21. März 200620 J. ....das glauben zumindest viele Volvo-Fahrer. Kernaussage: Der NCAP-Crashtest hat mit realen Unfallbedingungen recht wenig zu tun. http://www.motor-talk.de/showthread.php?s=&forumid=52&threadid=1001313 Ich halte Volvo ja für ziemlich sichere Autos, aber gegen die geballte aktive und passive Sicherheitsausrüstung des C6 können Sie ja wohl nicht anstinken. Bedenklich wird es meiner Ansicht wohl nur, wenn ein C6 mit 2 Tonnen frontal auf ein AV mit 700Kg trifft. Bedenklich für die AX-Insassen natürlich. Oder ist die NCAP-Bewertung (auch für den C6) wirklichkeitsfremd und andere Marken (Volvo, Audi, Mercedes) sind bei "echten" Unfällen wiederum sicherer? Bei Volvo zumindest kann ich mich nicht an eine Innovation auf dem Gebiet der Sicherheit in der letzten Zeit erinnern - oder hab ich da was verschlafen? Gruß Markus PS: Hat der C2 wirklich eine solch niedrige Zuladung (keine 300 Klio)?
21. März 200620 J. Hallo! MW hat Volvo erster Hersteller mit einigen Monaten Vorsprung ab 1995 Autos mit Seitenairbags angeboten. In den 70er-Jahren war der Insassenschutz nur bei Mercedes, Volvo, Saab und gelegentlich auch bei GM-Produkten für die USA ein echtes Entwicklungsthema. Ein genialer Marketingschlag gelang den beiden schwedischen Autoherstellern, als man in den 70er-Jahren einfach auch an den Europa-Modellen die breiten Stossflächen nach damaliger US-Norm verbaute: diese breiten Stossflächen waren in Europa vorzüglich dazu geeignet, das Sicherheitsimage dieser Marken zu unterstützen. Saab hat sich lange Zeit auf dem guten Sicherheitsimage ausruhen können: die Tatsache, dass der Saab 9000 auf dem Fiat Croma/Lancia Thema basierte und dementsprechend miserabel in Crashtest abschnitt hat niemanden gestört. Saab 9000-Fahrer sind sich sicher, dass ihr Fiat-Verschnitt ein besonders sichers Auto ist, weil da nunmal Saab draufsteht und der Saab 900 einanerkannt sicheres Auto war... Fakt ist: auch der EURONCAP-Test ist sicher nicht perfekt. Besonders schade, dass der EURO-NCAP-Test durch Gurtwarner-Punkte verwässert wird. EURONCAP wird demnächst wohl nicht nur einen sechsten Stern einführen, man will auch Bewertungs-Nachteile für Autos schaffen, die nicht auf allen EU-Märkten in allen Versionen serienmäßig mit ESP ausgerüstet werden. Fragt sich nur, was das ESP in der Berwertung der passiven Sicherheit eines Autos zu suchen hat...Die wirtschaftlichen Interessen der europäischen Autoindustrie lassen auch hier schön Grüßen. Eine "Tolle" Idee war auch der "Euro-Airbag": ein kleiner Airbag mit billigerer Auslöseelektronik, der in Crashtests sehr gute Ergebnisse lieferte. Kleiner Haken: der "Euro-Airbag" war so klein, dass der Kopf bei einem schrägen Aufprallwinkel den Airbag leichter nicht optimal treffen konnte. Aber macht ja nichts: im genormten Testsituation fährt das Auto eben nicht mit schrägem Winkel auf das Hindernis...Und die europäische Autoindustrie hat Beifall geklatscht, weil sich am Euro-Airbag mehr verdienen liess... VW hat den Golf 3 sogar mit verschieden großen Airbags ausgestattet: mit den kleinen Euro-Airbags für Europa und mit großen Fullsize-Airbags für Nordamerika...Hat sich sicher gerechnet. Und Heute? Wie der sogenannte "Euro-Kat" so ist auch der "Euro-Airbag" heute längst Vergangenheit... Der EURONCAP-Test ist sicher nicht wirklichkeitsfremd, der Test hat weltweit Anerkennung bekommen: z.B. in den USA und in Japan. Ärgerlich an EURO-NCAP: es werden nicht alle Modelle getestet, was das Bild verzerrt. Was mich wundert: als Renault sich in Windeseile vom Nobody in Sachen Sicherheitstechnik zum Sicherheits-Vorreiter entwickelt, gab es sogar in seriösen Autozeitschriften Spekulationen darauf, dass z.B. der Renault Laguna in einem Crastest nach US-Muster versagen würde. Ein Jammer, dass offenbar niemand ein Interesse hat, diese Frage zu klären: man könnte ja einfach mal einen Renault in einem US-Sicherheitstest überprüfen. Offenbar will das aber Renault nicht, und die Kritiker offenbar auch nicht... Abgesehn davon sorgen die europäischen Medien schön artig dafür, dass wir nicht erfahren, was man nicht wissen soll: die "neuartigen" Fahrer-Knieairbags in diversen PSA- und Toyota-Modellen gibt es bei BMW in einigen Modellen schon seit 1996, und zwar sogar für den Beifahrer. Der Haken: diese BMWs mit doppeltem Knieairbag werden nur auf einigen wenigen außereuropäischen Märkten verkauft.... MFG
