15. Oktober15. Okt Moin,da ich das Album Electric Ladyland von Jimi Hendrix auch mal ohne 3x Plattewenden hören wollte, hab ich mir das Album auf Band aufgenommen.Beim Aufnehmen haben beide VU-Meter ausgeschlagen, es kam also auf beiden Kanälen Musik an.Nun hab ich beim Abhören des Bandes gemerkt, daß auf dem linken Kanal die Musik nur sehr leise ist und es ziemlich rauscht, während die Musik auf dem rechten Kanal in gewünschter Lautstärke erschien.Um auszuschließen, daß das Problem an dem Wiedergabekopf liegt, hab ich ein anderes Band eingesetzt und es kommt auf beiden Kanälen Musik in gleicher Lautstärke. Deswegen schließe ich aus, daß das am Wiedergabekopf liegt.Danach hab ich alle 3 Tonköpfe gereingt, sowie auch die Andruckrolle und den Capstan. Dann hab ich das Album nochmals auf das Band überspielt: das Problem bleibt bestehen - auf dem linken Kanal ist die Musik sehr leise und rauscht.Wie kann ich nun feststellen, ob das Problem an den Aufnahmekopf oder am Band liegt?Vielleicht, weiß ja jemand von Euch woran es liegen kann.Viele GrüßeDaniel Bearbeitet (15. Oktober15. Okt von EntenDaniel)
15. Oktober15. Okt Eine andere Platte aufnehmen?Kann man die Spulen umdrehen und somit rückwärts abspielen?Auf welchem Kanal fehlt dann die Musik? Bearbeitet (15. Oktober15. Okt von Ronald)
15. Oktober15. Okt Hallo Daniel,zuerst würde ich per Hinterbandkontrolle testen: Stelle mal während der Aufnahme die Output-Schalter auf Source. Kommt dort die Musik auch bereits nur einseitig an, liegt es eher am Aufnahmeverstärker als am Aufnahmekopf. Fehlt der linke Kanal nur bei Schalterstellung Tape, was angesichts der während der Aufnahme korrekt ausschlagenden VU-Meter wahrscheinlich ist, dann liegt der Fehler irgendwo zwischen Aufnahmeverstärker und Aufnahmekopf.Im besten Fall ist nur am Aufnahmekopf ein Draht ab oder zumindest sehr lose. Die Teac kenne ich zwar nicht aus eigener Anschauung, aber mit einer Sony TC 277-4 habe ich bisweilen ein ähnliches Problem. Die hat zwei Aufnahmeschalter, die man vor Start des Laufwerks drücken kann, und deren Kontakte bei längerer Nichtbenutzung auch das Signal nicht mehr durchschalten. Die modernere Laufwerkssteuerung der Teac hat ja einen dezidierten Aufnahmetaster, aber auch noch zwei separate Kippschalter, um die Aufnahme auch kanalweise steuern zu können. Genau diese beiden Schalter würde ich mir als nächstes von innen ansehen, wenn der Kopf noch richtig verdrahtet ist.Wenn das auch nichts hilft, geht es auf die Suche nach müden Kondensatoren.Viel Erfolg!Martin
15. Oktober15. Okt Ersteller Vor 10 Minuten, Ronald schrieb:Eine andere Platte aufnehmen?Was hat die Platte damit zu tun, daß auf dem linken Kanal keine Musik aufgenommen wird?Vor 11 Minuten, Ronald schrieb:Auf welchem Kanal fehlt dann die Musik?Vor 36 Minuten, EntenDaniel schrieb:auf dem linken Kanal auf dem linken Kanal
15. Oktober15. Okt Ersteller Vor 11 Minuten, Kirunavaara schrieb:Hallo Daniel,zuerst würde ich per Hinterbandkontrolle testen: Stelle mal während der Aufnahme die Output-Schalter auf Source. Kommt dort die Musik auch bereits nur einseitig an, liegt es eher am Aufnahmeverstärker als am Aufnahmekopf. Fehlt der linke Kanal nur bei Schalterstellung Tape, was angesichts der während der Aufnahme korrekt ausschlagenden VU-Meter wahrscheinlich ist, dann liegt der Fehler irgendwo zwischen Aufnahmeverstärker und Aufnahmekopf.Müßte ich mal testen.Vor 12 Minuten, Kirunavaara schrieb: Die modernere Laufwerkssteuerung der Teac hat ja einen dezidierten Aufnahmetaster, aber auch noch zwei separate Kippschalter, um die Aufnahme auch kanalweise steuern zu können. Genau diese beiden Schalter würde ich mir als nächstes von innen ansehen, wenn der Kopf noch richtig verdrahtet ist.Ja genau, der hat einen Aufnahmeschalter und 2 Schalter, womit man die aufzunehmenden Kanäle auswählen kann.
