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Artikel über den C6

Hervorgehobene Antworten

"Die" C6 steht bisher im deutschen Sprachgebrauch für die neue Corvette. Verrückt. Maskulin für den sanften Gleiter und feminin für den sportlichen Hoppler.

In Frankreich heißen ja alle Autos "die xxxx". In Deutschland für Citroëns: die DS, die Diane, die Ente (aber der 2CV).

Noch verbreiteter bei Motorrädern, da sind plötzlich ganze Marken feminin, die BMW, die Guzzi, die Ducati, Yamaha, die Honda. "Der" Honda und "der" BMW steht dann wieder für Autos. "Die" Citroën gab's hingegen noch nie. ;)

Gruß

Holger

Von all den Artikeln ist der aus der Frankfurter Rundschau der schönste.

Endlich Emotionen, und nicht abgeschrieben! Sehr nett!

coupespace postete

In Frankreich heißen ja alle Autos "die xxxx". In Deutschland für Citroëns: die DS, die Diane, die Ente (aber der 2CV).

"Die" Citroën gab's hingegen noch nie. ;)

Genau, sonst müsste es statt "die Ente" wohl "der Erpel" heissen ;-)

g.t.

In der aktuellen Auto-Zeitung kommt ein 8-seitiges Special über den C6. Die sind ziemlich begeistert von der Fuhre.

Sie sind mit dem C6 durch Paris geschippert - endlich mal keine Prospektfotos wie beim ADAC-Bericht, sondern Bilder vom C6 in seiner natürlichen Umgebung.

Kleiner Auszug aus dem Fahrbericht:

"Wir lassen uns ein Stück entlang der Uferstrassen (der Seine) treiben. Sanft wiegt die HP den 1,9 Tonner knister- und klapperfrei über Bodenwellen und Kopfsteinpflaster, während die 6-Gang-Automatik ruckfrei die Fahrstufen wechselt."

Zum Fahrwerk:

"Dabei handelt es sich um entkoppelte Achsschenkel vorn, die geringere Losbrechkräfte bei den Federelementen ermöglichen. Auch wurden Rechnerleistung und Regelstrategie erweitert. Im Ergebnis ist über 16 Kennlinien, die für jedes Rad einzeln gesteuert werden, eine differenziertere Anpassung an die Fahrbahngegebenheiten möglich."

Eine kleine Historie der Hydropneumatik ist auch drin, ist ganz nett (" Der BX erhielt McPherson-Federbeine an der Vorderachse, was die Produktionskosten senkte")

Negatives steht eigentlich nicht drin, ist aber auch kein Testbericht.

Gruß

Markus

Zum Artikel von 051 (Hier klicken):

Endlich mal ein Testbericht der Begeistert von den Rückleuchten berichtet...!!! Genau meine Meinung! Auch wenn das in vielen anderen Foren - und auch hier - ein sehr kontrovers diskutiertes Design-Thema ist.

Sowieso: Ein eigenständig geschriebener, guter und vertrauenswürdiger Text.

Die Anmerkung auf eine GESCHALTENE 4-Zylinder Version lässt hoffen...!!!

Gruss

Andreas

Danke für den Link!

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"Was den Neuen aber vom Klassiker trennt, ist die formale Zurückhaltung innen.

Statt spektakulärem Einspeichenlenkrad und verspielten Instrumenten wie einst,

ist der nüchterne Konservativismus heute gewollt und in vielen Kundenbefragungen

gereift, wie Robert Peugeot, PSA-Konzernverantwortlicher für Innovation, Design

und Qualität, beteuert:

"Wir legten von Anfang an größten Wert auf solide Anmutung, klare Erkennbarkeit

und einfache Bedienung."

Also ist innen mehr Audi-Bauhaus als eitles Bangle-BMW-Gekurve, und alles in

allem, könnte man auch sagen, hat Citroën mit dem C6 die große Kultur des

Reisewagens wieder belebt."

