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Experiment Federzylinder

Hervorgehobene Antworten

Nachdem mir das Heck des CX immer wieder und trotz aller Maßnahmen zu schnell absackt, teste ich eine Modifikation des Federzylinders.

Alles war durchgetestet: Rücklauf, HK gereinigt und gewechselt, Bremsventil auf Serie II/BX/XM gewechselt und zuvor den O-Ring und PTFE Ring gewechselt (womit dann auch der alte Bremskraftbegrenzer für hinten entfallen konnte)....dennoch: nach 500 - 800 km Fahrt das gleiche Spiel: Heck fiel nach 15 - 20 Minuten runter.

Im Hinterkopf war da immer der Schmodder, der sich im HK sammelt.

Er kann zweierlei Natur sein:

Abrieb Alu

Abrieb Stahl

Letzteres wird schon sein, aber eher gering.

Abrieb Alu ist eigentlich naheliegend.

Ursache: Federzylinder.

Also habe ich zwei FZ vor der Presse gerettet. Eine Schnittzeichnung einkopiert und entsprechend den Maßen skaliert und eine Stelle gesucht, in die noch ein Führungsring gesetzt werden könnte.

Da ich die Festigkeit des Alu, das Cit nutzt(e) nicht kenne, habe ich mich an den vorhandenen Nuten orientiert. Entsprechend ist die Wand immer noch weniger belastet als bei der großen Nut, die die Viereck-Dichtung und PTFE Ring aufnimmt (siehe Skizze).

FZ_hi_Sch_640.jpg

Als Führungsring haben wir PEEK genommen. Für die Montage mußte der geschlitzt werden. Außerdem soll er nicht dichten, sondern nur führen.

GruppeFZ_hi_640.jpg

Einblick_FZ_hi_640.jpg

Schließlich habe ich die Federzylinder eloxieren lassen. Ungebaizt. Damit gibt es

a) einen Materialauftrag von ca. 10µ und somit eine bessere Führung (ø um 20µ kleiner), und

B) etwas härtere Oberfläche

Der Federzylinder ist damit nicht mehr leitfähig, und ob ich mir hierzu Sorgen machen muß, habe ich noch nicht durchdacht.

Sollte ich nun nach einigen tausenden km den HK so leicht bewegen können wie nach einer Reinigung, hätte ich den Alu-Schmodder erfolgreich unterbunden.

Vorne würde ich dann gleiches machen.

Dann könnte noch ein Magnet unter den LHM Behälter, der den metallischen Schmodder 'bindet', und die Chancen auf deutlich sauberes LHM wären klar gestiegen.

Das Ergebnis werde ich hier mitteilen.

Erste Erfahrung: in Höchststellung (also Pmax.) ist mir der Federzylinder noch nicht um die Ohren geflogen. - Bei den 80 - 120 bar Betriebsdruck mache ich mir da keine Sorgen.

Jan

Das klingt erstmals Gut .Da bestelle ich doch auch mal.Da gratuliere ich Dir .Nun gibt es was neues von meiner Lenkung ?Möchte mit dem TCT CX mal nach Westhofen habe aber keine Heinzelmännchen gefunden die Computergesteuert lenken.Nun bei den hinteren Federzylinder gibt es hier einen "Fachmann" der baut die vom Xantia um das geht bis jetzt auch aber Dein System ist das effektivere Chapeau lieber Jan.

M f G Mike

Hallo Jan,

zwei Ineen von mir dazu:

- die Führungshülsen würde ich aus Teflon machen. Dazu kannst Du einfach 1mm flachmaterial nehmen was man aufrollt und in die Nut legt..sehr haltbar und auch gut zu

montieren. Mei meinem MTB ist das z.B. so gelöst.

- eloxierte Oberflächen sind relativ rauh...und dieses farbige Pulver löst sich dann schnell ab und man hat dann die Rückstände im Öl. Versuch es mal mit chemisch vernickeln..die Oberflächen sind sehr wiederstandsfähig und selbst Gewinde oder Passungen brauchen nicht nachgearbeitet werden.

Viel Erfolg,

Edgar

  • Ersteller

Edgar,

PTFE ist mir zu weich (mechanisch).

Der Nachteil bei PEEK: man muß extrem sauber drehen, dafür nehmen die mehr Kräfte auf.

Eloxal: es ist ja eine Umwandlung des Alus im µ-Bereich.

Ich habe extra nicht baizen lassen, damit

a) die Oberfläche NICHT rauh wird (gebaizt wird, um die Maßhaltigkeit zu behalten)

B) ich die Toleranz reduziere und

c) mit ein wenig Glück die Oberfläche ein wenig härter mache.

In Kombination mit der Führung des PEEK sowie der reduzierten Toleranz sollte auch die Reibung und damit der Abrieb deutlich geringer ausfallen.

Mit Vernickeln bin ich im technischen Bereich unserer Ventile immer skeptisch; zu häufig ist uns schon das Zeugs abgeplatzt. Dann hat man große Partikel im System vagabundieren, was mir überhaupt nicht zusagt.

Beim Alu gibt es jetzt auch ein Verfahren, das dem Eloxal vergleichbar ist und die Leitfähigkeit erhält. Allerdings wird es nicht von unserem Stammlieferanten durchgeführt, der einfach extrem präzise arbeitet.

Wie heiß es so schön: on va voir!

Jan

-> noch absolut keine Zeit, Mike. (Die Dreharbeiten am FZ habe nicht ich gemacht......)

Am besten: nenn mir einen Termin, und: wie bekommen wir das Stück gen CH ohne Zolltheater (Bombe oder extra Zollpflichtig da antik?).

Was macht Dein Bekannter mit den FZ vom Xantia genau?

Bearbeitet ( von ACCM Jan Goebelsmann)

Erstmal Respekt und Anerkennung an Jan, sich so tief einzuarbeiten. Alles gut soweit, nur mit dem Magneten wirst Du kein Aluabrieb einfangen können, da dieses nicht ferromagnetisch ist.

Trotzdem viel Erfolg Dieter

Ich muss heute mal unter Auto gucken ,ich glaube er nimmt die Halterungen vom Xantia .Er hat mir irgendwas erklärt warum die Xantia Federzylinder den der XM s besser wären,aber das war alles (Zürich,Bern,Basel,Köln )"Bahnhof" für mich !!!Nun da ich der obligaten Familienzusammenkunft ausweichen kann,bin ich sowieso nachher in der Wekstatt am CT CX dann weiss ich mehr.

M f G Mike

  • Ersteller

Dieter, das ist ja die Idee: KEINEN Aluabrieb (oder nur noch minimal); das, was dann metallischer Abrieb ist (in Folge der Kavitation insbesondere) soll der Magnet 'fangen'.

Jan

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