5. Januar 200620 J. Wir stehen gerade konkret vor folgender Entscheidung: entweder... - einen gebrauchten C5 Kombi, Diesel für 10.000 € (120.000 km, BJ 2003) oder - einen gebrauchten C5 Kombi, Benziner für 16.000 € (16.600 km, BJ 2004) zu kaufen. Den Benziner würden wir dann wohl bei einer Jahreslaufleistung von ca. 22.000 km auf LPG/Autogas nachrüsten lassen (oder gibts da berechtigte Einwände? Habe nämlich bisher noch keinerlei Erfahrung mit LPG). Wir werden hier schon ganz kirre, da wir uns nicht so recht entscheiden können. Was würdet ihr machen? Bitte, bitte helft uns!!! ;-) Vielen Dank schon mal!
6. Januar 200620 J. Hallo! Wenn nur diese beiden Autos in Frage kommen würde ich den Benziner nehmen und nicht auf Autogas umrüsten. Dürfte langfristig die kostengünstigte Variante sein. Der Benziner bleibt garantiert frei von Schäden an Turbolader, Common-Rail-Injektoren und Co. . Durch die Nachrüstung einer Autogasanlage kann es langfristig zu einem erhöhten Motorverschleiss kommen. Aber das ist glaube ich ein echtes "heißes Eisen", das sich nur schwer sachlich diskutieren lässt. Um die im Dieselbereich quasi omnipräsente Chiptuning-Problematik braucht man sich beim Benziner auch erst eigentlich gar keine Gedanken zu machen. Gerne vergessen werden bei der Diesel vs. Benziner Rechenakrobatik ja auch gerne die Kosten für den Rußfilterwechsel und die Additivnachfüllung. Wer etwas sucht, findet da in diesem Forum klare Stellungnahmen. Ich denke: bei dieser Auswahl und der genannten Jahresfahrleistung gilt derzeit tendenziell: wer Sprit sparen will nimmt den Diesel, wer Geld sparen will nimmt den Benziner! MFG
6. Januar 200620 J. Vielleicht noch welcher Diesel gegen welchen Benziner? Wer an die Mitmenschen denkt, nimmt den Benziner. http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/87187/index.html Gruß Holger
6. Januar 200620 J. Die Autos sind preislich aber schon einiges auseinander: 10000 für den Diesel vs. 18000-19000 für den Benziner mit LPG-Anlage. (beim fast neuen Benziner würde ich auf jeden Fall fragen, warum das Auto wieder verkauft werden soll - vielleicht ist es eine gewandelte Gurke). Wie das ganze wirtschaftlich zu bewerten ist, kann man erst sagen, wenn man denn weiss, wie LPG ab 2010 besteuert wird. Dann fällt nämlich die Steuervergünstigung für LPG weg. Teurer wirds auf alle Fälle. Heute sieht es so aus: 6-7 Liter Diesel a 1,10 = 7 Euro auf 100 Kilometer 10-12 Kg LPG a 0,60 = 7 Euro auf 100 Kilometer (oder was kostet LPG zur Zeit?) Dafür weniger Steuern und Versicherung beim Benziner. Ökologisch kann man auch geteilter Meinung sein. Je nachdem, in welchem Lager man sitzt. Gruß Markus
6. Januar 200620 J. "Ökologisch kann man auch geteilter Meinung sein. Je nachdem, in welchem Lager man sitzt." Lager? Atmen wir nicht alle das gleiche Zeugs? Beim Kohlendioxid (Klimaeffekt) ist der Unterschied zwischen Diesel und Benziner marginal, bei den Stickoxiden (auch ohne o.a. Link handelt sich hierbei um giftige Reizgase, besonders gefährlich für ältere Menschen und Kinder) ist er immens! Die Lager teilen sich mit Blick auf's Drehmoment oder durch die kurzsichtige Tanksäulen- und Subventionsbrille. So wie man bis dato nicht weiß, was mit der LPG-Besteuerung passieren wird, weiß man leider sicher, dass der Diesel noch recht lange mit großzügigeren Grenzwerten für Stickoxidausstoß subventioniert werden wird. Alles andere wäre ein Kulturschock. Ich sehe das nicht verbissen, aber gerade bei den hochoptimierten Dieseln entweicht besonders viel Stickoxid, und es ist schon ärgerlich, dass das auch noch vermeidbar wäre. Die Harnstoff-Technologie wäre da, man müsste sie nur einbauen = bezahlen. Daher weht der Wind. Gruß Holger
6. Januar 200620 J. Schau mal bei www.autogas-forum.de nach. Da gab es schon mehrere Fragen zum C5 mit Autogas. Ich fahr ünrigens einen Picasso mit Autogas (Seit 50.000km) und habe die Umrüstkosten raus. Zum Verschleiß: Autogas schont den Motor - bei Erdgas kann es zu Problemen kommen. Übrigens: bei www.autowelt.de werden C5 mit wenig km mit Autogas verkauft.
