8. Februar8. Feb Lacktipp für Leute die eine möglichtst originale Restauration mögen Ich muss meinen HY leider komplett neu lackieren und habe dafür einen passenden Lack gesucht. Der Originallack meines HY 53 ist ein einschichtiger Metallic-Lack. Ab welchem Baujahr sich das möglicherweise geändert hat, kann ich nicht sagen. Optisch wirkt er nach heutigen Maßstäben seidenmatt und zeigt eine leicht ungleichmäßige Verteilung der Metallteilchen. In der Fläche wirkt das Ergebnis jedoch gleichmäßig – ähnlich wie bei Hammerschlaglack. Ich verwende Lack von Mipa. Der Farbton wurde nach einem Farbmuster-Blechstück angemischt, das stets vor Sonne geschützt war und somit dem Auslieferungszustand am nächsten kommen sollte. Die Karosserieflächen selbst weisen dagegen einen leichten Gelbstich auf, der laut Recherche auf witterungsbedingte Farbveränderungen zurückzuführen ist. Die Verarbeitung mit einer Becherpistole war einfacher als erwartet. Um den Härtungsprozess zu beschleunigen, habe ich eine passende Härterverdünnung hinzugefügt. Der Lack ist nach dem Trocknen weicher als moderner Autolack: Teile lassen sich zwar am nächsten Tag anfassen und ablegen, benötigen aber noch einige Tage, um vollständig auszuhärten. Tests an Musterblechen zeigten, dass sich die Kratzempfindlichkeit nach 14 Tagen Aushärtung kaum noch verändert. Der Lack bleibt weicher als moderne Varianten, sieht aber zu 100 % original aus – leicht matt mit einer leichten Unregelmäßigkeit in der Metallic-Verteilung. Andere Systeme habe ich ebenfalls getestet: Zweischichtige Lacksysteme von Matthies und MG Lack (seidenmatt) funktionierten nicht. Metalliclack verliert in matter Ausführung sofort den Metallic-Effekt. Alle anderen Varianten glänzten zu stark und passten nicht. Keiner der angeblich originalgetreuen Farbtöne traf zu – möglicherweise war das aber Zufall. Schöne Grüße und viel Erfolg bei euren Projekten
9. Februar9. Feb Hallo, zum Thema Lack hatten wir auch einen spannenden Vortrag auf dem Pfingsttreffen des ACC 2025 in Sandelzhausen von einem Schweizer HY Fahrer, der ein wandelndes Lexikon ist. Der hat auch richtig viel zu den Lackierungen erzählen können. Viele Grüße Fred Bearbeitet (9. Februar9. Feb von Kugelblitz)
9. Februar9. Feb vor 1 Stunde schrieb Kugelblitz: Hallo, zum Thema Lack hatten wir auch einen spannenden Vortrag auf dem Pfingsttreffen des ACC 2025 in Sandelzhausen von einem Schweizer HY Fahrer, der ein wandelndes Lexikon ist. Der hat auch richtig viel zu den Lackierungen erzählen können. Viele Grüße Fred ...das hat ihm jetzt wirklich geholfen...
