3. November 200718 J. Ja, wirklich, ich trau mich echt langsam nicht mehr zu fragen, um nicht als notorischer Hydropneuchonder dazustehen. Trotzdem: Verhärten Membranen? Wie flexibel sind die im Neuzustand? Ich habe bislang nur Membranen in zersägten Kugeln (Schnittmodell) gesehen, da war die Membrane knüppelhart. Kommt das durchs Alter oder ist das normal? Hier im Forum habe ich mal Bilder von Membranen gesehen, die sich suppentellergroß wie Kaugummi ziehen ließen. Woher kommt sowas? Und zuletzt Kern meines Anliegens/Zweifelns: Dass nachgefüllte Kugeln sehr lange halten können, weiß ich natürlich. Fülle selbst prinzipiell statt zu tauschen. Aber: Können korrekt nachgefüllte Kullern vielleicht doch schlechter federn als nagelneue, weil Membrane ausgehärtet? (Wegduck)Boris
3. November 200718 J. Den Komfort einer Federkugel macht a) der Querschnitt der Dashpotbohrung, die Beschaffenheit des Byepass (Härte der Federplättchen) und c) der "richtige" Tarierdruck aus, der idealerweise so gewählt wurde, dass das Membran neutral in der Mitte (also weder konkav noch konvex) steht. Da die wenigsten über ein Röntgengerät verfügen, um die Stellung des Diaphragmas zu überprüfen, verlässt man sich am besten auf die vorgegebenen Befülldrücke. Etwas komplizierter wird es, wenn man mit größervolumigen Kugeln experimentiert, zB. CX- Kugeln verschraubt. Wenn der Gasdruck der Kugel nicht auf das Fahrzeuggewicht abgestimmt ist, kann es schon passieren, dass das Membran in die eine oder andere Richtung vorgespannt ist. Genau das ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit, auf die Elastizität eines Membrans Einfluss zu nehmen. Das Alter spielt dagegen keine messbare Rolle. lg ...hannes
3. November 200718 J. Ersteller Kurz gesagt heißt das: gefüllte Kugeln halten ewig und federn gleich gut, wenn der Druck stimmt?
3. November 200718 J. Wer regeneriert denn Federkugeln und zu welchem Preis? Bei mir steht nämlich wieder mal der Austausch von vier Stück an (komplette Hinterachse). Ist schon gefährlich am Wippen...
3. November 200718 J. @ Wer regeneriert denn Federkugeln und zu welchem Preis? Die Citroenwerkstätte ruft etwa 30.- € auf, bei www.federkugel.de ist die Druckkorrektur nach Einbau eines Ventils zwar sehr preiswert, liegt aber nicht für jeden in nächster Umgebung, weshalb der Neukauf beim Zubehörhändler ab ca 40.-/ Stck. auch kein schlechter Deal ist. Gefüllte Kugeln halten faktisch ewig, vorausgesetzt sie werden nicht eingebaut ;-) Der Kugeln Tod ist der bereits zu stark abgefallene Gasdruck und das dadurch verursachte Durchscheuern der Membrane am hinteren Bodenrand.
3. November 200718 J. Kauf Dir original Federkugeln bei www.lecitron.de. Da kostet eine Kugel ca. 53€ Lohnt sich Grüße P.S. Meine Nachbaukugeln sind nach 7 Monaten schon schlecht! Schrottig
3. November 200718 J. Hm... Also mein Werkstattmeister, der sonst gern auf Nachbaufabrikate setzt, etwa bei Auspuffteilen, baut generell keine anderen Federkugeln als die originalen ein. Aber das kostet dann halt so ungefähr 60 Euro pro Kugel...
3. November 200718 J. Ersteller Geil. Da fragt man nach der Membranaushärtung, und schon gehen wieder die Glaubensfragen Original-/Nachbaukugeln los. (Finger in die Wunde leg) nix gegen die originalen, aber ich habe noch uralte IFHS-Kugeln, die dank Befüllung immer noch tun und auch ihren Druck halten. Sind also nicht prinzipiell ganz und gar schlecht. Jetzt dauert's bestimmt nicht mehr lange, bis wieder Pro und Contra zum Nachfüllen debattiert wird. Wartet mal kurz auf mich, ich hol' mal eben was zum Knabbern. Boris
3. November 200718 J. Verhärten Membranen? Wie flexibel sind die im Neuzustand? Ich habe bislang nur Membranen in zersägten Kugeln (Schnittmodell) gesehen, da war die Membrane knüppelhart. Kommt das durchs Alter oder ist das normal? Hier im Forum habe ich mal Bilder von Membranen gesehen, die sich suppentellergroß wie Kaugummi ziehen ließen. Woher kommt sowas? Und zuletzt Kern meines Anliegens/Zweifelns: Dass nachgefüllte Kugeln sehr lange halten können, weiß ich natürlich. Fülle selbst prinzipiell statt zu tauschen. Aber: Können korrekt nachgefüllte Kullern vielleicht doch schlechter federn als nagelneue, weil Membrane ausgehärtet? (Wegduck)Boris Na, wieder da ? :-) Ich glaube, da hilft nur der heroische Selbstversuch... Tausch die mutmaßlich verhärteten Kugeln gegen andere, wenn es einen signifikanten Unterschied gibt säg sie auf und seh nach.. -Suppentellergroß ? Echt ?? Staun...
