5. Januar 201115 J. Absolut. Das habe ich nun gerade hinter mir. Nur dann kann man wirklich sicher sein, dass das System i.O. ist. Und das Fahren macht auch einfach am meisten Spaß! Auf jeden Fall kann ich eindeutig bestätigen, dass sich die Hydractive-Kugeln sehr deutlich auf das Federverhalten auswirken. Da gibt's ja scheinbar geteilte Meinungen zu.Da muss ich mich auch nicht mehr wundern, wenn meine Federung hinten trotz neuem LHM und Federkugeln, richtiger Höhe und gängigem HK hart ist, wenn die Hydractive-Kugel noch die erste(!) von 1999 mit 283.000 km ist. Ich frage mich, wie man sowas machen kann... Die Hydractivkugel ist Federung pur. Sie ist Federung ohne Dämpfung und nur dazu da das Auto weicherzumachen. Wer sie nicht tauscht darf sich über harte Federung nicht wundern. Vereinfacht dargestellt: Es ist wie wenn jemand ständig auf Sportstellung fährt. Bearbeitet (5. Januar 201115 J. von jozzo_)
5. Januar 201115 J. Zum Thema Höhe einstellen, muss ich noch sagen: Habe letztens die Höhe hinten einstellen lassen, weil sie hinten deutlich (und bewusst) zu hoch war und der TÜV vor der Tür stand (und der Grund dafür, hinten zu hoch zu haben sich auch erledigt hatte). Daraufhin wurde er bei Citroen auf das Maß gesetzt, was hier alle schreiben, also eine Hand passte zwischen Rad und Radkasten. Dann fiel ich beim TÜV durch, weil die Scheinwerfer allesamt zu niedrig leuchten. Bin dann zu einem anderen Citroen-Haus, extra weit gefahren, weil da ein ausgewiesener Experte für Xantias arbeiten sollte (der mich dann auch gleich ausgiebig zu verschiedenen Problemen beriet). Er sollte die Höhe einstellen, die ich vorne auch für deutlich zu niedrig hielt (ist letzten Winter mal plötzlich um etwa 4cm abgesunken und dabei geblieben). Ergebnis: Vorne hat er es belassen, hinten hat er runtergestellt, so dass der Radkasten jetzt locker eine Handbreit über dem Rad sitzt. Wieso erzähl ich das? Weil Höhe einstellen scheinbar eine hohe Kunst ist, bei der zwei Experten zwei Meinungen haben und ich nun gerne mal wissen würde, wer Recht hat. Habe keinen Bock, jedesmal 50€ dazulassen. Höhe hinten und vorne messen und einstellen kostet offiziell übrigens 0,8 Arbeitsstunden.
5. Januar 201115 J. Höheeinstellen ist eine Bekämpfung der Symptome und nicht die Beseitigung der Ursache. Bei einem gut gewarteten Hydropneumaten muss die Höhe ein Leben lang nicht eingestellt werden, sie verändert sich nicht.
5. Januar 201115 J. Inzwischen ist mir das klar. Aber als Hydractive-Neuling habe ich erstmal Wekrkstätten dazu befragt und zwei Citroen-Vertragswerkstätten meinten, nur die federkugeln seien für das Federungsverhalten entscheidend. Hydractive-Kugeln würden sich nur im Kurvenverhalten bemerkbar machen. Kein Wunder, warum die Marke den Ruf hat, den sie hat... wenn man sich nicht mal auf die Experten vor Ort verlassen kann... Torsten, wie fühlte sich der Activa denn dann an? Polo GTI mit Sportfahrwerk oder Original Mini? :-) Gruß, Jan
5. Januar 201115 J. Die waren ja nicht doof: Die Radfederkugeln waren logischerweise Comfortkugeln, allseits beliebte Abhilfe wenn Hydractiv nicht funktioniert und der Meister oder der Schrauber ratlos ist. Also war der Wagen auf den ersten Blick nur etwas zu hart. Andersrum geht auch: Ein Kollege fuhr einen Xantia, den ich ihm besorgt hatte. Hatte den Wagen nachts bekommen, kurz durchgecheckt und dabei die fehlende Sicherung im Motorraum für das Hydractiv eingesteckt. Er begann fröhlich zu summen und wurde butterweich - und zwar abnormal weich. Weil, da steckten auch Comfortkugeln drin, die für einen nicht-hydractiven Xantia natürlich, weil dann hatte ja alles wieder seine Richtigkeit wenn man schon die Sicherung entfernt hat *kopfkratz*. Der Xantia lief über ein Jahr bis zu seinem Verkauf problemlos bis auf 2 geplatzte Rücklaufleitungen mit entsprechender Sauerei, das Hydractivsystem funktionierte tadellos. Mein Kollege wollte das Ganze übrigens auf keinen Fall mehr geändert haben Gruß Torsten
30. September 201114 J. Hallo, ich schliess mich mal dem Ganzen an und versuche hier auch irgendwie meine Frage loszuwerden: (Xantia X1, 2,1 TD, 271tkm, Bj 97) - Meine Federung ist angenehm weich nur fühlt sie sich ziemlich unterdämpft an. Ein Loch und einen Hubbel macht die noch mit einmal nachschwingen weg, aber wenns mal wellig wird, fängt der Bock an zu springen... - Spasseshalber wollte ich mal mit hoher Bodenfreiheit (Stufe zwischen Normal und Werkstatt, kein activia) über eine Waldautobahn. Mein armer Xantia sprang herum wie auf einem Trampolin - bei gerade mal 10 km/h. Normal und weiterschaukeln? Dämpfer alt also Federkugeln ersetzen, weil ich damit bald aus der Kurve fliege? Meines Wissens ist nachschwingen nicht akzeptabel und wird auch vom TÜV bemängelt. Was meint ihr?
