13. Juni 200818 J. http://carbodydesign.com/archive/2008/06/11-bmw-gina-light-visionary-model/ http://carbodydesign.com/video/?id=1924 da haben wir´s. BMW Bearbeitet (13. Juni 200818 J. von Martin 480 Turbo)
13. Juni 200818 J. Ich finde ja, der wäre besser unsichtbar. Nicht nur fürs Radar. Typisch Bangle, der Chris. >>Jürgen
13. Juni 200818 J. Super. Warum sollte die Haut eines Autos steif und blechern sein. Ich mag, wie sich die Tür beim Öffnen in Falten legt. "Thinking flexible, acting flexible. Context over dogma." Reschpeckt, Herr Bangle. mg
14. Juni 200818 J. Hallo, Tuichbespannung ist für geringe Geschwindigkeiten bis etwa 700 km/h OK, seit den 1940ern im Flugzeugbau aber unüblich, es sein denn bei Segelflugzeugen für allenfalls etwa 200 km/h und weniger als 3 g Beschleunigung. An sich spricht also nichts gegen eine Tuchbespanung bei Autos, die sich quasistatisch, alos praktisch trägheitskraftfrei, fortbewegen. Wenn da nicht Krach und Wärme-/Kälteisolation wären. GINA war eigentliche eine Fiat (G91). Gernot
14. Juni 200818 J. Hallo, und by the way: Die Idee, daß Autos wie beplankt oder mit Tuch bespannt besonders natürlich aussehen stammt aus den späten 1960er. Typisch hierfür sind z.B. der 67er Camaro oder auch der Opel Rekord D/Commodore B sowie viele andere amerikanische Autos aus dieser Zeit. Die Idee mit dem Schalthebel unter Tuch hatte der Designer allerdings wohl morgens unter einer dünnen Bettdecke. Gernot
14. Juni 200818 J. Stellt Dir vor, der GINA parkt am Strassenrand und irgendwer macht einen Schnitt hinein....
14. Juni 200818 J. Moin, ist das nicht ein alter Hut? Soweit mich mein dröseliges Gedächtnis nicht täuscht, gab es das auch schon in den 20er und 30er Jahren und wurde von einem Herrn Weymann patentiert. Damals wurden die Karosserien mit Wachstuch bespannt. Ich glaube, Fiat hat unter anderem solche Fahrzeuge gebaut. Edith sacht gerade, dass das ein alter Hut ist. Edith hat nämlich dies hier in der wiki gefunden. http://de.wikipedia.org/wiki/Weymann-Karosserie LG, Oliver Bearbeitet (14. Juni 200818 J. von GSASpecialViersen)
16. Juni 200818 J. BMW baut doch schon länger diese Dinger ( Njuetsch -Disain ) , ich hab bisher bloß nicht gewusst , dass die aus Stoff sind ! Fritz
16. Juni 200818 J. In der ehemaligen Tschechoslovakei gabs in den 30ern (?) ein Auto mit Lederkarosserie. Komm grad nicht drauf, wie die Dinger hießen. MfG DS
16. Juni 200818 J. Hallo,An sich spricht also nichts gegen eine Tuchbespannung bei Autos, die sich quasistatisch, alos praktisch trägheitskraftfrei, fortbewegen. Wenn da nicht Krach und Wärme-/Kälteisolation wären. Unkritisch ist die Stoffbespannung nur dann, wenn keine Kräfte an der Oberfläche angreifen, sonst muß man sie sehr sorgfältig fixieren (bei Flugzeugen sind die sehr fest auf kleinräumigen Strukturen festgeleimt, zT noch angenäht, dazu mit Spannlack stark gestrafft, da ist nichts mit dynamisch verbiegen) Wenn da hinten der Spoiler hoch- und runterfährt, drückt der Fahrtwind sicher noch ein paar Falten in die Haut. Und der Winddruck in den schicken Scheinwerfer-Lidern kann locker mal die ganze Verkleidung abreißen (wie viele X1-Fahrer haben hier schon über flatternde Motorhauben geschrieben - und die ist aus Blech!) Selbst bei der Ente zieht der Fahrtwind das Dach deutlich hoch, dabei ist das relativ steif und flach! PS: Der Staudruck geht quadratisch mit der Geschwindigkeit, die Wirkung des Drucks linear mit der Fläche. Hohe Geschwindigkeit und große Flächen sind also eine schlechte Kombination. ...ist aber doch eh' nur ein statischer Showcar für die Messe.... Bearbeitet (16. Juni 200818 J. von AlGuCi)
16. Juni 200818 J. Danke für diesen technisch fundierten, wenn auch oberflächlichen Abriss über die physikalischen Hintergründe für die Verwendung neuer Oberflächen. Bisher war ich davon ausgegangen, daß so etwas nur gezeigt wird, wenn auch eine technische Neuerung (Material ?) dahinter steht, die neue Möglichkeiten eröffnet. Wenn sich die (das) Gina bei 250 km/h so verbeult, wie ein Velorex sich verbeulen müßte, macht der Spaß nicht viel Sinn. Oder BMW weiß schon, daß in Zukunft keiner mehr schneller als 25 fährt...
