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XM V6.24 Leistungslöcher

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen,

mein 91er XM V6.24 Pallas (alter ZPJ4-Motor) hat beim Beschleunigen teilweise Leistungslöcher. Dies so ca. bei 1800 Touren und voll durchgetretenem Gaspedal. Der Motor zieht dann teilweise nicht, plötzlich aber rennt er dann wieder los, so als sei einer hinten aufgefahren, um dann wider in ein Leistungsloch zu fallen. Ab ca. 2200 Touren ist der Spuck schliesslich vorbei.

Im Leerlauf "pfufft" es so ca. alle 5 Sekunden einmal aus dem Auspuff, wenn man hinten am Auspuff horcht. Hört sich irgendwie nach Fehlzündung an.

Was ich alles schon kontrolliert habe:

- Absolutdruckfühlerschlauch

- Drosselklappenpoti neu eingestellt

- Temperaturfühler Ansaugluft (durchgemessen bei versch. Temperaturen)

- Kühlwassertemperaturfühler (durchgemessen bei versch. Temperaturen)

- Zündkabel / Stecker (auch einmal in der Nacht auf dunklem Parkplatz)

- Verteilerkappe kontrolliert und Innenleben ausgeblasen, Läufer gegen einen neunen gewechselt.

Gestern habe ich dann einmal die 6 Zündkerzen gewechselt, obwohl die alten eigentlich noch sehr gut aussahen. Kann ja nicht schaden, habe ich mir gedacht ;-)

Dabei wechselte ich die eingebauten NGK-Kerzen mit den 3 Massenelektroden gegen die normalen, originalen Eyquem (BERU) RFC 58 LS 3 (diese haben ja nur eine Masseelektrode, zudem ist der Abstand etwas grösser).

Als ich startete, lief er zwar an, aber aus dem Auspuff, kamen jetz fast ununterbrochen solche Geräusche.

Mein Verdacht nun, kann es sein, dass die Hochspannung zu gering ist, zumal ja auch die Abstände von den Originalkerzen etwas grösser sind, so dass ev. der Funken nicht mehr so frisch fröhlich überspringen kann?

Ich habe nun wider zurückgewechslet auf die gebrauchten NGKs, dann lief er wieder viel besser. Halt eben so wie vor der missglückten Zündkerzenaktion.

Habe nun (endlich!!!) auch die Zündspule durchgemessen und dabei folgende Messwerte erhalten:

primär: ca. 1 Ohm (genauer geht's nicht mit meinem Billigmultimeter; soll wäre 0.7 Ohm)

sekundär: ca. 5.52 kOhm (soll 6.3 kOhm).

Jetzt meine Frage, kann es sein, dass die obengenannten Symptome von einer defekten Zündspule herrühren können oder liegt es gleichwohl an der Verteilerkappe, den Zündkabeln oder an einem anderen Bauteil? Liegt 5.52 kOhm noch innerhalb der Toleranz?

Hinweis: Motorstörungslampe leuchtet natürlich nicht :-(

Oder kann es auch sein, dass der Motor kurz davor ist über den Jordan zu gehen? Immerhin handelt es sich um die alte Nicht-Keramik-Douvrin-Mimosen-Maschine mit mittlerweile ca. 107'000 km?

Liebe Grüsse

Gregor

Hallo,

ich glaube mit der Zündspule bis Du schon auf dem richtigen Weg. Bosch Dienste können die Zündspannung messen,

Der Zündspannungsbedarf ist bei mittleren Drehzahlen und viel Last am größten.

Gernot

Hallo Gregor,

Naja, wenn sich am Verhalten etwas ändert wenn Du die Kerzen tauschst, dann würde ich mich vorerst auch auf die Zündung beschränken und mir um den Motor keinen Kopf machen.

Entweder schickt die Spule nicht mehr genug los oder es geht unterwegs irgendwo verloren.

Letzteres läßt sich leichter testen.

Ich ziehe alle Zündkabel in so einem Fall durch ein mit Fensterreiniger getränktes Tuch bis sie blitzblank sind. (Selbst bei kleinen Rissen hat der Kriechstrom dann schlechtere Karten.)

Verteilerkappe & Zündspule kann man von außen mit WD40 einnebeln, verdrängt ggf. Feuchtigkeit in Rissen.

Eine oder mehrere bei Ausbau komplett schwarze Kerzen hattest Du vermutlich nicht dabei, oder ?

Wäre auch zu einfach, naja. Klingt jedenfalls so, als wenn irgendwas sporadisch mal geht und mal nicht. Kerzen,Kabel, Spule.

