13. Juni 200719 J. Hallo, hat einer von euch schon mal mit dem Ledersofterner vom Lederzentrum gearbeitet? Versuche meine schwarze DS-Lederausstattung damit wieder weicher zu bekommen, aber habe den Eindruck, außer einziehen (oder verdunsten?) tut sich da überhaupt nix. Selbst wenn man das Leder satt mit dem Pinsel einstreicht. Das Zeug ist nullkommanix weg von der Oberfläche und trotz mehrmaliger Behandlung und mehrere Tage stehen lassen ist das Leder nach wie vor relativ hart und lässt sich auch nicht "weichkneten". Oder ist das Zeug nur für küppelhartes Knäckebrot gedacht? Gruß, Holger
13. Juni 200719 J. Hi, ich kenne das. Du musst es 20, 30 mal verwenden. Das Leder säuft es. Meine SM- Garnitur hat rund einen Liter gesoffen- aber saugeil .... Carsten
13. Juni 200719 J. Ersteller ...die vom Lederzentrum schreiben, daß man das Zeug nicht so oft draufmachen soll, damit das nicht "verölt". Aber danke für den Tip. Gruß, Holger
13. Juni 200719 J. Hi! Nimm einfach Hautmilch von Aldi, das hat mit ein Autosattler empfohlen und ich habe das auch bei allen meinen Fahrzeugen verwendet! Gruß Jörg-Peter
13. Juni 200719 J. Hi, nicht so oft mag sein. Ich habe es abends draufgetan, und da, wo es morgens weg war, habe ich nachgerieben. Die Stellen, die nix mehr richtig soffen, die habe ich dann so gelassen. Hast Du vorher die Essigkur gemacht für den PH- Wert ? Carsten
13. Juni 200719 J. Hi!Nimm einfach Hautmilch von Aldi, das hat mit ein Autosattler empfohlen und ich habe das auch bei allen meinen Fahrzeugen verwendet! Gruß Jörg-Peter Was für eine abgewetzte XM- Ledergarnitur gelten mag, ist nicht automatisch 1:1 auf wesentlich ältere (und auch kostbarere) Sitzgarnituren von DS, SM und Co übertragbar. Leder vor 40 Jahren wurde nicht nur anders gegerbt, auch die Schäden und Bedürfnisse des ausgedörrten Leders sind andere. Massiver Fetteinsatz lässt die Collagenfasern nur aufquellen, nährt und schützt es aber nicht. Daher gibt es eÃne Reihenfolge von Spezialmittelchen - von der Reinigung über die Nährlotion bis zu dem Wachspräperat, das die Oberfläche schützen soll. Mit diesen preislich durchaus nicht übertrioebenen Spezialprodukten habe ich bei meinem DS- Leder recht gute Erfahrungen gemacht. Nur, dass ein Wunder geschieht, darf man nicht erwarten. Jahrzehntelang unter Südfrankreichs Sonne ausgedörrtes, steinhartes, versprödetes Leder wird nie mehr so wie es ursprünglich war. Aber mit richtiger Pflege lässt sich der Zustand noch einiges verbessern und vor allem konservieren.
13. Juni 200719 J. Ersteller Hä? Wat für ne Essigkur und PH-Wert? Ich will nicht abnehmen, sondern mein Leder weichkriegen... Ich hab vorher das Leder mit dem Waschbenzin-Zeugs entfettet, sonst nix... Das Lederöl zieht dermaßen ein, da muß ich nicht bis morgens warten, sondern kann dabei zukucken, wie es einzieht...