16. Juni 200818 J. Oder BMW weiß schon, daß in Zukunft keiner mehr schneller als 25 fährt...Eher glaub ich, dass Menschen dann viel schneller als 25 laufen können. Das Auto der Zukunft ist eine Gehhilfe. Kein Personenkraftwagen sondern ein Personkraftanzug. hs
17. Juni 200818 J. ..nochmal 'was oberflächliches (geht ja um Oberflächen... ): Ein Standardklasse-Segelflugzeug hat etwa 10 qm Flügelfläche, wiegt mit Pilot 350 kg und fliegt ab etwa 70 km/h - das heißt, daß pro Quadratmeter Brutto-Flügelfläche bereits bei dieser Geschwindigkeit ein Auftrieb entsprechend 35 kg produziert wird, davon etwa 2/3 auf der Oberseite alleine, also etwa 20 "kg" Zugkraft pro Quadratmeter. ...wohlgemerkt, an einer Fläche, die einigermaßen parallel zur Strömung liegt! Oder wieder zurück auf dem Boden: die 200+ "kg" Auftrieb, die ein alter Porsche bei hoher Geschwindigkeit hat, wirken ja auch auf das Karosserieblech und nicht über Wagenheber an der Achse!
17. Juni 200818 J. Hallo, das Problem ist bei Autos ja nicht der Abtrieb, der ja an sich widersinnig ist, sondern der enorme Widerstand, um diesen widersinnigen Abtrieb zu erzeugen. Da würde jeder Flieger im Boden versinken. Gleitzahlen zwischen 1 und 5 sind nicht werbefähig. Gernot
18. Juni 200818 J. Hi, ich wüßte ja immer mal gerne, welchen cw-Wert ein aktueller Formel 1-Wagen hat - wahrscheinlich ziemlich heftig.... ...aber da ja immer mehr Leute irgendwelchen Kram an ihren Autos außen festmachen, haben die Designer den cw-Wert wohl generell niedriger priorisiert ("wieso soll ich hunderte Arbeitsstunden in ein verbessertes cw stecken, wenn der Benutzer dann mit drei Fahrrädern auf dem Dach mit 150 ins Wochenende fährt..." )
18. Juni 200818 J. Naja, ein Grund für die Designer, sich trotzdem noch um einen guten Ausgangs-Cw-Wert zu bemühen, wären immer noch die besseren Norm-Verbrauchswerte. Die stehen dann in den Prospekten drin, das ist für MFG-Wolfgang wichtig. >>Jürgen
18. Juni 200818 J. Hallo, Autos haben neimals einen "guten" cw - Wert. Tragflächenprofile sind symmetrisch für Kunstflug mit gleichwertiger Normal- und Rückenfluglage. Diese Profile haben eher ungünstige cw Werte und deswegen sind die Flieger beim Red Bull Airrace auch relativ langsam (und sicher). Bei Leistungssgelern findet so etwas niemals nie. Für Flugzeuge mit bevorzugter Normalfluglage benutzt man Profile mit gewölbter Profilsehne. Damit wird man wirklich strömungsgünstig. Das sieht dann auch fast so aus, wie ein Auto von der Seite, aber halt, Autos sollen ja nicht hoch-, sondern heruntergedrückt werden. Also vergewaltigt man das an sich schön strömungsgünstige Profil und stellt es vorne so tief herunter, daß es Abtrieb liefert. Dann paßt die Wölbung natürlich nicht mehr zur Anströmung durch die Luft von vorne und mit dem "guten" cw Wert wird es dann auch nichts mehr. Physilkalisch unmöglich. Keine Chance. Es wäre so einfach, wenn man sich entschliessen würde den Auftrieb zuzulasssen, das Fahrzeug mit aerodynamischen Steuerflächen auszurüsten und eine Schwerpunktlage mit stablier Fluglage zu wählen. Damit könnte man mit 300 PS locker mit 400 km/h cruisen. Ein Bugatti braucht dazu 1000 PS, wobei 700 PS mehr oder weniger sinnlos verpuffen. Den Trick, die mit der Höhe abnehmende Luftdichte für mehr Geschwindigkeit einzusetzen (ca. halber Leistungsbedarf in 4000 m Höhe), werden Autos wohl niemals nuitzen können. Gernot
