10. Mai10. Mai 3 Stunden her, LCX25H schrieb:Hab sowas von Proxxon. Hartplastik Viertelzoll. Ist schon älter.Ich auch, Bestandteil meines Ratschenkastens, seit 2o Jahren unbeschadet im Einsatz. Bis auf den 1/2" Knebel, den ich mit 2m Rohr an einer hartnäckigen Antriebswellenschraube abgeschert habe. Das aktuelle Modell:Proxxon 1/4" SchraubendreherAnsonsten: Gute YT-Videos erfordern hohen technischen und zeitlichen Aufwand. Spar dir das. Dann lieber weiter sorgfältig kommentierte Fotos statt Resourcen in die Videoproduktion zu stecken, die dann dem Inhalt fehlen. Es sei denn du willst dir als Youtuber ein weiteres Standbein schaffen. Wäre ja auch nicht schlecht.Gruß,Joschko Bearbeitet (11. Mai11. Mai von Joschko)
11. Mai11. Mai Ersteller Sony HD-Videokamera mit guter optischer Stabilisierung für Freihandaufnahmen und Licht ist am Start. Alleine die kabellosen Mikrofone haben an die 300 Euro gekostet. Könnte ich keine Videos in ordentlicher Qualität aufnehmen, hätt ichs nicht angeboten.Gleichso wird die Canon DSLR + fernsteuerbarer Blitz rausgekramt, um die Bilder für die "Rostreportage" aufzunehmen. Mit dem Smartphone kann man keine ordentlichen Bilder machen, auf denen man das erkennen kann was aufzuzeigen ist.Ein Standbein als YT-er erforderte derart viel Zeitaufwand, das würde nix bei mir. Außerdem will "niemand" sowas angucken, was ich so treibe. Trends und Algorithmen dürfen andere hinterherlaufen. Ab und an poste ich dennoch ein Video, das mache ich aber nicht für Geld.Standbeine hab ich schon mehr andere, als ich brauchen kann. Bei der Proxxon-Ratsche muss ich gucken, wie die zerlegbar ist. Bei dem aufgerufenen Preis kann ich mir zudem nur schwierig vorstellen, dass hier noch die gleiche Qualität "wie früher" feilgeboten wird.Mit dem 1/4 Zoll Zeug schraub ich teilweise im größten Dreck, einmal jährlich muss da die Ratsche auseinander. Ansonsten wär mir jetzt dieses ins Auge gefallen, Hartplastik: https://www.hoffmann-group.com/DE/de/hom/p/630325-SD?referenceFor=632829-146Keine Ahnung, ob diese Marke die Kohlen wert ist. Ich kenn die nicht.Heute nix weiter passiert, als den Motor soweit abzurüsten dass er vorgereinigt werden kann (für Do geplant) und das Getriebe abzuschrauben. Nun ist erstmal Werkstatt und Werkzeug aufräumen angesagt. Dann kanns mit dem nächsten Kram weitergehen.Das wäre vielleicht mein Geheimtipp des Tages. Nach Abschluß eines Arbeitsabschnittes aufräumen und Arbeitsplatz saubermachen. Bearbeitet (11. Mai11. Mai von schwinge)
12. Mai12. Mai Vor 39 Minuten, schwinge schrieb:Bei der Proxxon-Ratsche muss ich gucken, wie die zerlegbar ist. Bei dem aufgerufenen Preis kann ich mir zudem nur schwierig vorstellen, dass hier noch die gleiche Qualität "wie früher" feilgeboten wird.Ich dachte, es ging nur um den Schraubendreher-Griff. Zur Proxxon Qualität: Ich habe nicht nur den alten Ratschenkasten, sondern auch aktuelles Werkzeug von denen, z.B. einen wirklich guten Innensechskantsatz mit kugeligen Köpfen. Oder einen Satz extra flache Ring-Gabelschlüssel. Meinen gebrochenen 1/2" Knebel habe ich auch einzeln neu nachgekauft. Toll, das dies nach 20 Jahren noch möglich war. Eine Verschlechterung der Oualität ist mir nicht aufgefallen. Das Preis-Leistungsverhältniss stimmt jedenfalls. Die Platzhirsche wie Hazet oder Gedore sind unverhältnissmäßig teurer. Mein alter Kasten wird übrigens leicht verändert immer noch angeboten:https://www.proxxon.com/de/industrial/23286.phpUm die 100 € zu haben, wahrscheinlich durch teilweise Fertigung in Fernost. Zumindest die Knüppelratschen von denen lassen sich durch Lösen von 2 Kreuzschlitzschrauben zerlegen. Zu Garant kann ich nichts sagen, aber das ist wohl nur eine Handelsmarke. Das Profil der Nüsse mit den ausgesparten Ecken und der Kraftübertragung über die Flanken scheint mir von Proxxon abgekupfert.Grüße,Joschko
12. Mai12. Mai Ersteller Schraubendreher-Griff, ja. Aber dann kann man auch gleich ne komplett neue 1/4 Kiste kaufen. Mein Werkzeug hat jetzt ~nen Jahrzehnt auf dem Buckel und ist vernudelt genug um einmal neu gemacht zu werden. Proxxon wird morgen geliefert, dann mach ich hier fix ne Gegenüberstellung mit meinem KS Tools Zeug, das in ner ähnlichen Preiskategorie aufgestellt ist.Zerschrauben, fortgesetzt.Vorbereitung Ausbau Hinterachse, Kraftstofftank, Hilfsrahmen.Mit ner Zweisäulenbühne könnte man den Rassel sehr bequem zusammen auf einer langen Palette abstellen. Mir bleibt hier nix anderes übrig als erst die Hinterachse auf die Plattformen abzusenken, alle Verbindungen an der Achse "nach vorn" zu lösen, dann den Hilfsrahmen abzusenken, und anschließend beide Teile zwischen Karosserie und Plattformen herauszubugsieren.Dazu braucht man einen zuverlässigen Mann, will man nix verdengelt haben.Viel dazu schreiben spare ich mir jetzt, ist eigentlich alles selbsterklärend. Am Hilfsrahmen selbst kann alles verbleiben. Das schaut