14. Juni 201016 J. Die sogenannte Kulturförderung bietet ein vorrangiges Sparpotential.Warum soll eine Mehrheit den "Kunstgenuß" einer absoluten Minderheit in Theatern, Konzerten oder Ausstellungen bezahlen? Jedes Musicaltheater und jedes Rock-Konzert muß sich selbst finanzieren und wenn das nicht klappt ist der Laden eben Pleite. Aber die 395. "Neudeutung" der Räuber durch einen verquasten Regisseur wird mit Millionen gefördert. Es gibt auch hervorragende Orchester, die keinerlei staatliche Förderung erhalten (Boston, Clevland) - aber bei uns muß natürlich jeder Provinzfürst "sein" Sinfonieorchester und sein Theater haben - die dann, wie z.B. hier in S-H das Landestheater eine Auslastung von <60 % und einen Altersdurchschnitt der Besucher von deutlich > 60 haben. Wer auf den Gedanken kommt, im Bereich der Kultur zu sparen, um den öffentlichen Haushalt mit zu sanieren, der weiß offensichtlich nicht, wie teuer es kommt, wenn Kultur weggespart wird. Es gibt nun einmal Ausgaben, die lassen sich nicht wegsparen, die gehören zur Grundausstattung sozialen Lebens. Und was z. B. philharmonische Konzerte anbelangt, kann ich nur sagen, daß der Trend zu jüngerem Publikum geht. Die Duisburger Philharmoniker machen z. B. exzellente Jungendarbeit. Wer etwas gegen grassierende Verblödung hat, wird Kulturarbeit als eine der vornehmsten gesellschaftlichen Aufgaben begreifen. Abgesehen davon, gehören Bildung und Ausbildung (eigene charakterliche wie berufliche Ausbildung) mit zur „Kultur“, gleichfalls der Umgang miteinander. Aber Kultur ist noch weit mehr. Was ist also “Kultur”? - Nun, “Kultur” sind alle “Ausdrücke” auf gesellschaftlichem, politischem, ökonomischem und künstlerischem Gebiet. Diese diversen “Ausdrücke” erzeugen Widerspruch, allein hierdurch bleibt der Fortgang des gesellschaftlichen Prozesses gesichert. Und es mag schon sein, daß einem bei einer solchen (und so einzig richtigen) Fassung des Begriffs Kultur übel werden könnte, bei der Betrachtung dessen, was bloß als “Kultur” gängigerweise bezeichnet wird und was Kultur umfangreich ist, bzw. was sich darin tatsächlich ausdrückt. So sind nämlich auch barbarische Ausdrücke, Ausdrücke von Kultur, nur eben einer barbarischen, und wenn es so viele Ausdrücke barbarischer Art gibt, dann ist zu konstatieren, daß man in einer nicht kulturlosen, sondern in einer barbarischen Kultur lebt. - Das ist jetzt keine Entschuldigung, sondern eher eine Anklage, die sich voll gegen das etablierte Profitsystem und deren Apologeten richtet! ^Jo_Cit^ Bearbeitet (14. Juni 201016 J. von Jo_Cit)
14. Juni 201016 J. Hallo Heinz,so gerne ich dir zustimme, stutzig werde ich jedoch bei der Aussage im letzten Satz: Was hast du gegen die Förderung deiner peer-group? Nee, da kann ich absolut nicht zustimmen! Dann soll sich z.B. der LHC wahrscheinlich auch selbst tragen, oder wie? Für mich ist das eine ähnliche Solidaritätskiste wie eine Renten- oder Krankenversicherung. Es gibt in der Literatur, der Kunst, und auch in der Forschung, eben Bereiche, die kurzfristig nicht "im Interesse" der "Allgemeinheit" liegen, ihr aber sehr wohl längerfristig zugute kommen. Da kann man gleich die GEZ-Diskussion mit hinein packen, wer es schlicht mag, soll es schlicht angehen, aber anderen nicht die Möglichkeit nehmen, es etwas unschlichter anzugehen. Roger Bearbeitet (14. Juni 201016 J. von Ja, genau!) Bezug dazu kopiert....
15. Juni 201016 J. Hallo Heinz,so gerne ich dir zustimme, stutzig werde ich jedoch bei der Aussage im letzten Satz: Was hast du gegen die Förderung deiner peer-group? Gruß Die leute meiner Altersgruppe, die aus irgendwelchen Gründen gern in Theater gehen, in denen Hamlet unbedingt mit nacktem Arsch über die Bühne hoppeln muß, sind in aller Regel ausreichend betucht, ihr "Vergnügen" auch ohne Subventionen zu bezahlen.
15. Juni 201016 J. Die leute meiner Altersgruppe, die aus irgendwelchen Gründen gern in Theater gehen, in denen Hamlet unbedingt mit nacktem Arsch über die Bühne hoppeln muß, sind in aller Regel ausreichend betucht, ihr "Vergnügen" auch ohne Subventionen zu bezahlen. Volle Zustimmung! Die Kulturförderung für blasierte Geldsäcke sollte man sich komplett sparen. Und wegen Heinz seiner "Peer-Group": Die Stones-, Who-, Black Sabbath, Doors- und Deep Purple Fans der ersten Stunde maschieren stramm aufs Rentenalter zu
15. Juni 201016 J. Und wegen Heinz seiner "Peer-Group": Die Stones-, Who-, Black Sabbath, Doors- und Deep Purple Fans der ersten Stunde maschieren stramm aufs Rentenalter zu Wie wahr, wie wahr! Und bei den Konzerten der Stones, der Beatles, der Beach Boys, The Who und wie sie alle hießen gabs auch keine Zuschüsse, die durfte ich vom schmalen Anfängergehalt selbst zahlen.
15. Juni 201016 J. Die leute meiner Altersgruppe, die aus irgendwelchen Gründen gern in Theater gehen, in denen Hamlet unbedingt mit nacktem Arsch über die Bühne hoppeln muß, sind in aller Regel ausreichend betucht, ihr "Vergnügen" auch ohne Subventionen zu bezahlen. Na, da sind wir uns ja einig - so wars auch gemeint @ jo.cit: Zustimmung @ Roger: zu klar, genau? Gruß
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