13. Juni 200719 J. Hi, ENTFETTET ? Na gut. Essig brauchst Du, damit es nen PH. Wert hat, wie als es noch lebte. Reib es 2* mit Essig ab, dann stimmt es schon, lass den eintrocknen. Hat mir das LZ so empfohlen. Klingt logisch. Das Öl danach, aber vermutlich ist das Wurscht. Das mit dem Einziehen war bei mir auch so. Anfangs. Carsten
16. Juni 200719 J. Ersteller Hi Carsten, das mit dem Essig ist für Schimmelpilze, war Deine SM_Garnitur schimmelig? Sonst machtas wohl keinen Sinn und bringt auch keinen niedrigen PH-Wert im Leder mehr zurück. Soll nur die Schimmelsporen killen. Lt. Lederzentrum soll man nicht mehr als einen Liter in eine Ds-Lederausstattung versenken, mehr bringt rein gar nix. Und das Leder wird erst durch Walken weich, was natürlich bei nicht abgezogenem Leder nicht unbedingt geht. Soweit mein Informationsstand. Aber immer noch erstaunlich, daß das schwarze Leder teilweise das Öl SOFORT nach dem satt Bepinseln wie ein Schwamm aufsaugt.. Gruß, Holger
16. Juni 200719 J. Da sind wir bei einem Okkultthema. Der eine sagt, Hautmilch tötet, der andere, es wirkt Wunder. Jeder lobt sein Produkt, so auch das LZ, und erklärt die anderen für unwirksam oder schädlich. Aber auch die Anleitungen des LZ differenzieren nicht nach Ledersorten, obwohl man denkt, dass das so sein müsste. Fazit: Alle kochen mit Wasser. Es ist, wie ..hannes sagt: Kaputtes Leder machst Du nicht mehr heile. Auch Risse flickst Du nicht wirklich dauerhaft, obwohl es fett behauptet wird. Daran glaube ich, bis mir einer das Gegenteil beweist. Und teure Versuche habe ich schon unternommen. Nicht selbst, sondern machen lassen von solchen, die das behaupten zu können. Grüße, Uli
16. Juni 200719 J. Ersteller Hi Uli, meine Vermutung.... was haste denn machen lassen? Lederrisse flicken lassen? Gruß, Holger
16. Juni 200719 J. Lederrisse kann man mit Silikon ganz gut "kitten". Da muss selbstverständlich der Farbton stimmen. Maske anfertigen!! Anschließend mit Ziegenmilch (gut sortierter Supermarkt) satt einstreichen. Dazu einen Tapezierquast verwenden. 1-2 Stunden einwirken lassen. Überschüssige Milch mit Papiertüchern aufsaugen und 1-2 Tage bei guter Belüftung (am besten im Spätsommer) trocknen lassen. Hilft aber nur bei XM und Baujahren zwischen 1991 und 1998! Da wurde das Leder mit dem Enzym TRzi gegerbt. Prozedur wirkt bei gennanten Baujahren Wunder. Das Leder ist nachher wie neu!!! Übrigens: Stimmt alles gar nicht. Trotzdem liebe Grüße, MISEL PS: Stimmt doch!
17. Juni 200719 J. Essig und Öl?Fehlen nur noch ein paar Zwiebeln, etwas Pfeffer und Salz... Salad Nappoise....
17. Juni 200719 J. Lederrisse kann man mit Silikon ganz gut "kitten". Da muss selbstverständlich der Farbton stimmen. Maske anfertigen!! Anschließend mit Ziegenmilch (gut sortierter Supermarkt) satt einstreichen. Dazu einen Tapezierquast verwenden. 1-2 Stunden einwirken lassen. Überschüssige Milch mit Papiertüchern aufsaugen und 1-2 Tage bei guter Belüftung (am besten im Spätsommer) trocknen lassen. Hilft aber nur bei XM und Baujahren zwischen 1991 und 1998! Da wurde das Leder mit dem Enzym TRzi gegerbt. Prozedur wirkt bei gennanten Baujahren Wunder. Das Leder ist nachher wie neu!!! Übrigens: Stimmt alles gar nicht.Trotzdem liebe Grüße, MISEL PS: Stimmt doch! Na ja, oben war von Leder die Rede nicht vom Plastik das allen XM Fahrern als Leder verkauft wurde. Die modernen Leder sind mit echtem Leder nur noch vom Grundmaterial verwandt. Leder wird heutzutage nicht nur Lackiert sondern auch noch Korrektur Geprägt. Selbst in Fahrzeugen des Premiumsegments sieht und fühlt man es ganz deutlich. Egal ob Au-di oder BMW oder die anderen dieses Leder fühlt sich an wie Plastik und hat eine so dermassen gleichmässige Struktur dass ich bereits im Werk gefragt habe ob das jetzt Leder oder Kunstleder ist. OK die waren von meiner Frage nicht begeistert. Aber Leder ist heute so billig dass es jeder Dödel haben will und da der Otto-Normal-Dödel Leder nicht pflegt weil er zu dumm und zu faul ist wird Leder eben so behandelt dass es eigentlich gar keine Pflege mehr braucht. Dies gilt aber nicht für Leder in alten Fahrzeugen. In älteren Fahrzeugen insbesonderen der der primitiven, zB Ziehdröhn, wird schon sehr lange lackiertes Leder verwendet. Dieses Leder benötigt aber durchaus eine gute Pflege wobei durch den Lack gar nicht alles durchgeht. Hochwertiges "altes" Leder ist durchgefärbt und natürlich auch noch nach alter technik gegerbt. Die Umwelt und Naturfreaks unter uns sollten bitte nicht nachfragen mit was damals gegerbt wurde. Solches Leder ist das anspruchvollste Leder überhaupt wobei die richtige Pflege wirklich nicht kompliziert ist. Also jedes Leder braucht die richtige Pflege und meist eben nicht nur einfach Babyöl aus dem Aldi.
17. Juni 200719 J. Lektüre zum Thema Lederpflege / Reparatur von Rissen: http://www.motor-klassik.de/auto_U_technik/restaurieren/hxcms_article_501067_14835.hbs
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