und da kann eine andere Öllegierung helfen.

Bei zerlegten Getrieben sieht man das gerne an den Riefen und teilweise an kleinen Aluverschweißungen auf den Schaltgabelwellen.

Seltener haftet eine Schaltmuffe auf dem Synchronring durch den gleichen Effekt, soweit meine Erfahrungen.

Jens

Bearbeitet ( von Jensg)

  • Ersteller
vor 54 Minuten schrieb Jensg:

Es gibt ja zwei Unterschiede bei Schaltproblemen,

einmal, die Synchronisierung sperrt zu lange, 1. weil das Öl zu dick ist oder zu viel Öl drin ist und das Zahnrad bremst, und zum zweiten, weil es zu gut schmiert und daher der Synchronring nicht genug Bremsleistuing aufs Zahnrad übertragen kann und es daher nicht gleichschnell wie die Schaltmuffe drehen kann.

Wie geschrieben hatte ich 1,9 l reingeschüttet anstatt die 1,8 l wie vorgeschrieben. Ich gehe nicht davon aus, daß noch Öl im Getriebe war. Es war ja ausgebaut und ich hatte es in verschiedenen Lagen liegen lassen, damit das ganze Öl rauskommen kann. Ob diese 0,1 l so einen Unterschied machen.

Für mich sieht es so aus, als ob dieses Total traxium gear 8 zu dünnflüssig ist. Ich werde es mit dem von Manol vergleichen.

Die Differenz mach sicher keinen Unterschied

Und Getriebeöl ist in der Viskosität vergleichbar mit Motoröl, 75W90 entspricht 15W30. Ist alsö dünn. Das muß ein bei modernen Getrieben auch sein, die ganze Konstruktion ist darauf ausgelegt.

Das heißt, die ganzen 75W90 oder teilweise 70W90 Öle sind sehr ähnlich in der Viskosität, jedoch unterschiedlich in den Additiven. Und wenn du ein Getriebe hast, bei dem das Material der Schaltstangen gerne intensiv mit dem Aluguß des Gehäuses kuschelt, dann hilft leider nur die Suche nach dem besten Öl.

Oder, und das ist aufwendig, die Lagerung der Schaltstangen zu überholen.

Und so sieht das Innen aus, und da kannst du sehen, was wo gleitet.

Jens

ML5 Getriebe Innenansicht.jpg

  • Ersteller

Ich würde bezweifeln, daß am Getriebe was abgenutzt ist.Es hat ja vor dem Kupplungs- Öltausch gut funktioniert. Und dann ist es ja gerade 105 000 km gelaufen. 

Moin, 

Am 28.2.2026 um 19:17 schrieb ACCM Claude-Michel:

Vielicht ist das traxium eine Weiterentwicklung für neuere Getriebe?

vor 2 Stunden schrieb Jensg:

Und da kann eine andere Öllegierung helfen.

vor 2 Stunden schrieb Jensg:

jedoch unterschiedlich in den Additiven

Das Total Transmission BV 75W80 (2016) und das Total Traxium gear 8 75W80 (spätestens seit 2022) sind zwei verschiedene Öllegierungen, sie unterscheiden sich in den Additiven. Das im Transmission von 2016 noch enthaltene Natriummetaborat wurde im Traxium durch organische Alternativen ersetzt. Das war wohl nötig, weil das Natriummetaborat im Zuge einer Neufassung der sog. EU-REACH-Verordnung (ursprünglich Nr. 1907/2006) als reproduktionstoxisch eingestuft wurde. Total hat dann ein neues Öl formuliert, das die gleichen Anforderungen erfüllt und keinen Warnhinweis braucht. 

Das Natriummetaborat war das zentrale Additiv des alten Öls! Es hat sich als sehr dünne Schicht die Metalloberflächen gelegt, dabei als druckbeständiger Festschmierstoff die Druckfestigkeit der Zahnflanken erhöht und den Verschleiß verringert. Außerdem hatte es eine Wirkung gegen Korrosion.

Für die Druckbeständigkeit sind  jetzt andere Stoffe zuständig (Phosphor-Amin-Verbindungen). Bei einem Ölwechsel dürften auf den Metallteilen noch die Natriummetaborat-Schichten vorhanden sein, die mit den Additiven des neuen Öls zusammenwirken.

Zum Zusammmenwirken von Phosphor-Amin-Verbindungen und Natriummetaborat sind sich die Google-KI, Mistral und ChatGPT nicht ganz einig. Bei Google und Mistral gibt es nur positive Szenarien, und die Google-sagt, dass sich "die Synchronisation eher verbessert als beeinträchtigt" wird.

