16. Juni 200323 J. Hallo, was sollte getan werden um künftige Roststellen zu vermeiden? Was haltet Ihr von einer Hohlraumkonservierung. Wie lange hält die Verzinkung? Am vorderen rechten Kotflügel unten bei der A-Säule hab ich zum Beispiel hinter der Plastikabdeckung jede Menge Dreck ausgespült der die Feuchtigkeit schön gepeichert hat. Gibr es noch mehr Stellen die man beobachten sollte? Viele Grüße, Olaf
16. Juni 200323 J. Ersteller tja noch. Aber ist die Zinkschicht nicht sowas wie eine Opferanode die irgendwann aufgebraucht ist? Und was ist mit den Fahrwerksschemeln die sehen bei mir (95) schon gammelig aus. Von den Befestigungsschrauben für die Motorabdeckung etc ganz zu schweigen. Grüße, Olaf
16. Juni 200323 J. Kleiner Exkurs: Das (egal wie) aufgetragene Zink ist zunächst eine einfache Schutzschicht. Die beginnende Zinkkorrosion erzeugt dann Zinkoxid, das den eigentlichen dauerhaften Schutz bringt. Unterschiede in der Lebensdauer ergeben sich nur aus der Art, WIE verzinkt wird. Eine Feuerverzinkung (auch Tauchbadverzinkung genannt, bei ca. 450 Grad) bringt jahrzehntelangen Schutz, weil das Zink und das Eisen/der Stahl eine Legierung eingehen und die Zinkschicht ziemlich dick ist; das funzt aber nur bei stabilen Formteilen, die sich unter der Hitzeeinwirkung nicht verformen. Etwas weniger stabil sind Flammspritzverzinkungen; die Legierung ist nur ganz gering gegeben; dafür bleiben die Teile aber immer formstabil. Nachteil ist die sehr rauhe Oberfläche, die sich nur sehr aufwendig oder garnicht lackieren lässt. Die "schlechteste" Möglichkeit ist die galvanischer Verzinkung. Hier wird keine Legierung gebildet. Je nach Verzinkungsart (Gelb- (incl. Chromatanteile) oder Blauverzinkung) unterschiedlich stabil, aber etwas empfindlich gegen mechanische Beschädigungen. Aber auch hier ist die Lebensdauer sehr lang im Verhältnnis zur zu erwartenden Autolebensdauer. Diese Verzinkungsart ist state of the art im Fahrzeugbau. So lange weder Lack noch Unterbodenschutz auffällig beschädigt sind, brauchts keine Vorsorge. Außerdem sind die heutigen Elektrolythohlraumkonservierungen und Wachsschutzschichten sehr gut gegen Korrosion und mechanische Beschädigungen. Die beste Vorsorge ist regelmäßiges intensives Reinigen des Wagens, auch mit Druckwasser- oder Dampfstrahl. Das hält kein Dreck aus; die Zwischenräume, Sicken und Radkästen dieser Welt bleiben dadurch dauerhaft sauber. Gruß von P.
16. Juni 200323 J. Peter V postete So lange weder Lack noch Unterbodenschutz auffällig beschädigt sind, brauchts keine Vorsorge. Außerdem sind die heutigen Elektrolythohlraumkonservierungen und Wachsschutzschichten sehr gut gegen Korrosion und mechanische Beschädigungen. Gruß von P. Hallo Peter, es ist sicher richtig, daß das Zink bei den meisten neueren Autos für guten, dauerhaften Schutz sorgt. Was allerdings Hohlraumschutz angeht, so habe ich bei vielen neueren Unfallautos (auch Citroëns) schon in Hohlräume hineingeschaut: Meist war dort kein Gramm Wachs zu sehen, sondern nur eine graue Grundierung! Die Zinkschicht ist ja noch darunter und das genügt wohl meistens. Wenn man aber mehr tun will, so kann eine zusätzliche Hohlraumkonservierung immer noch sinnvoll sein. Sie kann beispielsweise auch im Türinnern die vielen blanken oder nur gelb chromatierten Stahlteile auf Dauer schützen. Oft geht sonst nach Jahren von den diversen Verschraubungen doch eine Rostspur aus, die irgendwann auch aufs Blech übergreift. Der kleine Perfektionist, Jürgen
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