1. November 200520 J. Wo auch sonst sollte ich diese Frage posten. Ist hier schließlich das "Alles rund um Citroen"-Forum. Also: Möchte in ein paar Tagen von Ungarn aus nach Serbien - nur Nordserbien bis maximal Novi Sad und Belgrad. Gibt es etwas zu beachten? Angeblich soll es dort geradezu freundlich sein. Vielleicht ist ja hier ein Auskenner...
1. November 200520 J. Hallo! Ich kenne mich da nicht aus. Was mir trotzdem so zu Serbien einfällt: vor wenigen Tagen begann die Lizenz-Produktion des Fiat Punto bei Zastava: http://www.zpk.co.yu/foto_album_files/zastava10.htm Würde mich aber auch mal interessieren, was in dem Land so passiert. Man bekommt hier ja wenig wenig mit, obwohl Deutschland und Italien die beiden wichtigsten Handelspartner von Serbien-Montenegro sind. MFG
1. November 200520 J. Ersteller Naja, es soll vorangehen. Ich bin auf Novi Sad gespannt, soll unendlich schön sein. Weiterhin soll es aber Schwierigkeiten mit korrupten Polizisten geben. Allerdings wohl auch in Ungarn. Auch die Maut wird wohl in beiden Ländern nach Ermessen des Kassierers berechnet.
2. November 200520 J. Michael S. posteteHmm, die alleine bringen nicht viel... ;-) Wieso, daß "Zubehör" gehört doch zur Grundausstattung bei Fahrten auf den Balkan.
2. November 200520 J. hey,hey,hey das ist nicht fair,bin zur Hälfte Kroate,und dieses Zubehör hatte ich noch nie gebraucht. in Serbien gilt ,nicht schneller fahren als erlaubt,10 km zu schnell ,kostet ca.300 eur(natürlich,dieses tarif gilt nur für Ausländer),ein Freund von mir und ich waren auf dem weg nach Bulgarien (Fussballspiel Bulgarien-Kroatien) ,140 auf der Autobahn gefahren(130 erlaubt) ,und hoppla 300 Eur waren weg,aber die Polizisten waren wirklich nett!!!
2. November 200520 J. Vergiss nicht, die Dinger vorne kreuzförmig einzukerben, das sorgt für mehr Spass. ;-) Fred
3. November 200520 J. Kugelblitz posteteVergiss nicht, die Dinger vorne kreuzförmig einzukerben, das sorgt für mehr Spass. ;-) Fred Ausgesprochen blöde Idee, beim zweiten Schuß platzt Dir das Ding in der Hand.
6. November 200520 J. Ersteller So, ich bin zurück. Alle meine Vorurteile wurden gänzlich zerschlagen. Serbien ist sicher, geradezu langweilig sicher. Jedenfalls gilt das für Nordserbien. Alles was in den Warnhinweisen des Auswärtigen Amtes steht, trifft auf den nördlichen Teil nicht zu. Zu Südserbien kann ich nicht Stellung beziehen, da war ich nicht. Möglich, dass es dort "Balkaneser" ist. Die Menschen sind freundlich. Freundlicher als die meisten Deutschen. Es wird bereitwillig und aufrichtig geholfen. Gegenleistungen werden nicht oder nur widerwillig angenommen. Die Dörfer und Kleinstädte sind durchaus von Armut gekennzeichnet, allerdings nicht so, wie man es vielleicht aus arabischen Ländern kennt. Es empfiehlt sich jedem genau darauf zu achten, nicht als Protzer zu erscheinen. Nicht etwa, weil man danach überfallen wird, das passiert nicht. Vielmehr aus Respekt den Menschen gegenüber - und sich selbst. Das Problem ist, dass man sehr schnell in diese Falle tappt. Im Gegensatz zu Spanien etc., kann man in Serbien noch wahnsinnig billig leben - als Deutscher. Die Pension der Menschen dort beträgt ca. 100 EUR, der durchschnittliche Arbeitslohn beträgt ca. 300 EUR. Wer also mal eben 50 EUR rausrückt, gibt den Menschen dort also sehr sehr viel Geld, obschon es selbst nicht sonderlich weh tut. Ich war auch in der zweitgrößten Stadt Serbiens, Novi Sad. Die Stadt boomt. Fast alle Häuser sind jedenfalls nach