30. September 201114 J. ... - Meine Federung ist angenehm weich ... aber wenns mal wellig wird, fängt der Bock an zu springen... Das widerspricht sich eigentlich!Handelt es sich denn um ein langsames Nachschwingen (Zeichen einer guten, weichen Federung, schlimmstenfalls jedoch Unterdämpfung) oder handelt es sich um ein hochfrequentes also schnelles Stuckern? Im zweiten Fall ist die Federung einfach durch verschlissene Federkugeln zu hart, ein einfaches Austauschen beseitigt das Problem! ... - Spasseshalber wollte ich mal mit hoher Bodenfreiheit (Stufe zwischen Normal und Werkstatt, kein activia) über eine Waldautobahn. Mein armer Xantia sprang herum wie auf einem Trampolin - bei gerade mal 10 km/h... ? Das kann auch ein kleines Problem der Einstellung sein. Dann ist leider kein Unterschiede zwischen "erhöht" und "ganz hoch". Das lässt sich mir einer Modifikation am Höhenverstellungsgestänge beheben. ... Dämpfer alt also Federkugeln ersetzen ... ? Die integrierten Dämpfer unterliegen eigentlich keinem Verschleiss! Lediglich das Gasfederpolster wird im Laufe der Zeit kleiner, womit die Federung härter wird! Bearbeitet (30. September 201114 J. von Juergen_)
30. September 201114 J. Die Schilderung ist ganz typisch für alte, hartgewordene Federkugeln. Der Wagen fängt an zu hüpfen und zu springen, die eigentlich sehr starke Dämpfung ist hin. Bei Comfortkullern im Alter ist das noch ausgeprägter, denn die Bypaßbohrungen für die Dämpfung sind kräftig erweitert. Leute ohne Erfahung mit der HP empfinden das regelmäßig als "zu weich" (liegt vielleicht auch an der derzeitigen Mode, die Autos so hart abzustimmen, daß damit eine Pseudosportlichkeit vermittelt wird bzw. auch wohl an der Unfähigkeit der Hersteller ordentliche Fahrwerke zu bauen, oder auch dem durchschnittlichen Käufer, der heute bereits wieder Starrachsen akzeptiert und dennoch meint er hätte ein fortschrittliches Auto, zum Wohle des kostenbedachten Herstellers). Kullern tauschen und wieder schweben würde ich sagen ! Bearbeitet (30. September 201114 J. von TorstenX1)
1. Oktober 201114 J. Das widerspricht sich eigentlich! Da stimme ich dir zu. Ich drücke es mal etwas "gefühlter" aus: stark underdämpft, aber Federung eher normal. Nur was ist normal? Wenn das nicht mein erster Citroen wäre, wüsste ich das zu vergleichen. Wie lange müssen die Kugeln im Normalfall halten? Vielleicht hat der Vorbesitzer ja ein Teiltausch der Federkugeln hinter sich (z.B. nur Hinter/Vorderachse) und ich empfinde die Federung deswegen bivalent unterdämpft aber eher normal gefedert. Wie finde ich das heraus?
1. Oktober 201114 J. Wenn er schaukelt und dir wird übel bei Bodenwellen, sinds bestimmt Komfortkugeln (oder es ist alles ganz normal und du mußt dich erst mal dran gewöhnen ). Wenn er hoppelt und hart ist, sind die Kugeln platt (kann sogar springen wenn die richtigen Huckel kommen). Ich hab mal einen mitgenommen, dem tatsächlich schlecht wurde weils halt anders federt als mit Stahlfedern. Alkohol spielte bei ihm auch ne Rolle.