Bei Problemen nehme ich immer die einfachsten verfügbaren Kerzen, manche Wunderkerzen zB Platin können an schwachen Zündanlagen das Problem noch verstärken.

Wie es mit der NGK ist-keine Ahnung. NGK & Champion mag ich als Kerzen gerne. Was mich wundert ist, daß die Orginale Beru mehr Probleme macht als die dreipolNGK...

Ich kenne das mit dem Kerzenabstand so, daß man bei Moppeds mit Zündanlagenproblem und zu schwachem Funken diesen notbehelfsmäßig dadurch verbessern kann, daß man die Zündkerzen einen Tuck AUFbiegt.

Der Übersprungswiderstand steigt, aber der Funken ist dann stärker.

Gemäß dieser Logik müßte der Beru-funken ja bei Dir eher besser denn schlechter sein.

Falls die Theorie tragfähig ist, müßte die Berukerze dann die Neigung zu Spannungsüberschlägen an unerwünschter Stelle erhöhen.

Bei schwacher Spule müßte die Beru besser gehen falls Kerzenabstände unterschiedlicher Technologie einfach 1:1 verglichen werden können.

Na, probier mal die o.g. einfachen Sachen und erzähl was passiert.

Grüße torstoi

  • Ersteller

Habe nun die Fensterreinigerkur von torstoi der Zündkabel durchgeführt. Zudem habe ich Verteiler- und Zündspulengehäuse ordentlich eingenebelt. Leider brachte dies keine Verbesserung, wäre auch zu schön gewesen...

Stimmt, vermutlich kann man die Kerzen mit unterschiedlicher Technologie (dreipol vs. einpol) nicht einfach so 1:1 vergleichen.

Übrigens, deine Mopped-Kerzen-Theorie würde ich gleich unterzeichen. Mit steigendem Abstand steigt auch die Funkenstärke und der Töff geht u. U. besser ab. Doch geht dies nicht unbegrenzt, denn einmal ist der Abstand dermassen gross, dass mit der gegebenen Hochspannung die Strecke nicht mehr durch Funkenschlag "überbrückt" werden kann und somit kein Funken mehr fliegt*. In einem solchen Fall, wäre dann wieder weniger mehr. Falls nun bei mir die Zündspule e.v. nicht mehr so toll ist, kann vielleicht eben gerade die grössere Distanz nicht mehr bei jedem beabsichtigten "Zündungsvorgang" überwunden werden. Die Hochspannung reicht somit nicht mehr aus, um den Funken überschlagen zu lassen.

Gernot denkt auch, dass ich mit der Zündspule e.v. auf dem richtigen Weg sein könnte. Ich werde daher am näschsten DI beim Autoverwerter vorbeigen und mir eine Zündspule aus einem XM ausbauen, die ich dann natürlich zuvor mit dem Multimeter durchmessen werde. Die Zündspule vom alten 24V ist mit derjenigen vom normalen 12V ja identisch und 12V hat's auf dem Schrottplatz meines Vertrauens mehrere. Falls dies nichts bringen sollte, gehe ich zum Boschdienst und lasse das Zeugs durchmessen.

An dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön an euch beide! Ich werde auf alle Fälle wieder berichten...

Liebe Grüsse

Gregor

*bei einer normalen Kerze und intakter Hochspannung, dürfte dies aber vermutlich schwer möglich sein...

Gregor, wenn Du nicht weiter kommst, würde ich auf jeden Fall mal den Fehlerspeicher auslesen. Vielleicht hast Du Glück und es ist was abgelegt! Selbst bei sporadischen Kontaktschwierigkeiten steht mit Glück das entsprechende Bauteil im Fehlerspeicher!

http://www.cit-faq.de/faqforum/beitraege/codes/codes.htm

>>Jürgen

Hallo Gregor,

gut, da hatte Gernot wohl schon den richtigen Riecher.

Wenn die Kerzen ok sind und sich in dem potentiell Kriechstrom anfälligen Teil nach der Testkur nichts ändert, dann bleibt nur der restliche Pfad ab Verteiler, Zündspule etc. übrig.

(Innerhalb des Zündungspfades...)

Vielleicht kannst Du beim Schrotti die ZS auch mal kurz hinstecken ohne sie einzubauen gg. Trinkgeld zum Testen, ansonsten würde ich auf Steckverbindungen und ggf. Massekontake der Zündanlage einen Blick riskieren.

