22. Juli22. Jul Hier Diesel zwischen 2.01 und 2.10€. Ich Tanke morgen für 1,85€ in Luxemburg.Danke Donald ! Durch die intelligente, durchdachte militärische Spezialoption treibt man die Welt weiter in die Rezession.Gibt's halt keinen Eisbecher mehr und kein Fitness Studio.
22. Juli22. Jul Vor einer Stunde, silvester31 schrieb:Hier Diesel zwischen 2.01 und 2.10€. Ich Tanke morgen für 1,85€ in Luxemburg.Danke Donald ! Durch die intelligente, durchdachte militärische Spezialoption treibt man die Welt weiter in die Rezession.Gibt's halt keinen Eisbecher mehr und kein Fitness Studio.Ja, ist echt bitter.Ich habe gerade ein paar Tage Urlaub, ab Montag pendel ich aber vom Campingplatz ( Seddin ) nach Berlin zur Arbeit.Das wäre mit dem CX ( +/- 11 liter ) schon ne Nummer .Mit dem Stromer habe ich für 720 KM für 56.-€ Strom gezogen. Und ich habe leider nicht mal ne PV . Nur ne Öffentliche Ladesäule um die Ecke wo ich ein mal die Woche ein paar KW Strom nuckel.
22. Juli22. Jul Vor 4 Minuten, Frank M schrieb:Das wäre mit dem CX ( +/- 11 liter ) schon ne Nummer .Wo lässt der den Sprit? Mein C5 hat sich bei 5,6 l/100 km eingepegelt. Also Dank Trump knapp 3 €/ 100 km mehr.
22. Juli22. Jul Vor 4 Minuten, Ronald schrieb:Wo lässt der den Sprit?Für den CX ( 40 Jahre alter Benziner ) absolut normal 🤷🏻
22. Juli22. Jul Vor 5 Minuten, Ronald schrieb:Ok, der Diesel war für die Vorzeltheizung nicht CX.Exakt
22. Juli22. Jul Die Tanks vom Daimler und C6 sind noch ordentlich voll und deutlich unter 2€ betankt.Der C5 Aircross ist ein Sparbrötchen und begnügt sich mit 7,5l.Und ich könnte es auch aussitzen und mit dem E-Bike zur Arbeit.Alles kein Drama. Wird schon wieder. Bearbeitet (22. Juli22. Jul von ThorstenG)
22. Juli22. Jul Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen: ich habe alle meine Autos schon vor Jahren auf Autogas umgerüstet und stelle gerade jetzt wieder fest, dass es eine sehr gute Entscheidung gewesen ist. Im Ruhrgebiet gibt es LPG für unter 1 €. Selbst wenn ich dann die 10% Mehrverbrauch drauf rechne, bin ich bei 1,10 € pro Liter.
23. Juli23. Jul Mittelhessen, 23.07.2026, 12:00 Uhr:Wenn einer von euch Home Assistant hat, empfehle ich Tankerkönig. Viele GrüßeFred Bearbeitet (23. Juli23. Jul von Kugelblitz)
23. Juli23. Jul Vor 10 Minuten, bx-basis schrieb:Puh, dachte schon bei uns wäre es teuer... 🤣Naja, hier werden gerade neue Märchen erzählt. Der Ölpreis hat sich ja beruhigt, jetzt sind die Raffinerie-Kapazitäten schuld daran, dass der Sprit so teuer ist. Weil die Ukraine den Russen die Raffinerien kaputt gebombt hat und die nun die verbliebenen Welt-Kapazitäten einkaufen...
