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Xantia Rücklaufverbinder undicht

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

An dem grünen Kunststoffverbinder ist etwas undicht geworden:

IMG_3433h.JPG

Welches Teil ist das genau?

Ist das ein Originalteil (welches nur behelfsmäßig so befestigt wurde) oder irgendein Nachbau? Oder das Teil insgesamt nur eine improvisierte Bastellösung?

Der Verbinder befindet sich an der Vorderachse auf Höhe des vorderen Schwellerendes.

Zum Wechseln der Manschette am Lenkgetriebe (rechte Seite) mußte der Hydraulikzylinder der Lenkung losgeschraubt werden. Dabei wurde dieser Verbinder in Mitleidenschaft gezogen - soweit erkennbar war eine der dünnen Leitungen, die in dem grünen Kunststoffteil stecken, etwas herausgerutscht. Soweit möglich wieder hineingesteckt, tropfte es - und tropft immer noch - nur noch sehr langsam, aber so lassen kann ich das natürlich nicht.

Was ratet ihr mir?

Hallo,

ich sehe ein Nachbau-Bündel von 5270JK. Hier ein Bild des sehr ähnlichen 5270P3:

Xantia-Buendel-5270P3-(1).jpg

Dein Foto zeigt den Bereich "U"

Xantia-Leckoelbuendel-5270JK-5070P3(1).jpg

Was den Kabelbinder angeht: Da scheint mir ein Halteblech zu fehlen. Guck mal das Loch in Fahrtrichtung links neben dem Kabelbinder (auf dem Foto also rechts daneben), da siehst Du den Abdruck einer Unterlegscheibe/Mutter. Da ist ein größeres Blechteil, welches den Verbinder halten soll.

49645120pu.jpg

Hier siehst DU das Blechteil. Es ist U-förmig und geht einmal um den Stabilisator. Oben auf dem Blechteil sind außerdem Halter für die Stahlleitungen (rote Linie).

Grüße
Andreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

Der Ur-16V (150/152 PS) hat immer Hydractiv. Aber hier geht es doch um einen X2 1,8i 16V - der hat nie Hydractiv.

Bearbeitet ( von bx-basis)

Vor 59 Minuten, bx-basis schrieb:

Der Ur-16V (150/152 PS) hat immer Hydractiv. Aber hier geht es doch um einen X2 1,8i 16V

Mein Fehler. Ich hatte nur "frosch" im Benutzernamen gesehen und war gedanklich bei dem von froshyfrosh. Der hat gar kein 5270PE/5070JK.

Grüße
Andreas

3 Stunden her, Xantia-Luggi schrieb:

wenn es das grüne Teil auf deinem Bild ist, gibt es dafür einen Nachbau, den man einzeln tauschen kann.

Wenn dieser Teil brüchig ist, wird der Rest des Bündels nicht viel besser sein. Ich für meinen Teil würde hier nicht flicken.

Grüße
Andreas

  • Ersteller

okay, ich vergaß: es handelt sich um einen X2, 1.8i 16V, ohne Hydractive. Orga-Nr. 8631.

Aber erstmal ganz herzlichen Dank für eure Antworten, das ging ja rasend schnell :-) Viele nützliche Informationen; damit hab ich jetzt zumindest verstanden, um was es sich da handelt!

Nach Lage der Dinge gehe ich jetzt eigentlich davon aus, daß das ganze Bündel, zu dem dieses grüne Nachbauteil gehört, schon einmal ausgetauscht wurde. Ich werde nochmal versuchen, festzustellen, von wo genau das Öl kommt, aber eigentlich sehen die Leitungen soweit gut aus, nur die Verbindung zwischen einem der dünnen Schläuche und dem grünen Kunststoffteil scheint nicht mehr ganz dicht zu halten, nachdem bei der Reparatur am Lenkgetriebe gestern daran herumbewegt wurde.

Zudem ist seit vielen Jahren immer DBM mit drin gewesen, und ich habe bisher auch sonst keinerlei Anzeichen für irgendwelche LHM-Verluste gehabt.

