13. November 200718 J. Hallo! Letztens hab ich folgenden Tipp gekriegt: Ein Schuß gebrauchte synthetische Bremsflüssigkeit in den Sprit geben, soll die Brennräume von Rückständen befreien. Dies wäre viel besser und billiger als Injektion-oder Vergaserreiniger. Ist da was dran, oder ist sowas nur Umweltverschmutzung, denn das Zeug gilt ja als giftig.?! Grüße skyhook
14. November 200718 J. Halte ich für Spinnerei, besonders, weil es gebrauchter Saft sein soll. So teuer sind die diversen im Handel erhältlichen Zusätze ja auch nicht das sich solche Experimente lohnen.
14. November 200718 J. Moin, das wurde zu Zeiten gemacht, als Ölwechsel im Wald, das vergraben von Eternitplatten im Garten und das Ausbrennen von 2-Takt-Auspuffen noch en vogue waren. Die Wirkung ist gut, jedenfalls mit neuer Bremsflüssigkeit. Allerdings wurde dies zu Zeiten von Vergasermotoren gemacht, in dem man die Brühe einfach oben ins Fallrohr schüttete. Bei den heutigen Einspritzmotoren gestaltet sich das etwas schwieriger und kann uU auch zu Schäden führen, da Bremsflüssigkeit Gummi angreift. Alles in allem kann ich nur davon abraten, da es bei modernen Motoren zu keinen größeren Ablagerungen im Brennraum, respektive auf den Kolbenböden kommen sollte. Wenn doch, liegt ein ganz anderes und größeres Problem vor, was sich mit solch antiquierten Massnahmen eh nicht lösen lässt. Bei Bremsflüssigkeit gibts übrigens keine Unterschiede zwischen mineralisch oder synthetisch.
14. November 200718 J. ... kann uU auch zu Schäden führen, da Bremsflüssigkeit Gummi angreift... Bremsflüssigkeit greift den Lack an, nicht den Gummi. (in den Bremszylindern hast ja auch Gummimanschetten)
14. November 200718 J. Huiuiuiuiui. Was in diesem Forum so alles geglaubt wird. Bremsflüssigkeit greift die meisten gängige Gummisorten an. Bremsflüssigkeit greift die meisten gängigen Lacke an. Ja so ist es und nicht anders. Natürlich gibt es Lack und Gummisorten die der Bremsflüssigkeit widerstehen. Ansonsten hat hotblack... ja schon alles gesagt wobei ich noch nicht wusste dass es in D nichtmehr en vogue (um bei seinen Worten zu bleiben) Eternitplatten im Garten zu vergraben.
14. November 200718 J. Moin,das wurde zu Zeiten gemacht, als Ölwechsel im Wald, das vergraben von Eternitplatten im Garten und das Ausbrennen von 2-Takt-Auspuffen noch en vogue waren. Hallo, was nützt teuer Ölwechsel in Werkstatt, wenn die Fässer dann im Wald landen? Nee, aber Du hast recht - würde auch keinesfalls mit dem Bing und Weber-Vergaser erprobten an eine neue ESP gehen - da kann ich ja gleich Leder mit Nagellackentferner reinigen ;-) Nur eine Frage bleib für mich Oldschooler offen: Wie machst Du den einen versifften 2-T Auspuff sauber, oder fährst Du Nitro und der Mist brennt gleich beim Fahren komplett ab? Gruß Tower
14. November 200718 J. Für verkokte Zeitakttüten hat .hell doch V-Pofer erfunden, ein Tank voll und Gaaas, nach dem ersten halben Tank raucht der Auspuff von allein und bei Reserve ist er frei. Wenn das nicht klappt hat man trotzdem für eine Woche genug vom Zweitakter fahren. Grüße Jochen
15. November 200718 J. Moin, der Auspuff an meiner damaligen RD350YPVS war nie versifft, weil ich die Ölpumpe immer im Bereich um 1:70 eingestellt habe und das sündhaft teure XTS gefahren habe. Und der zeitweilig in Gebrauch befindliche Scooter bekommt auch nur mindestens teilsynthetisches Öl. Da gibts auch keine Probs, weil Ölpumpe ebenfalls kurz vor Fresser eingestellt. OK, das mit dem Gummi muss ich etwas relativieren, da Benzin ja gängige Gummi auch angreift, so dass die Dichtungsringe und Ähnliches im Kraftstoffsytem ja zumindest kraftstoffresistent sind. Und die Manschetten im Bremssystem sind natürlich bremsflüssigkeitsresistent, klar. Aber was sich in Kraftstoff nicht auflöst, muss sich bei Kontakt mit Bremsflüssigkeit noch lange nicht nicht auflösen. Von daher würde ich das nicht ausprobieren. Die Gefahr, dass etwas danach nicht mehr funzt wäre mir zu groß.
