16. Dezember 200619 J. Moin moin. Der Tüvprüfer stört sich an LHM Verlust, der an der Hydractivkugel der Vorderachse herunterläuft. Liege ich unter dem Wagen, stelle ich fest, dass das LHM (wahrscheinlich beim Lenken) vorn an der Kugel herunterläuft. Die kugel hatte ich eben draussen, musste sowieso neu, es sieht so aus, als ob das Lenkgetriebe irgendwo undicht ist. Leider ist die Stelle nicht wirklich gut einzusehen, und ohne Kugel kann ich keinen Druck draufgeben. Kennt jemand eine üblicheweise undichte Stelle und deren beseitigung OHNE das Lenkgetriebe auszubauen??? Über eine schnelle Hilfe freue ich mich sehr. Citroen XM 2,1 TD, 335000 km, Bj 1991 Thorsten Belvedere
16. Dezember 200619 J. Die Sache ist leider etwas kompliziert und es fehlt eine wichtige Info: wie stark laeuft es wann wo heraus. Eingrenzen des Lecks kann sehr schwierig werden. Alles sehr genau reinigen und gegf. Talk oder Kuechentuecher o.ae. je nach vermuteter Lage des Lecks verwenden. Laeuft es nur unter Druck (Motor an) oder tropft es auch nach einer Viertelstunde immer noch oder nur dann? Eine Moeglichkeit: Eine haeufige Ursache ist die Undichtigkeit des Dichtrings an der Kugel selber, vor allem, wenn die Kugel von Laien (schliesst unwissende Werkstaetten ein) ausgetauscht wurde. Den Dichtring nicht ueber das Gewinde der Kugel stuelpen, sondern in die Aussparung der Oeffnung am Druckregler legen, dann Kugel einschrauben. Kugel wirklich nur handfest, da erst unter Druck (Motor an) die Kugel richtig fest sitzt. Haeufig wird der Dichtring beschaedigt (vor allem wenn kein robuster Original-Citroen) und leckt dann auf geheimnisvolle Weise, z.B. nur in Naechten mit grossen Temperaturunterschieden.
16. Dezember 200619 J. Ersteller danke für die Antwort. Ich habe den Eindruck, dass es aus der großen Einstellschraube (?)des Lenkgetriebes kommt, kann mich aber auch täuschen. Von der Kante tropft es auf die Kugel und rinnt an ihr herunter. Kugel selbst ist aber dicht, ich tausche meine Kugeln selbst und setze die Dichtung immer gut mit LHM geschiert erst in die Nut des Gewindes ein, bevor ich die Federkugel eindrehe. Beschädigung ausgeschlossen. Meine Werkstatt hat auch nur saubergemacht, traut sich an den Austausch nicht ran, da keine Erfahrung. Wenigstens sind die so ehrlich zu sagen, dass das ihre Kompetenzen übersteigt. Es läuft nur unter Druck und ich denke, um so mehr, je mehr man an der Lenkung dreht.
16. Dezember 200619 J. Hallo, eine undichte Hydractivkugel halte ich eher für unwahrscheinlich. Allerdings ist da in der "Nähe" das Lenkventil, der Anschluß des Lenkzylinders und ein ganzer Sack von Rücklaufleitungen. Man wird wohl einmal auf einer Bühne mit Licht die Sache untersuchen müssen. Im Lenkgetriebe selbst gibt es kein LHM. Der Kolben des Lenkzylinders ist weiter rechts. Gernot
16. Dezember 200619 J. Ersteller sobald das endlich mal aufhört zu regnen, werd ich mich wieder drunterlegen. Das muss bei der Menge (1-2 Tropfen alle 5 Minuten) doch eigentlich zu finden sein. Dass es nicht das Lenkgetriebesein kann, weil keinLHM drin ist beruhigt mich schon sehr. Danke! Gruß, Thorsten
16. Dezember 200619 J. Das Lenkgetriebe des TD12 steht unter Hochdruck und wird nach außen mit einem Simmering abgedichtet. Der Hochdruck selber mit rel. festen Dichtringen, die jedoch nicht zu 100% dichten. Der Simmerring hat also 'nur' die Leckmenge mit Durck Höhendifferenz zum Behälter abzudichten. Den kompletten Dichtsätze gibt es zu kaufen. Jemand hat mal verucht, die Dichtungen mit eingebautem Lenkgetriebe zu wechseln: ohne Erfolg. Das ist das häßliche dabei: Lenkgetriebe müßte dann raus! Ist eine Fummelei. Die Dichtungen kann jeder GUTE Mechaniker zerstörungsfrei und zuverlässig montieren, der mit Hydraulikkomponenten allg. hantiert; sie müssen gedehnt (z.B. mit Führungstülle) und dann in überdehntem Zustand mit dem Kolben in den Zylinder montiert werden. Man muß nur höllisch aufpassen, daß man wirklich die richtigen Nuten wieder belegt; eine bleibt frei. Ich belegte diese einmal auch mit der Folge, daß nach ca. 100 km keinerlei Hochdruckabdichtung mehr erfolgte und der Simmering schnellsten das Handtuch bzw. das LHM warf.... NUR: ist das Lenkgetriebe nicht doch etwas weiter vorn und links? Wie könnte von dort LHM gen Hydractivekugel siffen? Gruß, Jan