1. Oktober 201114 J. Da stimme ich dir zu. Ich drücke es mal etwas "gefühlter" aus: stark underdämpft, aber Federung eher normal. Nur was ist normal? Wenn das nicht mein erster Citroen wäre, wüsste ich das zu vergleichen. Wie lange müssen die Kugeln im Normalfall halten? Vielleicht hat der Vorbesitzer ja ein Teiltausch der Federkugeln hinter sich (z.B. nur Hinter/Vorderachse) und ich empfinde die Federung deswegen bivalent unterdämpft aber eher normal gefedert. Wie finde ich das heraus? Die Federung eines Xantia ist wesentlich weicher als die eines konventinellen Autos. Das ist möglich durch den Niveauausgleich an beiden Achsen und wird noch besser möglich durch Hydractive. Hinten sinkt der Wagen fast bis auf die Anschläge ein, wenn man sich in den Kofferraum setzt. Kein Problem, er pumpt sich ja schnell wieder auf die richtige Höhe. Vorn ist er staffer, aber immer noch so weich, daß man ihn ohne viel Kraft sehr weit runterdrücken kann. Die Federung ist dabei imVergleich zu konventionellen Fahrzeugen kaum progressiv (wozu auch). Der Xantia läßt sich recht locker von Anschlag zu Anschlag wuppen. Soweit die Beschreibung des ordnungsgemäßen Zustandes :-) Mit konventionellen Fahrzeugen kann man das naturgemäß nicht vergleichen. Gruß Torsten Bearbeitet (1. Oktober 201114 J. von TorstenX1)
1. Oktober 201114 J. Ein kleiner Einwand: ... Die Federung ist dabei imVergleich zu konventionellen Fahrzeugen kaum progressiv (wozu auch)...Gruß Torsten Gaspolster wirken immer und automatisch progressiv, während dies bei Stahlfedern mühsam "hineinkonstruiert" werden muss.Deshalb wird die hydropneumatische Federung zwar mit zunehmendem Federweg spürbar härter, ist aber kaum auf die Endanschläge zu bringen. Warum das so ist? Angenommen, man benötigt eine Kraft X um den Stickstoff in der Federkugel auf die Hälfte des ursprünglichen Volumens zu komprimieren. Dann ist nach dem Gesetz von Boyle-Mariotte der Druck des Gases schon verdoppelt. (Das Produkt aus Druck und Volumen bleibt stets gleich, Druck und Volumen sind umgekehrt proportional.) Für jedes weitere Einfedern um den gleichen Weg muss also von nun an bereits die doppelte Kraft 2X aufgewendet werden, und so weiter... Bearbeitet (1. Oktober 201114 J. von Juergen_)
1. Oktober 201114 J. Ein kleiner Einwand: Gaspolster wirken immer und automatisch progressiv, während dies bei Stahlfedern mühsam "hineinkonstruiert" werden muss.Deshalb wird die hydropneumatische Federung zwar mit zunehmendem Federweg spürbar härter, ist aber kaum auf die Endanschläge zu bringen. Ich bringe meinen Xantia mühelos auf die Anschläge. Kenne ich von vielen anderen Xantias auch so. Gruß Torsten
1. Oktober 201114 J. Ja, da ist ein gewisser Widerspruch drin, das sehe ich auch so Torsten. Mein Physiklehrer hat trotzdem Recht, der Druck in den Federkugeln steigt kurz vor dem Ende gegen unendlich, das Gas kann also niemals ganz komprimiert werden. Offensichtlich sind aber beim Xantia vorher schon die Endanschläge am Fahrwerk erreicht, in einem Arbeitsbereich wo die Progression noch nicht so stark zu Buche schlägt.
2. Oktober 201114 J. ...Für jedes weitere Einfedern um den gleichen Weg muss also von nun an bereits die doppelte Kraft X2 aufgewendet werden, und so weiter... Jetzt wird mir klar warum der der X2 härter gefedert ist...
2. Oktober 201114 J. Jetzt wird mir klar warum der der X2 härter gefedert ist... Ach menno, Ihr nehmt mich mit meinen Erinnerungen an die Schul-Physik nicht ernst.
