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Klimaanlage Xantia Druck selber prüfen?

Hervorgehobene Antworten

Auch ich habe Probleme mit der Klimaanlage im Xantia, in meinem Fall ein 1.8i 16V, Orga 8631 (also X2).

Aufgrund der Vorgeschichte habe ich zwei mögliche Ursachen im Verdacht, entweder Anlage (immer noch) undicht, oder Kompressorkupplung tut's nicht.

Um zu planen, wie ich vorgehe, würde ich gerne erst einmal wissen, ob überhaupt noch genügend Druck auf der Anlage ist. Gibt es da irgendwie eine Methode, wie ich das hier selbst und ohne teure Spezialausrüstung herausfinden kann?

Den Überbrückungstest am Druckschalter habe ich gemacht (danke ACCM Fred!):

"Wenn man 1-2 brückt, läuft auch bei unbefüllter Anlage / zu wenig Kühlmittel der Kompressor;"

→ tut er nicht

"wenn man 3-4 brückt, laufen die Ventilatoren auf schneller Stufe."

→ tun sie

Kann ich daraus bereits schließen, daß die Kompressorkupplung jedenfalls nicht funktioniert? (zuwenig Gas könnte natürlich trotzdem auch drin sein).

Oder gibt es irgendwo im System noch eine andere Hürde, die die Aktivierung der Kupplung verhindern könnte, so daß der Test mit dem Druckschalter alleine nicht wirklich aussagekräftig ist?

Bearbeitet ( von X2frosch)

Gelöst von ACCM Fred

Erstmal am Kompressorstecker messen ob Spannung ankommt. Es sind einige Kontakte in Reihe, die alle geschlossen sein müssen damit die Kupplung anzieht.

Bearbeitet ( von ACCM Claude-Michel)

Ob "genügend" Füllung ist, kannst du doch an den Pins vom Druckschalter messen...

Ob die Kompressorkupplung funktioniert oder nicht, weißt du wenn du an deren Kontakte +12V und Masse anlegst. Einen anderen Weg gibts nicht wirklich.

16 Stunden her, ACCM Claude-Michel schrieb:

Erstmal am Kompressorstecker messen ob Spannung ankommt. Es sind einige Kontakte in Reihe, die alle geschlossen sein müssen damit die Kupplung anzieht.

Nicht immer! Je nach Ausführung und Baujahr sind da Relais oder auch keine.

7 Stunden her, schwinge schrieb:

Ob die Kompressorkupplung funktioniert oder nicht, weißt du wenn du an deren Kontakte +12V und Masse anlegst.

Scheint mir auch die einzige Möglichkeit.
Nur so kann man die x-Meter Kabel und ggf zwischengeschalteten Relais umgehen und einfach die Kupplungsfunktion testen.
Funktioniert die Kupplung bei Direktanschluß, aber nicht über die Druckschalter-Pins, dann weiß man wo man weiter suchen muß.

  • Ersteller
14 Stunden her, schwinge schrieb:

Ob "genügend" Füllung ist, kannst du doch an den Pins vom Druckschalter messen...

okay, habe gemessen: die oberen beiden Pins (im roten Kreis) haben Durchgang, die beiden anderen nicht.

large.IMG_3825hb.jpg.1b21b632986ec29da30

Was heißt das jetzt? Bzw., was wäre das erwartete Ergebnis?

(ich kann leider keine Nummerierung an den Pins erkennen und daher die weiter oben genannten Funktionen der beiden Pinpaare nicht zuordnen. Die Orientierung des Druckschalters an der Trocknerpatrone scheint eher zufällig zu sein)

Dank an alle, die hier so geduldig auch unbedarfte Anfängerfragen beantworten!

Die Nummerierung siehst Du am Stecker.

  • Ersteller
Vor 1 Minute, AndreasRS schrieb:

Die Nummerierung siehst Du am Stecker.

hab ich versucht, konnte aber leider nichts finden...

14 Stunden her, schwinge schrieb:

Ob die Kompressorkupplung funktioniert oder nicht, weißt du wenn du an deren Kontakte +12V und Masse anlegst.

den Test der Kompressorkupplung werde ich am Samstag machen. Bis dahin muß ich noch ein bißchen basteln, um einen passenden kurzschlußsicheren Anschluß für die recht filigranen Kontakte in dem Stecker zu finden - irgendwelche Tips, was ich da am besten nehme? Passen da vieleicht 2,8mm-Flachsteckhülsen drauf? Die könnte man ja gut isolieren.

Kommt es auf die Anschlußrichtung (plus/minus) an? Welcher wäre dann der Plus-Anschluß?

Und kann ich das eigentlich gefahrlos mittels Hilfskabel direkt von der Batterie machen? Oder sollte ich die vorher abklemmen?

Bearbeitet ( von X2frosch)

Vor 3 Minuten, X2frosch schrieb:

hab ich versucht, konnte aber leider nichts finden...

44566090dv.jpg

Guck mal mit einer Lupe in den Stecker. Also das, was auf diesem Foto lila ist, da könnten die Nummern geprägt sein.

Grüße
Andreas

  • Ersteller

ohje, da braucht's aber ne starke Lupe...

