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Vorstellung und Startversuche Traction Avant Légère 11BL

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

IMG_3517 2 Kopie.jpg

Hi, also zuerst einmal: natürlich ist ausbauen und neu machen die beste Variante. Das dauert aber und kostet. 

Erste Aktion: Laufbuchsen fixieren! 

Falls der Plan weiterhin ist die Baustelle klein zu halten und den Motor erstmal zum Leben zu erwecken würde ich die Ölwanne vorerst so lassen wie sie ist. Das ist nämlich kein Spaß die so wieder dicht zu bekommen und meines Erachtens ist der Erkenntnisgewinn durch Abnehmen minimal. Denn der Motor sieht jetzt nämlich erstmal so schlecht nicht aus (vorausgesetzt die Zylinderlaufbahnen sind alle ok?). Zerlege den Kopf, säubere mechanisch vor und bring ihn zum Säubern zu einem Instandsetzer. Lass den auch die Ventile und Sitze schleifen. Ersetze das Wasserrohr und dann hast Du dort für einen schmalen Taler schon mal Ruhe… die Arbeiten stehen eh an, egal was später mit dem Rest geschieht. 
Wenn die Laufbuchsen fixiert sind den Motor etwas drehen damit alle Kolben auf „halb“ stehen und dann weiter mit Aceton/ATF einweichen. Ab und zu von Hand durchdrehen. Anschließend mal nen Ölwechsel machen. 

Die alten Dinger laufen, auch mit spiegelglatten Buchsen und ausgelutschten Hauptlagern. Ziehen nicht die Butter vom Brot und verbrauchen Öl… aber der Kram läuft! 

Hallo Phil

Du hast da eine Alu-Ölwanne, das hatte nur der D-Motor. Der Perfo hat eine aus Blech.

Um die Antriebswellen vom Getriebe zu lösen braucht es ansich kein Spezialwerkzeug. Dummerweise reicht meim Légère der Platz nicht aus, um den Flansch der Antriebswelle weit genug vom Getriebe abzuziehen, die Stehbolzen sind zu lang. Das heisst du musst die Antriebswellen auch auf der Radseite ausbauen, dafür brauchts Spezialwerkzeug.

Ich hab meinen Légère jetzt seit ca 5 Jahren und habe in der Zeit bereit einiges gemacht, unter Anderem die Kupplung, dazu mussten Motor und Getriebe auch raus. Ich empfehle dir wärmstens, dich neben dem Motor auf weitere "Baustellen" einzustellen, nicht dass du dann auf die Welt kommst. Zbsp. Thema Bremsen nach der langen Standzeit, wie stehts ums Getriebe (bekannt für defekten 2. Gang) usw., das kann schnell ins Geld gehen.

Trotzdem gutes Gelingen

Marcel

wenn es ein legere ist, also die schmale Variante, musst du die Stossdämpfer abbauen und mit einer Nussverlängerung die vier Schrauben der Antriebswellen nach innen schlagen, sonst bekommst du die Gelenkwellen nicht raus, dann Motor und Getriebe mit Motorkran rausheben. Ist die beste Variante.

  • Ersteller

Hallo, 

@Kiwicana Danke für deine Tipps. Leider habe ich die Ölwanne schon gelöst, in der Hoffnung ich könnte sie irgendwie ausfädeln. Somit bleibt mir wohl oder übel keine Wahl und ich werde heute versuchen den Motor samt Getriebe auszubauen... Sorgen machen mir dabei eigentlich nur die Antriebswellen, die ich hoffentlich abbekomme, damit ich den Motor dann ausbauen kann. @Hy1600 Danke auch für dein Tipp mit dem leicht einschlagen der Antriebswellen Befestigungsschrauben, dies werde ich sicherlich versuchen... 

@BX16V89 Danke dir fürs erkennen um welchen Motor es sich handelt. Um die Konfusion komplett zu machen, muss ich aber gestehen, dass die Ölzuleitung zum Kopf mit Plakette und 2 Schrauben gelöst ist, dies wurde anscheinend beim Perfomotor gemacht... Tja hoffe durch die Entnahme des Motors wird sich dann die Frage auch klären, wenn ich hoffentlich die eingegossenen Zahlen und Buchstaben finde... 