außen saniert. Die Shoppingmeile ist umwerfend, alle großen Häuser sind vertreten und viele mehr. Dutzende oder hunderte Cafe's und Club laden zum Veweilen ein. Restaurants finde man eher weniger. Preise für uns teils lächerlich: Adidas Sneaker 25-70 EUR (hier: 80-180 EUR), 'nen belegtes Brötchen vom Bäcker: 20 Cent. Trotzdem frage ich mich, wer gerade die Modeartikel kauft. Ich denke, dass zu dieser Jahreszeit nicht besonders viele Touristen unterwegs sind. Von den Nato-Angriffen ist nichts mehr zu sehen. Es muss schrecklich gewesen sein, Wohnhäuser stehen höchstens 40 Meter von den Brücken entfernt. Beim Fotografieren der Brücken und Bahnhöfe sollte man noch ein wenig aufpassen, weniger die Polizei als vielmehr einige Bürger fühlen sich davon bedroht. Was natürlich Quark ist, weil es gibt ja Satelliten. Bis zum Schluß unbeantwortet blieb meine Frage, nach dem Warum. Denn es steht außer Frage, dass die Serben Großmachtambitionen hatten (die Handvoll Serben - Ha! Ha!), genau wie übrigens die Kroaten auch. Allerdings wurde auf meine Frage ausweichend regiert oder ich spürte Verdrängung oder peinliche Berührung. Ich denke, dass viele Serben mindestens gedanklich mitgemacht haben - also durchaus Schuld tragen. Zum Verkehr: Über die Dörfer sollte man vorsichtiger fahren, die Straßen sind nicht markiert und da wird es schon schwierig. Meistens fahre alle mit Fernlicht. Das Problem ist, dass zwar alle durchaus bereit sind, bei Gegenverkehr dieses auszumachen, aber dann sieht man nichts mehr. Also ggf. Fernlicht anlassen. Ich selbst bin gegen meine Gewohnheiten mit 3 Birnenschnaps (frisch gebrannt, logisch) und 2 Wein durch die serbische Nacht gefahren. Bin aber zurecht gekommen. (In dieser Nacht bin ich auch durch die "dunkelsten" Ecken Novi Sads gelaufen - mit 'ner teuren Spiegelreflex in der Hand. Alles kein Problem). Tja, hinsichtlich der privaten Gründe nach Serbien zu fahren, möchte ich keine Abhandlung schreiben. Jedenfalls vermisste ich auf dem Chip meiner Kamera gestern wichtige Bilder - augenscheinlich unglücklich gelöscht. So entschloss ich mich, noch heute morgen zum Tagesanbruch in die Stadt/Dorf zu fahren und die fehlende Orte erneut zu fotografieren. Gleichzeitig musste ich aber gegen 13.00 Uhr in Budpest sein. Es wurde also sehr eng. Ich fuhr also hernach schnell, sehr schnell, sehr sehr schnell. Eigentlich wird man immer gewarnt - vom Gegenverkehr. Aber nicht Sonntag morgen um 8 Uhr - da fährt nämlich niemand. 100 km/h darf man auf dem Autoput fahren. 154 km/h stand auf dem Lasergerät. Und das war kein Fake. Oh, heute früh hatte ich richtig Angst. Von 5 Stunden Aufenthalt war die Rede und 10.000 Dinar (120 EUR) Strafe. Ich hatte keine 120 EUR dabei (was noch tragbar wäre, aber wie soll man das Geld in der Provinz beschaffen) und vor allem keine 5 Stunden Zeit. Ich begann daher die Verhandlungen. Und nochmals: Auch die Polizisten sind freundlich, sehr freundlich. Und man muss freundlich ins Gespräch kommen in Serbien. Kein Geschacher wie in Ägypten. Klar gab es eine Lösung. Ich gab denen meine Reisekasse, sie lachten daraufhin herzlich und ließen mich ziehen. Ich habe es kapiert, wurde lediglich ca. 32 EUR los und bekam auch noch 200 Dinar zurück. Für den Kaffee, den ich mir dann noch kaufen konnte, zur Stärkung nach dem Schreck. So, ich hoffe ich konnte einen kleinen Abriss geben. In den 4 Tagen ist aber deutlich mehr passiert. ... Gruss Micha
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