12. Januar 200719 J. Hi Freunde, ich habe hier übers Forum Autoteile von privat aus der Schweiz gekauft und bin nun etwas geschockt über die Kosten: Zunächst hat bereits der "Economy"-Versand des 4,2 kg-Paketes durch SWISS POST sage und schreibe 40,- CHF gekostet, wofür ich dem Verkäufer bereits 25,- € überwiesen hatte. Und nun hat die deutsche Post von mir noch vor der Aushändigung 23,75 € kassiert, dies im Auftrag des dt. Zolls, der 19% Einfuhrumsatzsteuer auf den angegebenen Warenwert von 125,- € erhebt! Somit hat mich der Transport hierher fast 50 Ocken gekostet! Okay, die Schweiz ist kein EU-Land, da gelten noch andere Regeln, als man sie hier im Vierländereck F-Be-Ne-Lux-D inzwischen gewohnt ist. Ist das überhaupt richtig, der Verkäufer hat doch in der Schweiz früher auch schon mal die dortige Mehrwertsteuer entrichtet, diese müsste er dann doch wenigstens zurück erstattet bekommen. Oder habe ich da einen Denkfehler? >>Jürgen
12. Januar 200719 J. Egal, aus welchem Land ich Ware importiere, kann uch die dort fällige MWST (oder wie sie dort auch heißen mag) zurückerstatten lassen. Dann kommt bei Grenzübertritt auf jeden die aktuelle MWST von 19% hinzu. So kann ich z.B. bei Ware aus NL oder F die übliche TVA von 25% zurückfordern und bei Grenzübertritt 19% zahlen.
12. Januar 200719 J. Der Verkäufer kann sich die entsprechende Steuer in der Schweiz erstatten lassen. Beim Import aus einem Nicht-EU Land wird die Mwst. erhoben, wenn Du Pech hast, zusätzlich eine Einfuhrsteuer von 8% (ist mir ab und an bei Lieferungen aus den USA passiert). Beste Methode diese Steuern zu umgehen (Vorsicht strafbar) ist, dem Verkäufer beizubringen, daß er "Geschenksendung, keine Handelsware" auf die Paketkarte schreibt.
12. Januar 200719 J. Ersteller Hm, dem Steuerbescheid ist gleich eine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt. Ich glaube, ich werde auf jeden Fall schonmal Einspruch einlegen, weil die netten Zöllner die Bemessungsgrundlage zu hoch angesetzt haben. So habe ich nämlich auch auf Verpackung und Versand (25,-€) nochmal die dt. Umsatzsteuer bezahlt. Das kann ja wohl nicht sein. Und dann müßte ich also tatsächlich den Verkäufer bitten, sich die MwSt zurückerstatten zu lassen und mir diese zu überweisen? Dann kostet ja die Auslandsüberweisung nochmal eine Schw....gebühr. So'n schiiiet! >>Jürgen
12. Januar 200719 J. Wenn der schweizer verkäufer sich was erstatten lassen will, muß er schon eine ensprechende Rechnung vom eigenen Kauf der Teile haben. Ansonsten kann er auch nix erstatten lassen. Ob er es dann macht, wird sich weisen. Dürfte angesichts des Aufwandes und des nicht so hohen warenwertes eher nicht zu erwarten sein. Pakete von der schweiz ins ausland sind allgemein absurd teuer. Will jetzt nicht schlaumeiern, aber ein wenig googeln hätte dich vor allem bewahrt. Würde es deshalb unter Lehrgeld abbuchen.
12. Januar 200719 J. Ersteller Ja Frank, da hast Du wohl Recht! >>Jürgen Doch nochmal nachgefragt: Darf die Umsatzsteuer nur auf den Warenwert erhoben werden oder auch auf Verpackungs- und Versandkosten, welche mir ja vom Verkäufer auch in Rechnung gestellt wurden?
12. Januar 200719 J. Zumindest der Versand ist auch bei Sendungen aus den USA mitberechnet worden, Verpackung hatte ich nicht auf den Rechnungen.
12. Januar 200719 J. Im innerdeutschen Handel ist die USt auch auf Verpackung und Porto fällig. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei Importen anders aussieht.