15. Oktober15. Okt Vor 19 Minuten, EntenDaniel schrieb:auf dem linken KanalRückwärts auch, weil der wäre dann rechts?
15. Oktober15. Okt Vor 47 Minuten, EntenDaniel schrieb:Ja genau, der hat einen Aufnahmeschalter und 2 Schalter, womit man die aufzunehmenden Kanäle auswählen kann.Schalter, Potis und Elkos sind ja die Hauptprobleme bei Elektronik. Potis und Schalter kann man, zumindestens temporaer, freidrehen oder schalten. Haeufiges hin und her schalten entfernt die Oxidschicht. Kann man mit Tunerspray unterstuezen (kein Kontaktspray). Bearbeitet (15. Oktober15. Okt von MatthiasM)
16. Oktober16. Okt Petri Heil, war das nur Dummenfang? Mit der Erkenntnis, dass das Tonbandgerät die Tonkanäl durch Schalter getrennt aufnehmen kann, ist die Fehlfunktion bei der Aufnahme des linken Kanals naheliegend. Das man trotzdem was hört liegt an der nicht 100%en Kanaltrennung und dem dadurch resultierenden "Übersprechen".Wie hört sich der Hendrix nun rückwärts an?
16. Oktober16. Okt 2 Stunden her, Ronald schrieb:Petri Heil, war das nur Dummenfang?Ganz bestimmt nicht. Wer schonmal ausführlicher mit Bandmaschinen gespielt oder gearbeitet hat, der weiß, daß diese alle möglichen kleinen Gemeinheiten an Defekten im Repertoire haben. Ja, viele davon sind einfache Kontaktprobleme, daher auch der Vorschlag, genau dort mit der Suche anzufangen. Aber es gibt da durchaus noch andere Fehlerquellen, von Elkos über Bias-Oszillatoren bis hin zu Spaltschluß im Kopf - was zum Glück eher selten, aber eben nicht ganz unmöglich ist.2 Stunden her, Ronald schrieb:Wie hört sich der Hendrix nun rückwärts an?Na, rückwärts abgespielt singt er von Blutdurst und Rippchen mit Kraut...
16. Oktober16. Okt Vor 40 Minuten, Kirunavaara schrieb:Na, rückwärts abgespielt singtFunktioniert das mit dem 4-Spur ( X) Gerät eigentlich auch? Ich hatte erst nicht richtig nachgesehen und gedacht, das Band hat 2 Kanäle und auch nur 2 Spuren.Technische Daten2-Kanal, Stereo Tape DeckMax. Spulendurchmesser: 26,5 cmAntriebsart: 2 Wirbelstrom-Wickel-Motoren und 1 Hysterese-Synchron-Ton-MotorKopfbestückung: 1 Aufnahmekopf, 1 Wiedergabekopf, 1 Lösch-Kopf PermafluxSpuren: 4Bandgeschwindigkeiten: 9,5 cm/s, 19 cm/shttps://www.hifi-wiki.de/index.php/Teac_A-3300SX
16. Oktober16. Okt Ersteller Vor 22 Minuten, Ronald schrieb:Funktioniert das mit dem 4-Spur ( X) Gerät eigentlich auch? IFunktioniert nicht. Wenn man das Band umdreht, spielt man die andere Seite ab. Quasi wie bei einer Kassette, nur größer.3 Stunden her, Ronald schrieb:Mit der Erkenntnis, dass das Tonbandgerät die Tonkanäl durch Schalter getrennt aufnehmen kann, ist die Fehlfunktion bei der Aufnahme des linken Kanals naheliegend. Gäbe es einen Fehler in diesem Schalter, wäre das normalerweise schon beim Aufnehmen aufgefallen, da das VU-Meter dann falsch ausschlägt. Das VU-Meter zeigte während der Aufnahme aber richtig an.Deswegen ist der Tip von @Kirunavaara goldwert, das mit der Hinterbandkontrolle nachzuprüfen. Auf die Idee bin ich z.B. gar nicht gekommen; dafür nehme ich zu selten mit dem Teil auf - ist in 15 Jahren erst mein 3.Tonband, was ich aufnehme.
