16. Juni 200917 J. Mit dem Titel "Die Absatzkrise schlägt immer mehr bei den Autozulieferern durch" schreibt die FAZ über eine Studie der Investment-Bank Close Brothers. Danach haben sei Anfang November 2008 in D 45 Autozulieferer Insolvenz angemeldet. Der Umsatz der betroffenen Unternehmen summiert sich auf rund 8,7 Mia. Euro. In den insolventen Betrieben arbeiten mehr als 53.000 Beschäftigte, das sind fast 1/6 der insgesamt in D in der Zuliefererindustrie beschäftigten 330.000 Mitarbeiter. Von den 1.000 Zulieferern in D sind ca. 100 im Besitz von Beteiligungsgesellschaften und gelten deswegen als besonders durch Insolvenz gefährdet, weil die Finanzinvestoren ihre Firmenkäufe meist mit einem hohen Anteil an Fremdkapital finanzierten und diese Schulden zum Teil bei den Betrieben abgeladen haben. Da der Umsatz der meisten Zulieferer in diesem Jahr bislang um knapp ein Drittel geschrumpft ist, sind viele von ihnen nicht mehr in der Lage, die Last von Zins und Tilgung der Schulden zu tragen. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman rechnet die weltweite Zuliefererbranche weder für 2009 noch für 2010 mit Gewinnen. Denn in diesem Jahr werden global ca. 15 Mio. Autos weniger produziert. Vor diesem Hintergrund hätten die Zulieferer bis Ende März ihre Stammbelegschaften schon um 10 % reduziert. Außerdem wurden die Stellen für Leiharbeiter reduziert, Zeitverträge auslaufen gelassen und bei mehr als 2/3 aller Firmen Kurzarbeit eingeführt. Von den weltweit gut 7 Mio. Stellen in der Autozulieferung könnten bis Jahreswende 15 % und damit mehr als 1 Mio. abgebaut werden. Eine Rückkehr auf das Niveau von 2007 werde frühestens für das Jahr 2014 erwartet. Fast alle befragten Unternehmen haben die Sicherstellung der Liquidität als dringlichste Aufgabe genannt und verhandeln deshalb Zahlungsziele mit Abnehmern neu, treiben Forderungen ein und haben weniger wichtige Projekte gestoppt. Auch bei den Personal- und Sachkosten würden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Kosten zu senken, ohne die Bargeldreserven antasten zu müssen.
16. Juni 200917 J. Das haben die ja schnell gemerkt. Wir sind Hersteller für Indutriefilteranlagen für Schleiföle. Unseren Kunden (und uns) bricht seit November 2008 der Absatz massiv ein. Licht am Ende des Tunnels? Fehlanzeige. Momentan Kurzarbeit, aber wie lange noch, wenn keiner weis wie es weitergehen soll? Viele Grüße Fred
16. Juni 200917 J. Noch fünf jahre und wir Deutschen fahren nach Holland Tulpen brechen,oder nach Polen Spargel Stechen!!! Ich habe in den 80zig und 90zig Jahren deutlich mehr verdient wie heute und da hat das Heizöl noch 30 Pfennige gekostet letztes jahr 92cent. Wo soll den da die Kohle für ein neues Auto her kommen? Gruß Manni
16. Juni 200917 J. Bei uns gibs in einigen Abteilungen wieder richtig viel zu tun. Ätztechnik hat Arbeit ohne Ende, Matrizenfertigung hat genug zu tun, Wasseraufbereitung kloppt wieder Überstunden, Ionen-Austauscher laufen nicht mehr auf Sparflamme, Galvanik lechtst wieder nach Kühlwasser...... Hoffe, daß wir in unserer Firma den Tiefpunkt für dieses Jahr hinter uns haben. MfG DS