Dann wäre Falschluft noch eine Möglichkeit für Fehlzündungsartiges & mangelnde Leistung. Im Auslaß täuscht sie der Lambda glaub ich zu viel Sauerstoff vor und die macht dann vorne fett, im Einlaß ist die zusätzliche Zufuhr nicht im LMM kalkuliert, also sollte das Ergebnis vmtl. zu mageres Gemisch sein.

Hmm...Jürgen hat recht...der Fehlerspeicher wäre jetzt die einzige Möglichkeit auf die Schnelle zu erfahren, in welcher der 4 Ecken des Schulhofs wir unser virtuelles Topfschlagen weitermachen dürfen.

Wenn nicht, bliebe als "unfaire" Abkürzung zu einer Litanei von Einzeltests noch eine Pseudo-AU um mal zu sehen ob das Gemisch denn grundsätzlich passt oder voll daneben ist. (zu mager, zu fett- warum ?)

Meine Reihenfolge wäre: Fehlerspeicher, beim Schrotti die Zündspule ausleihen versuchen, dann Dekra Pseudo-AU (sollte für kleines Trinkgeld drin sein..)

Jetzt warte ich auf die nächste Zahl im Auto-SUDOKU... ;-)

Grüße torstoi

  • Ersteller

Hier bin ich wieder...

Ich war nun beim Verwerter und habe eine andere XM-Zündspule mal auf dem Parkplatz ausprobiert (für kleines Kaffeekassentrinkgeld). Ergebnis der Aktion: Der Motor lief nun absolut schlecht, er stotterte und ging manchmal fast aus. (fast so, als wäre wieder einmal der Schlauch vom Absolutdruckfühler abgerissen bzw. undicht - war aber nicht der Fall).

Gut, ich liess es dann sein, brachte die ZS vom Schrotti wieder zurück, steckte wieder die eingebaute, alte ZS an und wollte dann losfahren... Es war zum Heulen, der Motor stotterte noch immer... Zum Schrottplatz bin ich eigentlich noch ziemlich ruckelfrei, fast schon mit seidig-weichem Motorenlauf gelangt, doch jetzt war alles anders, irgendwie schien es so, als würde das Gemisch nicht mehr stimmen. Nach einem Laufen auf nur noch 5 Zylindern hörte es sich eigentlich nicht an (hatte ich auch schon mal bei einem defekten Zündkabelstecker).

Naja, mit diesem "tollen" Motor hat man halt immer mal wieder Ruckelproblme, Leerlaufschwankungen, Ölverlust etc. Glücklicherweise erwies sich der gesamte Rest des Fahrzeugs bis jetzt als eigentlich qualitativ einigermassen gut (touch wood, dass das auch so bleibt!)

Ich habe dann zu hause mal die Kabel der Einspritzventile einzeln abgezogen, um zu schauen, ob die Maschine tatsächlich noch auf allen Töpfen läuft. Beim Abziehen eines Steckers ging die Leerlaufdrehzahl praktisch nicht zurück. Kerze von diesem Zylinder (war Zylinder Nr. 3) kontrolliert - trocken, wieder eingebaut. Wow, bekommt das Ding nun keinen Sprit?

Schliesslich habe ich dann das Ventil ausgebaut und gegen dasjenige vom Zylinder Nr. 1 getauscht, um mal zu schauen, ob Zylinder Nr. 3 überhaupt noch Kompression aufbaut.

Beim ausgebauten Ventil noch etwas mit dem Fingernagel die Mechanik (ist so ein Stift, den man von unten sieht) wieder etwas beweglich gemacht. Über diese Ausbau/Einbau-Aktion möchte ich eigentlich keine weiteren Worte mehr verlieren. Nur soviel: Ca. 1h Arbeit, dafür aber beide Hände blutig, ca. 1/2 dl Benzin ausgelaufen (hatte den Lappen nicht am richtigen Ort positioniert) und zusätzlich ein ziemliches Gewurstel, bis das Zeugs wieder zusammen war. Ein schöner Tag... (c'était ironique)

Nun gut, Motor gestartet. Nochmals das Spielchen mit dem Einspritzventilstecker-Abziehen durchgeführt. Diesmal war bei Nr. 3 alles ok, aber auch Nr. 1 scheint zu funktionieren. Drehzahl ging zurück.

Aber: Der Motorlauf ist noch immer gleich schlecht, auch stinkt die Kiste aus dem Auspuff, so nach Abgasen halt. Doch falsches Gemisch? Nur sporadisch funktionierendes Einspritzventil? Je n'ai aucune idée!

