14. November 200916 J. Die LPG-Anlage in meinem Gas-XM streikte kürzlich. Mit zunehmender Kälte, dauert es natürlich immer länger, bis die Umschalttemperatur erreicht ist. Bei mir war's nun so, daß ein Injektor sich erst sehr viel später dazuschaltete, bzw. später gar nicht mehr. Das ist dann so, als wenn das Auto nur auf 3 Zylindern läuft. So konnte das natürlich nicht bleiben. Und auf Benzin wollte ich auch nicht fahren. So zerlegte ich heute den schadhaften Injektor. Kein Wunder, daß er nicht mehr lief: Und so sehen die Teile jetzt aus: Das schwarze Zeug war so klebrig und knastig, daß die ganze Mechanik innen fest war. An Mechanik hat man im Grunde nur den Stößel, der beim Impuls per Magnet angehoben wird und den Weg für das Gas zu Düse frei gibt. Aber da ging nix mehr. Das schwarze Zeug ist, wie ich vermute, das gefürchtete Parafin, welches sich unweigerlich absetzt. So werde ich die anderen Injektoren besser auch zerlegen, dann habe ich sicher wieder Ruhe.
14. November 200916 J. Schick! Welche Injektoren hast Du da, von welchem Hersteller? Sind sie einfach zu zerlegen? >>Jürgen
14. November 200916 J. Ersteller Das sind Magic Jet Injektoren. Sehr simple Dinger, aber ungeheuer zuverlässig! Und sehr einfach zu zerlegen. Morgen hole ich noch die anderen 3 raus, denn die werden nicht besser aussehen. Da ich bei dem Injektor auf dem Bild keinen Verschleiß und keine Einlauf-, bzw. Reibspuren feststellen konnte, gehe ich davon aus, daß es mit einer Reinigung getan ist. Dann kann ich wieder 'Gas' geben
15. November 200916 J. Ersteller Fast 80.000 Kilometer ohne daß sie je gereinigt wurden. Mir war zwar bekannt, daß sich Parafin absetzen kann, aber ich wusste nicht, wie es sich auswirkt. Dazu heißt es bei den Magic Jet Injektoren: entweder sie funktionieren, oder sie sind kaputt. Die Dinger sind DERMASSEN SIMPEL aufgebaut, die können nicht kaputt gehen. Es sei denn, der Stromzufluss wird unterbrochen oder sie verschmieren mit Parafin, wie in meinem Falle. Das einzig bewegliche Teil ist der Stößel (im unteren Bild rechts direkt neben der Feder mit dem Gummiring obendrauf). Das Teil sitzt quasi in einer Magnetspule welche gleichzeitig das Gehäuse des Injektors bildet, die mit den Stromimpulsen den Stößel anhebt (etwa 1,3mm) und somit das Gas einströmen lässt. Ist der Strom weg, drückt die im Bild sichtbare Feder den Stößel wieder runter. Das geschieht mit der gleichen Frequenz, mit der die Benzineinspritzventile angesteuert werden - das Signal wird nämlich einfach abgegriffen. Naja, jetzt habe ich erstmal wieder Ruhe
15. November 200916 J. Hast Du keinen Filter in der Anlage? Der ist bei mir nach 80000 immer noch einigermaßen sauber. Hat jemand die Keihin-Injektoren schonmal demontiert?
15. November 200916 J. Ersteller Doch. Der wurde auch vor ca. 50.000 getauscht. Aber der hält ja das Parafin nicht zurück.
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