17. Februar 200620 J. Ersteller Ich finde Unwort natürlich auch schrecklich, aber gerade in dem Zusammenhang passt es sehr gut. Es ist ein Wort, dass es besser nicht gegeben hätte. Wie es das Wort "Unwort" bei Menschen, die einigermaßen mit Sprache umgehen können, nicht geben sollte, so sollten auch die anderen (Un-)Wörter besser nicht verwendet werden. Daher passt Unwort, wie ich finde, ganz gut. Welchen Begriff würden denn die "Unwort"-Gegner verwenden wollen? Gruß Markus
17. Februar 200620 J. @Manfred, ....einfach .... ganz einfach .... halb einfach ?? ... einfach furchtbar ..... kompliziert furchtbar ?? .... natürlich keine Freunde ..... künstlich keine Freunde ?? ..... voll ... voller .... am vollsten ?? Was hast Du denn für ein Problem ?!?!?!? Wenn Sprache als EXAKTE Kommunikationsform verstanden wird, stolperst Du genausoviel drüber, weil: einfach = einfach furchbar = furchbar voll = voll keine Freunde = keine Freunde So gesehen ist jede gute Literatur "Sprachmüll". Jede Sprache lebt von Mehrdeutigkeiten, Ausführlichkeiten, Über- und Untertreibungen, Steigerungen, Begriffsinkonsistenzen. Sie besteht immer aus Dialekten, Vereinfachungen und unterliegt modischen, temporären Einflüssen. Zu guter Letzt: Unwort ist auch ein Wort und bezeichnet einen Zustand, Vorgang oder Ereignis, der keine gesellschaftliche oder politische Akzeptanz gefunden hat: Rentnerschwemme, Weichziele (militärischer Begriff). Sollte das Unwort selbst darunterfallen, wäre Unwort auch ein Unwort, was aber leider so rein mathematisch gesehen unlogisch ist. Unkosten ist der Alltagsbegriff für Kosten, denen keine zuordenbare Leistung gegenüber steht. Einfach mal im Duden oder Brockhaus nachsehen. Da stehts ähnlich drin. :-)))))))))))))
17. Februar 200620 J. Peter V posteteSo gesehen ist jede gute Literatur "Sprachmüll". Eben nicht :-))))
17. Februar 200620 J. Xantiaheinz postete...wollen Sie Ihre Tochter wirklich Claire nennen Herr Grube? Vater:"Wieso kann ich meinen Sohn denn nicht Chris nennen? Das ist doch ein ganz normaler Name??" Standesbeamter:"Lassen sie mich das erklären Herr Thalnacht!"
17. Februar 200620 J. Da fällt mir noch der Begriff "Supergau" ein, der gerne zur übertriebenen Unterstreichung eines negativen Ereignisses benutzt wird. GAU = größter anzunehmender Unfall! Was bitteschön soll ein SUPERGAU darstellen? Was ist größer als das Größte?
17. Februar 200620 J. Herr Wolfgang, welche Grösse hätten Sie denn gerne ? Mega? Giga? Tera? Peta? Exa? Zetta? Yotta? Das ist ja unheimlich schön. Ich habe mich schrecklich gefreut. Wie kann etwas unheimlich schön sein und wie kann man sich schrecklich freuen. Ich finde das alles Saugut. Markos
17. Februar 200620 J. Jassou Markos! Wie geht's Dir? Wie ist das Wetter in Saloniki? Tut gut, ein bißchen griechisch zu lesen! Dabei fällt mir ein, das ich unbedingt wieder üben muss!
17. Februar 200620 J. Wetter ist schön, aber ich mir abgewöhnt hier über das Wetter zu berichten. Habe da mal einigen Blödsinn geerntet. Höhö. Die Begriffe oben habe ich in Wikipeda gefunden. Ich kannte nur die ersten 3. Markos
17. Februar 200620 J. Ja, so ist das unter Freunden in den Foren, man sollte sich ein mindestens 10 cm dickes Fell an der dünnsten Stelle wachsen lassen. Zetta und Yotta musst Du doch aus dem griechischen Alphabet kennen!