23. Juli23. Jul 17 Stunden her, silvester31 schrieb:Hier Diesel zwischen 2.01 und 2.10€. Ich Tanke morgen für 1,85€ in Luxemburg.Funfact : Die deutsche Bundespolizei tankt auch in Luxemburg, wenn sie schonmal da sind
23. Juli23. Jul 4 Stunden her, Kugelblitz schrieb:Mittelhessen, 23.07.2026, 12:00 Uhr:Ich hab eben Diesel beim Roth in Ewersbach für 2.35/L getankt! 💪(Zum Glück nur den Bus der Firma...) Bearbeitet (23. Juli23. Jul von Higgins*)
4. August4. Aug ndr.de12-Uhr-Regel zu Spritpreisen: Tausendfach verstießen Tank...Gegen die 12-Uhr-Regel zu Spritpreisen hat es in Schleswig-Holstein in den vergangenen Wochen Tausende Verstöße gegeben. Laut Wirtschaftsministerium können Bußgelder drohen.Gegen die 12-Uhr-Regel zu Spritpreisen hat es in Schleswig-Holstein in den vergangenen Wochen Tausende Verstöße gegeben. Laut Wirtschaftsministerium können Bußgelder drohen.Jan-Nikolas Sontag vom Zentralverband des Tankstellen-Gewerbes führt die hohe Zahl der Verstöße auf technische Defekte bzw. auf Verzögerungen auf Grund der Datenmengen zurück. Denn, wenn alle gleichzeitig um 12 Uhr mittags ihre Änderungen melden, sei ein Server schnell überlastet. Und es gäbe aus seiner Sicht weder einen Vorteil noch Geschädigte, wenn Tankstellenpächter die Preisveränderung ein paar Minuten später melden.Das Bußgeld bei Verstößen liegt laut Bundeskartellamt bei bis zu 100.000 Euro. In Schleswig-Holstein wurden laut Wirtschaftsministerium bislang keine Bußgelder verhängt. Wie hoch diese ausfallen würden, sei noch unklar, so die Sprecherin. In Niedersachsen hat es laut dem dortigen Wirtschaftsministerium bereits mehrere hundert Verwarngelder in Höhe von 55 Euro für Verstöße gegen die 12-Uhr-Regel gegeben. Bearbeitet (4. August4. Aug von Auto nom)
Mittwoch 08:021 Tag Made my day - der große Audi der Dame will halt auch befeuert werden. Zum Pendeln ein wirtschaftlicher Super-Gau...aber sich beschweren.... Bearbeitet (Mittwoch 08:061 Tag von maggi77)
Mittwoch 08:111 Tag Vor 6 Minuten, maggi77 schrieb:Made my day - der große Audi der Dame will halt auch befeuert werden. Zum Pendeln ein wirtschaftlicher Super-Gau...aber sich beschweren....Genau das dachte ich auch. Zwar sicher ein Einzelfall, aber in der Krankenpflege scheint man doch nicht schlecht zu verdienen.... Solche schlecht gewählten Beispiele befeuern aber auch weiter die gesellschaftliche Spaltung.
Mittwoch 12:021 Tag 14 Stunden her, Auto nom schrieb:Vielschichtiges Thema, aber:Die Unterschiede in den Herstellungskosten bei Super und Diesel erschließen sich mir nicht. Eigentlich sollte Diesel den gleichen Herstellungspreis wie Benzin haben und dann Dank der Steuer 30 Cent pro Liter günstiger sein als Super E5. Da würde man ja gerne mal wissen wo das Geld bleibt (gut eigentlich wissen wir, dass wir von den Ölkonzernen an der Nase herumgeführt werden, ich will es aber mal offiziell schwarz auf weiß haben). Ja, die Steuern machen einen großen Teil des Spritpreises aus, haben sich aber nicht geändert. Das Preisspiel mit dem Spritpreis wird allein von den Ölkonzernen befeuert. Hier müsste man mal genauer hinschauen.Die 12 Uhr Regelung finde ich eine gute Sache in der Hinsicht, dass das mehrmalige hoch und runter am Tag endlich vorbei ist. Man weiß jetzt, dass es um 12 Uhr hochgeht. Man weiß aber auch, dass es meistens schon abends auf einem guten Niveau ist und die Ersparnis beim Tanken am frühen Morgen oder kurz vor 12 Uhr gegenüber dem Vorabend sehr gering ist. Was aber noch viel besser ist, ist der Fakt dass ich zur Tanke fahre und der Preis genau der aus meiner App ist oder niedriger. Noch besser finde ich Konzepte aus Polen und Luxemburg, wo die Maximalpreise für gewisse Zeiträume festgelegt werden, die Preisschwankungen braucht doch keiner.Die Frau hat zwar einen weiten Arbeitsweg, aber das Schicksal ist selbst gewählt. In den Zeiten wo der Sprit billig war, ist man aufs Land gezogen hat sich sein