--> Gibt es sonst noch Tipps für die Entnahme des Motors, bevor ich mich an die Arbeit wage und dann unter dem Auto liegend am verzweifeln bin, da es beim LÉGÈRE wirklich sehr wenig Platz um den Motor gibt, (diesbezüglich krieg ich machmal das Gefühl ich schraube an einem neuen FZ 🙃)

Ah und nochwas, mir ist aufgefallen, dass die Zylinderbüchsen komplett plan zum Block sind, ist das normal wenn der länger gefahren wurde, oder sollten diese immernoch leicht vorstehen (glaube ich habe im Forum was von 0.07-0.12mm Überstand gelesen). Ich frage nur, weil wenn ich mich entscheide diese im Block zu lassen, dass ich dann nicht gleich wieder von vorne beginnen muss weil Undicht auch mit neuer Zyli-Dichtung... ?

Ich halte euch auf dem laufenden

LG Phil

Zylinderbüchse plan oder überstehend: Da geht es hauptsächlich darum, dass die Dichtung am Fuß der Dichtung genügend Druck hat um zu dichten. Ob das geklappt hat wirst Du sehen wenn die Ölwanne runter ist. Die Kopfdichtung sollte auch eine plane Büchse noch abdichten. Jedenfalls war es so bei meinem Ersatzmotor Bj ca 1958 für den H.

D-Motor oder Perfo: Mein Motor (Typ H) von 1949 hat Blechölwanne und Stehbolzen zur Zylinderkopfmontage. Die aussen liegende Ölleitung zum Kopf haben beide.

Motor und Getriebe muss/solltest du eh trennen. Zusammen ist das ganz schön ordentlich Gewicht.

Ich persönlich habe das Getriebe immer zuerst gezogen und anschließend den Motor.

Wenn die Ölwanne weg ist. Kannst du erkennen welche Pleuel verbaut sind (Performance/alt gegossene bzw. D/neu mit Lagerschalen. Wenn du die Pleuelschrauben löst, dann kannst du die Kolben nach oben ziehen und den Zustand den Kolbenringe und der Lager/ Pleuelzapfen der Kurbelwelle erkennen. Sollten in den Buchsen Hohnspuren zu erkennen sein, und die Pleuelzapfen keine Riefen haben, könnte ein Wechsel der Kolbenringe schon zielführend sein.(Günstige Variante) Geht aber nur wenn auch die Nuten der Kolbenringe im Kolben noch nicht ausgeliefert sind. (Spielfrei) Und keine zu großes Lagerspiel in den Lagern der KW.

Ferner kannst du das Pleuellagerspiel mit Messestreifen messen. Wenn hier zu großes Spiel ist muss die Kurbelwelle geschliffen und Lager getauscht werden. Für die Hauptlager gilt dies ebenfalls.

Noch eine Testmethode für den Verschleiß der Kolbenringe und Buchsen. Wenn du einen Kolbenringe demontierst und in die Buchse steckst, sollte der Schlitz überall gleicht groß, bzw. möglichst klein sein. Dort geht sonst die Kompression flöten. 

Viel Erfolg 

Ingo 

 

bei den alten Perfo-Motoren war der Überstand der Buchsen mit mit zu 0,3 mm angegeben. Unter 0,1 würde ich nicht gehen bei den heutigen Nachbau-Kopfdichtungen. Du baust jetzt Motor und Getriebe aus, ziehst die Kolben, dann auch die Buchsen und dichteste sie mit entsprechenden Dichtungen auf Überstand und gut. Das ist ja alles nur Arbeitszeit. Ist die Kopfdichtung wegen zu geringem Überstand undicht (ich weiss wovon ist spreche) müsstest du ja alles noch mal machen, aber die Hoffung stirbt zuletzt.

Der Überstand soll an der Kopftdichtung für den nötigen Druck bei Zündung des Gemisches sorgen, unten ist nur Flächenpressung. Aber gut sauber muss es sein. So wie ich weiss, bekommt man nur noch eine Sorte (Stärke) der Fussdichtungen, dann musst du evtl.2 nehmen oder dir die Dichtung selber klopfen aus entsprechend stärken Dichtpapier. Da könnte ich helfen.

