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Tja leute es ist soweit ! Bald Maut für PKWs

Hervorgehobene Antworten

coupespace postete

Bei diesem Modell werden jedenfalls die belohnt, die keinen Rauch rausblasen, weil sie eben nicht fahren.

Und bei uns kriegen sie es noch nicht mal gebacken, einen Partikelfilter mit finanziellen Vorteilen zu versehen.

Respekt für die, die sich trotzdem einen nachrüsten lassen, sofern sie nicht eh schon einen drin haben!!

Das Beispiel Frankreich zeigt eindrucksvoll, wohin eine Autobahnmaut führt:

die Autobahnen, die schnellen Fernverkehr im Interesse Aller (also auch der nicht autofahrenden Stadt- und Dorfbewohner wg Verkehrslärm und der Konsumenten, die auch abseits der Küste und weit weg vom nächsten Güterbahnhof Seefisch essen wollen) ermöglichen sollen, sind wegen der hohen Kosten ziemlich leer. Parallel dazu laufende Nationalstraßen werden seit Jahrzehnten mithilfe großer Mengen Steuergelder 4-spurig ausgebaut, um den Verkehr bewältigen zu können, für den mal die Autobahnen gebaut wurden.

Das Mautsystem in F funktioniert nur auf einigen wenigen Strecken, z.B. von Paris nach Lyon. Diese Route wird auch mit großem wirtschaftlichen Erfolg von der SNCF mit TGV im 20-Minutentakt bedient, was nur anzeigt, wie immens wichtig diese Strecke im innerfranzösischen Verkehr ist.

Nur diese Strecke wurde in der oben erwähnten ARD-Reportage vorgestellt mit dem Tenor: seht her, so toll funktioniert das Autobahnsystem in Frankreich. Wer in F trotz Maut die Autobahn nutzt, hats wirklich eilig und muss nicht mit jedem Cent rechnen.

Der Unterschied ist nur, das in F die Autobahnen von vornherein privat finanziert wurden während hier versucht wird, uns die Nutzung von Strecken zu berechnen die wir über KfZ und Mieralölsteuer schon mehrfach bezahlt haben.

Ja, Heinz,

das ist der wichtige Unterschied!

Als Vorteil einer Maut bleibt aus meiner Sicht nur die Beteiligung der Ausländer.

Das muß im Sinne der Gerechtigkeit auf Dauer aber kommen, so oder so.

Gruß

Wieso? Ein Plaketten-Maut ist und bleibt ungerecht! Die Lasten der Automobiltät können doch nicht wie z.B. die Lasten des Gesundheitssystems behandelt werden, alle zahlen in einen Topf, um die "Schwachen" (Pendler/chronisch Kranke) aufzufangen!

Mich regt der ADAC auf, der gegen die bescheuerten Plaketten-MAUT-Vorschläge mit der genauso bescheuerten Alternative einer CO2-abhängigen KFZ-Steuer kontert. Der gleiche Blödsinn. Die haben zu viel Dieselstickoxydie im Hirn. So zahlt wieder der ruhende Verkehr für Dreck, den er gar nicht verursacht.

Ich kann nicht fassen, wie befangen diese Machtinhaber sind. Die wissen ganz genau, dass bei einer verbrauchsabhängigen Steuer weniger dreckiges Wachstum entsteht. Unsere Gesellschaft denkt zu kurzfristig, und beim Begriff Freihheit denken zu viele als erstes an's Autofahren.

Hollger

Hallo,

ich hoffe nur, daß es mit dem Straßennetz nicht genau so ein Desaster wird wie mit dem Schienennetz.

Dieses wurde auch mit Steuer-Geldern (teils unserer Großeltern) errichtet, dann der Bahn praktisch geschenkt und die zockt uns alle nun kräftig nochmal ab und schließt eine "unwirtschaftliche" Strecke nach der anderen, vom Service ganz zu schweigen.

