26. September 200520 J. Wenn man im Besitz eines AX GT ist, kann man von sich behaupten, dass man ein seltenes Fahrzeug hat; zumal, wenn es sich hier auch noch um einen „Opera de Paris“ handelt. Wenn man jedoch auch noch das Glück hat einen AX Vollcabriolet sein eigen nennen zu dürfen, so grenzt dieses Glück wohl an Unverschämtheit und man muss sich darüber im Klaren sein ein nicht nur seltenes Fahrzeug zu besitzen, sondern zudem auch noch ein AX den man wohl höchstens nur 4 - 5 mal noch so in D. anzutreffen vermag – wenn überhaupt! So kam ich im Frühjahr dieses Jahres an die einmalige Gelegenheit ein solches AX Vollcabriolet zu erwerben, was ich dann auch gleich, ohne zu zögern auch in die Tat umsetzte. Das mir angebotene Fahrzeug war lange Zeit abgemeldet, präsentierte sich freizügig und total verstaubt meiner ersten Inaugenscheinnahme; Ich wusste ich muß diesen AX kaufen und es war der fast zweijährige Cabrioletentzug nach Verkauf meines roten Visa Plein-Air, der mich zu diesem Entschluss zwang. Nachdem ich das neue Schätzchen einmal auf Herz und Nieren geprüft habe, musste ich feststellen, dass ein paar kleine aber wichtige Teile der Karosserie fehlten – nämlich die C-Säulen Fenster, die bei diesem AX teilversenkbar waren und bei einem unachtsamen Verschließen des Verdecks im Zeitraum des Vorbesitzes wohl zu Bruch gegangen waren. Die Beschaffung der neuen C-Säulenfenster gestaltete sich als kleines Abenteuer, da ich keinen Kontakt zum damaligen Karossier, die Firma Borcholder, mehr herstellen konnte. Es konnte mir auch keiner eine Angabe zu den Maßen oder andere Wiederbeschaffungsquellen für das zu Bruch gegangene Glas machen. Als ich das Verdeck meines kleinen Cabriolets verschloss, fiel mir lediglich eine gewisse Artverwandtschaft zum Peugeot 205 Cabriolet auf, was mich dann unweigerlich darauf brachte mal die Türscheiben, welche bei meinem AX auch rahmenlos waren wie die vom Peugeot 205. Tatsächlich hatte die Umbaufirma sich der Teile des „205er“ Cabriolets bedient um einen möglichst ästhetischen Umbau von der 3-Türigen Limousine zum eleganten Cabriolet zu realisieren. So bekam ich dann meine fehlenden Fenster über den Peug.-Händler und konnte dann die Karosserie bäldigst wieder komplettieren. Beim Nebeneinanderstehen meiner beiden AX konnte ich dann sehr schnell merken dass außer eines Aufschneidens der Karosserie auch noch viele andere Details am Cabriolet anders sind als bei meinem AX GT. Hier für die Statistiker die Kurzform: AX GT – Selbsttragende Karosserie ohne nennenswerte Versteifungen im Fahrgastraum. AX Cabriolet – Karosserie offen mit sichtbaren Verstärkungen im Schweller innenbereich, Überrolbügel und einer Verstärkungseinheit am Heckabschluss, sowie einer unsichtbaren Verstrebung an der Vorderen Kante der Rücksitzbank. AX GT – Türen mit Fensterrahmen und angedeutetem Übergang zur B-Säule AX Cabriolet – Türen ohne Fensterrahmen und einem etwas nach hinten versetzten rahmenlosen Fenster (Peugeot Teil). Der Ausgleich zum vorderen Dreiecksfenster wurde durch ein leicht verändertes Fensterführungsprofil zwischen Dreiecks- und Türfenster geschaffen. Der Fensterhebermechanismus wurde von Peugeot übernommen und der AX Türe angepasst; ebenfalls die Dicht und Schachtleisten der Türen sowie der komplette Überrollbügel welcher anstelle der serienmäßigen B-Säule sitzt. AX GT – Ausstellfenster hinten. AX Cabriolet – Versenkbare Scheiben hinten. Mit dem Verzicht auf die Lautsprecherboxen hinten wurde der Platz geschaffen um den Fensterhebermechanismus für die, auch von Peugeot übernommenen, hinteren Scheiben unter zubringen. Wo beim AX GT die Gürtellinie geradewegs weiterläuft, wurde beim Cabriolet ein leicht geschwungener Bogen aufgesetzt, welcher den Dachmechanismus aufnimmt. Das Dach wurde auch vom 205 übernommen; allerdings nur bis zur C-Säule. Dort wurde es den Maßen des AX angepasst. Im Ergebnis ist die Heckscheibe etwas länger wie beim Peugeot und der Streifen unter dem Heckfenster ist ebenfalls etwas breiter ausgefallen, als das beim 205 der Fall ist. Die Heckklappe beim AX Cabriolet muss im Gegensatz zum AX GT ohne Heckfenster auskommen und ist an der Verstärkungseinheit am Wagenheck als kleine Ladeluke – pardon – Briefkastenschlitz oder besseres Handschuhfach angebracht. Die damit verbundene schwere Zugänglichkeit dieser „großen Brieftasche“ war beim Visa Plein-Air besser gelöst. Statt wie hier im Fall ohne Aufstelldämpfer nach oben öffnend nur einen Schlitz frei zugeben, öffnete sich das Kofferabteil beim Visa nach unten wie bei einer Kuchentheke und gab so einen für Cabriolet-Verhältnisse halbwegs zugänglichen Gepäckraum frei. Die Sitzgestelle wurden auf die nun breiteren