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Müssen wir bald alle 100 Oktan tanken?

Hervorgehobene Antworten

Hallo,

Hab auch grad den Ethanol-Beitrag im ADAC Heft (Dez07 bzw. Jan08) durchgelesen.

Demnach wird der Ethanolanteil im Sprit von 5% auf 10% erhöht, wodurch anscheinend einige normal oder Super Benzin Fahrzeuge dann nur noch mit dem teueren Super plus fahren können.

Hat Citroen da schon ne Freigabe als Tabelle von den Autos.. geht .. geht nicht

oder weiß noch keiner überhaupt irgendetwas????

Meines Wissens ist Ethanol aggressiver als normal Sprit, so daß Dichtungen Einspritzventile etc. betroffen sein könnten.

Außerdem sind gehärtete Ventilsitze erforderlich (jedenfalls bei E85). Wird warscheinlich höhere Verbrennungstemperaturen erzeugen.

Gut.. ich fahr nen alten Y4 V6 mit 12 Ventilen und ner Kette. Den Motor bringt ja eigentlich nix um. Die einzige Sorge die ich mir mache ist die Aggressivität des neuen Stoffs.

Hat da jemand ne Info????

Denn 100 Oktan Bölkstoff werd ich jedenfalls nicht freiwillig in mein Benzin-Krematorium schütten ;-)

mfg

(siehe auch ACC-Club-Talk http://forum.andre-citroen-club.de/showthread.php?t=73052)

HY

Im Hochsommer fahr ich mit meiner Ente öfters mal Ethanol, schon seit knapp 3 Jahren. Bis jetzt hat sich noch nichts aufgelöst.

Das mit den gehärteten Ventilsitzen ist kein Problem. Mir sagte mal ein Ford-Händler, daß alle Autos, die mit bleifreiem Benzin fahren dürfen, keine Probleme mit bekommen; da vor 20 Jahren gehärtete Ventilsitze bei den Autos eingeführt wurden, die mit bleifreiem Benzin fahren durften.

MfG DS

HY

Im Hochsommer fahr ich mit meiner Ente öfters mal Ethanol, schon seit knapp 3 Jahren. Bis jetzt hat sich noch nichts aufgelöst.

Das mit den gehärteten Ventilsitzen ist kein Problem. Mir sagte mal ein Ford-Händler, daß alle Autos, die mit bleifreiem Benzin fahren dürfen, keine Probleme mit bekommen; da vor 20 Jahren gehärtete Ventilsitze bei den Autos eingeführt wurden, die mit bleifreiem Benzin fahren durften.

MfG DS

Hallo Daniel,

fraglich ist da nur, ob die Ventilsitze heute immer noch gehärtet sind? Vor 20 Jahren war diese Maßnahme wahrscheinlich usus - keiner wusste ob die Maschinen mit etwas mehr ohne Blei auskommen; zumal da ja auch neue Konkurrenz war die seinbar immer alles besser kopierte als das Original (Toyota, Mazda, etc.). Heute weiß man, dass die ursprünglichen Ventilsitze gehalten hätten - sind ja noch genug Altautos unterwegs - warum dann teures Material verbauen? Ferner war damals ein Auto mit Normalbenzin (91 Oktan) eher üblich als eine Seltenheit - zumal wenn es aus Deutschland kam (selbst der erste 12 Zylinder BMW lief damit). ich denke daher Pavels frage ist schon berechtigt - insbesondere für die Autos - nicht Deine Enten - die so ab Mitte der 90er verbaut wurden. Ferner meint er damit wohl auch u.a. die Dichtungen einer ESP, womit ne Ente - obwohl wunderschön - nicht aufwarten dürfte ;-)

Gruß

Tower

  • Ersteller

Also wie ich sehe... hat keiner ne Ahnung :-(

diese kolumne im ADAC-heft ist detailreiterei. hier geht es nicht um technische bedenken denn vielmehr um die frage nach freigaben durch den hersteller.