So hab ich versucht, für meinen Weihnachtsbesuch in Stuttgart eine Auto-Alternative zu finden. Bei der Bahn sind I-Net-Buchungen nur bis 10.12.05 möglich (liegen danach keine Schienen mehr oder auch wegrationalisiert?), zum voraussichtlichen Preis von 165 € mit teilweise 2x umsteigen (Sparpreis).

Mit der dba, also kein Billigflieger, o.k.-Buchung Berlin-Stuttgart und zurück für 105€.

Fahre ich mit dem Auto und nehme noch zwei von der Mitfahrzentrale mit, wird die Taxe zum Flieger teurer als die Langsteckenfahrt.

So bekommt man keinen von der Straße.

Wenn ich das auf die kommende Maut projeziere, dann Gute Nacht!

Gruß Volker

moinz,

also was mich bei dieser ganzen mautdiskussion richtig ärgert - und nicht nur bei der - ist die tatsache, dass der staat immer nur versucht sich neue einnahmequelle zu erschliessen.

ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man mit den heutigen einnahmen nicht mehr auskommt. die sollten sich endlich mal gedanken darüber machen, wie sie ausgabenseite "vernünftig" gestalten. dafür muss man wahrscheinlich nichtmal grosse einschnitte ins sozialsystem vornehmen. einfach mal den kompletten, bewegungsunfähigen apparat ausmisten, der sich da staat nennt.

keine sinnlosen ausgaben im inland und ein gesundes "nein"-sagen im internationalen feld.

und ganz wichtig, die leute müssen auch wieder verantwortung für ihre entscheidungen tragen. wenn irgendein bau-dezernent eine 50-mille brücke für kühe und schafe baut, kann da etwas nicht stimmt. im gegenzug müsste sich der herr dezernent unter selbiger wiederfinden!!!

nur was sich jetzt demnächst abspielen wird, vorallem in hinblick auf cdu/spd

regierung, wird zum kollaps führen.

gruss

An politischen Diskussionen unter dem Doppelwinkel habe ich nicht wirklich Spaß.

Nur ein Kommentar zu dem, was Volker in #057 sagt:

Das Ergebnis beschreibt er richtig, wie ich finde: "So bekommt man keinen von der Straße".

Zu den Gründen habe ich aber eine andere Meinung:

- Das Fliegen wird derzeit bis zum Abwinken subventioniert, ist aber incl. Taxi zum Flughafen noch nicht billig genug.

- Die Bahn macht auch mit den aktuellen Preisen Pleite, muß mindestens ihren Service (?) noch weiter reduzieren.

Was folgert man nun daraus, daß das Privatauto offenbar preisgünstiger ist, zumindest wenn es mit mehreren Personen besetzt ist?

Das Autofahren muß wohl teurer werden, wenn man "jemanden von der Straße bekommen will".

Gute Fahrt allerseits und Vergebung für meine völlig abwegigen Gedanken

Letzte Meldung in den Nachrichten:

Die PKW-Maut-Pläne wurden mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt.

Alles bleibt so wie es ist. Allerdings wollen die Länder dann einen höheren Anteil an der Mineralsteuer.

Gruß

Markus

Und den höheren Anteil dürfen wir dann wieder gegenfinanzieren?!?!?!

  • Ersteller
phantomas postete

Letzte Meldung in den Nachrichten:

Die PKW-Maut-Pläne wurden mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt.

[...]

...knapp ! mal sehen wie es das naechste mal ausgeht....

Jetzt kommt's noch frecher!

Da sollen doch die Autobahnen, die wir Autofahrer mit unserer Mineralöl-, Öko-, und Kfz-Steuer bezahlt haben, verkauft werden, und dann sollen wir den neuen Besitzern die Strassen, die uns gehören, noch einmal bezahlen!

Nächste Woche verkaufe ich das Auto meines Nachbarn, er kann es ja dann von dem neuen Besitzer zurück leasen!