Meine Überlegung ist daher erst einmal, ob ich das irgendwie selber hinkriege. Das komplette Bündel zu wechseln (selbst wenn man es z.B. hier kaufen könnte: https://www.franzoesische-klassiker-shop.de/Citroen-Xantia-X2-Oktopus-Leckoelruecklauf-5270J), traue ich mir nicht zu, dazu fehlen mir Platz, Ausrüstung und Erfahrung. Wenn es nur um die Verbindung zwischen Schlauch und Kunststoffteil geht, oder auch um den Wechsel nur des Kunststoffteils, an das man von unten am aufgebockten Fahrzeug noch ganz gut rankommt, würde ich das vielleicht auch alleine hinbekommen. Aber als erstes muß ich mir jetzt wohl Unterstellböcke und einen großen Wagenheber anschaffen...

p.s. "Frosch" (den Spitznamen hab ich von einer vorherigen Besitzerin übernommen) heißt mein Xantia, a) weil er dunkelgrün ist und b) weil er immer so sprungbereit (oder eben nicht ;-) ) auf seinen Hinterbeinen hockt, nachdem man ihn ne Weile hat stehen lassen ...

22 Stunden her, X2frosch schrieb:

Nach Lage der Dinge gehe ich jetzt eigentlich davon aus, daß das ganze Bündel, zu dem dieses grüne Nachbauteil gehört, schon einmal ausgetauscht wurde.

Richtig, das sieht aus wie aus dem Iran. Dort werden die schwarzen Einwegschellen (2 Stück am Winkel) teilweise verwendet, das hat den Vorteil das man die Schelle entfernen und zB mit Click -R Schelle ein anderes Kopfstück montieren kann. Es ist bekannt, das sich die beiden dünnen Rilsan Leitungen etwas leichter in den Block stecken lassen als beim org.

Wir haben auch mal die 3D Druck Teile gekauft, leider waren die nicht dicht zu bekommen. Hier gibt es irgendwo einen Faden wo das mit pneumatischen Verbindern gelöst wurde so haben wir das dann gemacht und das hält.

Das Bündel muss jedenfalls nicht brüchig sein bei meinem V6 ist ein Nachbau drin und die Leitung sind weich, der Verbinder ist auch weich und trotzdem zerbrochen.

Bei unserem 1.816v war noch original drin der Verbinder hart die Leitungen nicht, vor über einem Jahr hab ich den Verbinder getauscht, alles dicht.

So sieht es beim V6 aus.20260606_121007.jpg

Hallo,

meine Lösung sieht so aus:

46540781id.jpg

51020571ws.jpg

Rechts neben der unteren "6" (die übrigens für 6 mm steht) sieht man das Loch, in das 5270JK geclipst wird.

Grüße
Andreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

Zeit: 18.6.2026 um 11:35, X2frosch schrieb:

soweit erkennbar war eine der dünnen Leitungen, die in dem grünen Kunststoffteil stecken, etwas herausgerutscht. Soweit möglich wieder hineingesteckt, tropfte es - und tropft immer noch - nur noch sehr langsam, aber so lassen kann ich das natürlich nicht.

Was ratet ihr mir?

Die Leitung ist etwas herausgerutscht weil, wie erwähnt, die Bohrung des Nachbauteils etwas größer als beim org ist. Die Rilsan Leitungen sitzen dort unter Biegespannung und können einseitig gegen die Bohrung drücken, da ist Undicht schon möglich. Eine Beschädigung am Bündel scheint aber nicht die Ursache zu sein.

Austausch würde ich möglichst vermeiden, Prüfen wie Locker die Leitung in der Bohrung sitzt, Prüfen ob die Biegespannung der Leitung etwas zu viel für die Elastizität der Leitung sein könnte. Fals ja, versuchen die Rilsanleitung minimal aufzudehnen. Oder, die Leitung zur Hälfte reinschieben, dann irgendeine Pomade um die Leitung (zB Pech, ältestes Dichtmittel in der Menschheitsgeschichte) und dann ganz reinschieben. Das Pech wirkt ähnlich Knetmasse, bei Wärme weicher, bei Kälte härter.