16. Oktober16. Okt Bei Viertelspur-Stereo-Geräten geht das Rückwärtsabspielen erstmal nicht, weil dann ja nach Umdrehen des Bandes nicht die Spuren 1 und 3, sondern 4 und 2 an den aktiven Teilen der Köpfe vorbei laufen. Mit dem Trick, das Band in sich zu verschränken, also mit der Trägerfolienseite an die Köpfe zu legen, geht es trotzdem, wenn auch etwas leiser und dumpfer wegen des größeren Abstands vom aufgezeichneten Signal zum Kopfspalt.Mit einem Viertelspur-Quadro-Gerät geht Rückwärtsabspielen von Viertelspur-Stereo-Aufnahmen ganz bequem und in voller Qualität durch Umstöpseln der Ausgänge von Front auf Rear. Da haben die Köpfe nicht nur zwei, sondern vier aktive Spuren. Das gab's auch von Teac, aber die A-3300 SX gehört meine ich nicht dazu.
16. Oktober16. Okt Vor einer Stunde, Kirunavaara schrieb:Bei Viertelspur-Stereo-Geräten geht das Rückwärtsabspielen erstmal nicht, weil dann ja nach Umdrehen des Bandes nicht die Spuren 1 und 3, sondern 4 und 2 an den aktiven Teilen der Köpfe vorbei laufen.Das hätte ich auch nicht gewusst und Spuren wie auf der Autobahn vermutet. Bei der Kassette ist das aber nicht so.(?) Wie funktioniert dabei die Kanaltrennung, so dass 1 und 3 nicht von 4 und 2 "gestört" werden?
16. Oktober16. Okt Ersteller Bei der Stereo-Kompaktkassette ist das 1 und 2, 3 und 4. Deswegen kann man z.B. eine Stereokassette auch mit einem Mono-Rekeorder abspielen - der Leser ließt beide Spuren gleichzeitig. Der spielt dann die Summe von 1 und 2, bzw. 3 und 4. Legt man eine Mono-Kassette in einen Stereo-Rekorder, lesen beide Leser eine Spur.
16. Oktober16. Okt Ersteller 22 Stunden her, Kirunavaara schrieb:Hallo Daniel,zuerst würde ich per Hinterbandkontrolle testen: Stelle mal während der Aufnahme die Output-Schalter auf Source. Kommt dort die Musik auch bereits nur einseitig an, liegt es eher am Aufnahmeverstärker als am Aufnahmekopf. Fehlt der linke Kanal nur bei Schalterstellung Tape, was angesichts der während der Aufnahme korrekt ausschlagenden VU-Meter wahrscheinlich ist, dann liegt der Fehler irgendwo zwischen Aufnahmeverstärker und Aufnahmekopf.Vorab zur Erläuterung: Ich nehme immer in der Stellung "Source" auf.Hab Deine Vorgehensweise gerade mal durchgetestet - u.a. auch mit dem Kopfhörer. Auf "Source" sind beide Kanäle gleich laut und die VU-Meter schlagen beide gleich aus. Also das, was ich beim Aufnehmen immer sehe. Wenn ich auf "Tape" stelle ist der linke Kanal etwas leiser und das VU-Meter für den linken Kanal zeigt tatsächlich auch etwas weniger an. Ist mir noch nie aufgefallen, da ich tatsächlich immer nur in "Source"-Stellung aufnehme.In der Stellung "Tape" konnte ich mit dem Line-In-Lautstärkeregler ohne Probleme den linken Kanal so weit anheben, das beide Kanäle in gleicher Lautstärke aufgenommen wurden.
16. Oktober16. Okt 9 Stunden her, Ronald schrieb:Das hätte ich auch nicht gewusst und Spuren wie auf der Autobahn vermutetDie 3440 war eine solche, für Studiozwecke, mit Simultaner Sufnahmemöglichkeit und overdubbing. Ach damals…3 Stunden her, EntenDaniel schrieb:das beide Kanäle in gleicher Lautstärke aufgenommen wurden. Dann kommst du jetzt klar, oder möchtest du weiter forschen?
16. Oktober16. Okt Ich wäre noch nicht zufrieden, denn es hört sich so an, als wäre der "Pegel" des linken Kanals im Vergleich zum Rechten zu niedrig. Warum? Bearbeitet (16. Oktober16. Okt von Ronald)
17. Oktober17. Okt 10 Stunden her, Ebby Zutt schrieb:Die 3440 war eine solcheDie spielt auch die Bänder der 3330 spurtreu ab, weil es eine Schaltung für den Spurwechsel gibt?Die Spulen sind "codiert"?