einen zwang, jetzt super+ zu tanken gibt es faktisch nicht. ethanol hat eine oktanzahl-erhöhende wirkung, also ist die frage nach der klopffestigkeit schonmal geklärt. und gepanzerte/gehärtete ventilsitze sind seit wenigstens 25 jahren standard. jeder motor mit aluminiumzylinderkopf - was anderes gibts es faktisch nicht mehr - hat eingesetzte, gehärtete ventilsitze. wirklich problematisch waren hier nur die motoren, die konzeptionell aus der zeit bis 1965 stammen und teils noch grauguss-köpfe mit direkt ins material gefrästen ventilsitzen hatten, z.b. die opel-CIH-maschinen. diese motoren brauchen verbleiten sprit bzw. additive.

was die vielbeschworene aggressivität des ethanols angeht heisst es einfach ausprobieren. sollten sich auf dauer schäden an den einspritzdüsen oder gummileitungen einstellen, muss man diese teile eben tauschen.

bei 10% anteil halte ich das allerdings für faktisch zu vernachlässigen.

insofern ist das alles reine panikmache seitens des altkonservativen ADACs.

Moin,

ich werde den Eindruck nicht los, dass hier ein klein wenig Erklärungsbedarf herrscht: Ethanol ist nichts anderes als das Zeug, das mehr oder weniger verdünnt als Bier, Wein, Schnaps u.ä. durch unsere Kehlen rauscht, vulgo Alkohol. Er macht, in größeren Mengen genossen, vielleicht unsereinen aggressiv, doch ist schwer vorstellbar, dass er auf die Komponenten der Kraftstoffversorgung oder des Motors aggressiver wirkt als die übrigen Kraftstoffbestandteile, also aromatische und aliphatische Kohlenwasserstoffe, welche wesentlich potentere (lipophile) Lösungsmittel darstellen als schnöder Ethylalkohol. Außerdem hat er eine hohe ROZ, erhöht also die Oktanzahl des Sprits. Wo ist das Problem?

> Wo ist das Problem?

Als ich mich vor ca 10 Jahren in Brasilien aufhielt, hat man mir das so erklärt: Alkohol kann wesentlich grössere Mengen an Wasser aufnehmen, sei es noch von der Produktion her oder aus der Luft während Transport und Verteilung, mit dem Ergebnis, dass die Motoren (meine Vermutung: Vergaser) von Àlcool-Autos weniger lang halten als die von Benzinautos (das Brasilianische Benzin enthält aber auch einen ordentlichen Anteil Alkohol). Wer darauf angewiesen sei, dass sein Wagen am Morgen anspringe und es sich leisten könne, fahre Benzin !

Gruss, Daniel

Sölele!

Im Namen der BX IG habe ich dann mal eben mit der Kundenbetreuung von Citroën bzgl. dieses Themas gesprochen.

Offiziell kann Citroën dazu noch nichts sagen, da noch gar nicht feststeht, wie hoch der Ethanol-Anteil wirklich sein wird. Steht das fest, wird Cit auch offiziell etwas dazu sagen. Insbesondere ist auch zu beachten, daß Pläne bestehen, ab 2010 Super komplett abzuschaffen und nur noch Super Plus anzubieten. So die Cit Kundenbetreuung.

Inoffiziell hat man mir jedoch mitgeteilt, daß egal wie hoch der neue Anteil an Ethanol sein wird, Citroën für die älteren Modelle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Verwendung von Super Plus, also Benzin mit geringerem Ethanol Gehalt empfehlen wird. Zu den ältere Modelle werden hier auch der XM in seiner letzten Baureihe und auch der C5 I gezählt.

Na, klasse! Für meinen CX Turbo soll es mir egal sein, da der ja sowieso nur Super Plus tanken soll. Aber daß ich dann demnächst auch den BX GTi, BX Sport und den XM V6 mit Super Plus betanken darf, nervt mich schon.

X1 TCT und super plus!! die hamse nich mehr alle, der nimmt so schon über 10liter.... für jeden ct den der spritpreis hochgeht geht ein raunen durchs land aber für diese erhöhung hat sich bisher kaum jmd derartig interessiert, und sie wird viel dratischer... ich hoffe das komtm so nich, is ja wahnsinn

Ich denke, Cit will hier auf Nr. Sicher gehen, da die bestimmt keine Lust haben, großartige Tests mit unseren alten Schätzchen zu machen. Was ich voll und ganz verstehe. Bevor die Kunden also reihenweise Regressansprüche geltend machen, sagt man lieber: "Besser nicht!"

Ob es doch funktioniert, wird sich nur in Praxistests herausfinden lassen.

Peugeot sagt übrigens, daß die Motorgeneration ab 06.1998 die 10% Ethanol verkraften werden.

Quelle: http://www.avia.de/cms/index.php?page=847

@Dilliget: mit Super+ wird er wahrscheinlich weniger verbrauchen, da eine höhere Oktanzahl auch meißt mit einer besseren Verbrennung einher geht.

MfG DS

Eine höhere Oktanzahl signalisiert nur eine höhere Klopffestigkeit. Sonst nix. Am Verbrauch wird sich bei Motoren ohne Klopfsensor gar nix tun.

Eine Gefahr durch Alkohol im Benzin dürfe sicherlich für Benzintanks aus Stahlblech bestehen, und zwar wegen des Wasseranteils. Aber auch hier: nix genaues weiß man nicht.

Im Radio war heute aber auch von Kunststoffteilen die Rede...

Im Radio war heute aber auch von Kunststoffteilen die Rede...

Richtig! Es geht wohl eher um die Dichtungen in der Einspritzanlage der älteren Fahrzeuge, die den höheren Ethanol-Anteil nicht verkraften und einfach aufgefressen werden.

Ebenso die Kraftstoffzuleitungen, seien sie nun aus Metall oder Kunststoff, sollen bei den älteren Modellen angegriffen werden. Das sagt zumindest der ADAC. Ob das wirklich so ist, kann man leider erst durch Tests herausfinden. Nur wer stellt seinen Oldie zur Verfügung?

Ich werde das in der BX IG mal diskutieren. Vielleicht läßt sich ja eine alte Gurke finden, die man einfach mit dem neuen Sprit betankt und dann 10000km oder so damit fährt.

Also meine Ente hat keinen Klopfsensor, und sie verbraucht mit Super und Super+ weniger, als mit Normalbenzin. Und bei einer Jahreskilometerlaufleistung von 50000km kann man das schon gut testen.

Es kommt nämlich zum Beispiel auf das Verdichtungsverhältnis an etc..

MfG DS

Ich habe in einer Tabelle über Materialverträglichkeiten (Dichtungselemente Angst+Pfister) nachgesehen, sowohl NBR als auch EPDM sind für Ethanol bestens geeignet. Die meisten Schläuche und Dichtungen dürften in unseren Cits aus NBR sein. (Selbst die so speziellen grün markierten Hydraulikdichtungen).

Ich glaube, dass das Hauptproblem Korrosion sein wird. Bio_ethanol wird bei der Herstellung auf min. 99,5% konzentriert (zuerst Distillation, dann Refraktion und schlussendlich spez. Keramikfilter, die die Wassermoleküle zurückhalten). Nur über 99,5% ist gewährleistet, dass Ethanol sich mit Benzin vermischen lässt, ohne dass Wasser ausfällt.

Aber auch die 0,5% Restwasser, bei einem E10 also nur 0,05%, reichen, um langfristig Korrosion an Einspritzteilen zu verursachen. Deshalb werden sie heute für Bio-Ethanol-fähige Fahrzeuge aus Edelstahl hergestellt.

Grüße,

Dietmar

Eine höhere Oktanzahl signalisiert nur eine höhere Klopffestigkeit. Sonst nix. Am Verbrauch wird sich bei Motoren ohne Klopfsensor gar nix tun.

Hallo Jörg,

habe da auch schon andere Erfahrungswerte gehört, wobei ich nicht in jedem Fall sagen könnte, ob ein Klopfsensor verbaut war. Dabei ging es aber vor allem im Fahrzeuge die von der Grundanlage mal auf Super angelegt waren - Italien oder Japan. Schon mal versucht vor 20 Jahren versucht in Frankreich "Ordinaire" zu tanken - da sagte Dir die Tankuhr irgendwann automatisch nimm gleich 95 Oktan.

Richtig! Es geht wohl eher um die Dichtungen in der Einspritzanlage der älteren Fahrzeuge, die den höheren Ethanol-Anteil nicht verkraften und einfach aufgefressen werden.

Ebenso die Kraftstoffzuleitungen, seien sie nun aus Metall oder Kunststoff, sollen bei den älteren Modellen angegriffen werden.

Ich denke Pavel ging es genau um diesen Punkt, nur beantworten kann ihn keiner...oder?

Gruß

Tower

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