2. Mai 200719 J. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger erläutert in "Welt online" seine automobilen Umweltgedanken (auch im Gegensatz zur Bundesregierung in Washington): http://www.welt.de/motor/article844765/Ich_will_einen_sexy_Sportwagen_Aber_mit_Biosprit.html Gleichzeitig macht er Reklame für einen kalifornischen Elektrospochtwagen: http://www.teslamotors.com/index.php?js_enabled=1 Wie finden wir das? Gruß Jörg
2. Mai 200719 J. Herr Schwarzenegger ist auch stolz darauf, seinen Hummer mit Biodiesel zu fahren. Dass er trotzdem noch 30l aufwärts verbraucht, wird aber verschwiegen.
2. Mai 200719 J. Warum soll er auch damit angeben? Wenn alle braven Kalifornier elektrisch fahren, bleibt mehr für Arni. Viele Grüße Helge
2. Mai 200719 J. Lese ich Frust, Neid oder Häme aus den Antworten auf Jörgs Frage? Rein sachlich gibt Schwarzenegger in dem Bericht an, einen mit Wasserstoff betrieben Hummer zu fahren, nicht einen mit Biodiesel. hs
2. Mai 200719 J. Und für eine CO2-Bilanzierung dürfte ein mit Biodiesel befeuerter Wagen eine zeitnahere Nullsumme bringen als ein mit herkömmlichen Diesel befeuerter Hummer.
2. Mai 200719 J. Herr Schwarzenegger fährt aber auch einen Diesel Hummer. Ob der CO2 Ausstoß nahezu bei Null liegt(Erzeugung?) ist erstmal irrelevant. Er propagiert E-Antrieb, fährt aber selber mit einem Verbrenner und dann auch noch mit enormem Verbrauch, der Verbrauch stört die Bilanz aber schon wieder, weil die Erzeugung auch CO2 freisetzt, die Bilanz aber nur den reinen Verbrennungsprozeß berücksichtigt. Neid? Ja, weil ich auch gern ein Elektroauto fahren würde, aber entweder der Preis oder die Reichweite im Weg steht. Ausserdem fällt mir da wieder der EV-1 von GM ein. Warum hat denn da die Politik nicht mal ein Machtwort gesprochen oder einfach Fördermittel bereitgestellt. Die meisten sind doch eh in Kalifornien gelaufen.
3. Mai 200719 J. Herr Schwarzenegger fährt nicht nur den Hummer, er soll übrigens eher ein Steh- als ein Fahrzeug sein, sondern den Toyota Prius, wenn meine Info stimmt. Wie übrigens viele Schauspieler in den USA...
3. Mai 200719 J. Joh, das stimmt. Arni war einer der ersten Priusfahrer. Vielleicht sollte man hier doch mal so einige Vorurteile über Arni über Bord werfen. Würde den Blick auf die von ihm propagierte SACHE freier machen. Sein Plädoyer ist für US-Verhältnisse sehr "revolutionär" und alles andere als schleimerig. Arni redet nicht wirklich "Belanglosigkeiten". Seine Statements machen vielen anderen US-Trivialpolitikern richtig Schwierigkeiten.
3. Mai 200719 J. Ergänzend muss ich sagen: Ich habe enorme Vorurteile gegen Schwarzenegger, Muskelprotz, falsche Partei, Bush jr.-Anhänger (jetzt scheinbar nicht mehr, ist wohl wirklich lernfähig), Hummer (einer oder zwei), dieses ganze Macho-Gehabe. Und dann lese ich das mit dem Prius und andere Dinge. Also er hat zu Denken angefangen und jetzt muß ich meine sämtlichen Vorurteile über Bord werfen. Tue ich gern.
3. Mai 200719 J. Schwarzenegger ist Populist. Er hat 4 oder 5 Hummer, den Prius fasst er nur an, wenn er dabei fotografiert wird! Er ist nach AlGore, der offensichtlich selbst dran glaubt, der erste bekannte Politiker (und als Gouverneur Kaliforniens auch nicht eben ganz einflusslos), der erkannt hat, dass eine wachsende Zahl von US-Amerikanern an den CO2-Treibhausbetrug glaubt und nutzt das, um Punkte zu sammeln, die er auf anderen Politikgebieten zu Recht verloren hat!
3. Mai 200719 J. Schwarzenegger mag Strom. Er würde die ganzen Todesurteile die er unterzeichnet wohl auch am liebsten wieder nach alter Väter Sitte auf dem Stuhl vollstrecken lassen. Nicht mit dieser mädchenhaften Giftspritze. Neee, schön braten lassen. Ist halt immer ein Problem wenn ein Österreicher bei sich nichts wird und dann im Ausland Politik macht
3. Mai 200719 J. Halte zwar nicht viel von Elektroautos, aber Schwarzenegger wäre auch dann noch o.k., wenn er Fahrrad fahren würde....
3. Mai 200719 J. und für andere wäre er auch dann noch K.O., wenn er Fahrrad fahren würde. Seine Haltung zur Todesstrafe ist unverzeihlich. Er hätte ein Zeichen setzen können. Aber die Kalifornier wollen sie ja, die Todestrafe. Seine Forderung bis 2010 die Emisionen von 2000, bis 2020 die Emissionen von 1990, bis 2050 80% weniger Emissionen als 1990 zu erreichen ist dadurch aber weder richtiger noch verkehrter.
4. Mai 200719 J. In Sachen Kriege, Todesstrafe, Waffenbesitz für alle, keine Krankenkassenpflicht usw. trennen uns von den Amis Welten. Und das ist gut so. Ich hoffe sehr, dass sich die USA - obwohl einzig verbliebene Supermacht - mit der Zeit unseren Standpunkten annähert und nicht umgekehrt.
4. Mai 200719 J. passiert schon. die brauchen nur länger um zu kapieren das ihre "gewonnenen" Kriege in Wirklichkeit verloren sind, und umgekehrt. Wir haben das ja schon viel früher mit dem 2. WK gemerkt.
4. Mai 200719 J. Verstehe. Arnold soll nicht nur die amerikanische Automentalität, sondern nach der Devise an unserem Wesen soll die Welt genesen, ganz Amerika umkrempeln. Reicht es nicht für den Anfang sich zurückzulehnen und für sich selbstgefällig die bessere Moral in Anspruch zu nehmen? Krieg und Frieden, Todesstrafe, Waffenbesitz, Sozialstaat, Umweltschutz... In allen Fragen wissen's wir besser als die Amerikaner und haben offensichtlich die überlegenen Moralvorstellungen. So kann mich selbst als Gutmenschen sehen und die anderen als zurückgeblieben, bestenfalls in der Lern- und Entwicklungsphase. Eigentlich nichts Neues: wir Deutschen waren schon immer von unserer Sicht der Welt überzeugt... Aber bürden wir dem Arnold dann nicht doch etwas viel auf, wenn wir erwarten, dass er als Östterreicher jetzt für die Umerziehung der Amerikaner Sorge zu tragen hat?
4. Mai 200719 J. in der tat bürdet man einem österreicher zuviel auf . Krieg und Frieden, Todesstrafe, Waffenbesitz, kein Sozialstaat, Umweltschutz. Er wird es nicht schaffen diese Punkte zu verändern. Und die gesellschaft die diese Punkte nicht anpackt wird untergehen. schade nur um die vielen Menschen, und besonders um jene die es auch wissen aber auch nicht ändern können.
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