9. Februar9. Feb vor 1 Stunde schrieb Michal N: ...das hat ihm jetzt wirklich geholfen... Er suchte ja keine Hilfe, ich habe nur kommentiert. vor 3 Stunden schrieb Kugelblitz: Hallo, zum Thema Lack hatten wir auch einen spannenden Vortrag auf dem Pfingsttreffen des ACC 2025 in Sandelzhausen von einem Schweizer HY Fahrer, der ein wandelndes Lexikon ist. Der hat auch richtig viel zu den Lackierungen erzählen können. Viele Grüße Fred Kennt ihn jemand: Er hatte sehr viel fundiertes Wissen zu den Werkslackierungen. Auch inklusive Alterung der Lackierungen. Das links im Bild zu sehende Fahrzeug war wohl bei der Auslieferung silber, ist aber durch die verwendeten Pigmente regelrecht vergilbt. Ich meine, dass das Alupartikel waren. Der HY Papst aus der Schweiz konnte da viele Infos geben, hat auch das Thema Patina und Originalität angerissen. Das würde hier schon gut passen. Viele Grüße Fred
9. Februar9. Feb Metallicpartikel sind m.W. fast immer Alupartikel. Die Größe macht dann den Effekt. In Verbindung mit den Lacken. Und vergilben, das ist dann das klare Bindemittel. Auch bei den Einschichtmetallic ist ja neben den Farbpartikeln, früher oft Schwermetalloxide, immer ein Klarlack dabei, um das Ganze als Lack darzustellen. Und der vergilbt halt. Heutzutage ist im Grunde das Problem, das es die schwermetallhaltigen Lacke nicht bzw. kaum noch gibt. Und die Farbpigmente daher oft nicht mehr Farbstabil über die Zeit sind. Jens
9. Februar9. Feb Mir hat mal ein Elsässer erzählt: der silbrig-grauen Farbe AC109 waren feine Eisenspäne zugemischt, die eben im Lauf der Zeit korrodieren und dann den goldbraunen Farbton ergeben. Peter
9. Februar9. Feb vor 5 Stunden schrieb Kugelblitz: Kennt ihn jemand: Das ist Stephan Berger, hier als UNI-HY aktiv. Bearbeitet (9. Februar9. Feb von -martin-)
9. Februar9. Feb vor 22 Stunden schrieb HY 1953: Lacktipp für Leute die eine möglichtst originale Restauration mögen ... Ich verwende Lack von Mipa. Der Farbton wurde nach einem Farbmuster-Blechstück angemischt, das stets vor Sonne geschützt war und somit dem Auslieferungszustand am nächsten kommen sollte. Da wäre jetzt ein Bild mal ganz hilfreich. Ich denke wir reden vom Farbton AC 109 gris metallisé... LG, Bert
17. Februar17. Feb Ersteller Hallo Bert, das ist der Farbton. ich habe meine Fotos durchsucht. Den Farbton kann man nicht besonders gut darauf erkennen. Ich wollte eigentlich nicht so sehr die Farbnuancen in den Vordergrund stellen sondern das Gesamtbild mit der Unregelmäßigkeit und dem Mattgrad. Wenn du dein HY neu lackieren möchtest kann ich dir eine Probe abfüllen oder ein Blech mitspritzen. Grüße Christoph
17. Februar17. Feb Ersteller Hallo Fred, hast du auch einen Kontakt zu dem Schweizer ? Das würde sehr mich freuen.
17. Februar17. Feb Hallo Christoph, das ist sehr lieb von dir. Ich habe meinen HY vor Jahren lackiert (es ist übrigens der vom Titelblatt des aktuellen Kalenders, s.o.) und damals habe ich auch viel experimentiert, weil die Mischformel(n), die von Glasurit zu AC 109 existieren, allesamt nicht mit dem Lackbild des Originallackes übereinstimmen. Zu dunkel und zu braun. Am Ende habe ich 2K RAL 7003 (Moosgrau) mit Einschichtsilbermet. (VW, man verzeihe…, war aber einfach verfügbar) gemischt und Mattierer zugesetzt, weil ich das leicht matt statt glänzend haben wollte. Das hat hervorragend mit der Innenseite meiner Schublade gepasst, von der ich ausgehe, dass sie nicht allzuviel Sonne abbekommen hat. Die Mär sagt ja, dass die Franzosen nach dem Krieg wohl jede Menge Tarnfarbe übrig hatten (vgl. Cremeschnittchen von Renault) und die Reste zum Lackieren von Nutzfahrzeugen verwendet haben. Wenn man das Moosgrau so sieht, könnte da was dran sein. AC 109 gab es auch bei der 2CV und war beliebt, denn der Metallflitter hatte den positiven Effekt, dass man Schmutz nicht so sehr darauf sieht. Wie dem auch sei, ich bin gespannt, wie dein Auto geworden ist. LG, Bert Bearbeitet (17. Februar17. Feb von Le Fourgon)
22. Februar22. Feb Am 17.2.2026 um 22:03 schrieb HY 1953: Hallo Fred, hast du auch einen Kontakt zu dem Schweizer ? Das würde sehr mich freuen. Hallo, ich habe @UNI-HY auf dem Treffen in Sandelzhausen gesehen. Er hatte jede Menge Interessantes zum HY zu berichten. Viele Grüße Fred
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