6. Januar 200620 J. Hallo Markus! 12 Liter? Braucht nicht mal der V6. Aber du meinst wahrscheinlich den Autogasverbrauch, und das sehr großzügig bemessen. Hierbei handelt es sich ressourcentechnisch um den Verbrauch eines Abfallprodukts, welches bei der Produktion von Benzin anfällt. Ich sprach nicht von Ressourcen. Ob wir die Verschwenden ist auch vorrangig ein wirtschaftliches Thema - und auch hier sollte sowieso über Alternativen nachgedacht werden. Bei den Schadstoffmessungen zählt nicht der Verbrauch, sondern was auf gleicher gefahrenen Strecke hinten rauskommt. Hier geht's um den C5. Da haben wir halt nicht gerade einen Vorreiter für neue Trends im Gespräch. Von Gas-hybrid reden wir ja erst gar nicht. Citroën bringt voraussichtlich erst in drei Jahren den C4(!) Diesel-hybrid. Hoffentlich mit Harnstoffeinspritzung. Gruß Holger
6. Januar 200620 J. LPG ein Abfallprodukt? Schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Anno dazumals wurden die bei der Förderung und Verarbeitung freiwerdenden Gase noch größtenteils abgefackelt, d.h. ihre Energie wurde ungenutzt freigesetzt. Der nutzbargemachte Anteil ist jedoch bereits enorm angestiegen. Womit wird denn in den Ölfördenden Staaten am Golf etc. Strom erzeugt ? :-) LPG ist auch kein Zwangsabfallprodukt bei der Ölförderung, wie oft behauptet wird. Es entsteht also nicht immer LPG, wenn Öl gefördert wird. Ich bin natürlich auch für die Nutzung von LPG als Brennstoff, keine Frage. Aber unter gleichen steuerlichen Voraussetznugen. Genauso passiert es ja im stationären Einsatz von LPG. Gruß Markus
6. Januar 200620 J. @ Martin J. Sorry, dass wir deinen Thread ein wenig missbrauchen. @ Markus. Wo du recht hast, hast du recht. Aber in Diskussionen zum Autokauf wird fast nur über Wirtschaftlichkeit in Form von Preis an der Tanke diskutiert. Die Frage der Emissionen interessiert die meisten Käufer wenig bis überhaupt nicht. Ich will mit dem Hervorheben des Themas Ökologie keinen sofortigen Umbruch provozieren, das kann ich selber nicht vormachen (Glashaus). Aber ein Umdenken ist wohl kaum verkehrt, und eine anstehende Neuanschaffung ist wohl die beste Gelegenheit u.a. auch ökologische Aspekte in Betracht zu ziehen. Gruß Holger
6. Januar 200620 J. Hallo, ich habe mir wegen des Verbrauches und des Drehmoments den 2,0 HDi im Picasso gegönnt. Die entscheidung war was das fahren mit Gespann angeht auch sehr gut. Der Verbrauch geht in Ordnung. Das was hinten aus dem Auspuff kommt, steht auf einem anderen Blatt. Im Augenblick denke ich über den Kauf eine Picasso 1,8i 16V nach, der dann auf Erdgas umgerüstet werden soll. Mal sehen zu welchem Entschluss ich da kommen werde. Das Kilo Gas liegt hier in OL bei 65 ct, und das stabil. Der Diesel schwankt seht stark. Neulich von 94 ct auf 1,04 Teuro. Na, mal sehen. Gruß, Arne
6. Januar 200620 J. Hi, LPG ist jetzt genauso wie Erdgas bis mindestens 2020 mineralölsteuerbefreit. Die Befreiung war lange in der Schwebe, hat damit auch der Verbreitung von LPG gegenüber Erdgas sehr geschadet. Gruss, Daniel