21. März 200620 J. Hi, Seitenaufprallschutz bei Citroen, und zwar im SM seit 1970 ! (meiner hat so unglaubliche Eisenbalken in den Türen). Carsten
21. März 200620 J. Die lassen sich sehr stark über den Xantia aus: "Etwa gleich unfair wäre der Vergleich des S80 mit dem Citroën Xantia (http://www.euroncap.com/content/saf...1=3&id2=16), dem wohl schlechtesten je nach EuroNCAP getesteten Fahrzeug. Wer behauptet das denn? Zumindest nach EuroNCAP-Ergebnissen hat Citroën mit dem C6 ein sehr sicheres Fahrzeug gebaut. Wenn man nochmals an den Xantia denkt (noch schlechteres EuroNCAP-Abschneiden als der "zum Spass" gecrashte VW Käfer), muss man jedoch bemerken, dass Citroën nicht auf eine langjärige Erfahrung im Bau sicherer Fahrzeuge zurückgreifen kann und daher "kurzfristig" und mit hohem Aufwand ein 5-EuroNCAP-Sterne-Auto gebaut hat." Cu Mario
22. März 200620 J. Hi! weiß nicht was das soll, auf alten Crashergebnissen rumzureiten. Viel wesentlicher sind doch die aktuellen Ergebnisse der Neuerscheinungen, und da schauts bei manchen düster aus z.B. Chevrolet Aveo http://www.euroncap.com/images/results/small_family_cars/car_250_2006/Chevrolet%20Aveo%20Datasheet%203.pdf Da kannst dich nur mehr wundern. lg AHdi
23. März 200620 J. Hallo, VOLVO ist nicht mehr die Automarke mit dem höchsten Sicherheitsstandard. Hinzukommende sinkende Verkaufszahlen machen dem einstmals guten image zu schaffen. CITROEN setzte hingegen schon mit AFIL neue Sicherheitsstandards. Der C6 mit seinem einmaligen Fußgängerschutzsystem legte nach. Mir fällt da keine Marke ein, die derart hochwertige Sicherheitsfeatures zu bieten hat. Gruß, C-Breiling
23. März 200620 J. Hallo! Daewoo-PKW werden auf Crashtests mit voller Überdeckung optimiert. Da liefern sie akzeptable Ergebnisse. Ganz anders kann das Bild aussehen, wenn die Aufprallfläche nur 40-50% beträgt. Daher führen US-Autoversicherer mittlerweile zusätzlich eigene Crashtests nach europäischem Vorbild ohne volle Überdeckung aus. Autos wie der Xantia, der Peugeot 406, der BMW 3er E36 oder der Rover 600 wurden allesamt entwickelt, als man in Europa noch für eine niedrigere Testgeschwindigkeit optimierte (50 und 55 km/h). Beim EURO-NCAP-Test wird mit einer höheren Geschwindigkeit nach amerikanischem Vorbild gefahren (64 km/h= 40 miles/h). Daher gibt es quasi kein europäisches Auto das in der Vor-EURO-NCAP-Zeit konstruiert wurde und in diesem neuen häteren test gut abgeschniten hat. Hier mal die völlig unterschiedlichen testergebnisse ein und derselben Daewoo-Modelle: http://www.crashtest.com/daewoo/ie.htm MFG - AHdi - posteteHi! weiß nicht was das soll, auf alten Crashergebnissen rumzureiten. Viel wesentlicher sind doch die aktuellen Ergebnisse der Neuerscheinungen, und da schauts bei manchen düster aus z.B. Chevrolet Aveo http://www.euroncap.com/images/results/small_family_cars/car_250_2006/Chevrolet%20Aveo%20Datasheet%203.pdf Da kannst dich nur mehr wundern. lg AHdi
23. März 200620 J. Die aktive und passive Sicherheit ist bei Citroën seit den 30er Jahren Entwicklungsziel. Quantensprünge wie Gürtelreifen (seit 1934 Michelin als Erstausrüstung an allen Citroën), erster Crashtest mit Traction Avant, Scheibenbremse in der Großserie, Hydropneumatik, Einspeichensicherheitslenkrad und so weiter waren und sind Meilensteine. Die Erklärungsnot von Schwedenstahlfahrern muß groß sein.