Ich bin am Ende mit meinem Hobbybastler-Latein. Jetzt kommt der Wagen in die Werkstatt! Fehlerspeicher auslesen und ordentlicher Motorlauf wieder herstellen. Ich werfe hiermit die Flinte ins Korn, schwenke das weisse Handtuch, der "Drecksmotor" hat's mal wieder geschafft, mich wütend zu machen ;-)

Nochmals Danke an dich, torstoi, und natürlich auch an Gernot und Jürgen für die Tipps!

Liebe Grüsse

Gregor

Hallo,

das Zündkabel von der Zündspule zum Verteiler ´mal erneuern oder sich irgendwo eins versuchsweise leihen.. An dem Ding hast Du beim Wechsel der Zündspule herumgezerrt. Erhöhter Widerstand bringt hohe Zündspannung, die irgendwo im Verteiler unsichtbar überspringt.

Dabei unbedingt ein Originalzündkabel oder eines von Bosch benutzen. "Hochleistungskabel" aus dem Zübehör benutzen genau den Trick mit dem hohen Widerstand, um hohe Zündspannungen zu erzeugen. Das brauchst Du nicht.

Eine Erneuerung von Verteilerkappe und Finger wäre dann der nächste Schritt.

Gernot

*Klugscheiß Mode on*

Finger hat er schon gewechselt.

*Klugscheiß Mode off*

Ansonsten finde ich die Idee von Gernot nicht schlecht mit dem Kabel zwischen Spule & Verteiler.

Ich gehe immer gerne vom billigen zum teuren und vom einfachen zum komplizierten...

Ansonsten, wenn ich es richtig verstanden habe, hat Einspritzventil Nr.3 erst möglicherweise nicht (richtig) funktioniert,

dann hast Du es gangbar gemacht,

& dann hat es doch gefunzt. Richtig ?

Den Anfang fand ich ganz hoffnungsschillernd, aber mit dem gangbar machen hättest Du Dich vielleicht beherrschen sollen, sonst hätten wir den Übeltäter vielleicht schon am Kragen.

Es gibt nichts übleres, als Fehler die nur manchmal auftauchen...

Aber ich kann den Drang sowas gangbar zu machen verstehen, hätte ich vmtl. spontan genauso gemacht.

Läuft die Kiste jetzt tendentiell etwas besser als zuvor ?

Wenn Du sie noch länger fahren willst, kannst Du auch alle ESD rausrupfen & abdrücken lassen.

Ob man da auch den Druck kalibrieren kann wie beim Diesel, daß alle gleich sind weiß ich nicht. Defekte ggf. tauschen.

Wenn das passt bzw. eingestellt ist, schadet Deinem Verbrauch mit Sicherheit nicht & Du könntest diese Ecke abhaken.

Denn wenn ich Deine Beschreibung so Revue passieren lasse, hab ich tendetiell die Vorstellung, daß manchmal einzelne Zylinder ausfallen.

Wenn diese "Art" Fehlzündungen eine gewisse Gleichmäßigkeit haben wie in einem gleichmäßigen Takt und die Kiste nicht wild rumballert wie Billy the Kid, dann können ja nur bestimmte Zylinder wie z.B. Nr.3 ausfallen.

Das würde aber dann von der Zündspule + og Kabel wegweisen, weil die sich ihre Patienten nicht aussuchen können.

Dann bleiben wirklich nur zylinderspezifische Komponenten, wobei mir die Düse garnicht eingefallen ist. Klingt aber doch plausibel...

Schmeiß die Flinte nicht ins Korn, ich denke Du hast 85% der Strecke hinter Dir. Nach einem Reparaturversuch der noch nicht die Lösung gebracht hat, bin ich auch immer drauf und dran alles hinzuschmeißen.

Ich mach dann eine 2-3tägige Motivationspause und manchmal spuckt mein Hirn danach schon mehr oder weniger die Lösung aus.

Der vorangegangene Reparaturversuch bringt zwar momentan scheinbar garnichts, läßt dafür aber meist eine Reihe von Ursachen -oder mindestens eine- ausschließen.