@X2frosch ich würde, wie von Andreas und Xantia-Luggi, geschrieben, einfach das Bündel, sprich 5270.JK komplett inkl. Verbinder tauschen oder nachbauen. Jegliche Bastelei wird nur zeitlich begrenzt halten.

Die Unterlegscheibe ggf. selbst nachbauen oder aus einem Schlachter nehmen.

Mit der Teilenummer bekommst Du in google ziemlich viele Treffer.

Ich habe seinerzeit den Nachbau von Ibras verbauen lassen und das hält mittlerweile seit 3 Jahren problemlos.

LG

Bearbeitet ( von Xantia-Harald)

Hallo,

51021675al.jpg

Und so sieht das fehlende Blechteil aus.

Grüße
Andreas

51024553ko.png

Das ist aus dem X1-Katalog. Im X2-Katalog sieht 5280C0 komplett anders aus. Eindeutig ein Fehler in einem der beiden Kataloge. Oder in beiden.

Grüße
Andreas

Bearbeitet ( von AndreasRS)

  • 3 Wochen später...

Heute hatte ich die Gelegenheit, dieses Blech in eingebautem Zustand zu knipsen.

IMG_20260709_100502364 1024.jpg

  • 2 Wochen später...

Hallo,

und wieder einer gerettet...

Grüße
Andreas

800 5270JK, unterer Teil, zerbröselt IMG_20260720_103558699.jpg

800 D – Lecköl unten, Nicht-Activa IMG_20260720_095238966.jpg

  • Ersteller

super, vielen Dank, das sind nochmal alles sehr hilfreiche Hinweise, hab wieder einiges gelernt hier 😀

Stand der Erkenntnis ist nun folgender:

- seit dem Zwischenfall neulich während der Reparatur am Lenkgetriebe sind die Leitungen dicht geblieben, es ist kein weiterer Ölaustritt mehr erkennbar. Offenbar hat es gereicht, die herausgerutschte Rilsan-Leitung wieder ordentlich einzustecken

- Der Verbinder wurde bereits von einem Vorbesitzer gegen ein Nachbauteil ausgetauscht (wie matgom meinte, aus dem Iran), und ich gehe jetzt mit ziemlicher Sicherheit davon aus, daß auch die relevanten daran hängenden Leitungen erneuert worden sind

- warum der originale Blechhalter fehlt, ist nicht mehr nachvollziehbar. Offenbar wurde beim Austausch entschieden, statt einer starren Befestigung, die die Leitungen evtl. schädlichen Biegekräften aussetzen würde, den Verbinder flexibel per Kabelbinder aufzuhängen. U.U. hatte das mit der Bauart der angeschlossenen Leitungen zu tun; jedenfalls hat es bisher, und das müssen schon einige Jahre sein, gut funktioniert.

Wie gesagt, abgesehen von diesem Zwischenfall hatte ich noch keinerlei LHM-Verluste. Jetzt hoffe, daß das weiter so bleibt!

Danke an alle, die mitgedacht und -geholfen haben!

Hermann

Vor 56 Minuten, X2frosch schrieb:

- warum der originale Blechhalter fehlt, ist nicht mehr nachvollziehbar.

fehlt der wirklich?
In deinem 1. Bild ist der doch um 90 Grad verdreht rechts im Dunkeln erkennbar, oder irre ich mich?
grafik.png

Mußte an unserem X2 2,0i 16V auch ran. Die Stelle wurde schon mal repariert mit so Kunststoffverbinder. Hat aber nur 2 Jahre, 20 000 km gehalten da diese Verbinder, den Schlauch auseinander drückten und der ist dann gerissen. Habe es jetzt mit den IQS-Verbinder gemacht:

IQS 2,0i 16V.jpg

Der Schlauch zum Faß wurde vom Vorreparateur weiter oben schon abgeschnitten. An dieser Stelle ist der Außendurchmesser 11 mm und nicht 10 mm wie dann wenn man ihn nur knapp nach dem originalen 4-Wege Rücklaufverbinder abschneiden würde. Ich mußte etwas rummurksen um einen Verlängerungsschlauch mit einem Durchmesser zu haben der in ein IQS paßt.

Bearbeitet ( von ACCM Claude-Michel)

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