3. November 200718 J. Ersteller Sorry, merke gerade, dass ich genau das hier schon mal gefragt habe. Vergesst es einfach und danke an ...hannes. Wegen dem Bild mit den Kaugummi-Membranen bin ich noch am suchen.
3. November 200718 J. Hm, das Bild kenne ich nicht, aber es gibt drei verschiedene Typen von Kugeln: a) welche mit Membran aus Desmopan mit M. aus Urepan c) mit doppelter Membran und d) aus Usbekistan. Das sind die Kugeln, die nicht so lange halten. "d)" glaube ich persönlich allerdings weniger. Frage ins Fachforum: ist Urepan oder Desmopan weicher?
4. November 200718 J. Interessant! Ich lese gespannt mit. Input Input! XMBoris deine Frage ist verdammt gut! Ich finde es gut das du dich getraut hast:-) Gruß Tim
4. November 200718 J. Hi,... Hm, das Bild kenne ich nicht, aber es gibt drei verschiedene Typen von Kugeln:a) welche mit Membran aus Desmopan mit M. aus Urepan c) mit doppelter Membran und d) aus Usbekistan. Das sind die Kugeln, die nicht so lange halten. "d)" glaube ich persönlich allerdings weniger. Frage ins Fachforum: ist Urepan oder Desmopan weicher? Hier einmal Produktinfos vom Hersteller: Übrigens bei Desmopan handelt es sich um ein TPU, ein Thermolastisches Polyurethan Die Vorteile von DESMOPAN® • Selbst unter härtesten Bedingungen verfügt Desmopan® über hervorragende Verschleißeigenschaften. • Desmopan® ist auch in hochtransparenten Varianten verfügbar. • Bei Bedarf kann Desmopan® mit verbesserter Hydrolysebeständigkeit geliefert werden. • Es gibt spezielle Sonderentwicklungen von Desmopan® – zum Beispiel ein mikrobenbeständiges Material. Zum Urethan: Urepan® - walzbares Polyurethan Polyesterurethankautschuk (AU)GranulatPeroxidvernetzbarer Polyurethankautschuk zur Herstellung von technischen Gummiartikeln Davon gibt es eine ganze Reihe von Materialtypen für verschiedenste Anwendungsgebiete. Ich denke der Einsatz des entsprechenden Materials hängt davon ab, wie die Membranen technisch gesehen hergestellt wird. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten dafür. Spritzgießen oder -blasen (thermoplastisches Polyurethan), aber auch evtl das herstellen von Materialplatten, die entsprechend verformt werden. (walzbares Polyurethan) Wobei ich persönlich nur Erfahrungen mit TPU habe. Welches Material nun wirklich geeigneter ist, werden zu der Zeit der Herstellung sicherlich Ingenieure zusammen mit den Kunststoffherstellern durch Materialbemusterungen abgeglichen haben. Fakt ist aber, das zur HEUTIGEN ZEIT stark verbesserte Materialien verfügbar sind, welche Mitte der 70'ern noch in den Kinderschuhen standen, was die Haltbarkeit angeht. MfG Andreas (habe beruflich mit der Herstellung von technischen Teilen im Spritzgießbereich zu tun)
4. November 200718 J. Ersteller Interessant! Ich lese gespannt mit. Input Input! XMBoris deine Frage ist verdammt gut! Ich finde es gut das du dich getraut hast:-) Gruß Tim Vielleicht. Ist aber peinlich, wenn ich bei der Suche nach dem Bild auf einen Thread stoße, in dem ich genau denselben Quatsch schonmal gefragt habe. Werde alt und vergesslich. Das Bild habe ich immer noch nicht gefunden. Weiß denn niemand, welches Bild ich meine?