FRECH - FRECHER - AM FRECHSTEN - POLITIKER!

Hallo,

so wird's wohl kommen, mit der Eisenbahn (sh. #055) hats doch auch geklappt!

Das sind halt die Gedanken der von uns gewählten Politiker, die entweder nach verlorener Wahl an ihren Sesseln kleben oder sich zuerst ausgiebig um die Pöstchen streiten und dann (vielleicht) auch mal um Inhalte Gedanken machen.

In Frankreich wären längst alle Straßen blockiert, bis hin zum Generalstreik.

Was machen WIR? Wir mosern rum - ich sage nur DEUTSCHLAND!

Gruß Volker

@Volker

Nichts für ungut, aber Generalstreik füllt die leeren Kassen nicht.

Mir gefällt eine Maut auch nicht. Nur mit Lösungsvorschlägen für die Konsolidierung der Staatsfinanzen tue ich mich schwer.

Kann mich im Übrigen nicht mehr so recht erinnern, was unsere westlichen Nachbarn getan haben, als ihnen klar gemacht wurde, daß der Staat kein Geld habe (das war in F schon länger so), und die dringend notwendigen Autobahnen deshalb privat finanziert werden müßten.

Probleme mit unserer großen Politik habe ich vor allem, wenn ich höre, daß die Erlöse aus dem BAB-Verkauf im riesigen Haushaltsloch (inzwischen viel größer als wir alle wahrhaben wollen) zur Deckung der laufenden Ausgaben verschwinden sollen.

Akzeptieren könnte ich, wenn die Erlöse angelegt würden und die Zinsen aus der Anlage in den Haushalt gingen. Am besten noch vorher um die Inflationsrate gekürzt. Dann würde wenigstens nicht noch die Substanz verbraucht, die mit früheren Steuerneinnahmen finanziert wurde.

Gruß

Knut Rothstein postete

@Volker

Nichts für ungut, aber Generalstreik füllt die leeren Kassen nicht.

Hallo Knut,

ich sagte ja auch bis hin zum.

Richtig, es füllt keine leeren Kassen, aber es verhindert vielleicht, daß meine Kasse leerer wird. Außerdem empfinde ich es als Betrug am Volk, wenn bereits von der Allgemeinheit finanzierte Werte verhökert werden, um sie dann von der gleichen Allgemeinheit widerrum bezahlen zu lassen.

Bei Neubauten kann man ja darüber diskutieren.

Welche Mittel haben wir denn, uns gegen solche abstrusen Ideen zu wehren?

Auto stehen lassen?

In Polen tanken?

Protestbriefe schreiben?

Das Mittel der Volksbefragung hat man wohlweislich im Keim erstickt.

Es würde schon einiges Geld in die Kassen bringen / in den Kassen verbleiben, wenn endlich die Geldverschwendung (s.h. Bund der Steuerzahler mit seinem jährlichen Bericht) eingedämmt würde und mal bei den Verantwortlichen das Verursacherprinzip eingeführt würde.

Gruß Volker

@062, Hallo volker1930!

"In Frankreich wären längst alle Straßen blockiert, bis hin zum Generalstreik.

Was machen WIR? Wir mosern rum - ich sage nur DEUTSCHLAND!"

Genau so ist es! Liegt wohl daran, das wir nie eine französische Revolution hatten, bei der wir lernen konnten, das wir, das Volk, der Souverän dieses Staates sind, und das man uns nicht weg zu nehmen hat, was uns gehört!

Das privat finanzierte Autobahnen, wie bei einigen unserer Nachbarn geschehen, gegen eine Nutzungsgebühr benutzt werden dürfen, ist OK, aber unsere Strassen sind mit unseren Steuergroschen finanziert worden, ergo haben wir, die Steuerzahler, sie bezahlt! Es sollen für die die Benutzung diejenigen bezahlen, die hier keine (z.B. Kfz-Steuer) Steuern bezahlen!