schönes Wolkenkuckucksheim eingerichtet und das Leben genossen (oder man hat Arbeitsplätze weit entfernt angenommen, weil es sich gelohnt hat). Jetzt merkt man halt, was der Preis für das Hin- und Hergejuckel ist. Aus der Umweltsicht genau das richtige Signal. Der weite Arbeitsweg ist aber nicht nur Fluch, sondern auch Segen - wahrscheinlich sind die Spritpreise auf dem Weg zwischen Heimat- und Arbeitsort unterschiedlich. Wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht und eine App/Homepage wie "Clever tanken" bedienen kann, dann kann man sich seinen Tankstopp räumlich und zeitlich so legen, dass man gut sparen kann. Ich habe z.B. meine Favoritenliste mit den besten Tankstellen für meine Bedürfnisse, die mein Wohn-, Fahrt- und Arbeitsumfeld abdecken. Dementsprechend plane ich meine Routen so, dass ich zur passenden Zeit an der passenden Tanke lang komme (ohne Umwege übrigens). Im Schnitt spare ich 5-7 Cent pro Liter, in den Berlingo gehen meistens so 40-48 Liter rein, das sind zwar dann zwischen 2 und 3,50 Euro pro Tankfüllung, aber übers Jahr lassen sich so auch 100 Euro sparen. Nicht viel, aber besser als nichts. Insgesamt ist aber die Veränderung des Markts gut, weil es weg vom Öl (von dem viel aus Ländern mit schlechtem Demokratieverständnis kommt) hin zu Strom führt. Und den Strom kann man hier wunderbar und günstig erzeugen, wenn man will. Mit Strom fährt es sich effizienter und sauberer, leider sind die "schwarzen Nullen" (wie @Auto nom immer so schön sagt) sehr fossil-konzentriert...Viele GrüßeFred
Mittwoch 12:161 Tag Vor 11 Minuten, Kugelblitz schrieb:Jetzt merkt man halt, was der Preis für das Hin- und Hergejuckel ist.Aktuell 400 €/ Monat für 120 km/ Tag, also "zuvor" 300 - 350 €/ Monat. Tendenz wieder fallend?
Mittwoch 13:301 Tag Kurzfristig werden die Spritpreise nicht mehr wesentlich fallen. Und wenns vielleicht nochmal abwärts geht, wird das viele Autofahrer nicht mehr interessieren, weil die bis dahin elektrisch fahren.Wie schon geschrieben, hat das aber auch sein Gutes. Zum Beispiel, indem klar wird, jetzt auch für die Fahrer, und nicht erst für die Umwelt-Woken, dass Verbrenner fahren die teuere Variante der Automobilität ist. Das ist richtig so. Auch geopolitisch ist das das richtige Signal. Endlich.Downside: Ich fahr ja selber Verbrenner. An den beiden Polen, auch wenns noch durstiger ginge. Prius, bei +-5l/100km für eine komfortable, 5-sitzige Limousine; Mustang EcoBoost bei irgendwas zwischen 8 und 10l für einen 2+2-Sitzer. Aber Cabrio mit superschöner Linie und einer Aussicht über die Motorhaube, die glücklich macht.Umstieg auf Elektro noch nicht in Sicht, aber vermutlich mit dem nächsten Fahrzeug.Gut aber auch, dass endlich das Gezeter um das ach so Motorzerfressende E10 aufhört. Selbst der Mustang, der technisch im letzten Jahrtausend steht, hat die Freigabe für E20. Also tanken und fahren. Verbrenner halten nicht ewig. Das ist so. Anders als Elektromotoren. Da gibts Beispiele bei der Bahn, dass e-Loks >50 Betriebsjahre gehalten haben. Bei Dieselloks tauscht man nach 10 bis 20 Jahren den Motor, oder verschrottet die Dinger nach Motorschäden. Jedenfalls gilt das für die modernen und verhältnismässig billigen Dinger des 21. Jh. Da kommen die Motoren aber auch eigentlich aus dem LKW-Bau. Man hat halt gemerkt, dass man keinen 1500-PS-Motor einbauen muss, wenn man 4x600PS Nutzen kann. Auch nicht zwingend in einer einzigen Lok.Tendenz: Elektrisch fahren. Auch auf der Strasse. - Gut so, mittlerweile auch egal, wenn europäische Fahrzeughersteller das gesuchte nicht liefern wollen. Die Chinesen machens. Siehe E-Busse.Und ja, da gehts ums wollen. VW wusste schon vor 25Jahren, dass es bei den Verbrennern ohne Beschiss nicht mehr weiter geht. Man wollte aber nicht elektrisch. Allen anderen Herstellern in Europa gings genauso. Jetzt kaut man an der Quittung, weil die zwei Jahrzehnte an Know-How fehlen.