18. Juni 200818 J. Es wäre so einfach, wenn man sich entschliessen würde den Auftrieb zuzulasssen, das Fahrzeug mit aerodynamischen Steuerflächen auszurüsten und eine Schwerpunktlage mit stablier Fluglage zu wählen.Das sähe bei plötzlichem Seitenwind (z.B. Brücke) sicher eindrucksvoll aus...
18. Juni 200818 J. Hallo, gar nicht. Man kann durch "Festhalten an der Luft" selbst mit Draht und Leinentuch im Schulsegler von 1950 3 g Kurvenbeschleunigung erzielen. Wie machst Du das mit Reifengummi am Boden? Da ist bei trockener Straße und Normalreifen bei 1 g Schluß. Die Angst vor der Luft kommt unmittelbar von der Unform aller bisher gebauten Autos. Gernot
18. Juni 200818 J. Hallo,gar nicht. Man kann durch "Festhalten an der Luft" selbst mit Draht und Leinentuch im Schulsegler von 1950 3 g Kurvenbeschleunigung erzielen. Wie machst Du das mit Reifengummi am Boden? Da ist bei trockener Straße und Normalreifen bei 1 g Schluß. Die Angst vor der Luft kommt unmittelbar von der Unform aller bisher gebauten Autos. Gernot Ja eben, da ist es doch mehr als fraglich, ob Straßenbreite und Reaktionszeit des Fahrers in gutem Verhältnis zueinander stehen! (z.B. 80km/h Seitenwindbö) Grüsse
18. Juni 200818 J. ...Den Trick, die mit der Höhe abnehmende Luftdichte für mehr Geschwindigkeit einzusetzen (ca. halber Leistungsbedarf in 4000 m Höhe), werden Autos wohl niemals nuitzen können.Gernot Gernot, Du hast meine völlige Zustimmung!Ausnahme: In den Anden, da ginge das. Irgendwie haben die dort aber nicht die richtige Infrastruktur an Strecken, Autos und gelangweilten Prinzen für solche Manöver. Aber gehen würde es tun. (Ich war schonmal, ganz popelig-normal mit dem Reisebus auf 4.900 m. ü. NN. Dabei immer schön Mate de Coca kauend, um die dünne Luft zu ertragen.) >>Jürgen Bearbeitet (18. Juni 200818 J. von ACCM Jürgen P. Schäfer)
18. Juni 200818 J. Zumindest hätte die Autobahnauffahrt ihren Namen dann zurecht. Oder eben Tunnel und ein bisschen Luft abpumpen.
19. Juni 200818 J. Also vergewaltigt man das an sich schön strömungsgünstige Profil und stellt es vorne so tief herunter, daß es Abtrieb liefert. Man könnte den Trick des Rumpler-Tropfenwagens versuchen: Seitenansicht eher rechteckig, Grundriß symmetrischer Tropfen. Ich weiß allerdings nicht, wie es da mit der Seitenwindempfindlichkeit ist.... Die aerodynamischen Steuerflächen könnte man heutzutage per Rechner noch bewegen, das machen die modernen Jagdflugzeuge ja auch. Das müßte dann deutlich mehr sein als nur Spoilerchen dekorativ aus- und einzufahren (allerdings wird das kaum einer bei einem Auto bezahlen wollen...).
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