18. Juli 200719 J. Hallo Gemeinde, Kann mir jemand Links zur DS nennen, die sich vorwiegend um das Design und die Entwicklung dieses Autos drehen? Mich interessiert, wie es dazu kam, daß die Form so wurde, wie sie eben später in Serie ging. Wieso, zum Beispiel, ist an der Heckscheibe so ein großer Absatz zum Dach, etc.? Entwürfe, die nicht in die Serie kamen, Vorserienmodelle, Prototypen, sehr rare Versionen und so weiter... Wäre nett, wenn jemand was hat.
18. Juli 200719 J. Vielleicht bekommst Du hier Informationen: http://www.dsclub.de/ http://www.citroen-ds-id.com/ fl.
18. Juli 200719 J. Zum Designer ist hier was zu finden: http://www.expo-bertoni.com/Bonjour.html Gruss Martin
18. Juli 200719 J. Eine sehr gute Übersicht zur "Evolution" des DS-Designs findet sich hier: http://www.thoroughbred-cars.com/cars/france/citroen/Citroen%20DS.htm Viel mehr Abbildungen dazu sind in meiner (kleinen) DS-Literatur-Sammlung auch nicht drin. Das von Dir angesprochene charakteristische Design der Dachkante wurde von Bertoni wohl wirklich erst kurz vor Produktionsbeginn entwickelt - steht zumindestens in vielen Büchern so drin. ( kann natürlich auch eine Legende sein) Bevor der Modellname DS erfunden wurde, lief das Projekt bei Citroen unter dem Titel Voiture de Grand Diffusion (VGD) = Auto mit grosser Verbreitung (sinngemäss: Massenmodell), da mit dem neuen Wagen grosse Verkaufszahlen angestrebt werden sollten. Infos zu Vorläufern der DS findest Du im Netz daher oft unter diesem Stichwort. Gruss Martin
18. Juli 200719 J. Eine sehr gute Übersicht zur "Evolution" des DS-Designs findet sich hier:http://www.thoroughbred-cars.com/cars/france/citroen/Citroen%20DS.htm Bevor der Modellname DS erfunden wurde, lief das Projekt bei Citroen unter dem Titel Voiture de Grand Diffusion (VGD) = Auto mit grosser Verbreitung (sinngemäss: Massenmodell), da mit dem neuen Wagen grosse Verkaufszahlen angestrebt werden sollten. Selige Zeiten, als solche Zielstellungen noch technisch und nicht vom Marketing betrachtet wurden... CJ
18. Juli 200719 J. Der Link http://www.autowallpaper.de/Wallpaper/Citroen/Entstehungsgeschichte_von_Citroen.htm befasst sich mehr mit der Geschichte, ist aber ganz interessant. Dorothea
19. Juli 200719 J. Ersteller Ja, vielen Dank! Das ist schon mal was ordentliches zum Lesen Danke nochmal!
19. Juli 200719 J. Die Panoramascheibe und die Gestaltung der C-Säule soll ein spontaner Akt kurz vor Fertigstellung gewesen sein. Angeblich, so steht es in allen Quellen, weil die DS einem anderen, kurz zuvor vorgestellten Wagen, sonst zu ähnlich gesehen hätte. Also ursprünglich war ein 3. Seitenfenster und ein Fließheck vorgesehen. Ich frage mich nur die ganze Zeit welches andere Auto das gewesen sein soll? Der Borgward Hansa 2400? Mir fällt sonst keiner ein und das ist auch kein Großserienwagen, wie es in den Bücher steht. Gut, die Amis hatten Ende der 40er Fließheck gehabt. Aber Anfang der 50er war das völlig "out". Zum Dachüberhang: da werden 3 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 1. Durch die Gestaltung hat sich die Kopffreiheit enorm erhöht, aber der Wagen behielt trotzdem seine stomlinienförmige Seitenlinie. 2. Es ergab sich ein kleiner Heckspoiler und somit eine aerodynamisch günstige Abrisskante. 3. Das Kunststoffdach konnte besser montiert werden. Dazu muß man wissen daß es damals schwierig war große Kunststoffteile form- und maßhaltig herzustellen. Das Dach war an 3 Seiten fest eingespannt, nach hinten hatte man dann aber eine gewisse Freiheit für die Fertigungstoleranzen und auch unterschiedliche Ausdehnung bei Hitze zwischen Stahl und Plaste. P.S. Die Gestaltung der C-Säule Panoramascheibe war stilistisch ein gelungener Schachzug. Das ursprünglich vorgesehene Fließheck galt zu dem Zeitpunkt bereits als "altbacken". Die Panoramascheibe als modern. Gleichzeitig konnte man je nach Betrachtungsweise der Seitenlinie die Stromlinienform ebenso erkennen, wie ein klassisches Heck mit angesetztem Kofferraum. Anhängig davon ob man auf die undurchsichtigen Teile blickt oder auf die Gesamtform. Somit hatte man auch die Liebhaber von "Kofferaumautos" im potentiellen Kundenkreis
19. Juli 200719 J. Ersteller ... Sieh mal an... Das mit dem Dach ist ja echt interessant! Dazu fand ich nämlich bisher noch nichts.