  • Ersteller

Soooo, gestern haben wir den Motor samt Getriebe ausgebaut… war schon ein bisschen Arbeit hat dann aber sogar geklappt ohne Demontage der Stossdämpfer… das Lösen der Antriebswellenschrauben mit so wenig platz ist aber wirklich unvorstellbar, dass die das früher so geplant haben… 

Hätte nicht gedacht, dass das Ganze so ein Gewicht hat. Mussten es dann sogar mit dem Habegger die Rampe der raufzeihen auf so einem kleinen Wägeli mit Räder… meine Werkstatt hat leider keinen ebenerdigen Zugang! 
 

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich nun die Kolben nach Oben rausziehen und schau mir den Zustand der Kolben und vorallem der Ringe an… 

Sichten werde ich dann sicherlich auch Nockenwelle, Kurbelwelle und auch Steuerkette. Werde aber versuchen so wenig wie nötig zu Tauschen oder überarbeiten zu lassen. Die Zyl.Buchsen sehen meiner Meinung nach gar nicht schlecht aus, evtl mache ich dan mit einem einfachen Hohnwkz nochmals den Kreuzschliff neu. 
 

Könnt ihr mal eure Meinung sagen, was ihr auf jedenfall alles neu machen/tauschen würdet? 
 

Betreffend Wasserrohr im Kopf, von dem ist bei meinem leider gar nichts mehr übrig. Hab gesehen, dass dies für ca 20euro neu gekauft werden kann. Denke dass kann ich mir aber auch einfach selber herstellen. Kennt da jemand die genauen Abmessungen? Irgendwo hab ich was von 422mmx20mm gelesen, die Vier Löcher kann ich sicherlich auch plus minus am richtigen Ort selber bohren… evtl, hat ja jemand von euch eine technische Zeichnung… 

Weitere Fotos folgen, ich halte euch auf den laufenden. 
 

sonnige Grüsse 

phil

Mich würde es nicht wundern, dass die Kolbenringe fest sind und beim Versuch des Ausbaues brechen, also neue, ca. 100€.

Das Stoßspiel der Ringe prüfen, indem ma sie einzeln in die Buchsen drückt und mit einer Fühlerlehre den Spalt messen, darf nicht zu gering sein, lieber etwas zu groß. Die Ringe dehnen sich aus und wenn sie auf Stoss gehen, dann reiben sie die Buchsen auf und es kann zum Klemmer kommen. War bei einem Motor aus Frankreich der fall, ich komme die Teile von der Strasse sammeln, alles Schrott.

An der Stirnseite des Kopfes ist ein Frostschutzdeckel zum Ausbau der Wasserrohre. Dann wie schon gesagt die Buchsen neu abdichten und das könnte gewesen sein. Ventile reinigen und einschleifen.

Bearbeitet ( von Hy1600)

Ventilführungsspiel und Zustand der Ventilschäfte prüfen, wenn die ausgelaufen sind bzw. ballige Schäfte vorhanden, beides überholen. Zum Einen hast du dann den werksmäßigen Ölverbrauch, zu Anderen dichten und kühlen vor allem die Auslaßventile wieder richtig. Das führt ev.  zu klopfender Verbrennung und zu Kolbenringschäden. Und schlechtem Anspringen durch Verdichtungsverlust.

Jens

  • Ersteller

Hallo Zusammen, 

Melde mich mit einem kleinen Update: Folgedes habe ich heute nachmittag noch erledigen können. 

-Ölwanne gelöst, da war natürlich unten auch schon ordentliche Schicht "Ölschlamm" drinn. Pleuelschrauben gelöst (weiss jemand mitwieviel Nm ich die dann wieder anziehen muss?), alles schön markiert, damit danach nichts falsch zusammengebaut wird und ein Kolben nach dem anderen nach oben rausgezogen. 