17. Dezember 200619 J. Ersteller Vielleicht drücke ich mich auch falsch aus und beschreibe das Lenkgetriebe falsch. Über der Hydractivkugel vorn ist das Teil der Lenkung, wo die "Lenkstange" vom Lenkrad reingeht, montiert. Wenn ich das richtig in erinnerung habe, gehen dort auch zwei Druckleitungen rein, die aber trocken sind. ist das nun das Lenkgetriebe? Der Hydraulikbolzen , der die lenkung unterstützt und auch nur mit einer Schraube fefestigt ist (reisst gern mal ab) ist weiter rechts und auch trocken. Gruß, Thorsten
17. Dezember 200619 J. Hallo, das ist zumindest der einzige Teil des "Lenkgetriebes" (Lenkventil), in dem regulär LHM fließt. Wenn die Anschlüsse dicht sind, ist das Lenkventil selbst vielleicht undicht. Dan kann LHM zur Lenksäule hin, aber auch zum Gehäuse der Zahnstange hin austreten. Es gibt für das Lenkventil einen Dichtsatz und man kann das Lenkventil auch so ausbauen, ohne den Wagen zu zerlegen, wenn ich mich nicht irre. Gernot
8. Januar 200719 J. Ersteller Weihnachten und schlechtes Wetter sind vorbei, habe mir ein Spezialwerkzeug geschweisst, besteht aus einer abgesägten alten Hydraktivkugel, bei der ich das Loch zuge- und eine Sechskantmutter aufgeschweisst habe. So kann ich über die nicht mehr vorhandene Kugel sehen und gleichzeitig Druck draufgeben. Nach Benutzung ist das Werkzeug ganz einfach mit einem 17er Schlüssel abzuschrauben und gegen die Hydractivkugel zu tauschen. Tja, wie es aussieht, ist das Lenkventil selbst undicht, es sickert aus dem Spalt zwischen dem Lenkventil und dem Lenkgetriebe raus. Hat jemand soetwas schon mal gemacht? Von unten kommt man da nicht ran, eher von oben, jedoch müssen da einige Luftschläuche und Kühlschläuche demontiert werden um einigermassen ranzukommen. Habe keine Bühne, keinen vernünftigen Unterstand, was nimmt eine Werkstatt für sowas??? Und woher bekomme ich den Dichtsatz? Diese wenigen grünen Tröpfchen sind es, die mich von zwei weiteren Jahren Schweben durch den Tüv trennen.
8. Januar 200719 J. Ich kriege es nicht mehr aus dem Kopf zusammen, ist schon zu lange her. Das Lenkventil sollte von oben ausreichend zugängig sein, um es auszubauen. Lenksäule ab, die beiden Leitungen am Lenkventil und evtl. noch am Lenkzylinder ab und dann weiß ich's nicht mehr. Notfalls durch den linken Radkasten bei aufgebocktem Auto und abgenommenem Rad. Eine geübte Werkstatt sollte damit auf keinen Fall Probleme haben. Wie Du selbst schon schriebst, am besten Platz schaffen und die Luftschläuche wegnehmen. Wasserschläuche dranlassen. Die komplette Lenkung nach Möglichkeit nicht ausbauen, ist wirklich friemelig. Zu Dichtsätzen und dem Abdichten wissen bestimmt noch andere mehr.
9. Januar 200719 J. Lenkung muß nicht raus. Aber von unten und durch den Radkasten, z.T. auch von oben. Mal so eben in der Garage ist denn doch sehr mühselig; ich habe mich das dann nicht getraut. Sinnvoll ist wirklich Hebebühne Dichtsatz bei Cit besorgen. Geübte Werkstatt ist wichtig, am besten eine, die auch Hydraulikkomponenten macht (geht also schon in den Nutzfahrzeugesektor); Zeit: 2 - 6 Stunden, je nach dem, wie es flutscht. Und wie oben schon beschrieben: Achtung bei Montage der inneren Dichtungen: auf Lage sowie Art der Montage selber! Gruß, Jan
10. Januar 200719 J. Ersteller Morgen fahre ich zu einer Werkstatt, die sich auf Citroen seit langem spezialisiert hat. Vielleicht hab ich ja Glück und es muss nicht alles auseinader. Eine andere Cit-Werkstatt meinte, dass alles insgesamt mit Lenkventil raus, abdichten, alles wieder rein, neu LHM so um die 300.- kosten könnte... allerdings nur so am Telefon. Na, ich geb Bescheid. Aber das ist wohl alles normal bei knapp 350000 km auf der Uhr Thorsten und seine inkontinente XM
17. Februar 200719 J. Ersteller so. nu hat er wieder Tüv, 300.- Euro für die Arbeitsleistung incl. Dichtsatz für ca 26.-?. Lenkventil raus, mit Spezialwerkzeug die Dichringe spreizen und aufsetzen und das Lenkventil wieder einsetzen. Was halt wegen der Fummelei und des Spezialwerkzeuges eine Sache für die Werkstatt ist. Ciao, Thorsten
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