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Die finale Konklusion ist mir nicht begreiflich. Warum ist ein Audi A6 mehr Reise-

wagen als ein 5er BMW?

Aber ich finde obiges sehr interessant. Gerade das Interieur trennt mich vom C6.

Die haben wohl kaum CX- und XM-Kunden - also ehemalige Citroen-Oberklasse-

kunden befragt?

Da "Audi" hier genannt wird, und Robert Peugeot (!) ausdrücklich das Wort

"Anmutung" verwendet, wurden wohl auch hauptsächlich Audifahrer befragt.

Jetzt schließt sich der Kreis, fiel doch auch in den ersten Reaktionen zum

Außendesign häufig das Wort "Audi".

Man rechnet in der Oberklasse anscheinend doch mehr Stückzahlen zu

erreichen, als man bisher angibt. Für eine gewagtere Innenausstattung wäre

die Zielgruppe ehemaliger Citroën-Kunden in diesem Segment zu klein.

Dann aber die neuste Studie Air-Play, dessen Interieur an gestalterischem Mut

kaum zu überbieten ist. Ob Robert Peugeot da auch das sagen hatte?

Das Citroënige passt wohl eher in das preiswerte Segment. Nicht aus meiner

Sicht, sondern aus Sicht von Peugeot. :)

Gruß

Holger

wieder einmal zeigt focus, wie es nicht geht und dass fakten-fakten-fakten von apfelbäcklein markwort nur gewünscht, aber nicht erreicht werden: auf focus-online kann man derzeit einen test des c6 lesen, der gleich zweimal den c6 als "legitimen nachfolger des legendären gs" preist... unterirdischer recherchiert geht´s ja kaum...

http://focus.msn.de/auto/fahrberichte?id=531

In der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" ist meiner Meinung nach ein sehr schön zu lesender Bericht über den C6 zu finden.

Link: http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=&ressort=mo&id=524177&archiv=false

Citroën C6:

Schweben und schweben lassen

VON WOLFGANG HOFBAUER (Die Presse) 03.12.2005

Frankreich hat wieder einen Staatswagen. Der Citroën C6 holt den Glanz einer großen Zeit zurück.

Citroën ist gesund und munter. Der Partikelfilterdiskurs war gut fürs Saubermann­image, und mit gescheiten kleinen und mittelgroßen Autos trifft und entschärft man gleichzeitig den Zeitgeschmack, der ja traurig viel mit ordinärem Geiz zu tun hat. Man baut günstige Autos, aber keine schnöde Diskontware. Die glückliche Strategie der Franzosen führt auch in Österreich zu zahlenmäßig illustrierbaren Erfolgen: In den vergangenen sechs Jahren hat Citroën seinen Marktanteil von zwei auf 4,2 Prozent praktisch verdoppelt und in den ersten zehn Monaten dieses Jahres wurden um 19 Prozent mehr Autos verkauft als im Vergleichszeitraum des ­Vorjahres.

Und dann ist jetzt auch noch die DS gerade 50 geworden, insgesamt also ist es der richtige Zeitpunkt, mal wieder was Opulentes zu zeigen, wie es Citroën früher ja öfters praktizierte.

Das wäre nun der C6, und an ihm klebt die Etikette „Avantgarde“ seit Monaten schon dermaßen, dass man sich bei der ersten Begegnung wundert, dass er ganz konventionell zum Beispiel vier Räder hat. In der Tat ist der C6 – stilistisch – keine Avantgarde, aber ein besonderes Auto ist er allemal. Coupéhafte Linie, ein paar wirklich schöne Künste an Front und Heck, ein wenig Spiel mit DS und CX, ja vor allem CX. Der neue große ­Citroën ist ein genialer Kompromiss: Der breitcordtragende C5-Fahrer muss sich keiner Gehirnwäsche unterziehen, um sich auf den C6 upzugraden. Und auch der DS-Mensch mit dem schwarzen Rollkragen wird sich, so er vielleicht doch einmal einen Neuwagen haben möchte, ohne Scham- und Schuldgefühle im C6 finden.