Jaja, so ein Österreicher mit Scheitel und kleinem Schnauzer hat die Autobahnen bauen lassen...

Die Kosten von damals hat kein Steuerbezahler der heutigen Republik beglichen.

Nur mal so als Gedanke von mir.

Gruß

Markus

@ Markus,

ach was???

Meine Eltern (bin 60) sind tot, soll ich deshalb "ihre Investition" nochmal bezahlen?

Meine Kinder/Enkel haben die BAB auch (noch) nicht bezahlt -> nach mir die Sintflut?

Außerdem sind die Pisten doch nicht mehr (zum Glück) in dem Zustand von 1939 ff.

Womit wurde das bezahlt?

Gruß Volker

Jo genau Volker,

weil die Pisten nicht mehr im Vorkriegszustand sind und auch ständig erweitert und abgenutzt werden, muss die Pflege einer bezahlen.

Am besten die, die die Strassen nutzen (also auch Ausländer).

Gruß

Markus

Ist schon merkwürdig bei unserem Staat, wenn Geld fehlt wird nach neuen Einnahmequellen gesucht, zuerst natürlich bei der Lieblingsmelkuh Autofahrer.

Auf die schlichte Idee, es so zu machen wie die meisten von uns, nämlich die Ausgaben zu senken kommt man dort offensichtlich nicht.

Hallo,

Die Autobahnen sind durch die Steuerzahler bereits mehrfach bezahlt worden.

Eine Privatisierung der Autobahnen daher politisch nicht vermittelbar.

Wenn das Eigentum der Autobahnen beim Bund verbleibt, kann die Beteiligung von Privaten bei Ausbau und Instandhaltung von Autobahnen durchaus sinnvoll sein.

Was ist also zu tun?

Die Lösung liegt nah:

LKW - Maut weiterentwickeln.

Gruß,

C-Breiling

Déja vu.

Immer wenn Steuererhöhungen im Anmarsch sind (Mehrwertsteuer so sicher wie das Amen in der Kirche) werden wilde Gerüchte gestreut, zu welchen Grausamkeiten es denn in naher Zukunft kommen könnte. Dann bricht ein Sturm der Entrüstung los, von wegen unsozial, geht doch nicht, Schnauze voll usw., die Regierung sieht das ein und beschließt dann nur eine Steuererhöhung "light".

Alle sind zufrieden, die Politiker sind ihrem sozialen Gewissen gefolgt, die Steuerzahler werden nur ein bisschen gemolken und es herrscht wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Bis zur nächsten Runde...

PS: Hatten wir vor 6 Wochen nicht eine aufgeregte Diskussion um radikale Steuersenkungen bzw. Vereinfachungen unter einer Angie-Kanzlerin. Puh, wie die Zeit verfliegt...

  • 4 Wochen später...

Aus aktuellem Anlass:

Sonntag 13. November 2005, 02:51 Uhr - Einführung einer Pkw-Maut offenbar nicht vom Tisch

Hamburg (ddp.vwd). Die künftige Regierungskoalition aus Union und SPD will sich nach einem Zeitungsbericht die Möglichkeit zur Einführung einer Pkw-Maut offen halten. Wie die Zeitung «Bild am Sonntag» vorab berichtete, wurde in der Endfassung des Koalitionsvertrages in letzter Minute ein Passus gestrichen, demzufolge die Koalition die Einführung einer Pkw-Maut ablehnt. In einer früheren Fassung des Vertragswerks sei die Passage noch enthalten gewesen. Dem Blatt zufolge ist auch der Verkauf des Autobahnnetzes nicht vom Tisch.

Man sollte diese Banditen in Berlin erschlagen!

Letzte Info heute in 1Plus beim CT-Magazin: Große Koalition nimmt PKW-Maut in Regierungserklärung auf.

Wie sollten die auch auf so eine "goldige" Idee verzichten, die so leicht Geld einbringt?

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