21. Februar 200620 J. Abgehen von reiner Billigauto-Taktik Nach einem schwachen Jahr 2005 will man auch in Europa mit neuen Modellen punkten. Der französische Autobauer Citroen hat am Samstag gleich zwei neue Modelle für den chinesischen Markt vorgestellt. Mit einer Langversion des in Europa verkauften C4 will sich der Autohersteller ein neues Marktsegment in China erschließen. Das am Samstag im südchinesischen Shenzhen präsentierte Modell mit dem Namen c-Triomphe soll vor allem die neue städtische Mittelklasse in China ansprechen. Der Wagen, der rund 200.000 Yuan (über 21.000 Euro) kosten soll, soll Ende April das Werk in Wuhan verlassen. Hoffen auf 50.000 Stück pro Jahr Bisher produzierten der zum Autokonzern PSA Peugeot Citroen gehörende Hersteller und sein Partner Dongfeng für den chinesischen Markt bescheidenere Wagen. Vom c-Triomphe will Citroen-Generaldirektor Claude Satinet jährlich 50.000 Stück absetzen. Ende 2006 solle auch noch ein kleineres Modell auf den Markt kommen, kündigte Satinet an. Es sei das erste Mal, dass Citroen zwei Modelle in einem Jahr herausbringe. 2005 hatte der PSA-Konzern 140.000 Wagen in China verkauft, 2006 sollen es mindestens 210.000 werden. Auch in Europa neue Modelle Nach einem schwachen Jahr 2005 will PSA Peugeot Citroen auch in Europa mit neuen Modellen punkten. Der Markt hier bleibe zwar stabil und von Rabattkämpfen geprägt, die Verjüngung der Modellpalette werde aber Wachstum ermöglichen, so der Autobauer letzte Woche. Gerade der mit Rabatten geführte Wettbewerb in Europa und die Verteuerung der Vorprodukte drückten aber im vergangenen Jahr unerwartet kräftig auf die Gewinne des größten französischen Autobauers. So sank der Überschuss um 37,5 Prozent auf 1,029 Mrd. Euro. Aktie sackt ab Das operative Ergebnis der Gruppe fiel um gut ein Fünftel auf 1,94 Mrd. Euro. Dabei brach das operative Ergebnis im Autobereich sogar von mehr als 1,5 Mrd. auf 916 Mio. Euro ein. Der Markt nahm die Daten negativ auf: Die PSA-Aktie gab letzte Woche deutlich nach. Der Autoumsatz sank um 170 Mio. auf 45,07 Mrd. Euro; der Gesamtumsatz kletterte leicht auf 56,27 Mrd. Euro. Während der Absatz der Marken Peugeot und Citroen um 0,4 Prozent auf 3,39 Mio. Fahrzeuge stieg, wurde die Produktion wegen zu hoher Lagerbestände heruntergefahren. Citroen rettet Gruppenbilanz Der Marktanteil von PSA Peugeot Citroen in Europa fiel von 14,6 auf 14,3 Prozent. Während Peugeot deutlich verlor, gab Citroen Gas. Das setzte sich heuer zumindest in Deutschland fort: Citroen legte um 17,6 Prozent zu, Peugeot aber weniger als der Markt nur um 3,4 Prozent. Quelle: http://www.orf.at/060220-96718/96720txt_story.html
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