12. Januar 200719 J. Die Transportleistung ist zu versteuern, leider. Auch grad mit meinem Schachcomputer (Mephisto PHANTOM !) erlebt.... Carsten
12. Januar 200719 J. Du hättest ja auch mal hier im Forum fragen können... Ich besuche regelmässig meine Eltern in Süddeutschland. Die tragen solche Sachen dann in Lahr auf die deutsche Post... Liebe Grüsse Thilo
12. Januar 200719 J. Von (A) nach (D) und umgekehrt ist´s auch teuer - es wäre schön, wenn wir uns hier ein wenig vernetzen könnten, um Kosten zu sparen! >>
12. Januar 200719 J. Ja, die Methode von Thilo kenne ich als Schweizer auch zur Genüge. Bestellung aus Deutschland zu Bekannten ins grenznahe Ausland (A oder D) liefern lassen und dann selbst abholen...
12. Januar 200719 J. Ersteller Tja, da zahle ich diesesmal wirklich Lehrgeld. Okay, schlimm isses nicht, der eigentliche Kauf war relativ günstig. Peter, zur Vernetzung: Ich bin auch ab und zu in Wien. Soweit es leicht tragbare Pakete sind, könnte ich da auch mal aushelfen (also kein Getriebe ). Das ist aber leider natürlich nicht auf Bestellung möglich, sondern hilft nur dann, wenn jemand auch mal ein paar Wochen Geduld hat. Aufwändig ist es dann trotzdem, da man sich ja eigens an Bahnhof oder Flughafen zur Übergabe treffen müsste... >>Jürgen
12. Januar 200719 J. @Jürgen: Danke für das generelle Angebot! Das Getriebe habe ich übrigens schon, ganz schön schwer das Trumm für einen Leichtmetallklotz! Es hilft auch sehr, wenn man z.B. das Teil im Zielland per Post wegschickt (nat. gegen VK) wenn es nicht möglich ist, daß man sich trifft. Wenn Du in Wien bist melde Dich mal! >>
12. Januar 200719 J. Ich habe 6 deutsche Assistenten, da ist immerzu einer in D. Die kriegen dann (nicht zu schwere) Pakete einfach mit :-)) Thilo P.S.: Von wegen Vernetzung bin ich auch dabei.
12. Januar 200719 J. Aus GB habe ich mir mal eine bei Ihbay ersteigerte Kupplung (plus anderes Zeuchs...) senden lassen. Wow, der Versand war höher als das, was du, lieber Jürgen, gezahlt hast! Hat sich letztlich doch gelohnt, da muss man eben abwägen VOR dem Ersteigern, wieviel einem das Teil inkl. Versand wert ist. Das tat ich dann bei 2 Radlagern (ziemlich schwer) aus England, Kosten vorher mit Verkäufer geklärt, Höchstgebot inkl. Versand passte prima. Lustig war, dass ich aus Neuseeland mal ein riesiges CX/GS-Poster zugesandt bekommen habe (1m lange Rolle!) und der Versand dabei echt preiswert war, hätte ich nie erwartet. Lag preislich etwa beim Rollenversand der DHL/Post innerhalb D.
13. Januar 200719 J. Jürgen & Peter: ich kaufe des öfteren in Deutschland ein (z.B. Felgen), da käme mir eine günstige Transportmöglichkeit ganz gelegen. Nachdem ich zumindest 1x im Jahr (meist im Herbst) nach Amsterdam fahre, könnte ich im Gegenzug sogar anbieten, das eine oder andere Teil unterwegs mitzunehmen. gruesse, sgefant PS: bevor jemand auf blöde Gedanken wg. Amsterdam und etwas mitnehmen kommt: ich wurde bisher beinahe immer von Zoll und/oder Polizei kontrolliert, wenn ich von dort kam.
14. Januar 200719 J. Hallo Jürgen, bei Warenlieferungen in und aus nicht EU Ländern ist es wichtig sich eingehend mit den Zollformalitäten zu befassen. Ich bevorzuge da Speditionen die über Zollagenturen an der entsprechenden EU Grenze verfügen, um dort die Steuern direkt zu bezahlen. Die Spedition Schenker kann das zum Beispiel. Für diese Dienstleistung bezahlt man dann ca. 40EUR..ist aber angenehmer als sich stundenlang durch die Anträge zu kämpfen, Proformarechnungen zu erstellen, Ware mit und ohne Verpackung zu wiegen.....usw.. Man kann seit diesem Jahr die Zollabwicklung auch online machen..schau mal auf der Seite des Finanzministerium unter Zollabwicklung Stichwort ATLAS. Ich bevorzuge allerdings immer noch die 40EUR Methode. Gruß Edgar
16. Januar 200719 J. @017: Mir fällt schon etwas ein, was ich gerne aus Amsterdam hätte: Schokolade- und Vruchtenhagel! Das schmeckt lecker! (wie man in (D) sagen würde) >>
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