2. Oktober 201114 J. Dochdoch, ich hab da schon drüber nachgedacht. Ich meine aber, dass eine normale Spiralfeder auch immer härter wird, je mehr man sie zusammendrückt. Ist das nicht progressiv? Sonst würd sie ja nicht ein Stück weit einfedern und dann so bleiben, sondern bis sie ganz zusammengedrückt ist?! Der "Gegendruck" der Feder muß also steigen, je weiter sie zusammengedrückt wird... Ich hatte das auch mal inner Schule aber es ist im Nebel verschwunden. Aber es gibt ja diese Federn mit großem Abstand in der Mitte und enger gewickelt an den Enden... Hmmm... /Dann war da noch der Begriff Federrate... mal nachlesen... Ahja, hier steht was: "Die Federkonstante oder Federrate, auch Federhärte, Federsteifigkeit, oder Richtgröße, oder Direktionskonstante genannt, verbindet die Auslenkung einer Feder mit der daraus resultierenden Kraft. Bei einer linearen Feder ist dieser Anstieg der Kraft eine Konstante." http://de.wikipedia.org/wiki/Federrate Also steigt die Kraft schon aber eben linear. Und das ist bei Gasen nicht so? //Es zeigt sich: Man muß es nicht wissen, man muß nur wissen, wo es steht. Bearbeitet (2. Oktober 201114 J. von Dennie)
2. Oktober 201114 J. Wenn die Kraft linear steigt, dann ist die KRAFTZUNAHME / Federweg immer gleich. Beisspiel für eine lineare Federung: F (Kraft, oder Gegenkraft) = k (Federkonstante) * x (Weg) Beisspiel für eine progressive Federung F = k(x) * x; k= a*x Nee Gase sind nicht linear. Jürgen hat das ziemlich gut dagestellt. Vielleicht fällt vielen die Analogie mit den Verbrennungsgasen im Motorraum leichter? @Torsten: Danke für den Erfahrungsbericht. Dann müssen da wohl mal neue Kullern ran. Die sind relativ unkompliziert zu wechseln wie mir scheint? Bearbeitet (2. Oktober 201114 J. von Epimetheus000)
2. Oktober 201114 J. Wie der Druck in der Kugel im Verhältrnis zum Federweg ansteigt, wird natürlich letztlich durch die Hebelverhältnisse bestimmt. Wie auch immer sich Gase verhalten, was zählt ist einzig das tatsächliche Federverhalten am Rad. Und da sind die Federungen der HP-Autos zumindest gefühlt nur wenig progressiv. Kullernwechseln, je nach Wartungszustand und Können der vorhergehenden Schrauber sehr leicht bis nervenzerreißend. Schau mal in die Suche, da findet sich alles was an Probs auftreten kann, bis hin zu detaillierten Beschreibungen der Prozedur des Drucklosmachens. Gruß Torsten
22. Oktober 201411 J. Moin aus dem Hohen Norden, habe mir einen Xantia x1 zugelegt.Habe gerade gemessen,dass ich an unserem x1 an der VA eine höhe von 73cm habe. Das ist ja nicht normal,wie ich hier gelesen habe. Habe auf den kugeln lesen können,das die vorderen kugeln scheinbar von 07.2010 sind. wenn ich diese nun austausche,komme ich dann wieder auf die "richtige" höhe vorne??? Laut vorbesitzer hat der x1 neue spurstangenköpfe usw bekommen.das kann natürlich ja auch der fehler sein,wenn das nicht ordnungsgemäß gemacht wurde,richtig? Für hilfe wäre ich sehr dankbar Mfg Jan
22. Oktober 201411 J. Hallo, die Höhe wird nicht von den Federkugeln beeinflusst. Selbst wenn die platt sind, wird die gleiche Höhe erreicht. Für vorne gibt es mehrere Faktoren, die man untersuchen sollte, bevor man am Höhenkorrektor die Höhe richtig einstellt. (Ist alles hier im Forum beschrieben, daher bitte suchen.) Gruß Arne
22. Oktober 201411 J. Laut vorbesitzer hat der x1 neue spurstangenköpfe usw bekommen.das kann natürlich ja auch der fehler sein,wenn das nicht ordnungsgemäß gemacht wurde,richtig? Für hilfe wäre ich sehr dankbar Mfg Jan Ja. Schau aber erstmal die neuen Lager auf ihren Zustand an, es passiert oft daß direkt vorm Verkauf oder vor der HU neu gelagert wird mit billigsten Teilen, und die sind gern mal nach einigen hundert KM wieder völlig ausgenuddelt (siehe einige Erfahrungsberichte zu MAPCO). Falls alles ok ist: Höhe einstellen und dann die Spur kontrollieren und ggf. einstellen. Bearbeitet (22. Oktober 201411 J. von TorstenX1)
22. Oktober 201411 J. Willkommen im Forum ! Die Suchfunktion des Forums arbeitet leider nicht mehr so wie sie arbeiten sollte. Wenn du etwas suchst, dann ist es besser, eine Suche über Tante Guugel zu starten: site:forum.andre-citroen-club.de Suchbegriff1 Suchbegriff2 Und ganz wichtig: wenn Arbeiten am Höhenkorrektor durchgeführt werden, dann muss der Wagen gegen Absturz abgesichert werden. !!! Und wenn die Spur eingestellt wird, dann muss der Motor laufen !! Oft wollen die Firmen das nicht bei laufendem Motor machen, weil ihnen die Werkstatt mit Abgasen verpestet wird. Also vorher fragen und eventuell eine andere Werkstatt suchen. Bearbeitet (22. Oktober 201411 J. von Der Käufer)
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