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C5 2.0 HDI BREAK – ein Erfahrungsbericht


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C5 2.0 HDI BREAK – ein Erfahrungsbericht nach 60Tkm / knapp 4 Jahren

Da stand er also eines Tages nach Monaten des Wartens, treuherzig, dick, praktisch. Der geliebte Xantia (70 Tkm) war immer teurer geworden, ob da nun Öl tropfte oder das ABS- Steuergerät defekt war (Schon mal eins bezahlt?). Dass es da unter den Felgen des Neuen schon lustig rostete, sah man nicht, alles glänzte fein.

Die ersten Ausritte machten Spaß, wenn auch dicke Tränen ob der vermissten, butterweichen Xantia-Federung (X1, 1.8) flossen. Leider hatte der Neue Heimweh, immer wollte er nach rechts von der Straße, richtete man das Lenkrad geradeaus, fuhr er partout nicht dahin.So sah er bald sein Autohaus wieder und wurde auf Spur gebracht. Bei der Gelegenheit durfte er sich auch gleich über mehrere Schönheitsoperationen freuen, die lustigen Franzen an der Innenverkleidung wurden abgeschnipselt, der Stoff dort angeklebt, wo er neckisch abstand, die Fahrertür saß nun nicht mehr englisch.

So fuhr er einige Monate freudig dahin, weigerte sich meist beharrlich, die Senderliste im Display länger als einige Millisekunden anzuzeigen und beschloss allmählich, die Kofferraumklappe nicht mehr nach ganz oben zu öffnen. Da er ein großer Fan seiner Ahnin, der Ente war, quietschte er nach wenigen Tausend km bei den meisten Bremsvorgängen laut vor Vergnügen auf, dass selbst alte Trabant-Pappautos neidisch wurden. Dies tut er übrigens bis heute, zwar traktierte man ihn zwischendurch mit irgendeiner Paste und brachte ihn tatsächlich für 10 Tkm zum Schweigen. Seinen Willen setzte er jedoch durch – bald hieß er in der Nachbarschaft seines Herrchens nur noch „Quietscheente“.

Nach einem Jahr dann wurde der Arme ernstlich für längere Zeit kränklich. Erst verabschiedete sich die Feststellbremse, dann ließ sich das Heckklappenfenster nicht mehr öffnen. Das wurde vom guten Onkel Mechaniker repariert, letzteres hielt tatsächlich ein halbes Jahr. Die Kofferraumabdeckung zog die Seitenverkleidung aus der Fixierung, frische Luft wurde Mode, das Fahrerfenster hielt er selbst dann offen, wenn alle verzweifelt Knöpfchen drückten. Als ihm diese Marotte verwehrt wurde, folgte stehenden Fußes die Rache: Immer öfter bekam der Fahrer die Türe von innen nicht auf und musste halt, sportlich, sportlich, nebenan herausklettern. Im dritten Jahr des vergnügten Erdenlebens unseres C5 zeigte er auch Sinn für Humor. April, April, du setzt zwar den Blinker, aber ich blinke nicht mehr. Der neue Geber gefiel ihm besser. Hinten rechts ging etwas an der Bremse kaputt und als das Herrchen angesichts der erstmals geflossenen Hunnis knurrte, knurrte bald auch der C5 Diesel wochenlang ab 2000 U/min und erfreute mit einem lustigen „Alle Service-Lämpchen und Blinker blinken bei 160 auf der Autobahn“ – Gag. Zündung aus, an. Fehler – wie bei so mancher Anomalie-Meldung – fürs erste! weg. Das Knurren auch. Dafür war wenig später bei nächtlicher Familienurlaubsfahrt die Luft buchstäblich raus. Der Luftmengenmesser wollte nicht mehr, teuer, zum Glück Garantie. Ausgewechselt, OK, das Knurren war wieder da.

Tja, was noch? Sportlich war er mal, Mann o Mann. Machte beim Parken immer Liegestütze. Hoch, runter. Im letzten Winter war es ihm zu kalt, da schaltete er einfach sporadisch die Airbags aus. Muss sich köstlich in der warmen Werkstatt amüsiert haben, als die nichts fanden. Nix im Speicher, tut uns leid, wir glauben ihnen schon, dass sie immer wieder ohne Airbags unterwegs sind, haben sie halt ein wenig Pech. Anders messen als per Steuergerät-Abfrage? Nö, sowat gibt’s nich mehr.

Diesen Winter dann dasselbe, Schnuckelchen rollte mit Serviceleuchte auf den Hof und – wer wäre wohl darauf gekommen – Steuergerät für Airbag defekt. 650 Teuros, zum Glück noch Garantie, aber - da im letzten Jahr bei geänderten Bedingungen - vom Herrchen anteilig zu berappen. Beim ersten Versuch wär´s noch kostenlos gewesen.

Überhaupt diese Kälte, wer will da schon in die triste Welt gucken? Dachte sich auch mein Dicker und setzte einen Teil der Heckscheibenheizung außer Funktion.

Nun stehen wir zwei jeden Morgen da :-( und schauen uns traurig in die Augen. Die vier Jahre Garantie sind nahezu um. Und siehe da, er bettelt seit einer Woche und setzt sich nach ein, zwei Stunden Parkens immer auf die Hinterbeine. Auch wenn Herrchen verzweifelt an den Fahrwerksknöpfchen spielt. Ist wohl jetzt die Anti-Sink im Eimer.

Hab ich schon geschrieben, dass es das einzige Auto ist, das mir auch nach längeren Strecken nicht die sensiblen Knie- und Bandscheiben malträtiert? Das für die Preisklasse wunderbar fährt, praktisch ist, ganze Schränke schluckt und sich mit 7 Litern begnügen kann? Vor Jahren in diesem Forum...

Übrigens, als gelernter Citroen-Masochist (oder hieß das früher Fan?) fahre ich jetzt seit letztem Sommer noch Pluriel. Das heißt, nehme ihn immer meiner Frau weg. Für 4 Jahre geleast, mit 4 Jahren Garantie. Was dieses Schnuckelchen und wirklich tolle Auto ;-) schon so alles kann, spare ich mir für diesmal.

Grüße an alle Leidensgenossen und die Glücklicheren (gibt es auch!)

vberndt

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Schöner Bericht - oder wie sagte schon Wilhelm Busch (oder jemand anders): Humor ist wenn man trotzdem lacht!

Jetzt hoffe ich nur, dass mein feiner Xantia HDI (mit lauter neuen Silikonkabeln in sämtlichen Tür- und Heckklappendurchführungen) noch lange durchhalten möge ...

Viele Grüße von Lutz

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ACCM Helmut Bachmayer

ich hatte einen für vier jahre und 65000km ohne fehl und tadel, jetzt hab ich einen jüngeren bruder bis dato ebenfalls ohne marotten, gruß der bachmayer

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Hallo,

danke für die Grüße und viel Spaß mit euren Fahrzeugen!

Nicht dass jemand denkt, ich sei ein Werkstattfetischist oder hätte eine nasse Wohnung. Ich kann den Ort schon nicht mehr sehen. Wahrscheinlich ist das nur die Rache dafür, dass auch ich einst zu den Glücklicheren zählte. Ein letztes Jahr verkaufter Peugeot hatte 8 Jahre auf dem Buckel und außer Verschleißteilen nur eine zusätzliche Reparatur. Und früher mal ein ZX mit über 50 Tkm und einer (sic!) Glühlampe. Sonst nix, noch nicht mal Verschleißkosten.

Na ja, fahre Dienstag erst einmal in die Werkstatt. Mal sehen, ob ich dann noch lache.

Viele Grüße

V. Berndt

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