15. November 200718 J. Auspufffreibrennen hat aber bei den alten DKW schon Spaß gemacht wenn die Flamme so schön rausloderte.
15. November 200718 J. Beim Verbrennen von Bremsflüssigkeit entstehen üble Verbrennungsrückstände, die hoch toxisch sind. Daher ist das verboten. Wie sich das - und dann noch gebrauchte - Zeug auf die Einspritzkomponenten auswirkt, will ich lieber nicht wissen & schon gar nicht an meinen Fahrzeugen ausprobieren. Entsetzlich außerdem die Vorstellung, auf dem Fahrrad sitzend von so jemandem überholt zu werden... Hoffe, dass nicht mehr "Spaßvögel" auf solche kruden Ideen kommen! Julian
15. November 200718 J. Moin, diese Diskussion ist in Verbindung mit zeitgemäßen Fahrzeugen mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung schon deswegen obsolet, weil sich Bremsflüssigkeit in Benzin nicht löst, sondern im Gegenteil schwer lösliche, harzähnliche Rückstände hinterlässt. Wie weiter oben zu lesen war der Tipp seinerzeit, die Flüssigkeit bei demontiertem Luftfilter direkt in den Vergaser zu geben. Ob's etwas brachte, entzieht sich meiner Kenntnis.
15. November 200718 J. Das brachte schon was, nämlich i.d.R. erhöhte Kompression. Hat man folglich erst dann gemacht, wenn der Motor schlechte Kompressionswerte lieferte (oder wenn man jemandem mit einer alten Möhre übers Ohr hauen wollte). Soweit ich das noch zusammenkriege, geht es weniger um die Ablagerungen an Kolben, sondern an den Ventilen. Allerdings besteht die Gefahr, dass dabei harte Bröckchen den Ventilsitz schädigen (hab' ich zumindest so gehört). Ich habe das mal vor Jahren an irgendeiner Karre von mir gemacht, das war eine elende Stinkerei (niemals nicht zu Hause ausprobieren). Ein paar Tropfen durch den Vergaser reingekippt, stank das Auto gute 5-10 Minuten mit spektakulären weißen Wolken aus dem Auspuff, so dass ich froh war, dass nicht gleich die Feuerwehr von irgendwelchen Nachbarn alarmiert wurde. Boris
15. November 200718 J. Jetzt weiß ich auch, was die Teenies in Frankreich aufm Ententreffen in den Vergaser kippten.
16. November 200718 J. volgas fahren macht den motor auch sauber, ohne zauber zusätze:-) warum sind die kolbenböden versifft? Schaftdichtungen von den Ventilen defekt? Gruß Tim
16. November 200718 J. Ersteller Hallo, es handelt sich um meinen verkokten Benzinrasenmäher, den ich vor der Winterpause noch mal reinigen wollte . Also ich schütt da nichts rein von dem Zeugs. Ich zerlege den Motor und reinige ihn mit Backofenspray-soll ja auch wirken! Gruß Skyhook
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