19. Juli 200719 J. Die Panoramascheibe und die Gestaltung der C-Säule soll ein spontaner Akt kurz vor Fertigstellung gewesen sein.Angeblich, so steht es in allen Quellen, weil die DS einem anderen, kurz zuvor vorgestellten Wagen, sonst zu ähnlich gesehen hätte. Also ursprünglich war ein 3. Seitenfenster und ein Fließheck vorgesehen. Ich frage mich nur die ganze Zeit welches andere Auto das gewesen sein soll? Der Borgward Hansa 2400? Mir fällt sonst keiner ein und das ist auch kein Großserienwagen, wie es in den Bücher steht. Gut, die Amis hatten Ende der 40er Fließheck gehabt. Aber Anfang der 50er war das völlig "out". Es dürfte um die Vedette von Ford France gehen. Die hatte ein Fießheck und ein drittes Seitenfenster. Großserie ist natürlich auch hier relativ und neu war 1948. Die Vedette mit ihrem kleinen V8-Motor war nicht gerade erfolgreich und Ford hat dann die ganze französische Aktivität an Simca verkauft, wo die Nachfolgemodelle vor allem mit Simca 4-Zylinder-Motoren besser ankamen.
19. Juli 200719 J. Stimmt, käme der Beschreibung nach hin: Aber das mit den Jahren geht zu weit auseinander. Wenn die Vedette 48 rauskam und das Design Anfang der 50er schon längst überholt war, wird die C-Säulen Gestaltung der DS um 1953 herum, nichts mit der Ähnlichkeit zur Vedette zu tun haben, sondern eine notwendige Modernisierung gewesen sein.
19. Juli 200719 J. P.S. Die Gestaltung der C-Säule Panoramascheibe war stilistisch ein gelungener Schachzug. Das ursprünglich vorgesehene Fließheck galt zu dem Zeitpunkt bereits als "altbacken". Die Panoramascheibe als modern. Welch Anbiederung an den Zeitgeist! So etwas würden wir heute aber nicht mehr unkritisiert durchgehen lassen! Gleichzeitig konnte man je nach Betrachtungsweise der Seitenlinie die Stromlinienform ebenso erkennen, wie ein klassisches Heck mit angesetztem Kofferraum.
19. Juli 200719 J. Aber die stark gebogene rahmenlose Panoramascheibe war keine späte Entscheidung, sondern sehr früh vorgesehen. Das kann man z. B. an den Prototypfotos aus Draguignon ( Feriensitz Lefevbres) sehen. Die größten Schwierigkeiten hatte man, einen Produzenten für die Scheibe zu finden. Und an der unteren Befestigung der Scheibe wurde noch jahrelang nach Serienfertigung gebastelt. Grüße, Uli
19. Juli 200719 J. Die Panoramascheibe und die Gestaltung der C-Säule soll ein spontaner Akt kurz vor Fertigstellung gewesen sein.Angeblich, so steht es in allen Quellen, weil die DS einem anderen, kurz zuvor vorgestellten Wagen, sonst zu ähnlich gesehen hätte. Also ursprünglich war ein 3. Seitenfenster und ein Fließheck vorgesehen. P.S. Die Gestaltung der C-Säule Panoramascheibe war stilistisch ein gelungener Schachzug. Das ursprünglich vorgesehene Fließheck galt zu dem Zeitpunkt bereits als "altbacken". Die Panoramascheibe als modern. Gleichzeitig konnte man je nach Betrachtungsweise der Seitenlinie die Stromlinienform ebenso erkennen, wie ein klassisches Heck mit angesetztem Kofferraum. Die Wahrheit über den "stilistischen Schachzug" bei der Gestaltung der Heckpartie ist wesentlich trivialer als man es bei einer Designlegende wahrhaben möchte: Wäre die DS in einer klassischen Fließheckform ausgelaufen, wäre sie 6 Meter lang geworden und hätte damit nicht mehr in die französiche Durchschnittsgarage gepasst.
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