dann so aus wie auf dem Beispielbild. Lenkung und Querlenker hab ich hier allergings schon weggebaut, damit mir das Dingen dann nicht soviel Breite auf dem Boden beansprucht. Die Lenkung musste hier ohnehin ab - weilwegen der Selbstmordversion, dazu später mehr.Irgendwer hatte hier ohnehin schonmal am Lenkventil herumgewerkelt. Hydractiveleitung verbogen (der vorgeschriebene Abstand zwischen starren Hydraukleitungen und unbeweglichen Bauteilen der Karosserie ist deutlich unterschritten), das Blechl in der Ecke vom Hilfsrahmen zerknittert, Versorgungsleitung am Lenkventil nicht fest genug eingeschraubt, Einschraubstück der Versorgungsleitung vergnaddelt usw.Hinten rechts hat auch einer mal die Hydractiveleitung angeditscht, vermutlich bei Auspuffmontagearbeiten. Könnte ein verlorener Fall sein (Korrosion zwischen Leitung und Überwurfmutter), dennoch ein willkommener Anlaß endlich ein Induktionsheizgerät anzuschaffen. Diese Schraube am Reserveradkäfig ist ungefähr genauso lustig wie der Haltehaken. Tipp für ungeduldige: Schraubenkopf abflexen, Korb abziehen, restlichen Schraubenschaft wegschneiden, Mutter von hinten draufbruzzeln und Schraubenrest nach hinten mit dem Schlagschrauber rausdrehen. Flamme ist nicht, wenn man kein Ersatzteil für die Kunststoffbuchse oder keinen Drucker hat. Ich habe es geschafft die Schraube bewegt zu bekommen, ohne dass sie direkt weggerissen ist. Also hab ich sie manuell rausgequält.Am Kraftstofftank hatte sich schonmal wer zu schaffen gemacht. Ich konnte mir noch kein Szenario ausmalen, welches das Entfernen der Tankhalterungen (viereckige Scheibe gegenüber Werkszustand verdreht) und des Hitzeschutzbleches (falsche Schraube eingebaut und die anderen drei alle etwas locker) am Tank erklären könnte. Zumal der Tank selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht getauscht worden ist - vom eingestanzten Produktionsdatum auszugehen.Da muss ich mich also noch auf die Suche nach weiteren Indizien begeben um mir ein Bild zu malen.
13. Mai13. Mai 21 Stunden her, schwinge schrieb:Proxxon wird morgen geliefert, dann mach ich hier fix ne Gegenüberstellung mit meinem KS Tools Zeug, das in ner ähnlichen Preiskategorie aufgestellt istDas interessiert mich natürlich sehr! Habe von KS einzelne Spezialnüsse, bin auch damit sehr zufrieden. Schön finde ich die Rändelung, die fehlt bei Proxxon. Ich habe mal die 1/2" 72-Zahn Knüppelratschen verglichen. Sehen erstaunlich ähnlich aus. Wobei die KS so um die 50€ zu haben ist. Die Proxxon habe ich schon unter 25€ gefunden! Also preislich doch noch mal ein ganz schöner Unterschied.Grüße,Joschko
13. Mai13. Mai Ersteller Bevor Zeit ist, über Werkzeug zu sinnieren:Zerschrauben, fortgesetzt:Motor, Vorbereitung zur "Diagnose".Um den versifften Klumpen halbwegs sauber zu bekommen dass man daran weiterarbeiten kann, wir der erstmal mit Kaltreiniger eingedieselt und einwirken gelassen. Anschließend eine Dusche V-Power Benzin. Dann mit Druckluft (lange Lanze) ordentlich abpusten.Alle Öffnungen, besonders die Atemwege des Aggregates, sind zuzustopfen um da keinen Sand oder anderen ungesunden Dreck reinzublasen.Ab jetzt wird es DK5ATE-spezifisch. Die prinzipielle Vorgehensweise ist aber auf jedes Aggregat anwendbar.Um die Zahnriemenverkleidung des 2.5TD nicht zu vernudeln, empfiehlt sich die Zuhilfenahme einer Wasserpumpenzange mit Schonbacken. Die Schraubleins sind immer fest und die Halteohren nicht besonders stabil. Einem vorherigen Zahnriemenmonteur schien dieser Umstand nicht bekannt gewesen zu sein, ein Halteohr muss daher repariert werden. Die zum Riemenwechsel gesetzten Markierungen fügen sich ins gleiche Bild. Hier war jemand am Werk, der den Motor nicht kannte.Am wichtigsten Punkt der Arbeit, dem Zahnriementrieb selbst, gibts aber nix zu meckern. Hier wurde, soweit auf den ersten Blick erkennbar, alles richtig gemacht. Das ist zB beim ES9J4 (V6 24V) eher seltener der Fall.Zur Indexierung und Feststellung der Kurbelwelle zur Druckverlustprüfung habe ich mir mal so ein lustiges Blechlein gebastelt. Das passte hier an diesem Motor natürlich nicht mehr. Also Kurbelwellenschraube kurz losegetuckert, Scheibe passend gedreht und wieder angezogen (dazu temporär Absteckdorne entfernt und Schwungscheibe festgesetzt). Morgen wird geköpft. Bearbeitet (13. Mai13. Mai von schwinge)