17. Juni 200917 J. Das haben die ja schnell gemerkt. Wir sind Hersteller für Indutriefilteranlagen für Schleiföle. Unseren Kunden (und uns) bricht seit November 2008 der Absatz massiv ein. Licht am Ende des Tunnels? Fehlanzeige. Momentan Kurzarbeit, aber wie lange noch, wenn keiner weis wie es weitergehen soll?Fred Bei uns in der Kunststoffindustrie ist es ähnlich... ... obwohl kein Autozulieferer, stellen wir techn. Kunststoffe für den Maschinenbau her... ... uns und allen direkten Wettbewerbern sind die Aufträge um ca. 50% weggebrochen... ... es wird versucht, das mit 50% Kurzarbeit für alle Beschäftigten aufzufangen ... sehe z.Zt. noch nicht das Licht am Horizont ! ... interessanterweise hört man immer weniger in den Nachrichten, seit die sog. Rettung - oder das verlängerte Siechtum - von OPEL durch ist. ... aber es scheint so, dass sich die Wirtschaft z.Zt. leider auf ein exorbitant niedriges Niveau einpendelt
18. Juni 200917 J. Interessanter Thread von der Basis: Wir vertreiben technische Verbrauchsmaterialien und Investitionsgüter, die teilweise auch aus Kunststoffen hergestellt werden. Der Einbruch in 2009 war ohne Beispiel. (Zahlen seit 1945) Es sind niemals zuvor alle europäischen und wichtige internationale Märkte so signifikant eingebrochen. Auch unser Produktionsvolumen hat sich trotz aller Anstrengungen fast halbiert. Der Anteil der Automotive Produkte liegt dabei bei höchstens 40%. Allerdings sehen wir seit einigen Wochen wieder Licht am Ende des Tunnels. Bei den Verbrauchsmaterialien sind die Zwischenläger offensichtlich mittlerweile geräumt und es wird auf vermindertem Niveau geordert. Aber bei den größeren investiven Projekten ist momentan die lange Perspektive gefragt. Alles was 09 umgesetzt werden muss (sollte) wird auf Sparflamme gekocht. Ich persönlich glaube, daß wir uns an einem Wendepunkt befinden. In welche Richtung die Wende geht bleibt aber spannend. Das Modell von unbeschränktem Wachstum in globalen Märkten hat zumindest einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Beste Grüße Martin 480 Turbo
18. Juni 200917 J. Moin, ich arbeite bei einem bundesweit tätigen, grossen Personaldienstleister. Nachdem seit Jahresanfang in unserer Niederlassung massiv Kunden wegbrachen und auch grössere Stammkunden auf Sparflamme arbeiteten, haben wir massiv entlassen müssen, sogar die Reinigungskraft hat dran glauben müssen. Mittlerweile sieht es so aus, dass wir wenige Neukunden hinzugewinnen und auch wieder wenige Mitarbeiter einstellen konnten. Ein grosser Stammkunde hat auch wieder etwas mehr Personal angefordert. Wir berappeln uns langsam wieder, auch wenn wir weit von der Profitgrenze operieren. In unserem Gewerbe gilt eine Niederlassung ab ca. 35-40 Mitarbeitern profitabel, momentan kratzen wir ganz knapp an der 30. Zumindest hatten wir ganz knapp das Glück, dass die Hauptverwaltung bei uns keine Schliessung verfügt hat, wie bei anderen Niederlassungen geschehen. Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich und kämpfen.
18. Juni 200917 J. Das haben die ja schnell gemerkt. Wir sind Hersteller für Indutriefilteranlagen für Schleiföle. Unseren Kunden (und uns) bricht seit November 2008 der Absatz massiv ein. Licht am Ende des Tunnels? Fehlanzeige. Momentan Kurzarbeit, aber wie lange noch, wenn keiner weis wie es weitergehen soll?Viele Grüße Fred Investitionsgüter dieser Art sind im Moment annähernd unverkäuflich. Ich arbeite beim Werkzeughandel für Zerspanungsbetriebe meine letzte Filteranlage ist über 6 Monate her. Ich kann mir aktuell aber nicht vorstellen dieses Jahr noch eine zu verkaufen. Wär schon Zufall.