-Bei allen 4 kolben ist der 1. Kolbenring (oberster) jeweils schon von alleine rausgefallen, da gebrochen... (ohne dass ich versucht habe sie zu entfernen, also ganz von alleine). 2. Kolbenring und BEIDE Ölabstreifringe liessen sich aber locker in den Nuten bewegen und weisen auch Spannung auf... Die seiten der Kolben sehen erstaunlich gut aus, nur ganz leichte, nicht spürbare Kratzer bei einem Kolben... 
-Beim genaueren Anschauen von kolben 2 und 3 ist mir dann aber je ein ganz feiner ca 3cm langer Riss aufgefallen, die müssen somit auch gegen neue getauscht werden! ;(

--> Ich gehe schwer davon aus, dass dies passiert ist, weil die Kühlung überhaupt nicht mehr gut funktioniert hat mit all den Ablagerungen die alles zugemacht haben... 

-Die Überarbeitung des Zylinderkopfes steht noch aus, versuche so viel wies geht selber zu machen. Einlassventilsitze sehen eigentlich ganz ok aus, aber bei den Auslassventilen siehts schon schlechter aus, sprich im Z.Kopf ist es dort eher porig. Denke alleine mit Einschleifen wirds da leider nicht ganz reichen, ich schaue mich gerade für ein passendes Ventilsitzfräserset um, denke damit lässt sich wieder eine ordentliche Dichtfläche erstellen. Die Ventile an sich sehen eigentlich ganz OK aus. Natürlich werde ich überall neue Ventilschaftdichtungen verbauen. 

-Mehr Sorgen bereitet mir im Moment immernoch die Frage, wie ich die rostige Kühlwasserbrühe sauber rausbekomme, ohne die Zyl.-Buchsen ziehen zu müssen... Natürlich wäre dies auch möglich, dann alles super viel einfacher Sauber zu machen, aber mir graut es ein bisschen davon, dass ich dann alles bis auf die Letzte Schraube auseinander nehmen muss... 

3 Fragen an euch hätte ich noch: 

1. Könnt ihr mir irgendein "Zaubermittel" empfehlen, welches ich in die "Kühltaschen" füllen könnte, damit ich möglichst viel des "Schmodders" relativ einfach rausbekomme? 
2. Kann mir jemand sagen, wie ich den "Verschleiss" der Steuerkette messen kann? Muss die Kette dafür ab, oder gibts da eine andere Methode? 
3. Eigentlich habe ich keine Lust das Getriebe auch noch zu Öffnen, gibt es eine Öffnung, welche es mir erlaubt zu schauen, ob die "Schaltklaue" noch ok aussieht, sodass ich nicht mit Gangspringern rechnen muss, hab irgendwo mal sowas gelesen... 


-Foto 1 immer wieder beeindruckend, wo die kleinen grauen Biester überall unmengen von Material anschleppen und Verstauen... (Im LuFi gabs ne andere Nusssorte ;))

-Foto 2 Der feine Riss ist deutlich sichbar, hier bei Kolben Nr3. Was meint ihr sind die "Verkokelungen" bis zum ersten Kolbenring ganz normal? Oder nicht?

-Foto 3 neue Steuerkette oder nicht?

-Foto 4 nur einen ersten Vorgeschmack was da noch alles in den Kühltaschen schlummert... Welche Zaubermittel bewirken da Wunder?

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So wie das aussieht würde ich Kolben, Zylinder und Steuerkette auf jeden Fall neu machen.

Die Kolben sind weit verschlissen und die Zylinde bestimmt nicht besser.

Verscheiß der Zylinder kann man mit einem neuen Kolbenring grob beurteilen. In die Buchse schieben und den Spalt messen.

  • Ersteller

@Ofi Danke für deine Antwort. Denkst du wirklich, dass die Zyl.-Buchsen so schlecht sind? Kannst du dies etwas genauer erklären? Wieviel 0.?? mm dürfte dann der Spalt max sein? Bei div. E-Teilhändler in D und CH sehe ich, dass Kolben einzeln gar nicht verkauft werden. Ausserdem sehe ich zumindest auf dem Fotos der Sets, dass es Kolben gibt mit gewölbten (höhere Kompression) und flachen (wie meine) gibt, weiter hat es bei den Nachbau Sets nur noch 3 Ringe insgesamt? Somit nur noch 1 Ölabstreifring? reicht dies aus? Danke dir

Wenn du den Kolbenring in die Buchse schiebst ergibt sich ein Spalt am Stoß, den kannst du mit einer Blattlehre messen. Im Werkstatthandbuch müsste das zulässige Spaltmaß angegeben sein. 