Mittwoch 18:331 Tag 4 Stunden her, bluedog schrieb:Verbrenner halten nicht ewig. Das ist so. Anders als Elektromotoren. Da gibts Beispiele bei der Bahn, dass e-Loks >50 Betriebsjahre gehalten haben. Die Automobilindustrie wird schon Wege finden, daß auch ihre E-Autos bzw. deren Motoren nicht ewig halten. Den "Fehler" wie in den 80ern und 90ern, wo sie quasi unkaputtbare Autos bauten, werden sie nie wieder machen.
Mittwoch 22:231 Tag 9 Stunden her, Kugelblitz schrieb:Die Unterschiede in den Herstellungskosten bei Super und Diesel erschließen sich mir nicht. Eigentlich sollte Diesel den gleichen Herstellungspreis wie Benzin haben und dann Dank der Steuer 30 Cent pro Liter günstiger sein als Super E5. Da würde man ja gerne mal wissen wo das Geld bleibt (gut eigentlich wissen wir, dass wir von den Ölkonzernen an der Nase herumgeführt werden, ich will es aber mal offiziell schwarz auf weiß haben).Über die Herstellungspreise weiß ich nix.Die Dieselpreise ziehen schon immer in Krisen mehr an als Benzin. Eigentlich offensichtlich, aber:Weil Diesel der essentielle Treibstoff ist für den kommerziellen Einsatz. Militär. Transport. Landwirtschaft. Bau. Und andere Industrien. Notstrom. Ohne Diesel geht nix. Die Nachfrage nach Diesel ist kaum an den Preis gekoppelt. Ich kann ja auch meinen Trecker nicht stehen lassen nur weil Diesel 5 Mark kostet.Benzin interessiert dagegen keine Sau. Damit treibt man Rasenmäher und Tante Ernas Smart an. Ein Treibstoff für Privatkonsum. Verzichtbare Freizeitbeschäftigung, sozusagen.Wo das Geld bleibt, ist klar:Jeder an der Wertschöpfungskette beteiligte versucht aus einer Krise das beste rauszuholen. Kann man ja auch nicht unbedingt verdenken. Wenn zu Schnupfenzeiten jemand an deiner Haustür geklingelt hätte und dir unbedingt deine letzte Klopapierrolle abkaufen hätte wollen, die hättest du ihm sicherlich nicht für 30 Euro-Cents verkauft.Und dazu kommt dann noch die für die commodities übliche Spekulation (futures, options, swaps), deren Volumen das tatsächliche Handelsvolumen um das 20-50 übersteigt. Da versickert auch nen Haufen Kohle. Und noch dazu vollkommen sinnlos.