Immerhin ist jetzt soviel klar:

1-2 haben Durchgang, d.h. von daher hätte der Kompressor laufen sollen (Überbrückung hatte allerdings keine Wirkung, also liegt's vermutlich am Kompressor bzw. -kupplung)

3-4 haben keinen Durchgang - das ist dann vermutlich der Hochdruckschalter, der die schnelle Lüfterstufe aktiviert

Kann ich daraus jetzt schließen, daß noch genügend Kältemittel drin ist, oder hab ich da doch noch einen Denkfehler?

Es ist genügend Druck im System (mehr als 2 bar) um das Einkuppeln des Kompressors freizugeben. Wenn der das trotzdem nicht tut gibt es ein anderes Problem.

  • Lösung
Vor einer Stunde, X2frosch schrieb:

den Test der Kompressorkupplung werde ich am Samstag machen.

Vor einer Stunde, X2frosch schrieb:

Kommt es auf die Anschlußrichtung (plus/minus) an? Welcher wäre dann der Plus-Anschluß?

Ich würde sagen: ja! grafik.png

Da in der Spule ist eine Schutzdiode. Die wird durchbrennen, wenn falsch angeschlossen wird. (Wie man die Nummern findet, weißt du ja schon.)
Plus an 1 der Kupplung auf dem Kompressor.

Vor einer Stunde, X2frosch schrieb:

Und kann ich das eigentlich gefahrlos mittels Hilfskabel direkt von der Batterie machen? Oder sollte ich die vorher abklemmen?

Ich würde 1,5 Quadrat Kabel nehmen und erst am Kompressor (der Buchse) anschließen. Und dann die Kabel an die Batteriepole halten. (Wenn es starkt funkt, dann ist ein Kurzschluß im Verbund und man ist mit dem Kabel schnell wieder weg vom Pol.)

Bearbeitet ( von ACCM Fred)

  • Ersteller

so, Test erfolgreich absolviert: bei dem gut erhaltenen Ersatzkompressor, der hier liegt, klackt's wunderbar, sobald die 12 V (richtig gepolt!) anliegen. Bei dem eingebauten mit der äußerlich ziemlich verrosteten Kupplung tut sich nüscht. Also wird der ausgetauscht und dann fährt sich's nach Wiederbefüllung hoffentlich endlich angenehm gekühlt! 😀

Nochmal Dank an alle, die sich hier hilfreich beteiligt haben!

Hermann

Man kann die Kupplung auch tauschen ohne den Kompressor ausbauen und die Anlage entleeren lassen zu müssen.

Wenn Du natürlich den anderen Kompressor zuvor neu abdichten willst, ist deine Vorgehensweise sinnvoll .

Wenn der Kompressor drinbleiben soll, mit UV-Lampe nach Ausbau der Kupplungsscheibe auf die Welle leuchten (Filzring).

  • Ersteller
Vor 57 Minuten, Dr.Jones schrieb:

Man kann die Kupplung auch tauschen ohne den Kompressor ausbauen und die Anlage entleeren lassen zu müssen.

Die Anleitung zum Tausch der Kupplung habe ich gesehen. Schien mir jetzt nicht unbedingt einfacher - zumal man da bei eingebautem Kompressor doch auch nicht gerade gut drankommt, oder?

Klimaservice (Kontrolle und ggf. Auffüllen auf Solldruck) hätte ich danach eh machen lassen, und ob ich da vorher noch zum Absaugen vorbeifahre, macht dann auch keinen großen (Preis-)Unterschied...

Vor 57 Minuten, Dr.Jones schrieb:

Wenn Du natürlich den anderen Kompressor zuvor neu abdichten willst, ist deine Vorgehensweise sinnvoll .

"neu abdichten" - was genau wäre da erforderlich?

Kompressorwechsel (wenn es denn sein muss):

Ollen Kompressor ausbauen, Öl ausleeren und wiegen. Diese Ölmenge muss beim Befüllen der Anlage zugegeben werden.
Neuen alten Kompressor spüle ich immer zweimal mit frischem Öl durch (sofern der nicht verschlossen und mit Stickstoff befüllt eingelagert worden ist). Das alte Öl willst du dir nicht in deine Klimaanlage einbauen.
Gucken, ob der sich ohne Auffälligkeiten durchdrehen lässt.
Es kann kein Fehler sein, den Wellendichtring vor Einbau zu erneuern (spezielles Werkzeug zum Entfernen und Einbau erforderlich).

Vor 16 Minuten, X2frosch schrieb:

"neu abdichten" - was genau [...]

Wellendichtring.
O-Ring-Dichtung am Gehäuse (Antriebsseite).
Zylinderkopfdichtung (Anschlußseite).

Am häufigsten wird meiner Erfahrung nach der Wellendichtring undicht. Der sollte daher erneuert werden. Und ggf die O-Ring-Dichtung. Wenn man das Werkzeug für den Simmerring nicht hat, muss man ohnehin vorne aufmachen, dann muss der O-Ring ohnehin neu.
Zylinderkopfdichtung hab ich noch nie eine undichte gesehen. Kann man machen, muss man nicht. Kommt man im verbauten Zustand schön dran, wenns muss.

Drehmomente, Arbeitsvorschriften usw alles hier: https://sanden.com/objects/Sanden%20SD%20Service%20Manual.pdf

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