18. Juni 200917 J. Investitionsgüter dieser Art sind im Moment annähernd unverkäuflich. Ich arbeite beim Werkzeughandel für Zerspanungsbetriebe meine letzte Filteranlage ist über 6 Monate her. Ich kann mir aktuell aber nicht vorstellen dieses Jahr noch eine zu verkaufen. Wär schon Zufall. Ah, ein Mann vom Fach. Von welchem Hersteller war die verkaufte Filteranlage, wenn ich fragen darf? Viele Grüße Fred
19. Juni 200917 J. Hallo, ich bin bald Ing-Informatiker. Krise beim Ausbildungsbetrieb? Oh-ja. Krise in meinem Bereich? Wird heraufbeschworen, um die Gehälter niedrig zu halten. Ich will/werde in der Embedded-F&E anfangen. Das einzige, was die Kriese bringt sind etwas niedrigere Einstiegsgehälter (mit ca. 40k muss man sich zufrieden geben. Letzes jahr wärens ca. 45k geworden). Viel schwerer triffts hier zB den Maschinenbau (so mein persönlicher Eindruck). Gestern in Ludwigsburg VDI-Recruiting-Day gewesen. Etwa 1/6 von der Fläche vom letzten Jahr besetzt. Die Jobs werden nciht mehr pauschal, sondern wirklich für bestimmte Projekte besetzt. Aber es gibt nach wie vor genug zu tun. Das die Firmen nicht zur Messe gehen heisst nicht, dass sie keine offenen Stellen haben. Und wenn man ins Internet schaut sind zwar weniger Stellen als letzes Jahr ausgeschrieben, aber immer noch deutlich mehr, als es Leute gibt. Zumindest in meinem Bereich. MfG aus Stuttgart
19. Juni 200917 J. Noch fünf jahre und wir Deutschen fahren nach Holland Tulpen brechen, ...!!! Dat denk ik niet.
19. Juni 200917 J. Hallo, (mit ca. 40k muss man sich zufrieden geben. Letzes jahr wärens ca. 45k geworden). MfG aus Stuttgart Wow, so viel Geld würd ich auch gern mal verdienen. Bei uns wird tatsächlich in den oberen Etagen auf Kurzarbeit spekuliert....hä??? Versteh ich nicht...ist doch genug zu tun.....achso, es gibt Geld vom Staat.....na denn.....könnt man ja so tun, als wenns eim richtig dreckig geht......einfach Aufträge in die Schublade einschließen...... MfG DS, der heut wieder länger auf der Maloche war - - keine Arbeit da tsts
19. Juni 200917 J. Die Einstiegsgehälter sind zwar gestiegen, aber es gibt nicht mehr die Steigerung, wie sie früher üblich war. Spätestens mit der ERA-Einführung ist es egal, wie lange man der Firma angehört oder welche Qualifikation man hat. Im besten Fall werde ich irgendwann in die Region von 60k vorstoßen. Also gerade mal ne Steigerung von 50% im Vergleich zum Einstiegsgehalt. Fürher waren das locker 300% und mehr. Letztendlich werde ich wohl nie so viel verdienen, wie die kolegen, die jetzt noch nach dem "alten" System bezahlt werden. Erst recht nciht, wenn man die relative Kaufkraft betrachtet. Ich will nicht klagen, denn Ingenieurseinkommen ist kein Hungerlohn, aber die großen Unterschiede zwischen Studium und Ausbildung gibts einfach nicht mehr. So werde ich halt mein Leben lang alte Cits fahren müßen MfG PS: Hier in der Region sind die gehälter zwar höher, aber ich zahle auch für 65qm auch ca. 800 Euro Warmmiete!
19. Juni 200917 J. Ah, ein Mann vom Fach. Von welchem Hersteller war die verkaufte Filteranlage, wenn ich fragen darf?Viele Grüße Fred Rentschler Reven falls das was sagt. Oder nein das letzte waren Filtermist.
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