17. Februar 200620 J. Martin Beckmann posteteSei mit dem jetzigen Zustand zufrieden, Manfred. Was uns von der Pisa-Generation in 5-10 Jahren noch so alles an Sprach- und Schriftakrobatik erwarten läßt ... *schüttel Eben nicht. Gut, vielleicht wollte ich mal die Welt verändern. Das ist sicher vorbei. Aber dagegen stemmen, wenn es in die falsche Richtung zu gehen scheint, das versuche ich schon. Es mag ja völlig nutzlos sein, die obigen Befürchtungen teile ich. Aber wie sagte schon Luther so oder so ähnlich: "Wenn ich wüßte, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute einen Apfelbaum pflanzen". Gruß aus Mannheim Manfred Heck
17. Februar 200620 J. ahrensw posteteDa fällt mir noch der Begriff "Supergau" ein, der gerne zur übertriebenen Unterstreichung eines negativen Ereignisses benutzt wird. GAU = größter anzunehmender Unfall! Was bitteschön soll ein SUPERGAU darstellen? Was ist größer als das Größte? Das haben in diesem Fall aber nicht die Sprachler, sondern die AKW-Betreiber verbockt. Der GAU war eben nicht der GAU. Da war die Annahme des schlimmsten Falls halt falsch, gell? Gruß Jörg
17. Februar 200620 J. Ersteller Als weitaus störender als das (manchmal doch sehr geistreiche) Erfinden von Unwörtern empfinde ich die extreme Übersichtlichkeit des Wortschatzes bei weiten Teilen der Jugend. "krass", "cool", "schwul" und "Was geht" - damit ist der Wortschatz schon zu 80 Prozent abgedeckt. Ist sicher übertrieben - aber der Trend geht bei der Jugend eindeutig zu einem Kompakt-Wortschatz. Salut Markus
17. Februar 200620 J. Das war aber schon immer so! Die jeweils junge Generation hat Vokabeln erfunden oder uminterpretiert, und die Älteren fanden das ganz furchtbar - zum Teil sicher weil ihnen das Verständnis fehlte. Sprache entwickelt sich weiter: Beispielsweise war die Wortnutzung im DS-Jahr 1955 sicher eine andere. Weniger Anglizismen, andere (bessere) Grammatik und zum Teil auch andere Wortbedeutung. "Vor Ort" (s. 048) bedeutet eigentlich "im Bergwerk unter Tage" und ist damals sicher auch nur so benutzt worden. Heute schwallt (auch so ein neues Wort) jeder Fernsehreporter "vor Ort" auch außerhalb des Ruhrgebiets. Gruß Jörg
17. Februar 200620 J. ahrensw posteteHallo Martin! Vielleicht haben die Gelehrten vor 200 Jahren auch so gedacht! Streiche "vielleicht" und häng eine Null dran, dann stimmts.
17. Februar 200620 J. ACCM Jörg in Berlin postete ahrensw posteteDa fällt mir noch der Begriff "Supergau" ein, der gerne zur übertriebenen Unterstreichung eines negativen Ereignisses benutzt wird. GAU = größter anzunehmender Unfall! Was bitteschön soll ein SUPERGAU darstellen? Was ist größer als das Größte? Das haben in diesem Fall aber nicht die Sprachler, sondern die AKW-Betreiber verbockt. Der GAU war eben nicht der GAU. Da war die Annahme des schlimmsten Falls halt falsch, gell? Gruß Jörg ahrensw posteteAKW-Betreiber machen Strom - sie sind keine Wortschöpfer! Natürlich meinte ich Mr. Burns und seine dienstwagenfahrenden Golfpartner, nicht Homer ;-) "oh, das hatte ich jetzt nicht angenommen"
17. Februar 200620 J. Nein Nein, Xantiaheinz, soweit brauchst Du ganz sicher nicht zurück! Ich besitze ein Kirchengesangbuch von 1857, dessen Einleitung wie folgt geschrieben steht: ****** Neues Psalm= und Gesangbuch, welches zur öffentlichen und besonderen Erbauung von mehreren Reformierten Land - und Stadt - Gemeinen einzuführen beliebet worden. Herausgegeben von dem Bremischen Ministerio. ****** Natürlich in Sütterlin oder Deutsch, das weis ich nicht so genau. Ich kann zwar beides nicht schreiben, aber lesen. Manchmal lese ich die alten Bücher, um es nicht zu verlernen!
17. Februar 200620 J. Xantiaheinz postete Streiche "vielleicht" und häng eine Null dran, dann stimmts. Na du musst es ja wissen :-)
19. Februar 200620 J. Meinst du das ernst Michael oder fehlt da das ;-) ? Perlen bei die Fische, Martin
20. Februar 200620 J. Du scheinst auf meiner Seite genauso rege vertreten zu sein wie hier im Forum. Grüße Michael
20. Februar 200620 J. >>Natürlich in Sütterlin oder Deutsch, das weisS ich nicht so genau. Ich kann zwar beides nicht schreiben, aber lesen. Manchmal lese ich die alten Bücher, um es nicht zu verlernen!<< Sütterlin oder Deutsch (im Gegensatz zur lateinischen Ausgangsschrift) ist die "Schreib"schrift, die Druckschrift heißt meines Wissens Fraktur.
20. Februar 200620 J. Mir ist in den letzten Wochen was anderes aufgefallen. Meine Benutzung des Forums hat sich sehr stark geändert, daher würde ich sagen: Usernamen, die mich nerven, klicke ich nicht an... Die Namen sagen mir alles.
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