Kein Kinderkram

Letzterer wird aber vermutlich mit dem Innenraum keine allzu große Freude haben, hier hat die Desi­gner erkennbar der Mut verlassen (nachdem sie mit den ultracoolen Seitenfächern in den Türen noch schnell eine Höchstleistung vollbracht haben).

Grundtugend des C6: der Komfort. Gewaltig Platz ist in alle Richtungen und auffällig vor allem auf den Rücksitzen. Für die beiden Motoren – 3,0 V6 mit 211 PS und 2,7 V6 HDi mit 204 PS – steht ausschließlich die staatstragende Sechsgangautomatik zur Verfügung, auf Kinderkram wie manuelles Getriebe oder Schaltwippen am Lenkrad wurde verzichtet.

Für den Fahrkomfort ist nicht zuletzt die elektronisch geregelte Hydropneumatik zuständig. Auch hier musste ein Kompromiss gefunden werden. Wir erinnern uns: Die früheren großen Citroëns waren fahrender Teig. So was will heute natürlich keiner mehr haben. Als Gegenentwurf zu den humorlos harten deutschen Fahrwerken aber darf der C6 auf eine gewisse Fauteuilhaftigkeit nicht ganz verzichten. Tut er auch nicht. Lustvolles Herumpoltern auf kurvigen Bergstraßen ist also nicht so angesagt, aber unter normalen Umständen findet er wank- und nickfrei seinen Weg. Und dies im direkten Vergleich etwa mit 5er-BMW oder E-Klasse dermaßen komfortabel und kultiviert, dass man nicht von einer anderen Liga, sondern von einer anderen Sportart sprechen möchte.

Kultur und Sitte

Nicht so richtig eine Sportart ist der Dreiliterbenziner. Hingegen überzeugt der HDi – entwickelt bei Ford, verwendet auch von Jaguar – vollends, schiebt stark an und ist auch bei hohem Tempo noch von Kultur und Sitte.

Der C6 wird im Frühjahr 2006 nach Österreich kommen und in drei Ausstattungsvarianten verkauft werden: C6, C6 Pallas und C6 Exclusive. Die Grundversion hat unter anderem neun Airbags, Zweizonenklima und Tempomat, bei Pallas sind ein Head-up-Display und elektrisch verstellbare Vordersitze dabei, und Exclusive prunkt mit Ledersitzen, Naviga­tion, Freisprechtelefon und Spurwechsel­assistenten AFIL für jene, die auf der Autobahn viel müde sind. Exclusive mit Diesel ist die teuerste Art, C6 zu fahren: 61.900 Euro. Die billigste Art (3,0 V6) liegt um genau 11.000 Euro darunter.

2006 möchte Citroën in Österreich 300 Stück verkaufen. Das ist ein Wunsch mit Augenmaß. Weil letztlich neigt der Österreicher ja doch dazu, das zu essen, was er schon immer gegessen hat.

Unsere Meinung zum C6 ist gefragt...!!!

Hier klicken

Der Artikel in der AB ist fürchterlich und entspricht absolut nicht den bisher recherchierten, erschienenen Artikeln.

Zitate wie die folgenden sprechen für sich:

"vermittelt mit seiner durchaus straffen Grundabstimmung"

"Angestrengt, laut und durstig – so der erste Eindruck" (zum Benziner)

"Die vielen kleinen Knöpfe erfordern allerdings volle Konzentration" (als obs mehr wären als bei der D-Konkurrenz...)

Doch es gibt auch teilweise positives wie:

"Ich könnte die Designer dafür knutschen, daß sie sich der Einheits-Stufe in dieser Klasse widersetzen"

"Beim Interieur genieße ich dann wahrhaft göttliche Größe und feines Mobiliar"

"Sicherheit gehört ohnehin zu den Stärken des großen Franzosen"

--> Go voting...!!!

Gruss

Andreas

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