11. August 201016 J. Hallo zusammen! nachdem ich nun wirklich ALLE Forumsbeiträge zum 4HP20 im XM gelesen habe, bleiben noch ein paar Fragen: - in meinem XM (Bj.99, V6) ist noch ein Getriebe mit Peilstab verbaut. Wie misst man den Ölstand korrekt? Kalt oder warm? Wenn warm, wie warm? - ich habe mich zu einem Teilölwechsel beim ZF-Stützpunkt hier in München entschlossen. Der dortige Kundendienstberater meinte, dass die das immer kalt machen. Nachdem ich so oft hier im Forum gelesen habe, dass man bei Getrieben ohne Peilstab unbedingt das Diagnosegerät für die korrekte Temperatur anschließen muss, kommt mir das komisch vor? Im Serviceheft zu meinem Auto habe ich auch beim 80tkm-Wartungsdienst den Verweis auf "Kontrolle Ölstand 4HP20" gefunden... Danke für alle neuen Ideen!
11. August 201016 J. Hy, also: Bei Getriebe mit Peilstab: Messung bei 80 Grad, Wagen wagerecht, Motor an, Wählhebel mehrfach durchschalten, Ölstand zwischen (!) den Makierungen Bei Getriebe ohne Peilstab: Kontrolle über Einfüllöffnung, Temperatur 60 Grad (auch hier Motor an und Gänge durchschalten). Korrekter Pegel ist dann vorhanden, wenn gerade nichts mehr aus der Öffnung läuft. (Achtung - das nachgefüllte Öl muss sich auch aufwärmen und man sollte sich "von unten" der Temperatur nähern - das Ganze kann von daher etwas länger dauern - oder man lässt einfach ein wenig mehr rauslaufen...) (Quelle ZF-Services Bildtafelkatalog..) Solange Du keine Leckage hast (also Öl "verschwunden" ist) sollte es ok sein, wenn man die Menge, die man rausnimmt auch wieder reinfüllt. (Dabei aber darauf achten, das die Temperatur passt....) Besser ist aber auf jeden Fall die Kontrolle über die Temperatur - und die kann nur über die Geriebediagnose ausgelesen werden. Schönen Gruß
11. August 201016 J. Ersteller Hallo mika2cv danke für die schnelle Antwort! Das hieße ja doch, dass die Aussage des ZF-"Spezialisten" kompletter Nonsense ist! Aber: Die Firma hat das ja immerhin gebaut? Natürlich funktionieren genaue Temperturen nur mit Diagnosegerät, da hast Du recht. Hast Du irgendeine "offizielle" Quelle für diese Vorgehensweise?
11. August 201016 J. hmm, Nonsens war das nicht - wenn der aktuelle Ölstand ok ist und das alte Öl sowie das neue Öl die gleiche Temperatur haben passt das schon wenn man rausnimmt was man reintut... Quelle hatte ich oben angegeben: ZF Service Bildtafelkatalog - "ELCAT" CD-Katalog von 2004 (nee - habe ich nicht, die CD, sondern nur einen Auszug daraus als PDF. - Das stammt von ZF.
11. August 201016 J. Also der von Cit offiziell vorgegebene und aufwendige Weg geht über die Temperaturmessung per Diagnosegerät. Mit hinreichender Genauigkeit kann man die Temperatur aber auch mit einem Infrarot-Thermometer messen. Ich habe auf diese Art schon mal einen Teilölwechsel gemacht. Aber Achtung: Am besten ein IR-Thermometer mit einstellbarer "Emissivität" kaufen. Damit kann man die unterschiedliche Wärmeabstrahlung von hellen und dunklen Flächen bei der Messung berücksichtigen. Wirklich genau ist es natürlich nicht, weil man nur aussen am Gehäuse die Temperatur messen kann - und selbst da gibt es je nach Meßstelle grosse Unterschiede. Immerhin konnte ich auf diese Weise feststellen, daß in der Cit-Niederlassung in der karnevalistischen Hochburg am Rhein mit der gotischen Bahnhofskirche vorher EIN Liter zuwenig eingefüllt worden war. Nur 2,8 Liter kamen raus, es passten aber 3,8 Liter bis zur Überlauföffnung danach hinein! >> Jürgen
11. August 201016 J. Ersteller Ich habe dann nach etwas googlen das Handbuch (auf Englisch) zum 4HP20 gefunden. Da steht auch genau das drin, was mika als Meßmethode beschreibt. Das mache ich dann mal, auch wenn ich natürlich dann nicht ganz genau weiß, ob das Getriebe 80 Grad heiß ist. Ich habe eher Panik, dass zuviel Öl eingefüllt wird, weil in diesem Handbuch steht: IMPORTANT: The oil level should not under any circumstances be above the max mark! Noch etwas: Wenn warmes Öl tatsächlich mehr Volumen hat (Schaum?) als kaltes, dürfte man ja eigentlich nur ganz wenig einfüllen, wieder nach der korrekten Methode messen und dann eventuell wieder ein bißchen nachfüllen, oder ablassen... Der Unterschied zwischen min. und max beträgt ja nur 0,5l!
11. August 201016 J. Hallo, jetzt macht mal den Papst nicht päpstlicher, als er eh schon ist Da du von 80° schreibst, geh ich davon aus es ist ein Messtab vorhanden. Dann mess mal im kalten Zustand den Ölstand und noch mal warmgefahren, also Wassertemperatur bei ~80-85°. Ist der Unterschied groß ?? Ich glaub nicht. Wenn der Ölstand warm in Ordnung ist, dann wird reingefüllt was rausgelaufen ist. Werden knapp 4 ltr. sein. Ich hab auch erst 3,5 eingefüllt und dann einige Zeit durchgeschaltet, um dann festzustellen - es fehlte noch genau der halbe Liter. Hat der Messtab nicht zwei Seiten, mit unterschiedlichen Markierungen (Temp.-bedingt) ? Gruß Herbert
11. August 201016 J. ... Noch etwas: Wenn warmes Öl tatsächlich mehr Volumen hat (Schaum?) als kaltes, dürfte man ja eigentlich nur ganz wenig einfüllen, wieder nach der korrekten Methode messen und dann eventuell wieder ein bißchen nachfüllen, oder ablassen... Der Unterschied zwischen min. und max beträgt ja nur 0,5l! Völlig richtig! Zuviel ist schädlicher als zuwenig Öl!Deshalb ist das auch im Cit-Werkstatthandbuch (allerdings schlecht übersetzt) so beschrieben, daß man nur in kleinen Schritten nachfüllen soll. Peter V. (leider nicht mehr unter seinem Namen hier aktiv) hatte das mal gut beschrieben, ich suche mal die Stelle: http://forum.andre-citroen-club.de/showthread.php?t=63095&p=4419475 Vielleicht kanntest Du diesen Thread noch gar nicht? >> Jürgen
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