7. Januar 200620 J. Hi Daniel, woher kommt diese Info? Wurde diese Politik http://www.bmu.de/verkehr/erdgasfahrzeuge/fluessiggas/doc/35373.php umgeworfen? Gruß Holger
7. Januar 200620 J. phantomas posteteLPG ein Abfallprodukt? Schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Anno dazumals wurden die bei der Förderung und Verarbeitung freiwerdenden Gase noch größtenteils abgefackelt, d.h. ihre Energie wurde ungenutzt freigesetzt. Der nutzbargemachte Anteil ist jedoch bereits enorm angestiegen. Womit wird denn in den Ölfördenden Staaten am Golf etc. Strom erzeugt ? :-) LPG ist auch kein Zwangsabfallprodukt bei der Ölförderung, wie oft behauptet wird. Es entsteht also nicht immer LPG, wenn Öl gefördert wird. Könntest Du bitte Deine Behauptung belegen, LPG sei kein Abfallprodukt? Bei der Erdölförderung und -verarbeitung wird Flüssiggas mitproduziert. Und nicht umgekehrt. Durch die (künstliche) Energieverknappung ist LPG lediglich finanziell attraktiv geworden. LPG ist ein Nebenprodukt der Erdölförderung und -produktion. Es muss für den Erdöltransport von diesem separiert werden. Darüber hinaus ist LPG ein Nebenprodukt in Raffinerien. Bei jeder Tonne geförderten Erdöls treten 2-4 kg LPG auf. Obwohl dies nur einen Energieverlust von 0,2 - 0,4 % des geförderten Erdöls darstellt, ist die Nutzung von LPG eine sinnvolle Möglichkeit, fossile Energieträger einzusparen, die sonst nicht genutzt würden. Darüber hinaus wird LPG in Raffinerien produziert. 60% der weltweiten LPG-Produktion stammt aus der Erdölförderung, 40% aus Raffinerieprozessen (GLÖCKEL, 1997).[ Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/kraftubst/konventkraft/erdgas/lpg2.htm
7. Januar 200620 J. Hab mich wohl unverständlich ausgedrückt. Nicht bei jeder Erdölförderung entsteht LPG. Das hängt vom geförderten Erdöl ab. Aber es entsteht natürlich nur dann LPG, wenn Erdöl gefördert wird. Ohne Erdölförderung kein LPG. Deshalb kann LPG ja auch nie Diesel und Benzin ersetzen. Beim Erdgas sieht die Sache anders aus. Warum ist es sinnvoll, LPG nicht vor Ort zur Energiegewinnung einzusetzen und es aufwändig zu transportieren? Oder warum sollte LPG nicht besser im stationären Einsatz verwendet werden? Gleiches gilt für Erdgas. In den Golfstaaten werden die Nebenprodukte längst schon zur Energieerzeugung eingesetzt. Das Umweltbundesamt ist kein wissenschaftliches Institut. Würde ich nie zitieren. Gruß Markus Stimmt es, dass die Steuersubventionierung von LPG auf 2020 verlängert wurde? Hab ich nicht mitgekriegt, befasse mich aber auch nicht intensiv mit dem Thema. Kann mich jemand auf den neuesten Stand bringen?
7. Januar 200620 J. LPG ist bis 31.12.2009 steuerbegünstigt während CNG bis 2020 steuerbegünstigt ist. Ich stand vor der gleichen Entscheidung und habe mich für einen V6 entschieden der am 20.02.2006 seinen Umrüsttermin hat. LPG kostet bei uns im Nachbarort 53.9 Cent. Viele Grüße Ingo edith: Ganz wichtig ist es verschiedene Umrüster zu vergleichen.
8. Januar 200620 J. Hi, ich muss mich korrigieren: Die Steuerbefreiung von LPG bis 2020 scheint noch nicht durch zu sein, siehe auch Hier klicken
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren