vor 22 Stunden22 h Ersteller Eben, es gibt 10 Ausführungen vom C5 mit TEVES, aber nur 2 Kombis mit innenbelüfteter Bremsscheibe. Bearbeitet (vor 22 Stunden22 h von Ronald)
vor 4 Stunden4 h Eigentlich wollte ich es gut sein lassen, aber irgendwie mich das Thema dann doch scheinabr ausreichend interessiert.19 Stunden her, Ronald schrieb:Wenn die außenbelüftete Bremscheibe schwerer, teurer und nicht so effektiv bei der Wärmeableitung ist, gibt es eigentlich keinen Grund für deren Einsatz.Da hast du etwas falsch verstanden. Eine außenblüftete Scheibe ist schwerer und nicht so effektiv bei ihrer Wärmeableitung, richtig, dafür aber vergleichbar simpel in der Fertigung sowie Nachbearbeitung und günstiger in der Produktion. Dementsprechend gibt es eben doch ein Argument für deren Einsatz.17 Stunden her, Ronald schrieb:Eben, es gibt 10 Ausführungen vom C5 mit TEVES, aber nur 2 Kombis mit innenbelüfteter Bremsscheibe.Wenn man sich auf Daten von anno dazumal beruft dann ja.Ändert nicht viel, aber der Vollständigkeit halber:wenn man sich die Unterscheidungen der ServiceBox (letzte Aktualisierung vom: 10.10.2025) anschaut, sind es schon 13 verschiedene Fahrzeuge mit System Teves und ja, auch dann sind es noch 2 Breaks mit den K1 Scheiben. Ist man so bescheuert wie ich und dröselt das noch weiter auf, ordnet das alles nicht nur den bestehenden TSN des KBAs, sondern auch den Abgasnormen zu, dann werden daraus in Summe 26 Typen (Berline/Break) mit Teves Bremsanlage und 3 Breaks davon mit der K1 Scheibe. Ich hab mir das mal als Tabelle aufgebaut, um mir da einen Überblick zu verschaffen. Ob das so alles wirklich absolut vollständig und richtig ist, dafür möchte ich nicht garantieren, aber für grundlegende Vergleiche dürfte sie ihren Zweck erfüllen. Legt man hier alle Faktoren übereinander und vergleicht alles quer, kann man ein paar Dinge feststellen: Die K1 waren seit dem Verkaufsstart der Euro-5-Mittelklasse-Diesel 2009 verfügbar, also offensichtlich eine geplante Konstruktionsentscheidung. Betrachtet man neben der Leistung auch noch die Peak Drehmomente der Stärkeren Diesel mit Tevesanlage, (HDi 140 Break (320 Nm): 4249 K0 zu 2.0 HDi 165 Break (340 Nm): 4249 K1)könnte man hier eine Trennlinie auf Basis des reinen Drehmomentes vermuten. Als später der BlueHDi 150 (370 Nm) nachgeschoben wurde, fiel er der Logik nach auf auf die Seite der K1.Die Berline hat eine zulässige Hinterachslast von 960kg, wofür die K0 thermisch sicher ausreicht. Der Break hat durchgehend eine Hinterachslast von 1.130kg. Wird dort die oben genannte Schwelle bezüglich Leistung und Drehmoment überschritten, reicht die berechnete thermische Kapazität insbesondere in der Kombination aus Traglast und hohem Drehmoment im Hänger-/Zuladungsbetrieb nicht aus und die K1 wird fällig. Theoretisch ist die K1 Abwärtskompatibel. Man hätte die K0 streichen und durch die K1 ersetzen können. Ich denke das hat man nicht gemacht, weil A: Eine einfache, außenbelüftete Scheibe im Guss und in der Nachbearbeitung spürbar günstiger in der Herstellung ist als eine aufwendigere, innenbelüftete Scheibe mit gegossenen Kühlluft-Stegen. Wie eingangs schon angeschnitten und B: Ein Auto mit genau der Bremsenkonfiguration typgenehmigt wird, mit der es auf den Prüfstand geschickt wird. Und die K0 gab es eben schon vorher. Da die K0 ohnehin bei Millionen Fahrzeugen (auch bei C4, Berlingo, Peugeot 308/3008 etc. im Konzern-Baukasten) völlig problemlos funktioniert, gab es weder einen gesetzlichen noch einen technischen Grund die K0 einzustellen.Warum hat man dann nicht gleich die größeren TRW Lucas Anlagen verbaut? Der Rest ist ja gleich, also konnte man sich innerhalb des Teves Systems gleicher Teile (Achsschenkel, Bremssättel, etc.) im PSA Baukasten bedienen. Gut das hätte man mit der großen Anlage auch gekonnt. Wenn ich weiter drüber nachdenke halte ich für wesentlicher, dass auch die Bereifung eine Rolle spielt, da die kleinere Teves Anlage die Option für 16“ Felgen offen hält. Mit dem Vorteil, dass man den 2.0 HDi weiterhin als Brot-und-Butter-Volumenmodell mit hohem Flottenanteil positionieren und entsprechend zusätzlich für Firmenfuhrparks, Vertreter, Dienstwagen und Behörden segmentieren konnte.So, damit jetzt aber genug Abhandlung über Bremsscheiben. Quellen:Bremse & Zuweisung: Citroën Service Box (Stellantis OE-Teilekatalog Hauptgruppe 4240 – Vorderachsbremse C5 X7).Fahrzeugschlüssel: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Flensburg – Systematisches Typenverzeichnis HSN 3001.Gewichte & Achslasten: EG-Gesamttypgenehmigung e22001/1160360*xx (Certificate of Conformity / CoC Felder 13, 16.1, 16.2).
vor 1 Stunde1 h Ersteller Zeitgleich gab es den Jumpy mit den außenbelüfteten K0. ATE geht auf Alfred Teves zurück, also schon eigenartig, dass gerade bei ATE die Zuordnung falsch ist. Bearbeitet (vor 1 Stunde1 h von Ronald)
vor 31 Minuten31 Min. Vor 6 Minuten, Ronald schrieb:Zeitgleich gab es den Jumpy mit den außenbelüfteten K0.Ja, und auch wenn so ein Jumpy als Nutzfahrzeug anders belastet wird als ein C5, hat er zum einen eine andere Luftführung und mehr Freiraum im Radkasten und zum anderen haben die Transporter andere Geschwindigkeitsprofile. Da die kinetische Energie beim Bremsen quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst, erzeugt so ein C5 mit bei seiner angegeben Höchstgeschwindigkeit mehr Hitze beim Ankern, als ein Jumpy. Der Schnellste C5 mit K0 ist mit 210 km/h angegeben und der schnellste Jumpy mit der Scheibe, wenn ich mich nicht verguckt habe, mit 170km/h. Rechnet man das mal mit den Leergewichten beider Fahrzeuge durch, merkt man den Einfluss der Geschwindigkeit sehr deutlich. Vor 22 Minuten, Ronald schrieb:ATE geht auf Alfred Teves zurückAlfred Teves Elsaß - ich glaube das weiß jeder Mechaniker. Die gehören allerdings schon seitdem ich mit Autos zutun habe zu Continental. Und auch wenn ATE eine renommierte Marke ist, hat doch die Historie wenig bis Nichts mit gegenwärtigen Zuordnungsfehlern zutun. Vor 26 Minuten, Ronald schrieb:also schon eigenartig,das gerade bei ATE die Zuordnung falsch ist.wie schonmal an anderer Stelle erwähnt: das ist absolut Nichts ungewöhnliches und Fehler dieser Art habe ich in meiner beruflichen Laufbahn mehr als einmal erlebt. Da gibt es durchaus Beispiele, die ich weniger nachvollziehen kann als dieses hier.
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