23. März 200620 J. Ich stand mal mit meinem CX 22 TRS an der Verdonschlucht, neben mir kam ebenfalls ein CX aus D an. Wir kamen ins Gespräch: Der Mann erzählte, daß er einen sehr schweren VU mit dem Vorgänger hatte, dann: "Mit jedem anderen Auto würde ich hier nicht mehr stehen!" Beruf dieses Mannes: KFZ Sachverständiger-Inschenschör- Gruß Günter mit X2 V 6 Break
24. März 200620 J. Zu Crashtests: der Test mit Teilüberdeckung wurde eingeführt, weil es Zweifel an der Praxisgerechtigkeit der alten Tests mit voller Überdeckung gab. Ein normierter Crashtest KANN keine realen Unfälle nachbilden; er ist normiert, damit objektive Vergleiche zwischen verschiedenen Fahrzeugen möglich sind. JEDER reale Unfall führt zu anderen Verformungen und anderen Verletzungen. Der Test dient dem Vergleich und der Beobachtung von Entwicklungen, das Punktesystem dient der Motivation der Ingenieure. So wie der Normverbrauch, der nichts darüber aussagt, vieviel Benzin ein Auto bei x-beliebiger Fahrweise mit x-beliebigen Fahrern braucht, sondern nur zum Vergleich mit anderen Modellen dient, die nach derselben Norm getestet wurden. Leider werden in D keine vergleichenden Statisiken über das Verletzungsrisiko bei Unfällen in verschiedenen Automodellen veröffentlicht, sonst wüssten wir, dass wir die Autos fahren, die zu den absolut sichersten gehören; Schwedenstahl sollte man meiden! Zumindest beim Vergleich der älteren Modelle. Die haben wohl den meisten Wind gemacht, was ihre Produkte anging, und die beeindruckensten Zusatzprofile in ihre Fehlkonstruktionen eingeschweißt, aber nur, um in USA eben gerade so bestehen zu können; der Verkauf der US-Versionen in Europa war ein Marketing-Gag. Der GS war seinerzeit das einzige europäische Auto, das ohne Modifikationen in den USA zulassungsfähig war (von LHM mal abgesehen) - wegen seiner Unfallsicherheit einschl. Seitenaufprallschutz, von dem damals in Europa noch niemand redete. Seitdem hat sich allerdings viel getan, bei allen Marken... Die Erfahrung des Ingenieurs aus 008 haben viele gemacht. Ich denke, wenn heute ein kerngesunder (!) DS gecrasht würde, gäbe es viele überraschte Gesichter bei den Fachleuten...
24. März 200620 J. Zu Crashtests: der Test mit Teilüberdeckung wurde eingeführt, weil es Zweifel an der Praxisgerechtigkeit der alten Tests mit voller Überdeckung gab. Ein normierter Crashtest KANN keine realen Unfälle nachbilden; er ist normiert, damit objektive Vergleiche zwischen verschiedenen Fahrzeugen möglich sind. JEDER reale Unfall führt zu anderen Verformungen und anderen Verletzungen. Genau. Da gibts auch studien vom wirkliche Unfälle, Z.B. vom Schwedische Versicherung Folksam: http://www.folksam.se/engelsk/trafik_eng/sakrabilar2005.pdf In der Statistik vom Folksam kommt Saab immer besser heraus als Volvo. Und grossere Citroenmodelle sind nicht so schlecht. (Einige jahre her war der XM immer 40% sicherer als der durchschittsauto und auch BX und CX 20% sicherer.) Warscheinlich ist der C6 sicherer als der heutige S80, aber der neue ist sicher ebenso sicher als der C6.
26. März 200620 J. Also lieber Wolfram. Entscheide dich mal, ob du den Euro NCAP korrekt findest oder nicht. Beim Aveo-Test hast du dich klar gegen Euro NCAP positioniert. Beim Saab 9000 scheint dir diese Testart zu gefallen. Sei konsequent. Dein Schweden-Fiat landet nämlich im Folksam-Papier auf das weiter oben verlinkt wird in der allersichersten Gruppe. Ist das nun der schädliche Einfluss der Fiat-Entwickler auf den grossen Saab über den du dich mokierst?
29. März 200620 J. Hallo, also ich glaube der Euro NCAP ist korrekt, meine Frau hat sich ein C2 bestellt und bei unserem Händler stand ein verunfallter C2 auf dem Hof, der hatte ein Frontalaufprall wie im Test, nur bei diesem Unfall mit ca. 70 Km/h. Der C2 war zwar bis zur Fahrgastzelle eingedrückt aber die Tür ging noch auf die A-Säule war nicht Beschädigt, die Luftkissen haben funktioniert und Fahrer und Beifahrer waren unverletzt, das hat mich doch beindruckt! Gruss Klaus "und er bewegt sich immer noch"
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