Wenn dieses Maß in unterer, mittlerer und oberer Postition abweicht kannst du den Verschleiß der Buchsen einschätzen.

Wenn die Sets für den Motor sind, reichen auch 3 Ringe, ist bei vielen modernen Motoren so.

wenn, dann sind es die Synchronie im Getriebe. Wenn ich langsam schaltet, ist alles ok, damit kann man leben. Gangspringer hab ich noch nicht gehört.

Steuerkette sieht m.E. nicht so schlecht aus. Wenn man auf einer Seite die Kette bis zum Gehäuse drücken kann, dann ist Ende.

Musst zum Wechseln hat die Verschraubung der Nockenwelle und der Kurbelwelle lösen, eine geht immer ab, je nachdem in welche Richtung  du Kraft aufbringst. Evtl. erst die eine Verschraubung lösen und dann das gleiche in die andere Richtung, dann ist die erste zur wieder fest, aber dann mit einem Gummihammer einen kräftigen Schlag wieder lösen. Löse erst die Kurbelwelle, dann die Nockenwelle und dann die Kurbelwelle wieder, da ist mehr Masse hinter. Suche vorher die Markierungen für die Steuerzeiten und markiere sie nach. Sind Körnerpunkte, mitunter schwer zu erkennen.

So wie alles aussieht, hat der Motor mal viel Wärme bekommen, was ja auch zum Wasserrohr passt, aber auch an einem zugesetzten Kühler liegen kann.

Da der Motor nun schon soweit auseinander ist, würde ich einen komplett neuen Satz Zylinder+Kolben kaufen und eine neue Steuerkette (und mich freuen dass es sowas überhaupt neu zu kaufen gibt).
Dann sind auch die Kühltaschen leicht zugänglich zur Reinigung.

Einen total verrosteten Motorradtank (ähnlicher Schmodder wie bei Deinem Motor) hab ich mal so wieder zurück ins Leben gebracht:
Zuerst mit einem Kärcher die losen Rostbrocken rausgeblasen (Achtung da kommt endlos braune Brühe) 
dann mit einem 2-stufigen Tanksanierset innen versiegelt
Die erste Stufe ist Reinigung und Passivierung, die zweite Lackierung.
Ist jetzt seit 10 Jahren dicht.
Diese erste Stufe (Passivierung) würd ich am Motorblock auch noch machen. Die zweite natürlich nicht.
Ich hab da noch einen Motorblock Bj. 1929, der wartet gerade auf so eine Reinigung...


 

  • Ersteller

@Ofi Danke, hab ich heute morgen versucht rauszumessen, nicht ganz so einfach ganz unten rein mit der Blattlehre, folgende Werte sind dabei herausgekommen (Siehe Foto, spaltmass ist oben minimal grösser als unten im Zylinder, was auch sinn ergibt)... Im Rep-Buch habe ich noch keine Soll Masse gefunden, falls jemand die kennt gerne melden... 

Da ich aber doch gewisse Abweichungen habe, und auch nirgends gesehen habe, dass man Kolben einzeln kaufen kann, wird es höchstwahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass ich mir so ein Set kaufen muss! (da muss ich wohl in den Saurenapfel beissen und Mehrkosten auf mich nehmen, dafür ists dann dafür wieder ordentlich und wie neu, was ja auch ein gutes Gefühl ist! 

Weiterer Vorteil wenn die Buchsen draussen sind, ist natürlich auch gleich die viel bessere Zugänglichkeit zum Reinigen der Kühltaschen... ich halte euch auf dem Laufenden... Es ist wie immer, eins führt zum nächsten und wieder zum nächsten... 

IMG_3671 Kopie.jpg

Das kommt mir viel zu viel vor. Mangels Handbuch habe ich mal die Ki gefragt:

Das Spaltmaß (auch Stoßspiel) von Kolbenringen ist entscheidend für die Motorleistung und muss beim Tausch von Kolben oder Zylindern gemessen werden. Typische Werte liegen bei 0,20–0,25 mm, oft berechnet als Zylinderbohrung in mm x 0,004 (für den ersten Ring). Das Maß wird mit einer Fühlerlehre im Zylinder kontrolliert.
 