14. Mai14. Mai Ersteller Zerschrauben, fortgesetzt:Motor, Vorbereitung zur "Diagnose".Zum Ausschrauben der Düsenstöcke diese erstmal mit nem Ringschlüssel und Hammer loseklopfen. Anschließend mit einer passenden Lamdasondennuss rausschrauben.Für die EPIC-Düse mit Nadelbewegungsfühler musste ich eine Nuss zurechtschnitzen um genügend Platz für das Kabel zu haben. Wer mal so ein Anschlußkabel reparieren "durfte" weil ein vorheriger Monteur "passt schon" (oder garnix) dachte, der schnitzt lieber seine Nüsse passend. Zum Ausbau der Schrauben der Schwungscheibe hab ich mir ne Nuss abgeschnitten. Sonst greift die nur am halben Schraubenkopf und man kann diese leicht beschädigen. IdR werden beim Zusammenbau ohnehin neue Schrauben verwendet, aber man muss ja nix ohne Not kaputtmachen.Den abgeschnittenen Rest der Nuss nicht wegwerfen. Daraus hab ich mir nen Werkzeug zum Ausbau der Wandlerhalteschrauben für die Automatikgetriebe zurechtgebrutzelt. Die haben genauso flache Köpfe, und kein Platz für Nuss+Ratsche dort.Nach der Demontage der Schwungscheibe kann die Halterung des Motorständers angeschraubt werden. Motorständer mit diesem H-förmigen Füßen sind weniger stabil aber dafür passen die locker zwischen die Füße vom Kran. Mein anderer Motorständer hat auch solche gespreizten Klappfüße, das ist ein ganz schönes Geeier gewesen den Motor mit dem Motorständer drangesteckt am Kran hängend irgendwie auf dem Boden abgestellt zu bekommen.Und die Ursache für die Leckage am Flexrohr zum AGR hab ich auch gefunden, da wurde der Anschlußflansch vernudelt. Hab noch nicht herausgefunden warum dort überhaupt dranherumhantiert wurde. Mit dem Fahrzeug wurde mir ein Ersatzmotor geliefert.Lustigerweise in einem vermutlich schlechterem Zustand als der im Fahrzeug verbaut gewesene Kandidat:Nockenwelle Totalschaden, mehrere Nocken abgelaufen.Zylinderkopf Totalschaden, mehrere Risse.Block möglicherweise nicht mehr wiederverwendbar, Korrosion im Zylinder durch vor sich hinstehendes Kühlmittel.Erstmal alles mit Fuidfilm eingepinselt und auf ner Palette abgestellt. Für den Fall dass man irgendwann später mal das ein oder andere Teil braucht kann man das dann dort abschrauben.
15. Mai15. Mai 16 Stunden her, schwinge schrieb:Zum Ausbau der Schrauben der Schwungscheibe hab ich mir ne Nuss abgeschnitten. Sonst greift die nur am halben Schraubenkopf und man kann diese leicht beschädigen. IdR werden beim Zusammenbau ohnehin neue Schrauben verwendet, aber man muss ja nix ohne Not kaputtmachen.Chapeau.Endlich mal jemand der erkennt das Normale Nüsse eine Fase haben.Es gibt aber auch extra Nüsse ohne diese Fase zur verwendung bei diesen Kurzen Schraubenköpfe.Kannst mal ein Bild von der abgeschnittenen Nuß einstellen? Danke.Hast diese abgeflext?
15. Mai15. Mai Ersteller Die Nuss ist doch abgebildet. Und ja, abgeflext. Es muss relativ exakt gerade geschnitten werden, dazu kann man zB nen Klebeband als Markierung ringsrumwickeln.. Dann in den Schrauber gespannt und die Schnittkanten mit Schleifpapier entgratet.Je nach Motor wird SW16 oder SW17 benötigt. Kaufen muss man nix, ausrangierte Nüsse und auch anderes Werkzeug werden jeden Tag weggeworfen. Ich hab Kisten voller olles Werkzeug über die Jahre gesammelt, man braucht ja doch öfter mal ne Eigenkonstruktion wenn man mechanische Dinge repariert.
15. Mai15. Mai Ersteller Zerschrauben, fortgesetzt.Ausbau Hinterachse, Kraftstofftank, Hilfsrahmen.Morgen Abend hab ich nen Kumpel geladen, um die zwei schweren Gerätschaften herauszubugsieren. Daher noch drei Pointer zur Sache:Der ABS-Kabelstrang ist leider eine Qälerei. Von links nach rechts und von vorn nach hinten überall durchgeschlängelt. Besonders an der Hinterachse muss man Obacht geben, weil man das Kabelchen nicht gleich so sieht. Von rechts ins Achsrohr gucken. Ungefähr auf Höhe der Zunge der Schwinge sieht man von vorn oben zwei Näschen eines Halteklipses drinstecken. Mit einer langen Zange reingreifen und den Halteklips lösen. Danach gibts genug "Luft" im Kabel um die Achse nen stückelweit vom Tank wegzubewegen so dass man den Rest der Kabelage befreien kann.Die Schrauben mit denen Hinterachse, Hilfsrahmen und Tank an der Karosserie verschraubt sind, sind manuell zu lösen.Besonders verboten ist der Einsatz eines Schlagschraubers bei den vorderen Befestigungsschrauben der Hinterachse sowie der Schraube am Hilfsrahmen vorn rechts.Entleerung Kraftstofftank bei Benzin durch Fremdbestromung der Pumpe, beim Diesel per Druckluft. Druckminderer auf 1 bar einstellen, manuell per Blaspistole Luft über den Rücklauf in den Tank geben. Schön gemütlich, nicht übertreiben. Gummiellenbogen zwischen Tank und Einfüllstutzen bleibt beim Ausbau am Tank, dann kann auch nix auslaufen. Beim Lösen des Gummiellenbogens muss beim Benziner auf die herunterbaumelnde Rückschlagklappe unten am Einfüllstutzen achtgegeben werden. PS:Heute tagsüber hab ich für nen Bekannten 10 Stück 10 Jahre alte Strohballen "entsorgt". Wo ich das Logo vom Radlader so ansah, fühlte ich mich an was erinnert. Und ich hab jetzt nen Berg altes Stroh. Hört sich erstmal nutzlos an, aber:- Teilweise ist es noch als Einstreu fürs Schweinderl meiner Mietenden brauchbar. Heißt, mehr Schnitzel für mich.- Der Rest wird kompostiert. Heißt, mehr leckere Tomaten etc aus dem Garten für mich.- Der Bekannte ist Metallbauer. Der sägt mir dann die Eisenteile für eine schöne, neue, glänzende Bühnen-Abstützvorrichtung für den Vorderwagen zurecht.