ChatGPT benennt auch mögliche Nachteile. Der hier wichtige wäre die Reibwertabsenkung durch Grenzschichtbildung. Diese kann "das Schaltmoment reduzieren", das schwereren Einlegen eines Gangs führen könnte.

Fazit: Eigentlich dürfte der Ersatz von Transmission zu Traxium zu keinen Problemen führen.

Ich frage mich nur, was kann bei mir los ist und warum im französischen Forum die gleichen Dinge auftreten.

Auf die weitere Frage, welche unverträgliche Mischungen mit anderen Additiven bei Natriummetaborat vorliegen, kam u.a. die Warnung davor Natriummetaborat mit GL5-Ölen zu mischen, weil diese (wie oben @Jensg geschrieben hat) Schwefel-Phosphor-Additive enthalten. Dann kommt es zu "einem chemischen Wettbewerb um die Metalloberfläche. Anstatt eines stabilen Bor-Phosphat-Films können instabile, spröde Sulfidschichten entstehen, welche die Verschleißfestigkeit senken können." 

Dann noch ein Hinweis: Das Ravenol Getriebeöl PSA SAE 75W-80 erfüllt PSA B 71 2315, das Traxium PSA B71 2330.

Viele Grüße

Roland

Dann wäre die Konsequenz, Spülen mit Petroleum oder Diesel, beseitigt fast alle Reste des alten Öles, und neues rein. Es hilft allerdings erfahrungsgemäß auch, einige Zeit zu fahren, dann geben sich diese Probleme meist wieder von Alleine. Zum Einen werden die Schichten abgetragen, zum Anderen gibt es wieder Abriebstoffe, die sich als Abstandsschicht in die Lagerungen legen können und das Losbrechmoment durch den sich dann bildenen Ölfilm in den Zwischenräumen reduzieren können.

Gefühlvolles Schalten beschleunigt nach meinen Erfahrungen den Vorgang.

Jens

  • Ersteller

So, gesternkam das Ravenol PSA 75W80, heute habe ich 1,8 l in das Getriebe gekippt. Die 1,8 l sind die Ölmenge nach dem es abgelassen wurde (so steht es auch in einem meinen Reparaturhandbücher). Mit 1,8 l kommt dann das Öl seitlich aus dem Schraubenloch. Sollten noch 0,2 l drin bleiben wäre die gesamte Füllmenge 2 l.

Da ich das Getriebe, als es ausgebaut war, in allen Richtungen gedreht habe, gehe ich davon aus, daß es leer war. Da ich 1,9 l reingegeben hatte müßten 0,1 l gefehlt haben. Ob die für das schlechte Schalten der ersten zwei Gänge verantwortlich waren?

Heute ließen sich die Gänge wieder gut einlegen. Hoffentlich bleibt es so.

vor 12 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

heute habe ich 1,8 l in das Getriebe gekippt. Mit 1,8 l kommt dann das Öl seitlich aus dem Schraubenloch. 

1,8 kommen rein, wenns seitlich rausläuft passt es, das ist die kontrolle.

vor 12 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

Da ich 1,9 l reingegeben hatte müßten 0,1 l gefehlt haben.

Wenn man 1,9 reinkippt sind 0,1 zu viel drin. 

  • Ersteller
vor 2 Stunden schrieb matgom:

1,8 kommen rein, wenns seitlich rausläuft passt es, das ist die kontrolle.

Wenn man 1,9 reinkippt sind 0,1 zu viel drin. 

Nochmal zum verstehen:

_ 1,8 l ist die Füllmenge beim Ölwechsel. Angeblich bleiben 0,2 l drin.

_ Ich habe das Getriebe komplett geleert. Wenn ich 1,9 l reingebe sind müßten 0,1 l zu wenig drin sein.

Bearbeitet ( von ACCM Claude-Michel)

Je nach Motorisierung und Baujahr ist die Füllmengenangabe für ein BE3R 1,8 oder 1,9 Liter. Und das Getriebe ist mit allem was zwischen 1,6 und 2,0 Liter liegt bestens zufrieden...

vor 3 Stunden schrieb ACCM Claude-Michel:

Nochmal zum verstehen:

_ Ich habe das Getriebe komplett geleert. Wenn ich 1,9 l reingebe sind müßten 0,1 l zu wenig drin sein.

Seitlich die Schraube öffnen, wenns rausläuft ist es nicht zu wenig. Wenn es nicht rausläuft, nachkippen bis es rausläuft. Da muss man keine Berechnungen anstellen, nur sehen ob was rausläuft. Da kann man sich auch gar nicht verrechnen.

  • Ersteller

Was soll ich da noch antworten? 🤔

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