17. Oktober17. Okt Vor 35 Minuten, Ronald schrieb:Die spielt auch die Bänder der 3330 spurtreu ab, weil es eine Schaltung für den Spurwechsel gibt?Die Spulen sind "codiert"?Nein & Nein. Zu Risiken & Nebenwirkungen:https://www.hifiengine.com/manual_library/teac/a-3440.shtml
17. Oktober17. Okt Vor einer Stunde, Ebby Zutt schrieb:Nein & Nein.OK, hatte nur das gefunden. https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=12242&pid=137914
17. Oktober17. Okt 23 Stunden her, Ronald schrieb:Wie funktioniert dabei die Kanaltrennung, so dass 1 und 3 nicht von 4 und 2 "gestört" werden?Da liegt in der Tat einer der Pferdefüße von Viertelspur-Stereo-Bandgeräten. Wenn man so aussteuert, daß die Dynamik des Bandmaterials ausgenutzt wird, dann gibt es fast unweigerlich Übersprechen der Aufname in Gegenrichtung. Je höher die Geschwindigkeit, desto deutlicher der Effekt. Deswegen ist Viertelspur mit 19 cm/s je nach Musikmaterial bisweilen grenzwertig, und 38 cm/s geht eigentlich gar nicht, obwohl es manche Geräte anbieten.Bei der Cassette hat man zum Glück die Spuren wie von Daniel beschrieben anders sortiert, so daß das Übersprechen fast nur zwischen den beiden Kanälen derselben Laufrichtung auftritt, was im Alltag so gut wie gar nicht stört. In der Mitte des Bandes ist dann ein etwas breiterer "Rasen" (Spurabstand), um das Übersprechen der anderen Laufrichtung weiter zu minimieren. Begünstigend dazu kommt noch die geringe Geschwindigkeit von 4,76 cm/s.18 Stunden her, EntenDaniel schrieb:In der Stellung "Tape" konnte ich mit dem Line-In-Lautstärkeregler ohne Probleme den linken Kanal so weit anheben, das beide Kanäle in gleicher Lautstärke aufgenommen wurden.Prima, dann ist die grundsätzliche Funktion schonmal gegeben und höchstwahrscheinlich der Aufnahmekopf nicht beschädigt. Jetzt würde ich an folgenden Stellen weiter probieren:Ein paarmal den Aufnahme-Wahlschalter für den linken Kanal während der Aufnahme hin- und herbewegen und wieder mit Hinterbandkontrolle abhören. Ist die Lautstärke links jedes Mal, wenn der Kanal eingeschaltet ist, immer etwas unterschiedlich? Dann liegt's wirklich am Schalter. Ist die Lautstärke jedes Mal gleich, kannst Du folgendermaßen weitersuchen:Bandmaterial: Der linke Kanal liegt ganz außen an der Bandkante und ist deswegen empfindlich für Beschädigungen und kleine Unebenheiten im Band. Versuche es spaßeshalber mal mit einem anderen Band, auch wenn das vom ersten Versuch fürs Auge einwandfrei aussieht.Bandzug: Auch ein zu lockeres Anliegen des Bandes am Aufnahmekopf macht sich oft zuerst im linken Kanal bemerkbar, weil die Bänder oft nicht topfeben sind, sondern eine leichte Hohlkrümmung aufweisen. Kannst Du testen durch leichtes Abbremsen der Abwickelspule mit der Hand während der Aufnahme. Sind dann beide Kanäle gleich laut, mußt Du an den Bandzug-Einstellungen des Geräts nachjustieren.Dreck? Manche Ablagerungen auf den Köpfen sind kaum sichtbar und können trotzdem den Pegel beeinflussen. Geh nochmal mit in Isoprop oder Spiritus getränktem Wattestäbchen gründlich über die Köpfe, schaden kann es nicht - aber wenn es hilft, dann ersparst Du Dir die weitere Suche :-)Viele Grüße,Martin
vor 1 Stunde1 h Ich kenne das Problem von aufmagnetisierten Köpfen. Dann schafft des die HF Vormagnetisierung nicht mehr. Also Aufnahme und Wiedergabekopf entmagnetisieren und dann wieder schauen/hören, was los ist.Jens
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