15. Mai15. Mai Vor 38 Minuten, schwinge schrieb:Und ich hab jetzt nen Berg altes Stroh. Hört sich erstmal nutzlos anFast unentberlich in der Erdbeerkultur, um direkten Bodenkontakt der (Schein-) Früchte zu vermeiden. Dafür muss es aber trocken und pilzfrei sein.Gruß,Joschko Bearbeitet (15. Mai15. Mai von Joschko)
16. Mai16. Mai Ersteller Meine Erdbeeren gehen ab wie die Luzi. Dieses Jahr hab ich mit Tannennadeln gemulcht. Versuch macht kluch.Frage, bitte:Kann mir jemandwerhier ordentliche Karosserierichtklemmen empfehlen? Geschmiedet aus Kruppstahl, und nicht aus bröseligem Chinesen-Guss. Preis ist kein Kriterium. Es gilt, den Schweller zu richten, an mehreren Stellen, inklusive im Bereich der Wagenheberaufnahmen.Am letzten VW-Karren hab ich einfach M8 Schrauben drangetackert und mit dem Zughammer drauflosgehämmert.Dort galt es allerdings nur Rostbrösel (einkammeriger Schweller) zu richten, bevor dieser rausgeschitten und vollständig ersetzt worden ist.Die Richtklemmen sollen hier am XM am Schwellerfalz zum Einsatz kommen. Zweikammeriger Schweller. Mittleres Blech mit höherer Festigkeit. Zusätzliche Erschwernis durch Arbeiten im Bereich der Wagenheberaufnahmen. An den Schwellern selbst sind nur auf minimale Bereiche beschränkte Schweißarbeiten vorgesehen. Schrauben antackern ist also nicht. Ich brauche gute Richtklemmen. Welche, mit denen man notfalls das Blech in zwei Hälften zerteilen kann. Die Kraft zum Richten wird hydraulisch aufgebracht werden (Handpumpe + Zylinder). Zerschrauben, fortgesetzt.Der Kollege war vorhin da und wir haben die Achse zusammen zwischen Karosserie und Bühne rausgefädelt. Nun ist bis auf ein paar letzte, aber umso ärgerlichere, Kleinigkeiten die Karosse untenrum sauber.Eine detaillierte Besprechung zum Thema Rost am XM kann anschließend ins Auge gefasst werden. Diese dürfte allerdings ob des zu erwartenden Aufwandes (ich plane ~35 Stunden dafür ein) frühestens in vier Wochen zu erwarten sein und dürfte auch dem Lesenden einiges an Durchhaltevermögen abverlangen.Und wo Rost=Problem werden hier im weiteren Verlauf selbstverständlich auch Reparaturoptionen/-verfahren besprochen werden.Und eine detaillierte Hohlraum- und Konservierungslernstunde wirds auch geben.Ob ihr wollt oder nicht.Der Karosseriezustand ist essentiell wenn es um den Erhalt eines älteren Fahrzeugs geht. Da darf man auch nicht die kleinste Ritze übersehen. Apropos...Karosserie, Kotflügel.Erkennungsmerkmal für einen von Werk verbauten Kotflügel ist die Vernietung zwischen der Haltelasche und dem Halteblech an der Karosserie. Wurde der Kotflügel in der Vergangenheit mal demontiert sind Haltelasche und Kotflügel nicht mehr fest verbunden, es bleibt dieses kleine Löchel an der Haltelasche des Kotflügels.Werksmäßig ist der Kotflügel oben beim Domlager "verklebt". Wenn er da locker ist, war er mal abgebaut.Unten an der Wagenheberaufnahme ist der Kotflügel mit dem Schwellerblech verklammert und zusammen mit dem Schweller mit Unterbodenschutz überblasen. Wenn da nicht mehr alles zusammenklebt, die Klammer nicht mehr vorhanden ist, war der Kotflügel mal ab. Hier fiel beifahrerseitig folgendes auf:Haltelasche ohne Löchel. Also ein Ersatzteil.Haltelasche zurechtgebogen, damit sie zu dem verbogenen Halteblech passte. Um dieses mit zwei Hammerschlägen fix zu richten damit man nicht ein teures, neu lackiertes dranzuschraubendes Bauteil verdengeln muss scheint dem Montierenden unverständlicherweise nicht in den Sinn gekommen zu sein.Dazu war es zu fordernd, eine Käfigmutter in den neuen Kotflügel zu installieren, weswegen die originale Befestigungsschraube zur Befestigung an der Lasche am Schweller zum Einschmelzen gegeben wurde und stattdessen auf Befestigungselemente aus dem DIN-Sortimentskasten zurückgegriffen wurde.Ebenso ist (vermutlich) im Zuge dieser Aktion der Schmutzfänger aus dem Original-Zubehör verlorengegangen worden. Klar, beim Ausbau zerknackt man dort immer jede Schraube. Normal. Das kann man aber fix reparieren. Schade drum.Wenig überraschend ist der Kotflügel im Rahmen dieser kreativen Unfallreparatur auch noch verdengelt worden (Übereinstimmung mit der Stoßstange)-> diese Behauptung ist noch nicht verifiziert und bleibt erst einmal eine Behauptung bis ich die Stoßstange untersucht habe. Verbogenes Halteblech, Haltelasche, falsche Übereinstimmung zur Stoßstange kann auch durch einen reparierten Schaden an der Stoßstange verursacht worden sein. Und zumindest