24. Juli 200719 J. Hallo, habe mir vor rund 2 Monaten einen Xantia X2 HDI 2.0 Break 80kW Bj 2000 zugelegt, und bin begeistert von dem Wagen. Hat zwar etwas weniger Platz als sein Vorgaeger Omega 2.0 16V Kombi, aber es reicht. Und wenn ich die Sitzschienenverlaengerung drinnen habe, da sitzt es sich auch bei 1,95 m Laenge bestimmt ganz bequem. Und ganz wichtig: mind. 40% weniger Kraftstoffkosten. Zu meiner Frage: der Wagen wurde mit ESP angepriesen, irgendeine Abschaltmoeglichkeit per Schalter o.ae. habe ich aber bisher nicht entdecket. Wie kann ich sicher erkennen, ob er wirklich ESP hat? Nicht, dass ich darauf permanent angewiesen waere, ich lasse es eher etwas ruhiger angehen, aber so einen Assistenten fuer den Notfall an Bord zu wissen, beruhigt doch schon. Danke fuer die Antworten schon mal im voraus. Gruesse Inetter7
24. Juli 200719 J. Hallo, mit ESP ist wohl das Elektr. gesteuerte Hydraulikfahrwerk gemeint, hier genauer "Hydractive". Das bedeutet das der Wagen in bestimmten Situationen automatisch vom normalen weichen schweben in einen härter abgestimmten Modus umgeschaltet wird. Hinter dem Schalthebel müsste die Niveauregulierung zu finden sein, wenn sich davor ein Schalter befindet hast du Hydractive. Durch druck auf diesen schaltest du das Fahrwerk in den sogenannten "Sport Modus" wo er früher nach hart schaltet. Eine Beschreibung zu dem Fahrwerk findest du hier: http://www.xantiaweb.de/Main/Hydractiv1/hydractiv1.html Der Verkäufer hätte dich aber auf alle Fälle darauf hinweisen müssen das es kein ESP ist und dieses auch nicht im Xantia gibt, damit ist nämlich eigentlich das Abbremsen bestimmter Räder in Kurven gemeint.... Schöne Grüße, Dennis
24. Juli 200719 J. Ersteller Hallo, die Antworten reichen mir schon, Danke. Wenn es nie ESP gab im Xantia, dann sollten einige Anbieter bei mobile.de oder autoscout24.de den Mund nicht so voll nehmen. Ansonsten habe ich mich vor dem Kauf recht ausfuehrlich mit dem Wunschmodell auseinander gesetzt. Meiner hat 8 Kugeln, also "Hydractive2", der Umschalter zwischen weich/hart befindet sich bei mir am Armaturenbrett. Ehrlich gesagt hatte es mich eh gewundert, dass ein Anfangs der `90er entwickeltes Auto schon damals fuer ESP ausgelegt sein sollte. Auch mit dem Facelist `98 wurde bestimmt nicht so ein Feature integriert. Das nicht vorhandene ESP tut dem Schwebespass aber trotzdem keinen Abbruch. Gruss Inetter7
24. Juli 200719 J. ESP wurde ja m.W. für die Zerrmedes Elch Klasse entwickelt. Der Xantia hat es NICHT!!! Günter brauchst kein ESP;)
24. Juli 200719 J. Nur zur Ergänzung, der Schalter schaltet das Fahrwerk nicht direkt von weichem auf den harten Modus um sonder ändert nur das Kennfeld, nach dem die automatische Umschaltung arbeitet
24. Juli 200719 J. Und noch zur Ergänzung: Die Fehlinformation "ESP" steht in so vielen XM- und Xantia-Annoncen, das ist offensichtlich kein böser Wille des jeweiligen Anbieters, sondern eine fehlerhafte Software bei mobile.de und autoscout.de, die bei Hydractive-Autos automatisch das Häkchen bei ESP setzt. >>Jürgen
24. Juli 200719 J. und das nicht nur bei Hydractive-Autos, sondern generell, wenn man die Fahrzeugeingabe über die Schlüsselnummern macht.
24. Juli 200719 J. ESP wurde ja m.W. für die Zerrmedes Elch Klasse entwickelt.Der Xantia hat es NICHT!!! Günter brauchst kein ESP;) ESP wurde bei Bosch für Mercedes (und BMW) entwicklelt und zunächst in der S-Klasse gegen Aufpreis angeboten. Es sollte wie zuvor ABS allmählich auch in den anderen Modellen (E-Klasse, C-Klasse) als Extra angeboten werden. Der serienmäßige Einsatz in der A-Klasse und kurz danach im Smart war eine Panik-Reaktion auf den PR-Gau "Elchtest". Gleichzeitig musste dann auch bei allen größeren Mercedes ESP serienmäßig gemacht werden. Damit konnte mit kräftiger Unterstützung der Stern-freundlichen Motorpresse der negative PR-Effekt sogar umgedreht werden. Andererseits war es natürlich finanziell schmerzhaft, denn sonst wäre wohl noch über Jahre an dem Extra ESP gut verdient worden. ESP hätte sich wohl nie so schnell durchgesetzt, wenn nicht die Mercedes-Ingenieure unfähig gewesen wären, ein Frontantriebsauto mit relativ hohem Schwerpunkt sicher abzustimmen. Bei einem gut abgestimmten Fahrwerk ist ESP nur in Extremfällen hilfreich, daher kann z.B. der Xantia auch ohne ESP gut auskommen. Bei manchen Herstellern hat ESP inzwischen zu sorglosen Fahrwerksabstimmungen geführt. So werden vor allem einige hinterradgetriebene Autos stark übersteuernd ausgelegt, um den Eindruck guter Handlichkeit auch bei den immer schwerer werdenden Fahrzeugen zu erhalten und das ganze dann durch ein früh eingreifendes ESP entschärft. Fällt das ESP allerdings einmal aus, sind diese Autos ziemlich tückisch.
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