vor 23 Stunden23 h 12 Stunden her, EntenDaniel schrieb:Die Automobilindustrie wird schon Wege finden, daß auch ihre E-Autos bzw. deren Motoren nicht ewig halten. Den "Fehler" wie in den 80ern und 90ern, wo sie quasi unkaputtbare Autos bauten, werden sie nie wieder machen.Ich befürchte das Abo-Modell hat noch viel Potenzial, um hier bislang ungenutzte Gewinnmargen abzugreifen. Da muss man keine Sollbruchstellen zeitlicher Art mehr ins Produkt Auto installieren🫢BMW blendet Werbung ein – Kunden reagieren wütendKonnektivität: Werden Autos zur Abo-Falle? Bearbeitet (vor 22 Stunden22 h von maggi77)
vor 18 Stunden18 h 12 Stunden her, schwinge schrieb:Die Dieselpreise ziehen schon immer in Krisen mehr an als Benzin. Eigentlich offensichtlich, aber:Weil Diesel der essentielle Treibstoff ist für den kommerziellen Einsatz. Militär. Transport. Landwirtschaft. Bau. Und andere Industrien. Notstrom. Ohne Diesel geht nix. Die Nachfrage nach Diesel ist kaum an den Preis gekoppelt. Ich kann ja auch meinen Trecker nicht stehen lassen nur weil Diesel 5 Mark kostet.Die offizielle Erklärung ist ne andere, auch wenn an der Argumentation was dran sein könnte. Wer eine Ölheizung im Keller hat, verbrennt technisch gesehen Diesel. Wenn nun jedes Fünfstöckige Gebäude in der Stadt, das älter als 30 Jahre ist, pro Saison 30'000l Heizöl extraleicht in Variante Schwefelarm verbrennt, hat man eine gigantisch grössere Nachfrage als nach Benzin.Erklärbar historisch. Verbrennungsmotoren fingen als Gasmotoren an Da kommt man ohne Vergaser aus und kann zudem das Gas für eine Zündflamme brauchen, so dass man auch ohne Zündkerze auskommt, die ja auch erst erfunden sein wollte. Dann hat man, naheliegend, auf flüssige Treibstoffe umgestellt, weil in einer Welt ohne Kunststoffe und Gasdetektoren sicher und leichter zu handhaben. Auch die Logistik ist einfacher. Nur: Man braucht jetzt Vergaser. Die haben einen umso einfacheren Job, je leichter flüchtig die zu verteilende Flüssigkeit ist. Deshalb fuhren die ersten nicht mehr gasbetriebenen Verbrennungsmotoren mit Erdöldestillaten, die man heute zum Putzen oder fürs Zippo nimmt. Je schwerer Flüchtig, desto klopffester zwar, aber auch anspruchsvoller für die Gemischbildung. Das schwerflüchtige Zeug vom Diesel aufwärts konnte also keiner verwenden. Es Kostete leicht abgerundet nichts. Man hat damit beispielsweise Dampfmaschinen betrieben. Da hat man Zeit und Platz, sich ums Feuerchen zu kümmern, bis es richtig brennt. Man kann da auch Schweröl vorheizen, damit die Plörre überhaupt Punmp- und Zerstäubbar wird. Man hat auf der Dampfmaschine zudem bereits Pressluft fürs Einblasen, und der Abdampf fürs Vorwärmen von Treibstoff und Wasser kost quasi nichts extra.In einer Zeit ohne öffentliche Stromnetze kam dann Rudi Diesel daher, und hat einen Weg gefunden, das Zeug, das bisher niemand haben wollte, als Treibstoff zu nutzen. Noch dazu in einer Maschine, die billiger, kleiner und leichter handhabbar war als eine Dampfmaschine. Zudem musste man auch keinen Kessel warmhalten, wenn keiner damit arbeitete. Die Kleinfabrik, der Müller oder der Säger oder Tischler kappte einfach die Dieselzufuhr, und die Maschine brauchte keinen Treibstoff, wenn man sie nicht nutzte.Raffinerien konnten so mehr von dem Rohöl verwenden, was pro Barrel Rohöl mehr nutzbare Energie ermöglichte. Fahrzeuge mit Dieselmotor waren da immer noch Jahrzehnte weg. Die Technik mit Einblasung per Druckluft erforderte Kompressoren. Die waren schwer und brauchten Platz, den es noch nicht mal auf LKW gab.Der Erste Weltkrieg begann immer noch mit U-Booten, die mit Petrolmotoren mit Fremdzündung fuhren, und Oberflächenschiffe heizte man noch für Jahrzehnte mit Kohle. Zum Kriegsende gab es Wasserfahrzeuge mit Dieselantrieb. Es gab auch erste Bahnanwendungen, etwa als Antrieb für Triebwagen, mit denen man schon seit den 1870er-Jahren schwach frequentierte Strecken am Leben erhielt. Da gabs dann