4. November 200718 J. Moin,moin, mal so als Gedanke, wenn die Membran bei nachgefüllten Kugeln verhärtet und den Druck des Stickstoffs trotzdem hält, wäre der Kraftaufwand zum einfedern doch größer!? Das würde bedeuten Druck des Gases plus Kraftaufwand zum verformen der Membran, aus der Erfahrung werden Kugeln mit nachlassenden Druck im Federverhalten schlechter, d.h. sollten Kugeln mit richtiger Füllung und verhärteter Membran besser federn. Oder als Umkehrschluss wird die Membran mit den Jahren weicher, führt auch das Nachfüllen zu einem schlechtern Federungsverhalten. Vielleicht gleicht man das mit etwas mehr Druck (+5 bar) aus? Oder ist das Blödsinn und ich muß Boris nach seiner "Deckung" fragen? Grüße Jochen
4. November 200718 J. Also bei den Kräften, die an den Teilen der Federung normalerweise wirken, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß die Weichheit oder Verhärtung der Membran da eine nennenswerte, also fühlbare Stellgröße ist. (Dichtigkeit und ausreichende Stickstofffüllung natürlich vorausgesetzt). Die Membran trennt ja lediglich das LHM vom Stickstoff, beides steht im Betrieb unter hohem (statisch betrachtet unter dem gleichen!) Druck. Die Membran muss also lediglich den Federbewegungen entsprechend hin- und herschwingen... >>Jürgen
4. November 200718 J. Die Membran muss also lediglich den Federbewegungen entsprechend hin- und herschwingen...>>Jürgen Genau darum geht es doch, Jürgen. Ob die Membran weicher wird und instabil, oder härter und unbeweglicher, ist erstmal egal. Beides wirkt sich negativ auf das Ansprechverhalten aus. Wer weiß schon, wieviel unterschiedliche Materialien in allen Kugeln, vom DS ,GS,BX,CX,XM,C5 bis zum C6 zum Einsatz kommen ? Weiter bringen andere Hersteller vielleicht nochmal andere Materialien zum Einsatz ? Wenn sogar kleine Mengen "Fett" am Federbein oder an den Stabilagern spürbare Änderungen bringen, was mag dann eine lummelige oder härtere Membran bewirken ? Ich kenne bis jetzt keine Kunststoffe und keine Gummimischungen, welche endlos Formstabil,Flexibel oder Bruchfest sind. Es existiert also jede Menge Diskussions- und Erklärungsbedarf. Gruß Herbert
4. November 200718 J. Hm, das Bild kenne ich nicht, aber es gibt drei verschiedene Typen von Kugeln:a) welche mit Membran aus Desmopan mit M. aus Urepan c) mit doppelter Membran und d) aus Usbekistan. Das sind die Kugeln, die nicht so lange halten. "d)" glaube ich persönlich allerdings weniger. Frage ins Fachforum: ist Urepan oder Desmopan weicher? Je nach Quellenangabe sind diese Materialien Hitzebeständig bis zwischen 80°C und 90°C und kältebeständig bis zwischen ca. -30°C und -40°C. Die Härte ist einstellbar zwischen ca. 50° und 98° Shore. Allgemein gehören Urepan und Desmopan zur Familie der Polyurethan-Elasthomere. Meiner Information zufolge werden Desmopan und Urepan dem entsprechenden Temperatureinsatz nach verwendet; hiezu gehört auch eine spezifische Verwendung in kalten oder warmen Ländern. Die gefühlte Härte einer Membrane hat m.E. keinen Einflüß auf das Federungsverhalten. Bauartbedingt brauchen die gezogenen (einteiligen) Kugeln eine Membrane mit einer vordefinierten Form, damit sie beim Anschweißen der Dämpfereinheit nicht beschädigt wird. Sie ist insgesamt dicker ausgeführt als die halbkugelförmigen Membranen der geteilten Kugeln. Die Wandstärke der Membranen für gezogene Kugeln liegt zwischen 7mm und 3mm. Hierbei sind die dünnen Bereiche als definierte Walkzonen ausgelegt, während die dickeren Bereiche abdichtende oder stabilisierende Funktion haben. Die Wandstärke der Membranen für geteilte Kugeln liegt bei relativ konstanten 3mm. Hier erfüllt die gesamte Membrane innerhalb der Kugel die Walkfunktion. In jedem Fall brauchen die Membranen eine gewisse Grundhärte, damit sie nicht innerhalb der Kugel verrutschen oder knautschen können. Die verschiedenen Membranarten könne sehr unterschiedlich aussehen. Das geht von wirklich gummiartigen schwarzen Membranen über eher plasto-elastische klare Membranen für die geteilten Kugeln bis hin zu ebenfalls recht harten schwarz-transparenten Membranen für die einteiligen Kugeln. Welches Material die Doppelwandmembranen verwenden, weiß ich nicht. Gruß M.
4. November 200718 J. Auch wenn das alles "hydrochondrisch" überzogen ist, beeinflußt der Zustand der hin und her bewegenden Membran beim Federn/Dämpfen nicht auch evtl. die LHM Menge bzw. Strömgeschwindigkeit des LHM und kann so zu Veränderungen führen die ein (sehr) empfindliches Popometer merkt? Grüße Jochen
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