demontiert war diese auch schon mal. Durch "Experten", wie nicht anders zu erwarten. Bevor ich hierdran irgendwas auch nur ansatzweise zerschraubt hatte, sind mir ein paar dieser Rostblasen unter dem Lack am Kotflügel aufgefallen. Da war schon unmissverständlich klar, dass dort irgendwas im Busch sein muss. Lackblasen dieser Art (und vor allem Häufigkeit) findet man nur in steinschlaggefährdeten Bereichen. Hauptsächlich an den Türen, unterhalb der Rammschutzleisten. Das Thema Lack wird aber hier in einem oder mehreren Beiträgen nochmal gesondert betrachtet werden.Auch machte die untere Befestigungsschraube an der A-Säule Ärger. Ich kurbel die von Hand ein paar Umdrehungen zurück, nachdem ich mir das überstehende Gewinde anguckte, nur wenig Rost entdeckte und ein paar Tropfen ATF draufgab. Nix. Kotflügel fest wie zuvor. Schraube dreht sich, aber bewegt sich nicht. Hier wurde offenkundig maschinenunterstützt zusammensgeschraubt. Wie ich sowas liebe...In dem Fall hilft auch nur maschinengestütztes Zurückschrauben mit gleichzeitigem Druck auf das Ende der Schraube mit einem Hammerkopf.schwinges Geheimtip: Dabei unbedingt beachten ein niedriges Drehmoment einzustellen. Sobald sich die Schraube zurückbewegt wird sie sich festfressen. Das ist garantiert. Dann aufhören, hier passts. Kotflügel lässt sich abziehen. Danach gibts besseren Zugang zur Stelle, um sich in Ruhe um die Misere zu kümmern. Sprich, Schraubenkopf absäbeln, hinten Mutter aufschweißen, Schraubenrest rückwärts rausdrehen, hoffen dass das Gewinde in der Lasche noch lebt, anderenfalls neue Lasche einschweißen. Was macht man aus so einer Geschichte? Oder: Warum schreibe ich soviele Zeilen zu Original oder nicht original, verdengelt oder nicht?Ganz einfach: Man weiß nie, was das Fahrzeug in seiner Geschichte erleben musste. Man kann nur die Zeichen lesen und Rückschlüsse ziehen.Erkenntnis: An diesem Fahrzeug wurde nach einem Unfallschaden ein schnell+billig montierter Kotflügel installiert.Für mich an dieser Stelle heißt das:Es besteht die Möglichkeit, dass andere bis jetzt nicht entdeckte Mängel bestehen (weil ich nicht weiß, weswegen der Kotflügel getauscht worden ist).Die zuvor abgebauten Querlenker müssen demzufolge wieder am Hiilfsrahmen installiert und vermessen werden um zu verifizieren dass Querlenker und Rahmen nicht verbogen sind.Wenn die Querlenker neu gelagert und lackiert sind, der Hilfsrahmen geschweißt, lackiert, neu aufgerüstet und eingebaut worden ist, dann will ich keine roten Zahlen auf dem Achsmesscomputer angezeigt bekommen. Das wäre übel.Und noch als kleiner Bonus, zwecks des Lösens nicht lösbarer Muttern.Soviele gibts da ja glücklicherweise nicht am XM. Am ärgerlichsten find ich immer noch die, die das Hitzeschutzblech im Mitteltunnel halten. Da kann ich nur zu wegdrehen + neue Bolzen mit Bolzenschweißgerät anschweißen raten. Alles andere macht kaum Sinn.Thema Koppelstangen. Die originalen sind lange gut. Nachbau taugt nix. Besser sich ein paar Minuten für den zerstörungsfreien Ausbau herumzuquälen so dass diese (nach Prüfung und Wartung -dazu wird es ebenfalls einen dedizierten Beitrag geben) wiederverwendet werden können.So baue ich die Muttern von den Koppelstangen weg:Gewinde bürsten und einölen.Mit der Flex einschneiden. Direkt neben dem Gewinde. Nicht zu viel Hitze reinbringen. Wenn das Öl anfängt zu qualmen und zu blubbern kurze Pause machen (oder mit Druckluft kühlen und neu ölen).1mm vom Ende der Mutter stehen lassen. Damit auf keinen Fall die Koppelstange (oder auf der anderen Seite der Federzylinder) angekratzt wird. Abschnitt wegbrechen.Mit einem Meißel auf den Kanten der Mutter herumklöppeln. Ziel, Aufsprengen der Mutter. Nicht das Gewinde der Koppelstange zermeißeln. Ein Blick auf die Mutter zeigt den perfekten Schnitt. Das Gewinde der Koppelstange nur minimal angekratzt.Man muss halt wirklich sehr am Gewinde schneiden, durch die geringen Massen kriegt man so sonst die Mutter nicht geknackt.Die angesäbelte und angeknackte Mutter lässt sich anschließend mit den standardmäßig für diese Arbeit vorgesehenen Handwerkzeugen ausbauen. Auf der anderen Seite hatte ich Malheur. Da hats mir doch den recht dünnen Gewindeforsatz beim Herunterdrehversuch der Mutter aufgeknackt. Der Inbus taugte somit nicht mehr, das Gewinde festzuhalten. Also musste die Mutter komplett entfernt werden.Für jedes Problem existiert eine Lösung. Lösungsansatz in diesem Falle: Einen zweiten Schnitt parallel auf der gegenüberliegenden Seite der Mutter durchführen.An eine Seite der Mutter eine Gripzange dranklemmen (Erhöhung der Massenträgheit).Auf der anderen Seite fleißig mit dem Meißelchen herumklöppeln bis man die Mutter runterwackeln kann. Resultat in diesem Falle:Zwei wiederverwendbare originale Koppelstangen.Dummerweise weiß man das erst immer nach den Mühen. Nachdem ich aber in den letzten Jahren ungefähr ein Dutzend Koppelstangen sinnlos zersägt habe, nur um hinterher festzustellen dass davon über drei Viertel noch gut gewesen wären, habe ich mich eines besseren belehren lassen. Bearbeitet (17. Mai17. Mai von schwinge)