Schweller angepasst, was mir die Beschaffung einer neuen Innenausstattung nicht gerade erleichterte. Ich musste die Sitze komplett „strippen“ und das Innenleben der Sitze auf das veränderte Sitzgestell des Cabriolets neu aufbringen, was einiges an Sattlerarbeit mit sich brachte. Da es sich bei dem AX Cabriolet ursprünglich um das Sondermodell AX Mompti handelte hatte es bis zu meiner Inbesitznahme keine hochwertige Ausstattung. So bekam dieser AX von mir ein Instrumententräger mit Zeituhr; allerdings unter Berücksichtigung des originalem km-Stand von damals 52.Tkm spendiert. Wie schon erwähnt wurde das Interieur gewechselt, die schwarz-rote Veloursausstattung des Sondermodells AX Image tat hier gute Dienste und passte daher gut zur schwarzen Außenlackierung. Das Armaturenbrett wurde von mir durch die noch fehlenden Handschuhfachdeckel auf der linken und rechten Seite noch ergänzt und wo ich schon dabei war, auch der komplette Innenteppich neu verlegt sowie der gesamte Kofferraum mit Teppich ausgelegt und verkleidet. Als abschließende Maßnahme bekam mein Cabriolet noch einen verchromten Kühlergrill, wie ihn auch der AX Image, der AX Le Noire, der AX Thalassa und der AX GT Opera de Paris gehabt haben. So wurde aus einem AX 11E ein AX 11 TRE und Inzwischen habe ich mit dem AX Cabriolet die 57.Tkm Marke überschritten. Es macht einfach nur Spaß dieses kleine Auto über die Landstraße zu bewegen, was die Fotos vom Bodensee eindrucksvoll hinterlegen. Der Verbrauch dieses Vergaser AX beläuft sich je nach Fahrweise auf 5,4 bis 6,5 l auf 100 gefahrene km. Für ein Auto aus der Bauzeit 1989 mit alter Technik ist das nach wie vor ein bemerkenswertes Ergebnis. Beste Grüße, ACCM R. Pätzel 61118 Bad Vilbel
26. September 200520 J. Glückwunsch zu Deinem AX Cabrio und danke für den interessanten Bericht über die Modifikationsmaßnahmen. Als ehemaliger AX-Fahrer freue ich mich jedes Mal, wenn ich im Straßenverkehr diesen pfiffigen und meist unterschätzten Citroen sehe. Gibt es vielleicht "Vorher-Nachher"-Fotos? Gruß, Achim.
27. September 200520 J. Ersteller ...und hier ein paar Bilder von beiden AXen... ...Mit besten Grüßen von AX zu AX Roman PS: Ich suche nachwievor nach Leuten, die auch solch ein AX Vollcabriolet Ihr Eigen nennen um ein Register für diese AX anzulegen.
27. September 200520 J. ja, das scheint mir sehr eindeutig vom 205 cabrio zu sein - selbst der bügel schaut ja aus wie bei meinem 205: dein ex-BX hat übrigens jetzt doch die flügel gestreckt - wir kriegen das elektrik-/elektronikproblem nicht in den griff - er läuft einfach nicht mehr. schade drum. gruss, kris
27. September 200520 J. Hallo! Sehr schöne Autos. Ist das etwa ein Vauxhall-Emblem, das bei dem Cabrio auf dem Kofferraumdeckel klebt? MFG
27. September 200520 J. Ersteller Hallo kris, das ist aber schade. :-( Denn die Farbe ist wirklich selten. Zum Cabriolet: Wie ich schon in meinem Bericht bemerkte; es wurden sich in der Tat der Teile des "205er" bedient, dass heißt der Überrollbügel und die seitliche Verglasung ist vom 205. wo wir gerade dabei sind, war da nicht mal ein Treffen bei uns oder bei Dir geplant? Würde mich sehr freuen wenn wir das mal hinbekommen würden. Gruß Roman @Wolfgang, in der Tat handelt es sich um ein Vauxhall Zeichen, welches ich bei nächster Gelegenheit wohl entfernen werde. Bislang habe ich angenommen, dass es das Emblem der Karosseriebaufirma Borckholder war, die diesen AX zum Cabriolet umbaute, doch weit gefehlt... An Alle: Ich suche auch noch nach Informationen über besagte Firma Borckholder. zwecks Vervollständigung meiner Historie über den AX Cabriolet-Umbau. Beste Grüße Roman
30. November 200520 J. Ersteller Hallo Zusammen, ich suche nach wievor nach Fahrern solcher AX Vollcabriolets zwecks Anfertigung eines Registers. Sollte mein AX denn noch der einzige in D. zugelassene AX Vollcabriolet sein?? Beste Grüße Roman
30. November 200520 J. Ich finde das Cabriolet sehr sehr chic, ich kann mich nur nicht so richtig mit dem AX anfreunden, obwohl mir die Karre immer wieder ans Herz gelegt wird, weil angeblich billig im Unterhalt. Aber wo findet man schon ein luxuriöses Modell? Meist sind es doch Spardosen mit wenig bis keiner Ausstattung. Ich fahre da lieber einen 205. Das Cabrio dazu ist eines der schönsten und formschlüssigsten, wie das Golf I Cabrio oder der offene Käfer. Schön und formschlüssig. Wenn ein Cabrio einen geschlossen Zwilling hat, sollte man diese Verwandtschaft nicht nur an den Leuchten und dem Schriftzug shen. Das ist bei allen o.g. Cabrios der Fall. Deshalb finde ich auch das DS Cabrio häßlich, solange das Dach zu ist. Denke ich allein so? Gruß Basti
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