7. Februar 200818 J. Moin, bis vor einigen Jahren habe ich auch Karneval gefeiert und habe mich zum Teil auch ins Delirium tremens gesoffen. Oft sind wir mit unserer Clique durch die Gemeinde gezogen, haben uns zu 7 in ein Taxi gequetscht oder sind mal eben vier km bis zum nächsten Umzug gelaufen. Natürlich haben wir uns keinen Zug der Umgebung entgehen lassen. Selbstredend war auch der Altweiberball beim Dorfwirt immer ein fester Programmpunkt. Und gerade als Schüler feiert man unbeschwerter, da beflügelt das "was kostet die Welt-Gefühl" die Stimmung. Selbst über Kohle wurde damals nicht nachgedacht, man legte zusammen oder stattete Omma nen Besuch ab. Müssig zu erwähnen, dass Omma noch immer irgendwo "Karnevalsjeld förr dä Jung" gebunkert hatte und auch gerne gab, wenngleich nicht ohne Ermahnung und Augenzwinkern, man möge nicht soviel trinken. Und es hat mir richtig Spass gemacht! Allerdings fehlt mir seit genau vier Jahren ganz immens der Bezug zum Karneval, denn ich wurde Rosenmontag 04 mehr tot als lebendig aus meinem verunfallten Auto geholt. Seitdem bin ich froh, wenn es vorbei ist und begehe ganz im Stillen meinen Geburtstag. Ergo war ich auch nicht traurig, dass ich dieses Jahr arbeiten musste. LG, Oliver Nachtrag: Sven und Jürgen muss ich allerdings recht geben! Auch in meiner Ecke ist es so, und sogar in meinem Heimatkuhkaff mit 1100 Seelen gibt es einen kleinen Umzug und einen kleinen Freundeskreis, der jedes Jahr einen Wagen baut, um damit an den grösseren Umzügen teilzunehmen. Und selbst in der Kreisstadt, in der ich nun wohne, vermisse ich ab und zu am Karnevalssamstag die erste Probefahrt des Wagens vom Freundeskreis mit lauter Musik, hupen und fröhlichen Menschen durchs Dorf.
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