17. Mai17. Mai man könnte ja auch einen handelsüblichen Mutternsprenger einsetzen. Und in den meisten Fällen reicht es, den ohne zu Sprengen nur mal fest anzuziehen. Dann ist die Mutter soweit geweitet, dass sie sich einfach lösen lässt.Gruß Gerd
17. Mai17. Mai Ersteller Könnte man. Ich habe überlegt, in meinem vorherigen Beitrag diese Option und meine Gedanken dazu mit aufzuführen. Aber wo fängt man an und wo hört man auf. Der Beitrag erstreckte sich bereits über drei Bildschirme und draußen zwitscherten schon die ersten Vögel rum.Vielleicht hab ich da zu billig gekauft, aber solche Mutternsprenger haben bei mir nie allzulange durchgehalten. Wenn du einen empfehlen kannst für Muttern dieser Größe (SW 16, bzw SW 17 wenn man Standardmuttern verbaut), dann wäre ich an einer Empfehlung von dir interessiert, Gerd. Probiere das dann direkt aus, von den Federbeinen müssen die Koppelstangen ja auch noch runter.Die gezeigte Flex- und Meißelmethode ist mit ggf geringen Änderungen im Detail auf weitere Anwendungsfälle übertragbar, wohingegen der Mutternsprenger eigentlich nur zum Muttern sprengen taugt. Kugellagerschalen kriegst du damit nicht von ner Achse. Oder hintere Querlenkerlager vom Querlenker runter. Und ja, auch für diese Anwendungsfälle existiert spezielles Werkzeug, über das ich selbstverständlich verfüge. Das funktioniert aber auch nicht immer.Flex und Meißel funktioniert immer. Auch, wenn man sein Spezialwerkzeug beim Ausbauversuch zerbröselt hat. Und auch Sonn- und Feiertags, wenn man was erledigen muss und man sich kein Werkzeug nicht mal eben nicht kaufen kann.Grüße,Michael
17. Mai17. Mai Michael, du bist doch auf der Suche nach Klemmen zum Ziehen der verdengelten Schweller. Was hälst du von zwei Spannpratzen, zusammengecshraubt, dazwischen ein dickes Blech mit Loch zum Einhängen des Zugwerkzeugs.Sowas wie diese https://www.hahn-kolb.de/Alle-Kategorien/ROeHM-Einfach-Spannpratzen-fuer-T-Nut/1521CL04_0213050601.cyid/1521.cgid/de/DE/EUR/Zwei Stück, gescheite 10.9er Schraube, kannst an ziehen bis das Blech quietscht.Jens
17. Mai17. Mai 17 Stunden her, schwinge schrieb:gute RichtklemmenDann suche nach Gmelin-Zugklemme. Nachahmerprodukte gibt’s auch in der Bucht. Da würde ich allerdings Kettenhemd und Stahlhelm tragen. Bei der gezeigten Beschädigung des Seitenschweller muss wahrscheinlich die Karosserie entweder auf der Richtbank eingespannt sein oder zumindest an stabilen Punkten abgestützt werden, sonst verpufft die Kraft zum Richten.Gruß Jens
17. Mai17. Mai 4 Stunden her, schwinge schrieb: dann wäre ich an einer Empfehlung von dir interessiert, Gerd. Probiere das dann direkt aus, von den Federbeinen müssen die Koppelstangen ja auch noch runter.Hallo Michael, eine Empfehlung kann ich Dir leider nicht geben, vermutlich handelt es sich auch um Billigteile, also Qualität für Gelegenheitsbastler. Aber, in der Regel gebrauche ich sie gar nicht zum endgültigen Sprengen, sondern lediglich zum starken Einkerben. Das weitet dann die Mutter derart, dass sie sich leicht lösen lässt.Gruß Gerd
17. Mai17. Mai Jens-Thomas, das nenne ich mal Preisunterschied zwischen Billig und Gut. Von 15€ auf 235€ sagt wohl alles.Jens
17. Mai17. Mai Ersteller 1 Stunde her, jens-thomas schrieb:[...] Richtbank [....]Dafür habe ich (noch) keinen Platz.Aber die Plattformen meiner (uralten) Viersäulenbühne sind ordentlich stabil. Zeichnungen für die Stahlkonstruktion, um die Karosse an stabilen Punkten abzustützen, hab ich schon gemacht, die Arbeitsgegenleistung als Bezahlung für das Material wurde auch schon erbracht. Heut ist nicht viel passiert. Wischwaschwasserkasten leergemacht. Dann kann der schön ausgesaugt/-geblasen/-gekehrt werden.Natürlich wieder Spaß mit einer Käfigmutter vom Scheibenwischergestänge gehabt. Aber glücklicherweise kommt man da hier gut dran.