Du mußt Dir jetzt aber im klaren werden in welchem Stil Du die Sache zuende bringen willst:

1) billig: ESD Nr.3, Spule, Kabel gebraucht taschen

2) Sportsfeund und Ehrenmann: Keine Fehlerauslesung

3) Schnell und gewissenlos: Gegenteil von 2)

4) Etwas kostspieliger, aber mit positiven Nebeneffekten auch wenn der Fehler woanders liegt: alle ESD testen, einstellen ggf.tauschen

Such Dir was aus... :-)

torstoi

  • Ersteller

Hi,

neuer Lagebericht:

Habe zwar bis jetzt noch kein solches Kabel von der ZS zum Verteiler auftreiben können, wohl aber den Stecker (ZS-Seite) wieder etwas mittels Schraubenzieher aufgebogen, so dass sich das Kabel wieder mit einem satten Klicken auf die ZS aufstecken lässt.

Resultat:

Der Motor lief nach dieser Aktion wieder etwas besser. Es ist jetzt aber so ein leichtes, permanent-vorhandenes "Blubbern" aus dem Auspuff zu hören - gut, bei einem amerikanischen Muscle Car aus den Seventies wären solche Geräusche ja normal bzw. gewollt ;-) , nicht aber bei diesem XM. Der sollte ja eigentlich im Leerlauf in einer etwas sonoren Tonlage leicht vor sich hin säuseln.

Verteiler:

Ich muss an dieser Stelle doch noch anfügen, dass wie gesagt, nur der Finger gewechselt wurde, nicht aber der Verteiler selbst. Da aber gerade bei den PRV-Motoren der Verteiler schon ein ziemlich anfälliges Bauteil ist, wäre es wohl im Nachhinein doch besser gewesen, wenn ich den gleich auch noch getauscht hätte... Im Forum gibt es übrigens zur Verteilerproblematik vom alten XM V6 auch einige Beiträge.

Gut, bei meisen ist das Set (Verteiler und Finger) noch einigermassen preiswert (ca. 1/3 vom Citroën-Preis). Ich werde vermutlich einen solchen Verteilerkit bestellen müssen. Ein neuer Verteiler schadet bei diesem Motor sicherlich auch nicht...

ESD:

Habe heute noch einmal alle überprüft, es funktionieren jetzt wirklich alle. Zudem habe ich auch noch den Widerstand von den Elektromagnetspulen der einzelnen ESD durchgemessen. Alle hatten die im Bucheli-Buch vorgegebenen 16 Ohm. Schon mal ein kleines Erfolgserlebnis...

Fazit: Das Auto läuft auf allen 6 Zylindern, zumal bei jedem Abziehen der ESD-Stecker die Motordrehzahl etwas abgesackt ist (weil ja natürlich dann kein Benzin mehr in den jeweiligen Zylinder eingespritzt werden kann, solange der Stecker nicht mehr drauf ist).

Weiteres Vorgehen:

Morgen trifft eine passende Zündspule ein, die werde ich noch einbauen, zudem werde ich voraussichtlich noch einen neunen Verteilerkit bei meisen bestellen. Falls diese Massnahmen dann immer noch nichts bringen sollten, werde ich ihn halt dann eben doch in die Werkstatt bringen müssen. Verloren ist das Geld für den Verteilerkit sicherlich nicht, zumal die Werkstatt sicherlich als erstes auch mal den Verteiler tauschen würde.

GlG

Gregor

Hi Gregor,

wenn er etwas hohl & voluminös blubbert, kann es sein daß der Auspuff undicht oder der Abgaskrümmer undicht/locker ist ?

Da kann es auch zu Fehlzündungen kommen.

Hast Du mal druntergeschaut, Bühne, Grube, Mietwerksatt in der Nähe ?

Beim Auftauchen von sportlicheren Klängen hatte ich bisher immer ein Loch oder Riß in der Abgaspipeline...

Ist das Leck vor der Lambdasonde, schmeißt er Dir bestimmt auch noch das Gemisch durcheinander.

Grüße torstoi

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Hallo zusammen,

ich getraue mich fast nicht es zu sagen, aber die Probleme waren alle auf ein Zündkabel zurückzuführen, welches seiner Funktion scheinbar nur noch nach Belieben nachkam. Mal Dienst nach Vorschrift, dann wieder Aussetzer, etc.

Das Motörchen summt also wieder...

Nochmals Danke für die Tipps.

Grüsse

Gregor

Dann erzähl uns bitte noch, wo und zu welchem Preis Du das oder die Zündkabel bekommen hast. Original sind die nämlich unglaublich teuer. Ich hatte damals bei Meisen gekauft, schon wesentlich erträglicher...

