12. Dezember 200817 J. Moin, eine eher theoretische Frage: Was passiert, wenn man an einen Turbodiesel, der ab Werk nicht mit einem Ladluftkühler ausgestattet war (konkret geht es um den 66-kW-HDi 2.0), einen solchen (z.B. vom 80-kW-HDi) anbaut? Würde die Motorsteuerung von der niedrigeren Ladelufttemperatur und dem evtl. geringeren Ladedruck Notiz nehmen? Würde sie ein wenig mehr Kraftstoff einspritzen? Würde sich das Abgasverhalten verbessern oder verschlechtern?
12. Dezember 200817 J. der ladedruck bleibt gleich, die temp geht runter und der motor könnte wirklich besser ziehen. nebeneffekt der motor wird termisch auch etwas endlastet weil er kühle luft zum hüsteln bekommt, er wird auf jeden besser laufen, vor allem im sommer. abgase bleiben gleich. mit glück weniger sprit, da kalte luft mehr sauerstoff enthält.
12. Dezember 200817 J. Der Lufttemperatursensor sitzt bei der 80 kW-Version im LMM direkt hinter dem Luftfilter. Das bedeutet, dass die Abkühlung der Luft nicht gemessen wird, sondern durch das Motorsteuergerät fest angenommen werden muss. Also IMO wird es nicht mehr Kraftstoff eingespritzt bei gleicher Stellung des Gaspedals. Man könnte vielleicht aber den Temperatursensor (im LMM) etwas austricksen (ein Widerstand in Serie?). (nur nebenbei: ein Chiptuning des 66 kW-Motors (ohne LLK) erzielt auch ungefähr 80kW) Karel
12. Dezember 200817 J. den wiederstand würd ich lassen, den chip mit ladeluftkühler in verbindung bringt dann schon ordentlich leistung, ob das hier aber der zweg ist weiß ich aber noch nicht, somit geh ich nur vom senken der lufttemp aus.
12. Dezember 200817 J. Dass die Lufttemperatur sinkt, ist natürlich klar. Aber die Motorsteuerung bekommt es nicht mit! :-( Und dadurch erhöht die Einspritzmengen nicht. Man kann zwar erwarten, dass durch "mehr Gas geben", sich die Einspritzmengen erhöhen, aber ob es bei ALLEN Motorzuständen der Fall sein wird, ist leider ungewiss. Und sollte sich nach dem Umbau herausstellen, dass doch ein Eingriff in die "ECU Maps" notwendig ist, wäre ein herkömmlicher und bewährter Chiptuning billiger und schneller :-) Karel
12. Dezember 200817 J. das macht eigentlich nix der sprit der da ist wird besser verbrannt als vorher, somit auch in allen drehzahlen. wie schon gesagt beides zusammen gibt ein gutes packet, chip und llk zusammen ist immer besser wie nur eins von beiden.
12. Dezember 200817 J. wenn der Motor einen LMM hat, müßte der zusätzliche LLK eigentlich direkt was bringen. Denn die gemessene angesaugte Luftmenge/-Masse steigt, weil bei (angenommenem) identischen Ladedruck und nun niedrigerer Temperatur nach LLK die Luftmasse größer ist. Gruß Gerd
12. Dezember 200817 J. Hallo, und dann kann man den Lufttemperaturfühler auch nach dem LLK montieren. Gruß, Werner
12. Dezember 200817 J. Ha, ist es nicht so, daß beide Motoren (66-kW-HDi und 80-kW-HDi) ohnehin einen LLK besitzen und sich nur in der Motorsteuerung unterscheiden? >>Jürgen
12. Dezember 200817 J. Ha,ist es nicht so, daß beide Motoren (66-kW-HDi und 80-kW-HDi) ohnehin einen LLK besitzen und sich nur in der Motorsteuerung unterscheiden? >>Jürgen Nein, der 66 kW hat keinen LLK sowie keinen elektrisch regelbaren Wastegate. Karel PS: und die Überlegung von Gerd Kruse finde ich klasse!
13. Dezember 200817 J. Ersteller Hallo, und dann kann man den Lufttemperaturfühler auch nach dem LLK montieren. Gruß, Werner Moin Werner, das könnte sich nach den Infos, die diesem Thread bislang zu entnehmen sind, durchaus als ein Schuss in den Ofen entpuppen - mal ganz abgesehen von den Schwierigkeiten, die das Umbauen des Wärmefühlers evtl. mit sich bringt! Am originalen Ort nach dem Luftfilter wird der Fühler immer von Luft mit etwa Außentemperatur umströmt, während die Luft auch nach einem LLK stets wärmer sein dürfte. Ob das das Steuergerät so interpretiert, dass es nun mehr Kraftstoff einspritzen darf? Ich glaube kaum..
13. Dezember 200817 J. Hallo Zusammen, Dass die angesaugte Luftmasse bei Dieselmotoren mit Ladeluftkühlung höher ist, ist richtig. Allerdings arbeitet die Einspritzung nicht wie die eines Benziners. Der Luftmassenmesser ist bei Dieselmotoren keineswegs zur Berechung der Einspritzmenge verbaut sondern zur Berechnung der Abgasrückführrate! Je mehr Abgas dem Brennraum zugeführt wird, desto weniger Frischluft wird durch den Luftmassenmesser gemessen. Das Einspritzkennfeld ist fest berechnet und wird nur unwesendlich temperaturabhängig beeinflusst um einen Warmlauf und Kaltstart zu ermöglichen. Die Nachrüstung des LLK ohne Anpassung der Software wird eher Probleme machen, als dass sie Vorteile bringt. Servus aus München, Acady84
Erstelle ein Konto, um zu kommentieren