Moin,

ich sags mal so, der Konuswert erscheint mir hier auch weit überschritten. Also wie vasenförmig darf das sein. Ich kenne da einen Wert von 0.2 mm Unterschied. Hier sind es 0.35mm.

Das ist wichtig, weil die Kolbenringe die Bewegung nicht mehr mitmachen können, und dann keine Dichtheit mehr da ist, BlowBy ins Gehäuse, Ölverbrennung, alles.

Ich tippe daher hier auch auf Buchsen und Kolben, wobei, wurden die Kolben vermessen, und die Buchsen auch ? Wenn die Kolben noch gut und rund! sind, ist zu überlegen, ob man Buchsen passend dazu bohrt. Dann spart man Kolben. Ringe müssen so oder so neu.
 

Viele Grüße,

Carsten

Bearbeitet ( von Carsten)

vor 18 Stunden schrieb TractionAvantPhil:

Im Rep-Buch

Hast du mal beim CKC nach der Werkstattdoku gesucht?

Gruß Jens 

Das ist mir auch zu ausgelaufen, und nebenbei, ohne den Kreuzschliff der Hohnung hält der Motor eh nicht lange. Der Hohnschliff hält das Schmieröl in der Buchse, ist der weg, geht der Verschleiß los.

Meisten brechen die oberen Kolbenringe aufgrund von klopfender Verbrennung, der HY Motor ist noch auf verbleiten Sprit ausgelegt, das Blei kühlte die Auslaßventile hervorragend, mit bleifreiem Sprit war das dann weg. Ohne Ventilzusatz wie Flashlube schwierig. Alte Ventilsitze sind so hart, das das Schmiermittel nicht nötig ist um gegen Verschleiß zu wirken, sondern zu Kühlung.

Ich kenne das vom luftgekühlten 500er Fiatmotor, mit Bleisprit klopfte der nicht und fuhr besser, jetzt muß halt eher Super Plus rein. Die Ventilsitze sind nicht das Problem.

Allerdings greift da kein Fräser mehr, mit dem Hunger Ventilsitzdrehgerät z.B.  https://www.profishop.de/pg/1538805/6badfd7012be893984f6b98a9a5d28109?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=3.4 Shopping PMAX Zombies DE | Price label 1000&utm_id=20732150866&gad_source=1&gad_campaignid=20732151826&gclid=CjwKCAiAqprNBhB6EiwAMe3yhrwic-q5w_TBobYMAuwgjnuzVG7xIVxItpAaCN6X6YQlxHJlvKUsexoCvfAQAvD_BwE#msg=<b>Gutschein konnte nicht gefunden werden oder ist nicht mehr gültig</b> (Code: <i>OFFERC0DE10G0326</i>).#msgtype=warning und den Hartmetallschneiden gehtes jedoch ohne Probleme.

Nach meiner Erfahrung kann man dann auch mit neu gedrehten Sitzen ohne Zusatz fahren, am Anfang öfter das Ventilspiel prüfen, der Sitz schlägt sich eventuell noch etwas ein und bleibt dann beim Erreichen der nötigen Breite im Maß konstant.

Jens

 

Danke, ja, das funktioniert, wenn die Sitze nicht zu hart geworden sind. Moderne Bleifreisitze gehen damit leider nicht, die sind zu hart, da gleitet der Fräser nur auf der Oberfläche. Selbst mir den Hartmetallplättchen ist das dann nicht mehr ohne, die zu bearbeiten. Merkt man aber schnell.

Das Schöne an dem Hunger Gerät ist die Möglichkeit, die Drehstähle so zu schleifen, das die Ventilsitze runde 'Kanten' bekommen. Der übliche Sitzwinkel ist ja in etwa 75° Innen, dann 45° und dann zwischen 20° und 30° außen. Sitzbreite ca. 1,5mm.

Luxus ist das Ganze dann mit Spindelmotor als Antrieb, dann muß man nicht mehr kurbeln.

Durfte ich früher nutzen, als ich es noch brauchte.

Jens

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