27. Mai27. Mai Ersteller Bevors weiter zur Sache geht - hat hier wer Unterlagen zur Überholung der VP36?Ich habe detaillierte Unterlagen zu Aufbau und Funktionsweise finden können.Aber nix für den "Affen mit dem Schraubenschlüssel". Manchmal muss man für den Zusammenbau gewisse Einstellungen usw wissen. Und natürlich Drehmomente.Heute eher mal was allgemeines:Motorendoskopie beim Vorkammerdiesel gestaltet sich schwierig.Ursprünglich zur Hohlraumendoskopie hab ich mir so ein billiges Endoskop mit 4 mm Kopf gekauft. Damit kommt man bequem in den vorderen Teil des Schwellers (dazu an entsprechender Stelle mehr).Es müsste aber nen mm dünner sein, um ohne Blendung in den Zylinder des DK5ATE gucken zu können. Beim XUD11 Motor klappt das besser. Bei Fragen bezüglich der Motorengesundheit werden ja gerne Kompressionstests gemacht. Beim Benziner steckt man dazu normalerweise den klassischen Kompressionsprüfer ins Kerzenloch. Beim Diesel ob des Aufwands am Besten relative Kompressionsprüfung per Oszilloskop. Einen klassischen Kompressionsprüfer für Diesel besitze ich nicht. Das Geld ist besser in einen Druckverlustprüfer angelegt. Mit dem klassischen Kompressionstest ist die Ursache der Leckage weniger eindeutig zu klärbar.Einen ausgebauten Motor prüfe ich immer mit dem Druckverlustprüfer auf "Gesundheit".Mit Räucherstäbchen (Weihrauchduft zur Vertreibung böser Geister) lassen sich auch geringe Undichtigkeiten der Ventile erkennen.Die Kurbelwelle muss für die Prüfung jedes Zylinders fixiert werden.Zusammen mit der Zylinderendoskopie (Hauptaugenmerk auf Riefen im Zylinder oder Risse am Kolbenrand) lässt sich so ein Bild machen ob man es riskieren kann den Kopf draufzulassen.Hier muss aus mehreren Gründen ohnehin geköpft werden:- Zylinderkopf vermutlich hinüber- eine alte Metall-Weichstoff-Zylinderkopfdichtung muss immer erneuert werden- beide Einlassventile Zylinder III leicht undicht laut Druckverlustprüfung- ich kann nicht gut genug in den Brennraum gucken
29. Mai29. Mai Ersteller Fremdgehen wollte ich deswegen nicht so gern. Ich hab mal ein bisschen da rumgelesen, gefunden aber auch nix. Also Bastelanleitungen schon. Aber keine Dokumentation vom Hersteller. Da bastel ich dann lieber selber, als "Internetexperten" zu vertrauen. Pumpen hab ich genug zum kaputtreparieren. Zerschrauben fortgesetzt.Heckstoßstange, Ausbau.Weiter vorne hatte ich festgestellt, dass diese Heckstoßstange ein Ersatzteil ist. Und dass ich, wenn vorherige Schraubereien offensichtlich sind, immer ganz genau hingucke.Um die Stoßstange abzubauen müssen die Rücklichter ausgebaut werden. Darunter befindet pro Seite je eine Befestigungsschraube.Beim Öffnen der Heckklappe fiel sofort auf, dass drei der Kunststoffabdeckungen der Schrauben für die Gepäcksicherungsösen weg waren. Eine fand ich später unter dem Teppich wieder, leider zerbröselt. Auf einer Seite fehlte eine Metallklammer der Seitenverkleidung (Bild zeigt die andere Seite).Die Seitenverkleidung muss zum Ausbau der Rücklichter natürlich nicht entfernt werden. Macht es aber einfacher, und raus muss sie hier sowieso. Unter dem Teppich kamen dazu je Seite zwei dieser Unterlegscheiben zum Vorschein. Der XM-Schraubende weiß sofort, wo diese hingehören. Und siehe da, unter den Muttern nix. Zudem wurde je Seite eine der originalen Muttern durch eine Standardmutter ersetzt. Deswegen mag ich keine Werkstätten. Die hören es klimpern und rasseln. Interessiert sie nicht. Auseinander, irgendwie wieder zusammen, fertig...Linke Seite, Einstellschraube Rücklicht, Kunststoffpinöppel auf dem Kugelkopf fehlt. Nach Demontage der Heckstoßstange kann man einen Blick auf die Aufpralldämpfer werfen. Wenns da mal gerumpelt hat, dann sieht man das. Hier sind die zwei Kunststoffstege der linken Ecke leicht zerknittert (gelb markiert). Im Streiflicht erkennt man gut, dass das äußere Ende des Abschlußbleches leicht verbogen wurde. Risse im Lack (Überstreckung). Nahtabdichtung an der Lasche aufgeplatzt.Das Rücklicht sitzt nicht richtig in der Heckklappe (vermutlich Heckklappe verbogen. Hier unter dem Strich also nix wildes.Das Heck vom XM ist ungefähr so stabil wie Knetmasse. Da hast du schnell nen 5mm kürzeren Kofferraum. Schlecht schließende Heckklappe, rausgebogener Radlauf, schlecht schließende Hecktür (zu enges Spaltmaß).Hilfsrahmen.Nach einer groben Reinigung mit Druckluft kann dieser abgerüstet werden. Die Leitungen die dabei getrennt oder ausgebaut werden beschrifte ich erstmal mit woher-wohin. Wenn das Ganze zu einem späteren Zeitpunkt in alle seine Einzelteile separiert wird, bekommt jede Leitung ihre Teilenummer nach Katalog. Mit der Teilenummer ist später eine eindeutige Zuordnung möglich. Egal, ob die Leitung wiederverwendet wird, ob sie ins Musterleitungs-Regal wandert (Biegemuster für Nachfertigungen) oder was auch immer.Nachdem der Rahmen abgerüstet wurde, wird der üble Dreck runtergeputzt. V-Power Benzin + Pinsel, mit Druckluft abgeblasen. Danach ist die Inspektion des Rahmens dran. Positiv: eine testweise Installation der Querlenker und deren Vermessung hat ergeben, dass da alles gerade ist (mir war ja der getauschte Kotflügel nicht so geheuer).Jeder Hilfsrahmen muss auf weitere Schäden (Verdengelei und Rost) untersucht werden.Die Fronttraverse hat eigentlich immer Oberflächenrost, durch das