6. Mai 200323 J. Aus der FTD vom 17.4.2003 Citroën nutzt Chinas Markt für Wachstum Von Heimo Fischer, Paris Der französische Autobauer Citroën will in China im laufenden Jahr seinen Absatz um 29 Prozent steigern. Bis Jahresende sollen dort 110.000 Wagen verkauft werden, sagt Claude Satinet, Generaldirektor der Fahrzeugmarke. Bis Ende Februar seien bereits 16.900 Fahrzeuge abgesetzt worden. Citroën ist Teil des PSA-Konzerns, der auch die Autos der Marke Peugeot herstellt. In China gehört Citroën zu den bekanntesten und größten Autoproduzenten nach Volkswagen und General Motors. Da China der Welthandelsorganisation beigetreten ist und daher Handelshemmnisse abgebaut hat, erhofft sich das Unternehmen eine rasante Entwicklung des Fahrzeugmarkts. Auch im kommenden Jahr rechnet der Fahrzeughersteller mit steigenden Verkaufszahlen. "Der chinesische Automarkt birgt ein großes Potenzial", sagte Satinet. In diesem Jahr erwartet der Manager rund 1,5 Millionen verkaufte Neuwagen in dem Land. Für 2004 geht er von einem Wachstum des Gesamtmarkts zwischen 15 und 20 Prozent aus. Die chinesische Regierung sehe in der Entwicklung der Autoindustrie einen Eckpfeiler der Wirtschaft des Landes, so Satinet. Der Fünf-Jahres-Plan der Regierung sehe vor, den Fahrzeugbau weiter zu fördern. Um das zu unterstützen, werden Straßen vor allem in den expandierenden Wachstumsregionen an der Ostküste gebaut sowie die weniger entwickelten Regionen im Westen des Landes besser angebunden. Geringer Exportanteil Der Anteil der nach China importierten Fahrzeuge ist bei Citroën gering. Von den 85.000 im vergangenen Jahr verkauften Wagen wurden nur 2000 eingeführt. Die übrigen produziert das Unternehmen in Fabriken in der zentralchinesischen Provinz Hubei. Das Gemeinschaftsunternehmen DPCA betreibt ein Montagewerk in Wuhan. Das Werk kann bis zu 150.000 Wagen pro Jahr herstellen. Hinzu kommt ein Motoren- und Getriebewerk in Xiang Fan. Montiert werden in Wuhan die Modelle ZX Fukang, Xsara Picasso, Elysée und seit neuestem der Xsara Fünftürer. Bis heute hat Citroën in China mehr als 350.000 Fahrzeuge gebaut. Die Stufenhecklimousine Elysée ist eines der erfolgreichsten Modelle Citroëns in China. Seit der Markteinführung Mitte 2002 wurden 37.800 Wagen abgesetzt. Das Modell ist eine Weiterentwicklung des ZX Fukang 988, der seit knapp fünf Jahren verkauft wird. Viele Modelle werden - wie bei anderen Herstellern auch - speziell für den chinesischen Markt entwickelt. "Die chinesische Kundschaft hat einen konservativen Geschmack", sagt Satinet. So sei es lange Zeit nur schwer möglich gewesen, Autos mit Fließheck zu verkaufen. Mittlerweile sei diese Bauweise aber vollständig akzeptiert. © 2003 Financial Times Deutschland
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