im Dampfzeitalter das, was es auch als LKW gab. Kleine Stehkessel mit teilweise Durchlauferhitzern zur Dampferzeugung. In USA gabs das kurz vor der Jahrhundertwende etwa als Stanley Steamer auch als PKW. Damals die weltweit schnellsten verfügbaran Serienfahrzeuge. Auch LKW fuhren mit Dampf. Die Briten hatten einen Schwertransporter der Marke Sentinel, den man unter anderem zum Pipelinebau auch in den Kolonien einsetzte. Bevor Dieselmotoren LKW-tauglich waren.Die ersten LKW mit Dieselmotoren hatten dann meist einen oder zwei extra Kompressorkolben, denn daher kam der Druck zum Einblasen des Diesels, lange bevor es einspritzpumpen gab, die das konnten. Oft hat man die dann auch mit Druckluft angeworfen. Man konnte noch bis in die 1950er-Jahre hinein LKW mit Druckluftstarter kaufen. Wurde je nach Sichtweise als zuverlässigere low-tech angesehen und sparte Batterien, oder liess die zumindest kleiner und leichter bleiben, während man Druckluft auf dem Fahrzeug sowieso benötigte.Geheizt wurde da noch standardmässig mit Kohle, weil die noch billiger zu bekommen war, als Diesel. Änderte sich dann nach dem "grossen Smog" in London in den 1950ern langsam. Öl brennt halt schon sauberer...Etwa Zeitgleich gab es auch immer weniger LKW mit Benzinmotoren. Denn nunmehr war der Dieselmotor soweit, dass er mit weniger Verbrauch zumindest LKW-tauglich war. Seit den 1930er-Jahren auch zunehmend aufgeladen, und damit leichter und effizienter, und agiler.Es gab erst ein paar wenige Exoten unter den PKW, die Diesel verbrannten, weil billiger. War dann laut, russig und rüttelig, aber eben billiger als mit Benzin zu fahren.In der Landwirtschaft hatte sich seit den 1920er-Jahren der Glühkopfmotor durchgesetzt. Einfacher, billiger und robuster als der Diesel, und, für schlaue Bauern wichtig, mit fast allem zu betreiben, was irgendwie brannte. Im Prinzip mit allem, was irgendwo zwischen warmem Rohöl und flüssiger Butter war. Eigentlich allem, was brannte. Man konnte also nehmen, was verfügbar war auf dem Hof. War Petrol oder Diesel zahlbar und zu bekommen, fein. Wenn nicht, musste man deshalb den Trecker nicht unbedingt stehen lassen.Auch in der Seefahrt setzte sich dieser Anspruchslose Motortyp durch. - Wenn sowas heute noch betrieben wird, dann mit Diesel, weil der an jeder Tankstelle zu bekommen ist, und weil Heizöl Steuerhinterziehung wäre. Dem Motor wärs egal. Aber der Stoff hat ne andere Farbe, und so kommt im Zweifel die Polizei dahinter.Und so hat man heute, bis auf die Schifffahrt, wo Schweröl in meist Zweitaktdieseln verbrannt wird und werden darf, fast überall bei kommerziellen Anwendungen die Abhängigkeit vom Diesel.Es ist da aber wie bei den Galliern: Nicht (mehr) alle LKW verbrennen Diesel. Immer mehr fahren elektrisch, und so wird es perspektivisch vermutlich irgendwann schwierig, steigende Dieselpreise bei jeder halbgaren oder auch ausgewachsenen Krise mit Treibstoffzuschlägen zu kompensieren. Frachtkunden werden irgendwann entgegnen, dass elektrisch billiger ist.Und spätestens dann wird sich auch die Landwirtschaft bewegen müssen. Hat man doch auf den meisten Betrieben sowieso mehr als einen Trecker, wird es irgendwann auch nicht mehr reichen, zu sagen, dass der Akku beim Pflügen nicht lange genug hält. Entweder wird man dann halt mittags den Trecker wechseln müssen, den Akku, oder man nimmt halt zum Pflügen den Dieseltrecker vom dann Opa noch, und macht den Rest elektrisch. Kann ja auch sein, der Diesel fährt bis dahin mit selbstgemachtem Biogas. Eher jedenfalls, als mit Wasserstoff, den der Bauer, so er den denn hat, gewinnbringend wird verkaufen können, an Kraftwerke, oder die, die immer noch mit Gas heizen, weil sie den Schuss immer noch nicht gehört haben.
vor 17 Stunden17 h Dass die Nachfrage nach Diesel in den letzten 2 Jahren so sprunghaft gestiegen sein soll ist für mich ein schwaches Argument...
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