darübersitzende Kühlerpaket sammelt sich dort eben Dreck drauf. Interessanter sind da schon eher die Doppelbleche, hier habens beide hinter sich. Verdengelt wird gern der hintere Bereich durch unsachgemäßes Anheben.Hier hats eine Delle, sieht aus wie von einem kleinen Wagenheber, am Rand hats gleich die Bleche auseinandergebogen.Beide Doppelbleche Korrosion.Dazu jede Menge Kleinigkeiten wie fehlende/durchgedrehte Käfigmuttern, neue Löcher für kreative Befestigung des Unterfahrschutzes, kleinere Dengeleien. Alleine für eine sachgemäße Instandsetzung der Doppelbleche muss der Hilfsrahmen ausgebaut werden. Soviel wie da gebohrt, geschnitzt, gebrutzelt usw werden muss, will man das eher weniger kopfüber machen. Sofern man bei Basteleien an einem tragenden und für die Crashsicherheit essentiellen Bauteil überhaupt von "sachgemäßer Instandsetzung" sprechen kann. Ein paar "reparierte" Doppelbleche hab ich schon gesehen. Die waren alle zum Weglaufen. Nur für den TÜV eben. Ich hoffe, diesen Reparateuren sind genügend Schweißperlen in Ärmel oder ins Genick gefallen.Also, Bleche wegbohren. Dann mit dem Nadelentroster im 90 Grad Winkel auf dem darunterliegenden Blech fleißig draufherumnadeln. Überall wos dünn ist, wird sich das Blech eindrücken. Dann weiß man gleich, wieviel man davon wegsäbeln muss.Linke Seite.Die "Schlimmere". Ordentlich fetter Rostplacken drunter. Aber konzentriert auf den vorderen Bereich. Rechte Seite.Die "Bessere". Quasi über die gesamte Fläche dünngerostet. Man mag es glauben oder nicht - ein Doppelblech habe ich noch nie instandsetzen müssen. Mangels Plan wie es hier nun mit der Reparatur weitergehen kann, Rahmen mit Anhängerchen zur Identifizierung versehen und weggestellt.Mein Experimentierrahmen ist in der Sondierungsphase stehengeblieben, also rausgekramt das Ding.Auf der einen Seite hatte ich bereits angezeichnet wo Bleche drunter sind, wo man beim Trennen also nicht zu tief schneiden darf.Ich war bei der Frage stehengebleiben, wo denn nun am sinnvollsten geschnitten werden soll. Wie man sieht, hab ich mirs mindestens dreimal anders überlegt. Die finale Version wird nach vorn möglicherweise nen fingerbreit kürzer sein, das scheint mir sinnvoller nachdem ich nach dem Raussäbeln nochmal drüber nachgedacht hab.Ziel war hier, ein Reparaturblech zu bekommen welches alle denkbaren Reparaturfälle abdeckt. Wenn man weniger braucht, verwendet man halt nur nen Teil davon.Da ich das Blechel zum Abscannen möglichst heile rausbekommen musste, musste der Rahmen ein wenig leiden. Und mein Daumen ebenso. Der hat ein paarmal den Hammer abbekommen, als ich mich mit dem Trennmeißel durch mehrere Zentimeter halb aufgetrennte bzw weggeschliffene Schweißnaht quälen musste.Wie dann repariert wird zeige ich, wenn repariert wird.Bis dahin gibts noch jede Menge Details zu klären. Unter anderem Schablonen für die korrekte Lokalisierung der Bleche (Löcher) sowie für den "Knick" der Raum für den Querlenker beim vollständigen Ausfedern der Radaufhängung schafft.
29. Mai29. Mai Also, Doppelbleche habe ich schon zweimal gemacht. Dazu habe ich erstmal eine Schablone gemacht, und das Doppelblech in der passenden Stärke zugeschnitten. Ich bezeichne sie als Gleitschutzbleche, dass scheint mir auch der Sinn dieser Bleche zu sein. Dann habe ich die Deckbleche ausgeschnitten und neue Bleche stumpf eingeschweißt. Dann die Gleitschutzbleche wieder auf gepunktet. Natürlich auch alles mit Schweißprimer eingesprüht. Schließlich die Ränder dünn versiegelt und Unterbodenschutz drauf.Bei meinen 16V hatte der TÜV nichts zu bemängeln, beim tct ist er dann wegen "Schweißen am Rahmen", sagen wir mal zurückgestellt worden, d.h. die Prüfung wurde nicht abgeschlossen. Der TÜV Prüfer hatte mich angerufen, - der Wagen stand in der Werkstatt -, und gefragt, ob geschweißt wurde. (Das habe ich wahrheitsgemäß bejaht, denn wenn man mich offensichtlich anlügt, dann bin ich auch pissig.) Ich habe dann erklärt, dass ich die Gleitschutzbleche auf die Deckbleche gepunktet habe, weil das ja nur bessere Karosseriebleche sind, (Haben die überhaupt einen Millimeter?) die das Eindringen von Schmutz in den Rahmen verhindern sollen. Und wenn er die Schweißpunkte an der Kante als "Schweißen am Rahmen" betrachten will, dann wäre es halt so. Er hat dann einen anderen, älteren Kollegen zu Rate gezogen, der hat sich meiner Argumentation angeschlossen und den Wagen durchgewunken hat. Das war 2019 und seitdem war das kein Thema mehr, auch dieses Jahr nicht. Ob ich das nochmal durchbringen würde, bezweifle ich heute. Es fällt halt doch auf, wenn eine Stelle neu gemacht ist. Ich habe es eingebaut und über Kopf (bzw. in Augenhöhe) gemacht.Wenn Du aber den Rahmen komplett neu aufarbeitest, dann könnte es klappen. Den XM kennt bei uns in der Gegend keiner. (Vielleicht ein offensichtlicheres Rostloch lassen, als Blickfang😉)Vielleicht habe ich noch irgendwo Bilder. Bearbeitet (29. Mai29. Mai von henuw) Rechtschreibung Formulierung
30. Mai30. Mai 22 Stunden her, schwinge schrieb:InternetexpertenNun ja, wenn du meinst. Die Moderatoren in dem von mir empfohlenen Forum passen schon auf, dass kein Mist im deren Forum steht. Hohe getragene Nasen mögen sie auch nicht.Gruß Jens Bearbeitet (30. Mai30. Mai von jens-thomas)
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren