7. April 200818 J. Hi, es ist zum Heulen: Heute mit dem XM in der Stadt rückwärts ausgeparkt, eng war's, und hinten war augenscheinlich nur ein Verkehrsschildpfosten im Weg, von dem ich genug Abstand hatte - im Gegensatz zu dem fetten, scharfkantigen niedrigen Begrenzungsstein, den ein bekloppter Stadtplaner davor setzen ließ. Im Ausrollen machte es dann KRACK! Ergebnis: Ecke Stoßfänger hinten rechts ziemlich spitz getroffen, einige Risse auf der Ecke und auf der seitlichen Flanke Richtung hinteren Radlauf. Grrrrrr! Es gibt nun drei Möglichkeiten: 1. So lassen - scheidet unter ästhetischen Gesichtspunkten völlig aus. 2. Kleben - damit hab ich keine Erfahrung - Ihr vielleicht? Geht sowas (dauerhaltbar) und mit welchem Bäpp? 3. Gebrauchtteil - Hat jemand was Brauchbares liegen? Farbe möglichst EXY (schwarz uni). Zustand möglichst so, dass nicht lackiert werden muss. Fahrzeug ist untenstehender Y4 3.0 24V Exclusive Limo mit Silberzierleiste im Stoßfänger. Geknickt, Stefan
7. April 200818 J. Kleben geht. Meine freie Werkstatt hat dafür diverse 2K-Kleber, die ich nicht genauer spezifizieren kann. Hält aber ganz gut. Sieht nur nicht so schön aus, da ja die Klebe- bzw. Riss-Stellen weiterhin sichtbar bleiben. Ich würde zum Gebrauchtteil tendieren und notfalls nachlackieren. Schwarz ist auch für den Hobbylackierer ganz gut machbar. Aber wahrscheinlich benötigt man Weichmacher am Stoßfänger, was für den Laien dann doch nicht so einfach sein dürfte. Boris
7. April 200818 J. Hallo, Glasfaserspachtel funktioniert ganz gut. Die Risse V-förmig etwas vergrößern und dann mit der Spachtelmasse auffüllen.Die Stellen an denen der Kunststoff rauskommt mit Plastikprimer bearbeiten. Dann noch grundieren oder gleich lackieren.Für den Endschliff vor der Farbe mindestens 1200er Wasserschleifpapier. Sonst siehst Du hinterher die Schleifspuren. Gruß Herbert
8. April 200818 J. Ersteller Hi, danke für die Anregungen! @Boris Du kommst nicht zufällig bald in Deiner freien Werkstatt vorbei und lässt Dir den Namen des am besten geeigneten Klebers verraten? :-) Die Klebestellen durch Schleifen, Spachteln und Beilackieren zu tarnen müsste ich ganz gut hinbekommen (gute Materialverträglichkeit / kein Setzverhalten vorausgesetzt)... Ist mir ehrlich gesagt lieber als das Ganzteil mit der Sprühdose einzunebeln. Die ist übrigens schon gekauft. Originalfarbton. Schwarz ist ja nicht nur einfach dunkel... @Herbert An Glasfaser mit Epoxydharz habe ich auch schon gedacht, weiß nur nicht, ob es am Kunststoff wirklich haftet. Aber verrate mir mal, wie Du auf den 1200er Schliff vor dem Decklack kommst. Ist das nicht schon SO fein, dass der Decklack Haftungsprobleme bekommt? Ich hab bisher immer mit max. 600-800er nass endgeschliffen, dann 2x Decklack und gut. Keine Schleifspuren. Oder seh ich womöglich nimmer so gut? Kann auch sein. Stefan
8. April 200818 J. Besorg dir ein Stück von ner alten Stoßstange und ein Heißluftgebläse (regelbar). Dann erst ein bißchen üben und anschließend die Risse zuschweißen. "Schweißdraht" ist dabei der der Rest der Abfallstoßstange. Das geht gut, und hält gut. Gruß Ebby
8. April 200818 J. Hi, bei Kunststoff geht oft shcweißen besser als kleben! Das geht relativ einfach mit einer regelbaren Heißluftpistole und einem "Draht", der aus demselben Material bestehen muß wie das Werkstück. Damit habe ich sogar einen PE-Kanister wieder dichtbekommen. Man sollte allerdings erst etwas üben, sonst brät man ein Loch.... Die Webseiten von Steinel und -vor allem- Leister geben etliche Tips dazu! Viel Glück! Nikolaus
8. April 200818 J. @ Stefan: die Werkstatt bekommt den Papps glaube ich von Berner geliefert. Weiß leider nicht, was man im freien Handel vergleichbares bekommt. Der Hinweis mit dem Schweißen ist nicht schlecht. Jetzt verdrehen bestimmt gleich welche die Augen: ich habe Kunststoff-Stoßstangen auch schon erfolgreich gespachtelt, hat sogar gehalten. Wenn also die Schweiß- oder Klebestelle nicht ganz so optimal glatt wird, kann man grobe Spachtelmasse zum ausbessern benutzen (die, welche so aussieht, als seien da feine Aluspäne beigemischt). Natürlich nur, wenn nicht zu dick aufgetragen werden muss. Dann vorsichtig schrittweise glattschleifen und zwischendurch ruhig mal Grundierung bzw. besser Füller drüber, wieder nass schleifen usw. Am Ende den zu lackierenden Bereich mit 1200er Nasspapier anschleifen, dabei ruhig etwas großzügiger vorgehen. Den Nebelrand, den es beim Lackieren mit der Spraydose gibt, zusammen mit den geschliffenen Randbereichen mit Schleifpaste vorsichtig glattschleifen. Dann Polieren, polieren, polieren. Wird nicht ganz profimäßig, aber ganz passabel (guckst Du hier wegen der Schleifpaste: http://forum.andre-citroen-club.de/showthread.php?t=53624) Gruß Boris
8. April 200818 J. Ersteller Wow, viele Antworten heute - danke! Ich werde es so machen: - Stoßfänger abnehmen und penibel säubern - Kunststoff identifizieren (muss ja gekennzeichnet sein in der EU) - Kunststoffpuzzle spannungsfrei in ursprüngiche Form ausrichten - dünne Spalte mit schnell abbindendem Kunststoffkleber füllen zum Fixieren - abhängig von der Innenstruktur des Teils entscheiden, ob von innen mit Epoxy verstärkt werden kann/muss oder ob ich mit der Heißluftdüse drangehe - Reparaturstelle in Form schleifen, Haftgrund drauf, spachteln, füllern. Dann hab ich die Form und hoffentlich ausreichende Festigkeit. Was ist mit der Oberfläche? Bei meinem XM ist die nicht überall glatt, sondern es zieht sich ein "Raufaserstreifen" original Cit quer übers Gebälk. Wie ich diese feine Struktur hinkriege, weiß ich noch nicht. Ich dachte an eine dünne Schicht Steinschlagschutz aus der Dose. Je nach Spritzabstand und Materialmenge lässt sich damit so ne ähnliche Struktur darstellen. Dann kommt der Decklack. Ich werd bekloppt, wenn ich nach dem ganzen Gepfriemel Läufer reinlackiere :-) Erst mal hoffe ich auf günstigere Temperaturen für so ein Gebastel. Stefan
6. Juni 200818 J. Ersteller Rückmeldung: - Material ist PE (Polyethylen) - Risse gesäubert, entfettet und verklebt wo zugänglich - von innen mit Lötkolben die Risse verschweißt - außen grob mit 80er Körnung in Form geschliffen, mit 120er geglättet, lackierte Grenzflächen mit Mattierpaste mattiert - Haftvermittler aufgetragen - Steinschlagschutz aufgespritzt (für Struktur) - Acryl-Lack in Originalton aufgetragen - alle Zwischenschritte immer gut trocknen lassen - Sprühnebel mit Politur beseitigt Ergebnis: Fast perfekt. Aus 2 Meter Entfernung sieht man nix mehr, ohne den Schaden zu kennen. Operation erfolgreich. Mal sehen, wie der Lack auf dem Kunststoff nach dem nächsten Temperatursturz aussieht. Stefan PS: Leider kein Bild vorher/nachher
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