>>Jürgen

servus,das kabel an sich geht eigendlich nicht kaputt,es sind tatsächlich die verbindungsstellen zwischen stecker und kabel,die haben da einen flachen eisendraht in das kabelend gedrückt und dann einfach richtung mantel umgebogen.dieser popelige draht ist das problem,dieser rostet und dann ist mit dem kontakt essig.hab die stecker ein wenig aufgebogen das kabelende entnommen den draht rausgezogen und gegen einen ronden edelstahlschweißdraht ersetzt,kabel eingelegt und den stecker wieder zugebogen.

ist ruhe seither und das wird wohl auch so bleiben.

ist ein bischen arbeit aber bei dem preis für einen orginalen kabelsatz lohnt es sich.zum thema scheiß motor,naja bei mir ist der in eine alpine a310 eingebaut und schiebt das auto an kühlen tagen bis auf 260km/h.

gruß xmbarti

  • Ersteller

Ja, Jürgen, ich denke schon, dass die Kabel bei meisen mit gut EUR 100 so ziemlich die günstigsten auf dem Markt sein müssten.

Ich selber habe sie von meinem Schrauber wechseln lassen, nachdem dieser die Zündanlage durchgemessen hatte und schliesslich das defekte Kabel entdeckte. Die Kabel werden preislich umgerechnet auf ca. EUR 140 zu liegen kommen. Er bezog sie von seinem Lieferanten, der freie Werkstätten mit teilweise Nachbauersatzteilen beliefert. Es war halt wieder einmal eine take-it-or-leave-it-Situation, zumal ich den XM in dieser Woche unbedingt brauchte und bis die Kabel von meisen (wenn meisen überhaupt in die Schweiz liefert)endlich angekommen wären, bestimmt wieder eine gute Woche vergangen wäre.

Grüsse

Gregor

  • Ersteller

xmbarti, deine Rep. Anleitung in 013 tönt nicht übel, falls diese Methode denn auch funktioniert. Aber sie könnte zumindest funktionieren, wenn die benötigten Widerstände in den Kabeln damit auch tatsächlich einigermassen erhalten werden können.

Übrigens freut es mich, dass du mit dem Motor in deinem Alpine dermassen zufrieden bist.

Diese Maschine war aber nicht original in deinem Fahrzeug verbaut, oder? M.W. wurde der ZPJ4 ja ausschliesslich vom PSA-Konzern verwendet/entwickelt (XM V6.24 und Peugeot 605 V6 24). Ich stütze mich hier aber nur auf einen engl. wikipedia-Internet-Beitrag über die PRV-Motoren.

Übrigens, das Wort mit "s" habe ich nicht gesagt, war nur das Wort "Drecksmotor". Aber, Entschuldigung, die meisten Probleme an meinem XM standen bis jetzt immer in direktem Zusammenhang mit dem Motor (Ruckeln, Motorstörungslampe an, Motor geht aus beim Anhalten, fehlender Durchzug. Lag am Drosselklappenpoti, Lufttemperatursensor lieferte falsch Werte).

Sicher, dieser Motor hat auch seine Sonnenseiten:

Erotisches Ansaug-Lutfschlürfgeräusch in höheren Drehzahlen, dass es dem Fahrer die kleinen Armhäarchen aufstellt, beim starken Beschleunigen. Bei normaler, eher zurückhaltender Fahrweise (und ohne sich richtig anstrengen zu müssen) Durchschnittsverbräuche von knapp 12 l/100 km sehr gut möglich. Autobahn bei uns in der Schweiz immer unter 10 l/100 km. Ja, natürlich gibt es heute sparsamere Autos, mit mehr Leistung, aber den V6.24 immer als absolute Benzinvernichtungsmaschine hinzustellen, wird diesem Motor einfach nicht gerecht. Natürlich steigt der Momentanverbrauch auf kleinen Passsträsschen und dem oben beschriebenen Häarcheneffekt (also wenn mam der Kiste nach der sehr sanften Warmfahrphase wieder einmal so richtig die Sporen gibt) schon auf weit über 20 l/ 100 km an.

Liebe Grüsse

Gregor

hallo gregor,du hast natürlich recht,der motor wurde orginal nur von drei herstellern eingesetzt,citroen,peugeot und venturi,bei venturi wurde er allerdings auch noch mit zwei turboladern unter druck gesetzt,es wurde das obere teil der ansaugbrücke durch einen einfachen deckel ersetzt.der verturi 400gt hatte als straßenauto 408 ps und war das erste auto mit carbonbremsscheiben.

ich hab den motor aus einem xm in die a310 verpflanzt und durch das längere getriebe und die um ca 500kg weniger gewicht ein recht agiles fahrzeug.

gruß xmbarti

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